Die Reichstagsordnung (Riksdagsordningen)

vom 10. Februar 1810

ersetzte die Reichstagsordnung vom 24. Januar 1617

geändert durch
Gesetz vom 9. August 1815
(§§ 2, 14, 19, 21, 23,31, 33,34,56,57, 63, 64)
 unter Karl XIV. Johann
Gesetz vom 23. Dezember 1823 (§§ 11, 13, 14, 17, 23, 27, 29-31, 33, 34, 36-38, 44, 49, 57, 61-63, 65, 70)
Neubekanntmachung durch SFS 1830:69
, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1828-1830 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 14, 17,19, 22-24, 32, 49, 63, 64, 73, 79)
Neubekanntmachung durch SFS 1835:57
, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1834 und 1835 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 15, 24, 52, 57)
Neubekanntmachung durch SFS 1841:68, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1840 und 1841 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 13, 17, 18, 27, 29, 36,41, 42, 49)
unter Oskar I.
Neubekanntmachung durch SFS 1845:25, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1844 und 1845 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 2, 15, 17, 22, 49, 59)
Neubekanntmachung durch SFS 1854:95, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1853 und 1854 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 11, 14, 22, 30, 31, 43)
Neubekanntmachung durch SFS 1858:77
, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1856-1858 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 11, 14, 15, 29, 46, 63, 68, 78)
unter Karl XV.
Neubekanntmachung durch SFS 1864:29, mit den Änderungen, die auf den Reichstagen der Jahre 1862 und 1863 zwischen König und Reichsständen vereinbart wurden (§§ 9, 10, 14. 15, 17,23, 24, 26, 30, 41, 56)
 

aufgehoben und ersetzt durch Reichstagsordnung vom 22. Juni 1866 (SFS 1866:27)

 

Wi Carl med Guds Nåde, Sweriges, Göthes och Wendes Konung etc. etc. etc. Arfwinge till Norrige, Hertig till Schleßwig Hollstein, Stormarn och Ditmarsen, Grefwe till Oldenburg och Delmenhorst etc. etc.

Göre weterligt, att sedan Riksens Ständer enhälligt antagit och fastställt den Riksdags-Ordning, som till fölie af 85. §. i Regerings-Formen borde wid denna Riksdag af Konung och Ständer gemensamt fastställas, och densamma nu blifwit till Wårt Nådiga gillande öfwerlemnad, hafwe Wi, i kraft af den, enligt förenämnde §. Oß tillkommande rättighet, welat denne af Riksens Ständer samtyckte Riksdags-Ordning, härmed antaga, gilla och bekräfta, alldeles såsom den ord för ord härefter följer:
 

Wi efterskrifne Swea Rikes Ständer, Grefwar, Friherrar, Biskopar, Ridderskap och Adel, Presterskap, Borgerskap och Menige Allmoge, som nu, å egne och hemmawarande Medbröders wägnar, til Allmän Riksdag församlade äro,
 

Göre weterligt: Att som Wi, genom den af Konung och Ständer under den 6 Junii 1809 antagna och fastställda Regerings-Form, förbehållit Oß att, jemte öfriga i des 85. §. uppnämnde Grundlagar, innan detta Riksmötes slut, en Riksdags Ordning upprätta och stadga; Alltså hafwe Wi, i öfwerensstämmelse med Regerings-Formens föreskrifter och grunder, härmed welat til efterlefnad och iakttagande fastställa en sådan Riksdags-Ordning, af följande innehåll och ordalydelse:

 
Wir Carl, von Gottes Gnaden König von Schweden, der Goten und Wenden, ect. ect., Erbprinz von Norwegen, Herzog von Schleßwig, Hollstein, Stormarn und Ditmarsen, Graf von Oldenburg und Delmenhorst, ect. ect.

Thun kund: Da die Reichsstände einstimmig die Reichstagsordnung angenommen und festgesetzt haben, welche zufolge des § 85 der Regierungsform auf diesem Reichstage von König und Ständen gemeinschaftlich sollte festgesetzt werden und diese Reichstagsordnung nunmehr zu Unserer gnädigsten Genehmigung übergeben ist, so haben Wir, zufolge der nach gedachtem § Uns zustehenden Rechte, dieses von den Reichsständen beschlossene Reichstagsordnung hiermit annehmen, Genehmigung bestätigen wollen, gänzlich wie sie von Wort zu Wort nachstehender Maaßen lautet:

Wir Unterschriebene, des schwedischen Reichs-Stände, Grafen, Freiherrn, Bischöfe, Ritterschaft und Adel, Priesterschaft, Bürger und Landleute, welche jetzt von unser und unserer zu Hause gebliebenen Mitbrüder wegen zum allgemeinen Reichstage versammelt sind,

thun kund: Wie wir in der von König und Ständen am 6. Juni 1809 angenommenen und festgesetzten Regierungsform uns vorbehalten haben, nebst den übrigen im § 85 aufgeführten Grundgesetzen, vor Schluß dieses Reichstags, eine Reichstagsordnung zu errichten und festzusetzen: so haben wir, in Übereinstimmung mit den Vorschriften und Gründen der Regierungsform, eine solche Reichstagsordnung hiemit zur Nachlebung und Befolgung festsetzen wollen, wie sie nachstehend lautet:

 

§.1. Riksens Ständer äro Swenska Folkets Representanter, och kunna, i utöfningen af deras Riksdagsmanna, befattning, icke bindas af andra föreskifter än Rikets Grundlagar.

 

§ 1. Die Reichsstände sind des schwedischen Volkes Representanten und können bei Ausübung des Reichstagsgeschäfts an keine andere Vorschriften gebunden sein, als an des Reichs Grundgesetze.

 

§.2. Riksens Ständer skola, i kraft af Rikets, under den 6. Junii 1809, antagne Regerings-Form, sammankomma, enär Fem år ifrån den sist hållne Riksdagen slut förflutit. Uti hwarje Riksdags-Beslut bestämme Riksens Ständer dagen, då de, till följe häraf, åter sammanträda, samt intage deruti uttrycklig Riksdagskallelse med nödige föreskrifter, i afseende på Riksdagsmanna walen. Konungen ware dock obetagit, at Riksens Ständer derförinnan till Urtima Riksdag kalla.
 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 erhielt der § 2 Satz 1 folgende Fassung:
"Riksens Ständer skola, i kraft af Rikets antagne Regerings-Form, hwart Femte år sammankomma."

Durch Reichstagsbeschlüsse von 1844 und 1845 wurde im § 2 Satz  das Wort ""Femte" ersetzt durch: "Tredje".

 

§ 2. Die Reichsstände sollen, kraft der am 6. Juni 1809 angenommenen Regierungsform, zusammenkommen, ehe fünf Jahre verflossen sind, nach dem Schlusse des letzten Reichstags. In jedem Reichstagsschlusse bestimmen die Reichsstände den Tag, an welchem sie hiernach wieder zusammentreten, und nehmen darin ausdrücklich Rücksicht auf das Ausschreiben zum Reichstage, nebst den erforderlichen Vorschriften in Bezug auf die Wahl der Reichstagsmänner. Jedoch ist es dem Könige unbenommen, die Reichsstände noch vor dieser Zeit zu einem außerordentlichen Reichstage zusammenzurufen.

Durch Gesetz vom 9. August 1815 erhielt der § 2 Satz 1 folgende Fassung:
"Die Reichsstände sollen gemäß der angenommenen Regierungsform des Reichs jedes fünfte Jahr zusammenkommen."

Durch Reichstagsbeschlüsse von 1844 und 1845 wurde im § 2 Satz  das Wort ""fünfte" ersetzt durch: "dritte".

