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Vi Frederik
den Syvende, af Guds Nåde Konge til
Danmark, de Venders og Goters, Hertug til Slesvig, Holsten, Stormarn,
Ditmarsken, Lauenborg og Oldenborg,
Gør vitterligt for Alle: Efter den af Rigsdagen i tvende ordentlige Samlinger vedtagne og derefter af Os allernaadigst bifaldte Grundlovsbestemmelse om Indskrænkning af Grundloven af 5te Juni 1849, i Henholdt til nysmeldte Lovs § 100 har været forelagt en af nye Valg fremgaaet Rigsdag, og af denne 3die Gang i uforandret Skikkelse er bleven vedtaget, stadfæste Vi herved denne Grundlovsbestemmelse, saaledes lydende:
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Wir Friedrich der Siebente, von Gottes Gnaden König von Dänemark,
der Wenden und Goten, Herzog von Schleswig, Holstein, Stormarn, Ditmarschen,
Lauenburg und Oldenburg,
Thun kund hiemit: Nachdem auf den Reichstagen in zwei ordentlichen Sessionen die von Uns allergnädigst vorgeschlagene Grundgesetzbestimmung zur Einschränkung des Grundgesetzes vom 5. Juni 1849 angenommen wurde und in Übereinstimmung mit § 100 des genannten Gesetzes der Reichstag nach der Durchführung neuer Wahlen diesen Vorschlag erneut und bei dem dritten Male unverändert angenommen wurde, bestätigen Wir hiermit diese Grundgesetzbestimmung, wie folgt:
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Grundlovsbestemmelse af 29. August 1855 |
Grundgesetzbestimmung vom 29. August 1855 aufgehoben durch
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| § 1. Grundloven af 5te Juni 1849 indskrænkes til at gjælde for Kongeriget Danmarks særlige Anliggender. | § 1. Das Grundgesetz vom 5. Juni 1849 soll für das
Königreich Dänemark und auf deren eigene Angelegenheiten eingeschränkt gelten.
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§ 2. Kongeriget Danmarks særlige Anliggender ere: Bestemmelserne i denne Paragraph kunne forandres ved Lov.
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§ 2. Des Königreichs Dänemark eigene Angelegenheiten
sind: Justiz- und Polizeiangelegenheiten (mit Ausnahme ddes Theils, welcher dem Militärwesen übertragen ist), darunter die allgemeine Gesetzgebung in betreff der bürgerlichen Verhältnisse, der Verbrechen und der Rechtspflege einbegriffen; die Aufbringung der Mannschaft zum Land- und Seeheere, welche zufolge der bestehenden Pläne oder der von der gesetzgebenden Gewalt für die gemeinschaftlichen Angelegenheiten erlassenen Gesetze von dem Königreiche zu stellen ist; die Aufbringung der Pferde, der Lebensmittel, der Fourage, des Quartierts und ähnlicher Naturallieferung, deren Herbeischaffung dem Königreiche auf vorgedachte Art aufgelegt wird; das Kirchen und Unterrichtswesen, mit den unter selbiges gehörenden Lehranstalten; das Natigationsexamen gehört zu den gemeinschaftlichen Angelegenheiten; das Communalwesen; das allgemeine Armenwesen; das Angelegenheiten der Ernährung; die Besteuerung liegender Gründe, des Vermögens, der Einnahme und der Nahrung; das Stempelpapier betreffende Angelegenheiten; alle mit den besonderen Angelegenheiten in Verbindung stehenden Einnahmen und Ausgaben, und jede neue, das Königreich allein betreffende Steuer; nach Maßgabe des Gesetzes vom 20. Juni 1850 über die Aufbringung der zur Einlösung der Cassenanweisungen erforderlichen Gelder, sowie eine jede neue Schuld, welche für das Königreich besonders contrahirt werden möchte; das Medicinalwesen; das Kanal- und Hafenwesen; das Wege- und Eisenbahnwesen; das Freifuhrwesen; das Assecuranzwesen; das die auf die bürgerlichen militairischen Corps sich beziehenden Angelegenheiten; Angelegenheiten, betreffend Fideicommisse, Lehen und öffentliche Stiftungen; Angelegenheiten der königlichen Theater und der königlichen Orchester; Kolonialangelegenheiten. Bestimmungen in diesem Paragraphen können durch Gesetz geändert werden.