 

§.3. Riksdagarne skola hållas uti Rikets Hufwudstad, utom wid de tillfällen, då fiendens framträngande, eller pest, eller andra lika wigtiga hinder göra det omöjligt eller för Riksens Ständers frihet och säkerhet wådeligt. Konungen utsätte då, i samråd med Riksens Ständers Fullmägtige i Banken och Riksgälds-Contoret, en annan ort, der Riksens Ständer böra samlas, och kalle dem dit till den tid de sjelfwe förut bestämt, eller, wid Urtima Riksdagar, til den tid, som Konungen påbjuder.
 

 

§ 3. Die Reichstage sollen in der Hauptstadt des Reichs gehalten werden, ausgenommen in Fällen, wenn das Vordringen des Feindes, oder Pest, oder andere gleich wichtige Hindernisse es unmöglich machen, oder gefährlich für Freiheit und Sicherheit der Reichsstände. Alsdann setzt der König, nach Berathung mit den Bevollmächtigten der Reichsstände in der Bank und dem Reichsschuldencomtoir, einen andern Ort, wo sich die Reichsstände versammeln sollen, und ruft sie dahin zu der Zeit, welche sie selbst im voraus bestimmt haben, oder, bei einem außerordentlichen Reichstage zu der Zeit, welche der König gebietet.

 

§.4. I händelse Konungen efter företagen resa, utöfwer Tolf månader ur Riket blifwer, sammankalle Stats-Rådet, genom öppet Påbud, Riksens Ständer till Allmän Riksdag, och låte Kallelsen inom Femton dagar efter berörde tids förlopp, uti Hufwudstadens Kyrkor, samt skyndsamligen i de öfriga delar af Riket kungöra.

 

§ 4. Bleibt der König auf einer Reise über zwölf Monat aus dem Reiche, so beruft der Staatsrath durch einen offenen Befehl die Reichsstände zu einem allgemeinen Reichstage und läßt das Ausschreiben bekannt machen, innerhalb fünfzehn Tagen nach Ablauf der gedachten Zeit in der Hauptstadt und sobald als möglich in den übrigen Theilen des Reichs.

 

§.5. Lag samma ware, om en Konungs sjuklighet fortfar, af den beskaffenhet, att Han längre tid än Tolf månader med Regeringsärenderna Sig icke befattat.

 

§ 5. Dieselbe Vorschrift tritt ein, wenn der König fortwährend an einer Krankheit leidet, die von der Art ist, daß er sich während mehr als zwölf Monaten nicht mit Regierungsangelegenheiten befaßt.

 

§.6. Då Konung dör och Thronföljaren ännu omyndig är, utfärde Stats Rådet, i den omyndige Konungens namn, kallelse å Riksens Ständer, hwilken kallelse inom Femton dagar efter Konungens död skall i Hufwudstadens Kyrkor och sedan widare i Riket kungöras.

 

§ 6. Wenn der König stirbt und der Thronfolger noch unmündig ist, so fertigt der Staatsrath, in des unmündigen Königs Namen, das Ausschreiben an die Reichsstände aus, welches Ausschreiben bekannt gemacht wird in der Hauptstadt innerhalb vierzehn Tagen nach des Königs Ableben und sodann weiter im Reiche.

 

§.7. Skulle den olyckliga händelse inträffa, att den Konunga-Ätt, hwilken arfsrätten till Riket warit uppdragen, på manliga sidan utginge, kalle likaledes Stats-Rådet, inom den här ofwan stadgade tid, efter den sista Konungens död, Riksens Ständer till Allmän Riksdag.

 

§ 7. Sollte der unglückliche Fall eintreffen, daß der Königsstamm, welchem das Erbrecht auf das Reich übertragen ist, auf der männlichen Seite ausstürbe, so beruft gleichergestalt der Staatsrath die Reichsstände zu einem allgemeinen Reichstage innerhalb der oben festgesetzten Zeit nach des Königs Absterben.

 

§.8. Uti de i 4. och 5. §. §. upptagne fall, äfwensom wid inträffande minderårighet, eller wid wal till Konung eller Thronföljare, anwises de Fremmande Sändebuden och deras Medfölje någon, minst Tio mil från Riksdagsorten belägen wistelse-ort; och må de ej återkomma, ej eller Utländske Sändebud i Landet inlåtas, förr än Riksens Ständer i de twänne först åberopade händelser om Riksstyrelsen förordnat, i den tredje utsett den omyndige Konungens Förmyndare, eller, i de båda sista utkorat et nytt Konungahus, samt, då Thronen ledig är, stadgat huru styrelsen föras må, intilldeß densamma af den walde Konungen kan emottagas.

 

§ 8. In den §§ 4 und 5 angeführten Fällen, so wie bei eintretenden Minderjährigkeit des Königs, oder bei einer Wahl zum Könige oder Thronfolger, wird den fremden Gesandten und ihrem Gefolge ein Ort angewiesen, der wenigstens zehn Meilen von dem Orte entfernt ist, wo der Reichstag gehalten sind. Sie dürfen nicht zurückkommen, auch darf kein auswärtiger Gesandter in das Reich gelassen werden, ehe die Reichsstände in den beiden ersten Fällen über die Regierung des Reichs verfügt haben, in dem dritten dem unmündigen Könige Vormünder bestellt haben, oder in den beiden letzten Fällen einen neuen Königsstamm erwählt haben, wie die Regierung soll geführt werden, bis der erwählte König sie übernehmen kann.

 

§.9. I de fall, då Konungen eller Stats-Rådet sammankallar Riksens Ständer, fastställes tiden til Riksdagens begynnelse efter Tretionde och inom Femtionde dagen från den, då kallelsen blifwit i Hufwudstadens Kyrkor kungjord.

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 9 nach dem Wort "Konungen" die Worte : "eller Regenten" eingefügt.

 

§ 9. Wenn der König oder der Staatsrath die Reichsstände berufen, wird der Anfang des Reichstags bestimmt zwischen dem dreißigsten und fünfzigsten Tage von dem Tage an, wo die Berufung in den Kirchen der Hauptstadt bekannt gemacht wird.

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 9 nach dem Wort "König" die Worte : "oder der Regent" eingefügt.

§.10. Om, emot förmodan, i de fall föregående 4, 6, och 7. §. §. utsätta, Riksens Ständer ej genast sammankallas, åligge det owilkorligen Riddarhus-Directionen, Dom-Capitlen i Riket, Magistraten i Hufwudstaden samt Landshöfdingarne i Länen, at, genom offentliga kungöranden ifrån Predikstolarna, underrättelse härom låta meddela, på det Riksens Ständer må sammankomma, att deras samt Rikets rätt iakttaga och skydda. Sådan Riksdag öpnes å Femtionde dagen efter den, då Stats-Rådet sist bordt kallelse dertill i Hufwudstadens Kyrkor låta kungöra.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 10 die Worte "då Stats-Rådet" die Worte : "då Regenten eller Stats-Rådet" eingefügt.

 

§ 10. Werden wider Vermuthen, in den Fällen, welche vorstehende §§ 4, 6 und 7 anführen, die Reichsstände nicht sogleich zusammen berufen, so liegt es unbedingt der Ritterhausdirektion ob, dem Domkapitel im Reiche, dem Magistrate der Hauptstadt, den Landeshauptmännern in den Lehen, durch öffentliche Bekanntmachungen von den Kanzeln davon Nachricht geben zu lassen, damit die Reichsstände zusammen kommen, um ihres und des Reichs Recht wahrzunehmen und zu handhaben. Ein solcher Reichstag wird dann eröffnet den fünfzigsten Tag nach dem Tage, an welchem der Staatsrath zuletzt die Berufung soll in den Kirchen der Hauptstadt bekannt machen lassen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 10 die Worte "der Staatsrat" die Worte : "der Regent oder der Staatsrat" eingefügt.

§.11. Med de i andra §. omförmälte föreskrifter förstås bestämmandet af skyldigheten för wederbörande Corporationer eller Embetsmän, att, utan widare påminnelse och utan annan anledning, än wid Lagtima Riksdag, sista Riksdags Beslutet, och wid Urtima Riksdag, sjelfwa Kallelsen, besörja, det walen till Riksdagsmän, der sådane wal äga rum, i laglig ordning och, wid answar, med all skyndsamhet werkställas; tillhörande det Dom-Capitlen att för Presterskapet, Hufwudstadens Magistrat att för derwarande Borgerskapet, samt Landshöfdingarne hwar i sitt Län, att för de öfrige Städernes Borgerskap och Menige Allmogen om sådane Walförrättningar, å Embetes wägnar, föranstallta, med särskild föreskrift från Landshöfdingarne, att samma dag, då i Kyrkorne Riksdagskallelsen kungöres, skall Socknestämma till nästföljande Söndag för Electors wal af Allmogen, utlysas. Skulle uti en eller flere Kyrkor af ett Pastorat Gudstjenst saknas å den Söndag, då Kungörelsen borde uppläsas, åligge det Presterskapet, att genast genom Kronobetjente i Pastoratet besörja, det nästa dag ett exemplar af Kungörelsen skyndsamt circulerar från by uti sådane Församlingar eller Capell-lag, med förständigande, att deras Ledamöter hafwa att nästföljande Söndag sig wid Moderkyrkan infinna till Electors wal, i händelse Gudstjenst icke samma Söndag bör hållas i egen Kyrka, då walet derstädes må för Socknen eller Capell-laget förrättas. I de Härader, der Domhafwanden är af Frälsestånd, förordnes af Hof-Rätterne Ofrälse Walförättare för Bonde-Ståndet. Om tiden för de Riksdagar, till hwilka Konungen Ständerne kallar, lärer Konungen i Nåder Hof-Rätterne förständiga. Om tiden åter för sådane Riksdagar, till hwilka Stats-Rådet, eller ock, enligt Regerings-Formens 95. §., de i densamma nämnde wederbörande kalla, åligge det dem att Hof-Rätterne underrätta.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 11 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- vor dem Satz 4 (vorletzter Satz) wurde die Ziffer "2." vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 wurden im § 11 Satz 1 die Worte "Hufwudstadens Magistrat att för derwarande Borgerskapet, samt Landshöfdingarne hwar i sitt Län, att för de öfrige Städernes Borgerskap" ersetzt durch: "Stockholms Magistrat att för samma stad, samt Landshöfdingarne, hvar is sitt Län, att för de öfriga Städerna".

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde der § 11 wie folgt geändert:
- die Ziffer "1." vor dem Wortlaut wurde wieder gestrichen.
- Ziffer 1 Satz 3 (letzter Satz) wurde gestrichen.
- die Ziffer 2 wurden gestrichen.

 

§ 11. Durch die Vorschriften des § 2 wird zugleich den beikommenden Corporationen oder Beamten die Verpflichtung auferlegt, ohne weitere Erinnerung oder Anleitung, als den letzten Reichstagsschluß auf den ordentlichen Reichstag und dem Ausschreiben zu einem außerordentlichen, zu besorgen, daß die Wahl der Reichstagsmänner, wo sie statt findet, bewerkstelligt werde in gesetzmäßiger Ordnung, und, unter ihrer Verantwortlichkeit, mit möglichster Geschwindigkeit. Dieses Wahlgeschäft sollen von Amtswegen veranstalten das Domkapitel für die Priesterschaft, der Magistrat der Hauptstadt für die Bürgerschaft derselben, die Landshauptleute, jeder in ihrem Lehn für die Bürgerschaft der übrigen Städte und den Landmann, mit der besondern Vorschrift der Landeshauptmänner, daß die Stimmen des Landmanns zu der Wahl der Auswähler Kirchspielsweise an demselben Tage gesammelt werden, wenn das Ausschreiben zum Reichstage in den Kirchen bekannt gemacht wird. Sollte in einer oder mehrern Kirchen kein Gottesdienst gehalten werden an dem Sonntage, wo die Bekanntmachung sollte verlesen werden, so ist die Priesterschaft verpflichtet, unverzüglich durch den Kronbedienten in dem Postamte zu besorgen, daß am folgenden Tage ein Exemplar der Bekanntmachung von Dorf zu Dorf circulire, mit dem Bedeuten, daß die Mitglieder sich nächsten Sonntag bei der Mutterkirche einfinden sollen, um Wähler zu ernennen, wenn der Gottesdienst denselben Sonntag nicht in der Kirche selbst gehalten wird, wo sonst die Wahl für das Kirchspiel oder den Kapelldistrikt geschieht. In den Harden, wo der Gerichtsherr von Adel ist, verordnet die Hofgerichte unadeliche Wahlvorsteher für den Bauernstand. Die Zeit der Reichstage, wozu der König die Stände beruft, läßt er den Hofgerichten kund thun. Von der Zeit, welche zu dem Reichstagen bestimmt ist, welche der Staatsrath oder nach dem § 95 der Regierungsform, die daselbst genannten Behörden ausschreiben, müssen sie auch die Hofgerichte unterrichten.

 

§.12. Ridderskapet och Adeln infinner sig till Riksdag och representeras, enligt Riddarhus Ordningen, hwilken lika, som öfriga Stånds Ordningar, bör wara i öfwerensstämmelse med Grundlagarne författad.

 

 

§.12. Die Ritterschaft und der Adel finden sich auf dem Reichstage ein und werden repräsentirt, nach der Ritterhausordnung, die, gleich wie die Ordnungen der neuern Stände, in Übereinstimmung mit den Grundgesetzen müssen abgefaßt sein.

siehe hierzu die Ritterhaus-Ordnung vom 22. Mai 1835, geändert am 7. Mai 1844.

 

§.13. Jemte Ärke-Biskopen, Biskoparne och Pastor Primarius i Stockholm, hwilke af Konungen till Riksdagen kallas, wälje hwarje Stift, på sätt des Presterskap inom sig öfwerenskommer, följande antal Fullmägtige, nemligen, Kyrkoherdar: Upsala Stift Fem, Stockholms Stad Twå, Linköpings Stift Fem, Skara Fyra, Strengnäs Fyra, Westerås Fem, Wexiö Tre, Lunds Fyra, Götheborgs Tre, Calmare Twå, Carlstads Twå, Hernösands Tre och Gottlands Twå. Comministrarne uti hwarje Stift, äfwensom Comministrarne i Stockholm, ware berättigade, om de det åstunda, att, inom sig, wälja en Fullmägtig.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 13 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- folgende Ziffer wurde angefügt:
"2. Universiteten i Upsala och Lund åge att till Riksdagsmån, i Preste Ståndet, utse hwartdera Twänne Profeßorer, från de werldslige Faculteterne. Likaledes må af Wetenskaps-Academien Twänne Ofrälse Civile Ledamöter wäljas till Fullmägtige, i nämnde Stånd, dock utan rätt till Riksdagsmanna-underhåll."

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 erhielt der § 13 Ziffer 2 Satz 1 folgende Fassung:
"Universiteten i Upsala och Lund skola, genom deras samtliga Profeßorer och Adjunkter, ordinarie eller extra ordinarie, samt Docenter, Akademiernas Räntmästare och Sekreterare, jemte alla öfrige Akademiska Tjenstemän, som, i och för sina befattningar, äga presterlig befordringsrätt, utse, till Riksdagsmän i Preste-Ståndet, hwarrdera minst En Profeßor från de werldsliga Fakulteterna, dock med rättighet att ställa Twå sådana Fullmäktige."