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§ 3. Hvad der for Tiden henhører under Kongerigets verdslige eller geistlige Administration, kan kun ved Lov henlægges under nogen anden Statsdeel.
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§ 3. Während dieser Zeit kann die
weltliche und geistliche Verwaltung im Königreich nur durch Gesetz auch
einem anderen Staatsteil zugeordnet werden.
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§ 4. Paa Finantsloven opføres Kongeriget Danmarks særlige Indtægter og Udgifter. Kongerigets særlige Indtægter ere alle de, der hidrøre fra dets særlige Indtægtskilder eller opkræves til dets særlige Anliggender (cfr. § 2). Kongerigets særlige Udgifter ere de, der vedkomme dets særlige Anliggender, saavelsom den paa Kongeriget faldende Andeel af det Bekøb, hvormed de for det hele Monarchi fælles Udgifter maatte overstige de for Monarchiet fælles Indtægter. Denne Andeel af de fælles Statsudgifter skal udredes til den Tid, de forfalde, og, i Tilfælde af Forsømmelse heraf, forlods fradrages Kongerigets særlige Indtægter.
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§ 4. Das Finanzgesetz für das
Königreich Dänemark umfaßt die gesonderten Einnahmen und Ausgaben. Die gesonderten Einnahmen des Königreichs sind diejenigen, die aus den besonderen Angelegenheiten und von deren besonderen Einkommensquellen gewonnen werden können (vgl. § 2). ... |
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§ 5. Nærværende Grundlovsbestemmelser træde i Kraft:
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§ 5. Nachfolgendes tritt als Grundgesetzbestimmung in
Kraft: 1) sobald der dänische Reichstag, nachdem dieser die gemeinsame Verfassung gutgeheißen hat und der König die gemeinsame Verfassung gemäß der Allerhöchsten Bekanntmachung vom 28. Januar 1852 allergnädigst in Kraft gesetzt hat und diese Grundgesetzbestimmungen anerkannt hat. 2) oder, sobald eine Versammlung, bestehend aus Abgesandten der verschiedenen Theile der Monarchie, die entsprechend ihrem Anteil an den Staatssteuern von den einzelnen Teilen gewählt werden, und zwar der Anteil des Königreichs nach dem gleichen bestehenden Wahlrecht für den dänischen Reichstag, jedoch mindestens 60 Abgeordnete, 1/3 vom Landsthing und 2/3 vom Folkething, jedes Thing aus den eigenen Mitgliedern - mit des Königs Regierung ein gemeinsames Verfassungsgesetz in Übereinstimmung mit der Allerhöchsten Bekanntmachung vom 28. Januar 1852 zu vereinbaren und dieses von Seiner Majestät dem König zum Gesetz erhoben wurde.
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§ 6. Fra samme Tid ere §§ 1, 4-17, 21, 23, 33, 54 og 71, samt den første midlertidige Bestemmelse i Grundloven af 5te Juni 1849 ophævede, ligesom de Paragrapher i bemeldte Grundlov, der angaae baade Monarchiets fælles og Kongerigets særlige Anliggender, ere indskrænkede til disse sidste alene, og er tillige det i Indledningen tagne Forbehold fyldestgjort.
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§ 6. Für dieselbe Zeit sind die §§ 1,
4 bis 17, 21, 23, 33, 54 und 71 sowie die erste Übergangsbestimmung in dem
Grundgesetz vom 5. Juni 1849 aufgehoben und die weiteren Paragrafen des
vorgenannten Grundgesetzes findet keine Anwendung auf die, der Dänischen
Monarchie gemeinsamen Angelegenheiten und sind allein beschränkt auf die
Angelegenheiten, welche durch die vorstehenden Bestimmungen vorbehalten
sind.
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Hvorefter alle Vedkommende sig have at rette.
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Alle die das vorstehende sehen haben Gerechtigkeit. Urkundlich und Unserem Königlichen Handzeichen und vorgedrucktem Insiegel Friedrich R.
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Quelle:
Chronologische Sammlung der im Jahre 1855 ergangenen Verordnungen, Verfügungen
etc. für das Herzogthum Schleswig S.
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Thorsten
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