 

§ 13. Außer dem Erzbischofe, den Bischöfen und dem ersten Pastor in Stockholm, welche der König zu dem Reichstage beruft, wählt jedes Stift, auf die Weise, wie die Priesterschaft darüber sich einigt, folgende Anzahl bevollmächtigter Prediger: Das Stift Upsala 5, die Stadt Stockholm 2, Stift Linköping 5, Skara 4, Strenguös 4, Westeras 5, Werid 3, Lund 4, Götheborg 3, Calmar 2, Carlstadt 2, Hernösand 3, Gottland 2. Die Compastoren in jedem Stifte sind, eben wie die Compastoren in Stockholm,  berechtigt, wenn sie es begehren, unter sich einen Bevollmächtigten zu wählen.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 13 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- folgende Ziffer wurde angefügt:
"2. Die Universitäten von Upsala und Lund ernennen zu ihren Reichstagsmänner in dem Priesterstand jeweils zwei Professoren der weltlichen Fakutlät. In gleicher Weise wird der Akademie der Wissenschaften freigestellt, zwei nichtadlige Mitglieder zum Priesterstande abzuordnen, jedoch ohne Diäten."

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 erhielt der § 13 Ziffer 2 Satz 1 folgende Fassung:
"Die Universitäten zu Upsala und Lund sollen, durch ihre Professoren und Adjunkten, ob ordentlich oder außerordentlich, samt Dozenten, akademische Doktoren und Sekretäre, zusammen mit allen akademischen Beamten, soweit sie geistlichen Rang haben, vor jeder weltlichen Fakultät mindestens einen Professor zum Abgeordneten im Priesterstande wählen, doch mit der Befugniß, auch zwei dergleichen Bevollmächtigte zu gestellen."

 

§.14. Hufwudstaden Stockholm wälje Tio Riksdagsmän, hwaraf Tre Magistrats-personer, Twå Großhandlare, En Fabrikör, En Minut-Handlare och Tre af Embeten och Handtwerkerier. Walen förrättes af Femtio Electorer, utsedde ibland Borgerskapet, efter lika Classification, som Stadens Femtio Äldste. Deße Electorer wälje hwar för sig Riksdagsmän inom sin Claß, men alle samfällt Fullmägtige af Magistraten. För att blifwa Elector af Borgerskapet eller Riksdagsman för Stockholm, fordras att hafwa warit trenne år Borgare derstädes, att en Großhandlare betalar minst Tjugu Riksdaler, en Fabrikör eller Minut Handlare Tio Riksdaler och en Handtwerkare Fem Riksdaler till Staden i årliga utskylder. De öfrige Rikets Städer äge att sända Fullmägtige af Stadens Borgare eller Magistrats personer, och Falu Bergslag af Fjerdepartsägare, som tillika äro brukande Bergsmän. Walen skola ske inför Magistraten, på sätt å hwarje ort hittils öfligt warit, och beräknas rösterne efter hwad hwar och en af de wäljande till Staden skattar, samt för Falu Bergslag efter Fjerdeparts Grufwedelarne. Annorlunda, än genom ordentlig omröstning, med slutna sedlar, af Borgerskapet, eller af detsamma utsedde Electorer, må Riksdags Fullmägtig icke kallas. Götheborg äge rätt att sända Tre; Städerne af Första Claßen: Norrköping, Carlscrona, Gefle, och af Andra Claßen: Upsala, Malmö, Calmar, Westerwik, Westerås, Uddewalla och Wisby, hwardera Twå, samt alla öfrige Städer, jemte Falu Bergslag, hwardera En Fullmägtig. Blifwer nägon Stad till Andra eller Första Claßen uppflyttad, njute ock rätt att sända Twänne Fullmägtige. Alla Städer af de twänne högsta Claßerna ware förbundne att sända minst En Fullmäktig; men af de öfrige kunna Twå, högst Tre, der dem så godt synes, förena sig om En Person, hwilken dock måste wara till Riksdagsman wald för en af deßa Städer, der han sjelf Magistrats-person eller Borgare är. Ingen må för Städerna till Riksdagsman utses, som ej minst Tre år warit Magistratsperson eller Borgare i Staden, ej eller någon för Falu Bergslag, som icke lika tid warit derstädes brukande Bergsman.

 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurde dem § 14 folgender Satz angefügt:
"Riksdagsman för Stockholm och Götheborg samt Städerne af Första och Andra Claßerna ware ej berättigad, att taga Fùllmagt från annan Stad."

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 14 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- vor dem Satz 5 wurde die Ziffer "2." eingestellt.
- vor dem Satz 6 wurde die Ziffer "3." eingestellt und der Satz 6 wurde durch folgende Bestimmungen ersetzt:
"3. Walen skola ske inför Magistraten, efter det å hwarje ort hittills öfriga walsätt, deruti likwål åndring kan äga rum enär antingen någon Stads samtelige walberättigade Innewänare, eller ock en eller flere Claßer bland dem, hos Konungen anhälla om fastställande af en ny Walordning för Staden, och Konungen efter wederbörandes hörande, finner skäl, att härtill samtycka. Då walen förråttas af Borgerskapet samfåldt och icke af Electorer, beräknes rösterne, efter hwad hwar och en af de wäljande till Staden skattar, samt för Fahlu Bergslag, efter Fjerdeparts Grufwedelarne."
- Die Sätze 8 und 9 wurden durch folgende Bestimmungen ersetzt:
"4. Götheborg äge rätt att sända Tre; Städerne af Första och Andra Claßerne hwardera Twå, samt alla öfriga Städer, äfwensom Fahlu Bergslag, hwardera En Fullmägtig. Alla Städer af de twånne högsta Claßerne ware förbundne, att fända minst En Fullmägtig, men af de öfrige kunna Twå, högst Tre förena sig om en Person, hwilken dock mäste wara till Riksdagsman wald för en af deße Städer, der han sjelf Magistrats-person eller Borgare är."
- vor dem Satz 10 (vorletzter Satz) wurde die Ziffer "5." eingestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurde der § 14 wie folgt geändert:
- in der Ziffer 3 Satz 3 wurden die Worte "eller af detsamma utsedde Electorer" ersetzt durch: "eller af deß utsedde Electorer".
- die Ziffern 4, 5 und 6 erhielten folgende Fassung:
"4. Götheborg sände Tre egna Fullmågtige; Städerna af Första Claßen hwardera Twå; de auf Andra Claßen, med rätt att ställa Twå, hwardera minst En, samt Städerna af Tredje Claßen, äfwensom Fahlu Bergslag, hwardera En Fullmägtig."
     Riksdagsfullmågtig för Stad af Tredje Claßen må jemwål kunna tillika emottaga Fullmagt för en annan Stad, af lågre Claß.
5. Ingen må för Städerna till Riksdagsman utses, som icke, minst tre år före den dag, hwartill Riksdagen blifwit pålyst, warit Magistratsperson eller Borgare i Staden, ej heller för Fahlu Bergslag någon, som icke lika tid warit derstädes brukande Bergsman; och beräknas denna tid, för Magistratsperson och Borgare, frän Tjenste- eller Borgare-edens aflåggande, samt för Bergman, från den dag, då han, genom Grufwe-Rättens beslut, blifwit till Bergsbruks idkande berättigad.
6. Utom Fahlu Berslag, ege ock de öfrige Bergsbruken, hwarunder inbegripas alla af Styrelsen öfwer Bergwerken privilegierade Inrättningar, till förådling af Mineral-Rikets tjenst innehafwa, och hwarwid, med förbehåll af den, i 18 §, alla Christna Trosförwandter tillerkända walrätt, i öfrigt ingen må wälja, om han ej walbar är. Med walen förhällas sälunda, att Styrelsen öfwer Bergwerken bör, när Riksdag inträffar, uppgöra grunderna för denna representations-rätt, efter wärdet af förra årets tillwerkning, beräknadt, för jerntillwerkningen, efter det för Hammarskattsjernet årligen bestämda pris, och, annan tillwerkning, efter det medelpris, hwartill Kongl. Maj:t och Kronan förfälljet den deraf in natura utgående tionde eller skatt, samt i fall någon  af deßa förädlingar icke skulle kunna hänföras till någotdera wärdet, efter det i Hufwudstaden allmänt gångbara pris. Sedan summan af alla tillwerkningarnes sammantäknade, wärden härigenom blifwit utrönt, samt huru store wärde, i följd deraf, swarar emot en Fullmägtig, fördeles Bergsbruken i fem wal-district, afpaßade efter Orternes lägen, och så, att, i det nämrmaste, ett på tillwerkningswärdet grundadt, mot en Fullmägtig swarande, röstetal, må inom hwarje wal-district finnas. Walen skola ske inför den Magistrat, inom wal-districtet, som Styrelsen öfwer Bergwerken, genom Konungens Befallningshafwande i Länet, derom anmodar, och å den dag, som för hwarje wal-district, af samma Styrelse, härtill urfättes och, genom deß försorg, inom districtet allmänneligen kungöres; Börande Styrelsen, tidigt för walet, läta tillställa  den inom hwarje district walförrättande Magistraten behörig längd öfwer alle inom districtet walberättigade, samt hwars och ens röstetal, utfördt i Riksdaler, efter tillwerkningswärdet:  Och må ingen å denna långd upptagas, som icke, minst tre år före den dag, å Riksens Ständer, enligt Riksdageskallelsen, skola sammanträda, warit Bruksegare i Riket, eller det idkat annan sådan näring, som hörer till förädlingen af Mineral-Rikets producter. De wåljande, som, genom forenamnde Kungörelse, till valförrättningen kallas, afgifwe sina röster, efter Riksdalertalet af deras tillverkningssummor, antingen personligen, eller medelst befuIlmäktigade Ombud, men alltid med slutna sedlar, så beskaffade, som i 71 § stadgas: Och röste hwarje wäljande blott på En i districtets val-längd uppförd Person, hwadan ock denna längd bör, före valet, till de wäljandes efterrättelse uppläsas."

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 wurde der § 14 wie folgt geändert:
- die Ziffer 4 wurde aufgehoben.
- die bisherigen Ziffern 5 und 6 wurden zu den Ziffern 4 und 5 und diese erhielten folgende Fassung:
"4. Fjerdepartsägare i Fahlu Bergslag äga att inom sig till Riksdagsman i Borgare-Ståndet utse en Fullmäktig, som icke till annat Riksstånd hörer och ej någon beställning i Rikets thenst innehafver. Valet verkställes på öfligt sätt inför Magistraten i Fahlun, och rösterna beräknas efter fjerdeparts grufvedelarne. Inge vare härvid valbar, som icke i nämnde Bergslag varit fjerdepartsägare minst tre år före den dag, hvartill Riksdagen blivit pålyst, och är inom Länet bosatt.
5. Utom Fahlu Berslag, äge ock de öfriga Bergsbruken, hvarunder inbegripas alla af Styrelsen öfver Bergverken privilegierade Inrättningar, till Borgare-Ståndet utse Frem Fullmäktige, som ej till annat Riks-Stånd höra, och ej någon beställning i Rikets tjenst innehafva, och hvarvid, med förbehåll af den i 18 § alla Christna Trosförvandter tillerkända valrätt, i öfrigt ingen må välja, om han ej vvalbar är. Med valen förhålles sålunda, att Styrelsen öfver Bergverken bör, när Riksdag inträffar, uppgöra grunderna för denna representations-rätt, efter värdet af förra årets tillverkning, beräknadt för jerntillverkningen, efter det för Hammarskattsjernet årligen bestämda pris, och, för annan tillverkning, efter det medelpris, hvartill Kongl. Maj:t och Kronan försäljer den deraf in natura utgående tionde eller skatt, samt, i fall någon af dessa förädlingar icke skulle kunna hänföras till någotdera värdet, efter det i Hufvudstaden allmäng gångbara pris. Sedan summan af alla tillverkningarnes sammantäknade värden häriogenom blifvit utrönt, samt huru stort värde, i förljd deraf, svarar emot en Fullmäktig, fördeles Bergsbruken i Fem valdistrict, afpassade efter Orternas lägen, och så, att i det närmaste, ett på tillverkningsvärdet grundadt, mot en Fullmäktig svarande, röstetal må inom hvarje valdistrict finnas. Valen skola ske inför den Magistrat inom valdistrictet, som Styrelsen öfver Berverken, genom Konungens Befallningshafvande i Länet, derom anmodar, och å den dag, som för hvarje valdistrict, af samma Styrelse, hartill utsättes och, genom dess försorg, inom districtet valberättigade, samt hvars och ens röstetal, utfördt i Riksdaler, efter tillverkningsvärdet: Och må ingen å denna längd upptagas, som icke, minst tre år före den dag, då Riksens Ständer, enligt Riksdagskallelsen, skola sammanträda, varit Bruksägare i Riket, eller der idkat annan sådan näring, som hörer till förädlingen af Mineralrikets producter. De väljande, som, genom förenämnde Kungörelse, till valförrättningen kallas, afgifve sina roster, efter Riksdalertalet af deras tillverkningssummor, antingen personligen, eller medelst befuIlmäktigade Ombud, men aIltid med slutna sedlar, så beskaffade, som i 71 § stadgas: Och röste hvarje väljande blott på En i districtets val-längd uppford Person, hvadan ock denna längd bör, före valet, till de väljandes efterrättelse uppläsas."

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 erhielt der § 14 Ziffer 1, 2 und 3 folgende Fassung:
"1. Inom Rikets Städer äge borgare, öfrige idkare af yrken, som till borgerliga naringar raknas, agare af bus eller tomt samt ägare eller innehafvare, med ständig besittningsrätt, af jord under stadens domvärjo, alla dessa så framt de äro i staden bosatte, äfvensom stadens Magi8tratspersoner, att bland sig välja Riksdagsfullmäktige. Stockholm sände tio och Götheborg tre egna Fullmäktige; städerna af första klassen hvardera två; de af andra klassen, med rätt att ställa två, hvardera minst en; och staderna af tredje klassen hvardera en Fullmäktig. Städerna af de öfriga klasserna äga att sända hvardera en Fullmäktig; dock med rättighet att förena sig två, högst tre, om en person, hvilken likväl måste vara till Riksdagsman vald för den af dessa städer, der han sjelf val-rätt äger. Riksdagsfullmäktig for stad af tredje klassen må jemväl kunna tillika antaga fullmakt for en annan stad af lägre klass.
2. Valen skola ske infor vederbörande Magistrat, efter det å hvalje ort öfriga val-sätt, deruti likväl ändring kan äga rum, då  antingen någon stads valberättigade innevånare, eller ock en eller flera klasser bland dem, om sådan ändring öfverenskomma, och Konungen, efter vederbörandes hörande, finner skäl densamma fastställa; börande, i fråga om sådan ändring, de val-berättigades röster, der valen dittills omedelbart förrättas, beräknas efter hvad hvar och en af de väljande till staden eller dess allmänna behof skattar. Efter denna grund beräknas ock vid Riksdagsmanna-val rösterna, der det omedelbara val-sättet är öfligt, så vida icke annan beräkningsgrund på nu füreskrifvet sätt antages. Annorlunda, än genom ordentlig omröstning med slutna sedlar af de valberättigade eller af deras utsedde Electorer, må Riksdagsfullmäktig icke kallas.
3. För städerna mâ ingen till Riksdagsman utses, som icke minst tre år före den dag, hvartill Riksdagen blifvit pålyst, varit, enligt 1:a momentet af denna §, val-berättigad i staden; och beräknas denna tid från tjenste- eller borgare-eds afläggande eller från det utöfningen af yrke börjat eller ägande- och besittnings-rätt til hus, tomt eller jord i staden blivit förvärfvad. Val-rätt eller val-barhet tillkomme ej:
a) den ägare af hus och tomt, eller den ägare och innehafvare af stadsjord, som Frälseman är eller till Preste-Ståndet hörer;
b) gemenskapen vid Rikets Landt- och Sjö-försvar, samt allmänna och enskilda verks och corporationers vaktbetjening, eller andre, som med desse jemförlige eller ringare äro;
c) dem, som äro i annans tjenst eller ständiga arbete anställde, eller daglönare, eller andre dylike, som försörja sig med tillfälligt arbete;
d) dem, hvilka endast för sjelförsörjning äga något yrke utöfva."

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurde der § 14 wie folgt geändert:
- in Ziffer 4 Satz 1 wurden die Worte nach "utse en Fullmäktig" gestrichen.
- in Ziffer 5 Satz 1 wurden die Worte nach "utse Fem fullmäktige" gestrichen.

 

§ 14. Die Hauptstadt Stockholm wählt 10 Reichstagsmänner, nämlich 3 Magistratspersonen, 2 Großhändler, 1 Fabrikeur, 1 Detailhändler, 3 aus Ämtern und Handwerkszünften. Die Wahl wird vorgenommen von 50 Wahlmännern, aus der Bürgerschaft genommen nach eben der Classification als die 50 Ältesten der Stadt. Diese Wahlmänner wählen jeder für sich, die Reichstagsmänner aus ihrer Classe; und alle gemeinschaftlich die Bevollmächtigten aus dem Magistrat. Um Wahlmann oder Reichstagsmann für Stockholm zu werden, muß man drei Jahre daselbst Bürger gewesen sein, und der Stadt an jährlicher Schatzung bezahlen, ein Großhändler wenigstens 20 Thlr., ein Fabrikeur oder Detailhändler 10 Thlr., ein Handwerker 5 Thlr. Die übrigen Städte des Reichs senden Bevollmächtigte aus der Bürgerschaft oder den Magistratspersonen, und der Bergdistrict Fahlu Viertheilsbesitzer, die zugleich arbeitende Bergleute sind. Die Wahl geschieht vor dem Magistrat auf die an jedem Orte bisher gebräuchliche Weise, und die Stimmen werden berechnet nach dem, was jeder Wählende der Stadt an Schatzungen bezahlt, so wie für den begdistrict Fahlu nach den Grubentheilen der Viertheile. Auf eine andere Weise, als durch ordentliche Umstimmung in verschlossenen Zetteln, von der Bürgerschaft oder der von ihr ernannten Wahlmänner, darf kein Reichstagsmann gewählt werden. Götheborg hat das Recht 3 zu senden. Die Städte der ersten Klasse Norköpping, Carlskrona, Gesle und aus der zweiten Klasse Upsala, Malmö, Calmar, Westerrik, Westeras, Uddevalla, Wisby, jede 2; alle andern Städte so wie der Bergdistrikt Fahlu, jede einen. Wird eine Stadt in die zweite oder erste klasse versetzt, so genießt sie auch das Recht, zwei Bevollmächtigte zu senden. Alle Städte der beiden obersten Klassen sind verbunden, wenigstens einen Bevollmächtigten zu senden. Von den übrigen können zwei, höchstens drei, wenn es ihnen gut dünkt, sich über eine Person vereinigen, welche jedoch zum Reichstagsmann von der Stadt gewählt sein muß, wo er selbst Magistratsperson oder Bürger ist. Niemand kann von den Städten zum Reichstagsmann ernannt werden, der nicht wenigstens drei Jahre lang daselbst Magistratsperson oder Bürger gewesen ist, und in dem Bergdistrikt Fahlu, während einer gleich langen Zeit arbeitender Bergmann.
§.15. Allmogen i hwart Härad wälje, efter Hemmantalet, till Riksdagsman af Bondeståndet, den, inom Häradet boende och besutten, Krono-, Krono-Skatte- eller Frälse Skatte-Hemmansägare, hwilken icke tillförene hört till annat Riks-Stånd, eller någon ordinarie beställning i Rikets tjenst innehaft. Wilja flere Härad förena sig om en Fullmägtig, ware sådant dem obetagit.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1834 und 1835 wurde der § 15 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurde das Wort "den" nach "af Bondeståndet" ersetzt durch: "En"
- der letzte Satz erhielt folgende Fassung:
"Wilja flere Härader, hörande till samma Domsaga, förena sig om en, inom dennas område boende och besluten Fullmätig, ware sådant dem obetaget.
- folgender Satz wurden angefügt:
"Skulle någon Domsaga innehålla färre än Etthundrade walberättigade hela hemman, må den kunna, med ett eller flera inom annan Fomsaga belägna Härader, om gemensam Fullmägtig sig förena."
- folgender Absatz wurden angefügt:
"Till förrättande af walen för alla Häraderna inom en Domsaga, skola Electorerne på samma dag och ställe sammanträda."

Durch Reichstagsschlüsse von 1844 und 1845 wurde der § 15 wie folgt geändert:
- im Abs. 1 Satz 1 wurden die Worte "Krono-, Krono-Skatte- eller Frälse Skatte-" gestrichen  und die Worte "tjenst innehaft" wurden ersetzt durch: "tjenst eller fullmakt derå innehaft.".
- nach Abs. 1 Satz 1 wurde folgender Satz eingefügt:
"Hwad om Hemmansägare nu är sagdt, gälle ock om sådan Kronohemmans-åbo, som med stadgad åborätt hemmanet innehfawer.".

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurden im § 15 Abs. 1 Satz 1 nach den Worten "efter Hemmantalet, " die Worte "inför Domhafvanden."

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 15 Abs. 1 Satz 1 die Worte "tillförene hört till" ersetzt durch: "tillhör" und die Worte "eller fullmakt derå innehaft" wurden ersetzt durch: "innehfaver"

 

§ 15. Die Landleute in jeder Harde wählen nach der Hemmanzahl, zum Reichstagsmanne aus dem Bauernstande einen, in der Harde wohnhaften und angesessenen Kron-, Kron-Schatz- oder Grundherrn-Schatz Hofbesitzer, der zuvor zu keinem andern Stande des Reichs gehört hat, auch kein beständiges Geschäft im Dienste des Reichs verwaltet hat. Wollen mehrere Harden sich über einen Bevollmächtigten vereinigen, ist ihnen solchen unbenommen.

 

§.16. Underlåter något Prosteri, Stad eller Härad att ställa Fullmägtig, ware förfallit till det wite Ståndet pröfwar skäligt utsätta, och som swara kan mot den omkostnad, som ett jemlikt Prosteri, Stad eller Härad, på sin Riksdagsman göra måste; skolandes ett sådant wite uti Ståndets Caßa inflyta. Försummar åter, utan laga förfall, den walde att sig till Riksdagen i rättan tid inställa, ware sitt arfwode för den tid han uteblifwit förlustig, och böte derutöfwer en lika summa, alltsammans tillfallande Ståndets Caßa.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 16 Satz 1 die Worte "Prosteri, Stad eller Härad" (2x) ersetzt durch: "Universitet, Prosteri, Stad, Bruks-district eller Härad".

 

§ 16. Unterläßt eine Probstei, Stadt oder Harde einen Bevollmächtigten zu stellen, so verfassen sie in Geldbuße, welche der Stand für angemessen erachtet, im Verhältnisse zu den Kosten, welche eine solche Probstei, Stadt oder Harde auf ihren Reichstagsmann verwenden müssen, und diese Buße fällt in die Klasse der Reichsstände. Versäumt der Gewählte sich auf dem Reichstage zur rechten Zeit einzufinden, ohne gesetzmäßige Abhaltung, so ist er der ihm zukommenden Vergütung für die Zeit, während welcher er ausbleibt, verlustig und büßt überdies die gleiche Summe, welches alles in die Kasse der Stände fließt.

 

§.17. Uti Riksdagsmanna walen må icke någon Embets- eller Tjensteman med sin Embetsmyndighet obehörigen werka; gör han det, mißte syßlan. Beträdes någon annan, att, genom lockande, tubbande eller hotelser, hafwa stört Walfriheten, må han sitt brott ej med penningeböter umgälla, utan straffes med tillämpning af 5.Cap.4. §. Straff-Balken, kroppsplikten swarande emot Tjugufem till och med Sextio Dalers böter, efter omständigheterne. Ingen obehörig, eho som helst, äge att Walförrättningen biwista; och ware Walförrättaren, wid Riksdagsmanna-wal för Bonde-Ståndet, pligtig, att sjelf föra Protocollet. Wid alla Riksdagsmanna-wal skall den wara Riksdagsman, som de fleste rösterne undfått, och om twänne eller flere erhållit de fleste och lika många röster, afgöres frågan genom lottning dem imellan. Dör den walde, eller bewisar laga förfall, anställes nytt wal. Riksdagsman, som wald blifwit, må ej, utan lagliga hinder, kunna sig derifrån undandraga, och njute han af dem, som äro berättigade att wälja, anständigt och tillräckligt underhåll och resekostnad, hwilka för Preste- och Borgare-Ståndens Riksdags-Fullmägtige, före Walet bestämmas. Deßa medel skola för Borgar-Ståndet, af Magistraterne och för Bonde-Ståndet af Kronofogdarne, utan särskildt arfwode uppbäras och redowisas.
 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 17 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- vor dem Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 erhielt der § 17 Ziffer 2 Satz 3 (letzter Satz) folgende Fassung:
"Deßa medel skola för Borgar-Ståndet, af Magistraterne och, hwad serskildt beträffar Bergsbrukens Fullmägtige, af de Tjenstemån, som Bergsutskylderne upptage, sammt för Bonde-Ståndet af Kronofogdarne, utan särskildt arfwode uppbäras och redowisas."

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurde dem § 17 Ziffer 2 folgender Satz angefügt:
"För en af hwartdera Universiteters Fullmäktige bör ofwannämnda rese- och underhåkks.kstnad utgå från Akademi-sonden."

Durch Reichstagsschlüsse von 1844 und 1845 erhielt der § 17 Ziffer 2 Satz 2 folgende Fassung:
"Dör den walde, eller bewisar han laga förfall, eller blifwer han till Talman utsedd, anställes nytt wal."

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 17 Ziffer 2 Satz 3 die Worte "före Preste- och Borgare Ståndet Riksdags-Fullmägtige" ersetzt durch: "för valet bestämmas".

 

§ 17. Auf die Wahl eines Reichstagsmanns, darf kein Beamter oder Dienstherr durch seine Autorität zur Ungebühr wirken; thut er es, so verliert er sein Recht. Wird jemand befunden, durch Versprechungen oder Drohungen die Wahlfreiheit gestört zu haben, soll er seine Schuld nicht durch Geldbußen versöhnen, sondern nach § 5 Cap. 4 des peinlichen Gesetzes bestraft werden, wobei die körperliche Strafe nach Beschaffenheit der Umstände einer Geldbuße von 25 bis 60 Thlr. entsprechen soll. Kein Unbeikommender, wer es auch sei, darf der Wahl beiwohnen, und der Wahlvorsteher muß bei der Wahl der Reichstagsmänner für den Bauernstand selbst das Protokoll führen. Bei allen Reichstagswahlen soll der Reichstagsmann sein, der die meisten Stimmen erhält; haben zwei oder mehrere die meisten Stimmen, und zwar jeder gleich viele, so entscheidet das Loos unter ihnen. Stirbt der Gewählte oder beweiset er ein gesetzmäßiges Hinderniß, so wird eine neue Wahl angestellt. Wer zum Reichstagsmann gewählt wird, darf sich nicht, ohne gesetzmäßiges Hinderniß, dem Geschäft entziehen; dagegen genießt er von den Wahlberechtigten einen anständigen hinreichenden Unterhalt und Reisegeld, welches für die Reichstagsbevollmächtigten des Priester- und Bürgerstandes vor der Wahl bestimmt wird. Diese Mittel werden von dem Magistrate für den Bürgerstand nach einer eigenen Vertheilung erhoben und angewiesen.

 

§.18. Till Riksdagsman må ej i något Stånd godkännas en person, som icke upphunnit 25 års ålder; ej den, som, fastän äldre, står under Förmynderskap; ej den, som, efter ingifwen Ceßions ansökning och utfärdadt Proclama, icke blifwit från sina Borgenärers kraf, genom laga Dom, befriad; icke eller den, hwilken laga kraftwunnen Dom förklarat owärdig medborgerligt förtroende, eller att föra andras talan, eller för något nesligt brott till straff skyldig. Uti Riksdagsmanna- och Electors-wal må ingen deltaga eller till Elector wäljas, som icke är till myndiga år kommen; icke eller den, som, utom hwad åldren beträffar, sig befinner i något af de fall, hwilka ofwanföre i denna §. uppräknade äro. Personer af någon annan fremmande Lära, än den Reformerta, kunna ej wara Riksdagsmän; men walrätt må äfwen andra Christne Trosförwandter ej förwägras.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 18 Satz 1 die Worte "ej den, som, efter ingifwen Ceßions ansökning och utfärdadt Proclama, icke blifwit från sina Borgenärers kraf, genom laga Dom, befriad" ersetzt durch: "ej den, som, efter gjord cession utfärdadt proklama, icke på sätt Lag förmår, wisa gitter, att han från sina Borgenärers kraf fri är".

 

§ 18. Zum Reichstagsmann kann kein Stand jemand wählen der nicht ein Alter von 25 Jahren erreicht hat, auch nicht, wer nach angesuchter Cession seiner Güter und ausgefertigtem Proclam, nicht durch Urtheil und Recht von den Forderungen seiner Gläubiger befreit wird; auch nicht, werd durch rechtskräftiges Urtheil unwürdig erklärt ist des Zutrauens seiner Mitbürger, oder für andere das Wort zu führen oder wegen eines entehrenden Verbrechens straffällig geworden ist. An der Wahl eines Reichstagsmannes oder Wählers darf niemand Theil nehmen, auch nicht zum Wahlmanne ernannt werden, der nicht sein mündiges Alter erreicht hat, auch nicht, wer sonst sich in einem der Fälle befindet, die in dem vorstehenden § aufgezählt sind. Personen von irgend einem andern fremden Glaubensbekenntnisse, als dem reformirten, können nicht Reichstagsmänner sein, aber das Wahlrecht darf auch andern christlichen Glaubensverwandten nicht verweigert werden.
§.19. Förmenar någon wäljande, eller som under omröstning kommit, olagligheter wid ett Riksdagsmanna-wal wara begångne, och will deröfwer klagomäl anföra, äske då af Walförrättaren behörigt Protocolls-Utdrag, hwilket sist inom nästa dags förlopp bör till Klaganden utlemnas. Den Klagande, om han är af Borgare- eller Bonde-Ståndet, ingifwe inom åtta dagar derefter sina beswär till Landshöfdinge-Embetet, som genast infordre wederbörandes förklaring, inom den för hwarje ort brukliga och möjligen korrtaste tid, och meddele, efter förklaringens inhändigande, genast, eller sist inom nästa dags utgång, sitt Utslag i målet. Den med Landshöfdingens Utslag mißnöjde äge, att åtta dagar efter deraf erhållen del, till Landshöfdingen inlemna sine Beswär, ställde till Konungen, för att i Des Högste Domstol skyndsamt upptagas och afgöras; och åligge Landshöfdingen, att deßa Beswär och tillhörande Handlingar, jemte egen och wederbörandes af honom infordrade Förklaringar, med förste afgaende post öfwersanda. Klagomål öfwer Riksdagsmanna-wal för Preste-Ståndet ingifwes till Consistorierne, och följes derwid i öfrigt lika ordning och enahanda grunder, som här ofwanföre finnas utstakade.

 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurden im § 19 Satz 3 nach den Worten "wederbörandes af hanom" die Worte ", med den skyndsamhet, som föreskrifwen är, " eingefügt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 19 Satz 4 die Worte "Riksdagsmanna-wal för Preste-Ståndet ingifwes till Consistorierne" ersetzt durch: "wal till Riksdagsmån af Preste-Ståndet ingiwas, för Stiften hos Consisorierne, samt för Universiteten och Wetenskaps-Academien hos Konungen; "

 

§ 19. Glaubt ein Wählender, oder wer bei der Stimmensammlung zugegen ist, daß Unregelmäßigkeiten bei der Reichstagsmannswahl vorgefallen sind und will er darüber Klage erheben, so begehrt er von dem Vorsteher einen gehörigen Protokollextrakt, welcher spätestens innerhalb Ablauf des folgenden Tages ihm soll ertheilt werden. Der Kläger vom Bürger- oder Bauernstand reicht seine Beschwerden innerhalb acht Tagen bei dem Landeshauptmann ein, welcher unverzüglich die Erklärung der Beikommenden einzieht, innerhalb der an jedem Orte gebräuchlichen, möglichst abzukürzenden zeit und sodann entscheidet, sobald als möglich nach Eingan der Erklärung, spätestens aber vor Ablauf des nächsten Tages. Wer mit des Landeshauptmanns Ausspruch unzufrieden ist, muß innerhalb acht Tagen, nachdem er ihm mitgetheilt worden, seine an den König gerichtete Beschwerde bei dem Landeshauptmann anbringen, damit sie vor des Königs höchstem Gerichtshof fördersamt vorgenommen und entschieden werde; dabei liegt es dem Landeshauptmann ob, solche Beschwerden und die dazu gehörenden Protokolle, nebst seinen eigenen und der beikommenden von ihm eingezogenen Erklärungen, mit der nächsten Post zu übersenden. Klagen über eine Reichstagsmannswahl im Priesterstande, werden bei den Konsistorien eingereicht; übrigens wird dabei dieselbe Ordnung und Verfahren beobachtet, was oben angegeben ist.

 

§.20. Den Riksdagsman, som till Riksdagen och de derwid förefallande Rådslag sig i rättan tid ej inställer, äge ingen magt at tala å de förut närwarandes beslut. Ingen ware likwäl förwägradt, att wid Protocolls-justeringen få anmärkt, att han warit frånwarande, och i beslutet ej deltagit.

 

§ 20. Ein Reichstagsmann, der sich nicht zur rechten Zeit auf dem Reichstage und den Berathschlagungen einstellt, hat kein Recht über die Beschlüsse zu reden, die von den nahen anwesenden gefaßt wurden. Jedoch ist es niemand verwehrt, bei der Durchsicht des Protokolls anmerken zu lassen, daß er abwesend war und an dem Beschlusse keinen Theil genommen.

 

§.21. Riksdagsmän af alla Stånd skola dagen efter den, hwartill Riksdagen pålyst blifwit, sine Fullmagter uppwisa. Ridderskapet och Adelns Ledamöter legitimere sig på det sätt Riddarhus-Ordningen föreskrifwer. Preste- Borgare- och Bonde-Ståndens Ledamöter angifwe sig och styrke sin behörighet inför Justitiä Stats-Ministern, eller den Konungen i hans ställe förordnat, hwilken tillkalle, till upplysningars afgifwande, Fullmäktige i Banken och Riksgälds-Contoret för det Stånd, hwars Fullmakter skola granskas. Sådan granskning, hwars föremål är att undersöka, huruwida Fullmakterne blifwit utfärdade i den form, som nästföljande §. föreskrifwer, skall sist inom fyra dagar derefter wara fulländad; hwarje Stånd des pröfningsrätt förbehällen, så wäl i afseende på sådane Medlemmar, hwilkas Fullmakter ej blifwit godkände, som dem, emot hwilka, till följe af  18. §. någon anmärkning äger rum, i hwilket sednare fall frågan, om den är klar och tydlig, hos Ståndet afgöres; men då nödige upplysningar saknas, till laglig åtgärd förwises, och bibehålle emedlertid den, under ytterligare pröfning ställde, Ledamoten sin Riksdagsmannarätt. Wid anteckningen och då Inträdes-pollet erhålles, tilldeles äfwen hwarje Ledamot ett exemplar af Rikets Grundlagar, på det ingen må, till sin undskyllan, okunnighet derom förebära.

 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurden im § 21 Satz 4 die Worte "till följe af 18. §" ersetzt durch: "till följe af 14. och 18. §. §."

 

§ 21. Die Reichstagsmänner aller Stände sollen am nächsten Tage, nachdem der Reichstag eingeblasen ist, ihre Vollmachten vorzeigen. Die Mitglieder der Ritterschaft und des Adels legitimiren sich auf die Weise, welche die Ritterhausordnung vorschreibt. Die Mitglieder des Priester-, Bürger- und Bauernstandes melden sich und beweisen ihre Befugniß bei dem Justiz-Staatsminister, oder wen der König an seiner Statt verordnet; und diese ziehen, um nähere Aufklärungen zu geben, die Bevollmächtigten in der Bank und dem Reichsschuldenkomtoir von dem Stande mit dabei zu, dessen Vollmachten sollen untersucht werden. Diese Untersuchung, deren Zweck ist zu erforschen, ob die Vollmachten in der Form ausgefertigt sind, die der nächste § vorschriebt, soll spätestens innerhalb vier Tagen beendigt sein. Dabei wird aber jedem Stande sein Prüfungsrecht vorbehalten, sowohl in Ansehung solcher Mitglieder, deren Vollmachten nicht für gültig erkannt sind, als solcher, gegen welche nach dem §18 ein Zweifel eintritt. Indem letztern Falle wird die Frage, wenn sie klar und deutlich ist, von dem Stande abgemacht; werden aber noch genauere Aufklärungen erfordert, so ist die Sache auf den Weg Rechtens zu verweisen, jedoch daß das einer weitern Untersuchung unterworfene Mitglied inzwischen sein Reichstagsmannsrecht behalte. Bei der Einzeichnung und wenn die Eintrittspollette gegeben werden, erhält jedes Mitglied ein Exemplar der Reichsgrundgesetze, damit niemand, zu seiner Entschuldigung, Urkunde derselben vorschützen könne.

 

§.22. Fullmagterne böra, för att wara gällande, lyda sålunda: "Till den Lagtima (Urtima) Riksdag, som i..... skall hållas och tager sin början den...... befullmägtigas härmed, efter föregånget ordentligt wal, N. N. (för Preste-Ståndet ifrån N. N. Stift) (för Borgare-Ståndet ifrån N. N. Stad) (för Bonde-Ståndet, boende och besutten å Krono- Krono-Skatte eller Frälse Skatte-Hemmanet N. N. uti N. N. Härad af N. N. Län) att deltaga i rådslagen och besluten om derstädes förekommande ärenden, hwarwid han owilkorligen förpligtas, att ställa sig till efterrättelse Sweriges Rikes beswurna Regerings-Form af den 6 Junii 1809, jemte Riksdags-Ordningen och öfrige gällande Grundlagar." Fullmagterne underskrifwes: för Preste-Ståndet, af Biskop och Consistorium; för Borgare-Ståndet af Stadens Magistrat och Äldste, och, hwad Falu Bergslag särskildt beträffar, af Grufwe Rätten och Bergslagens Deputerade, samt för Bonde-Ståndet af Walförrättaren; börande tillika, för sistnämnde Stånd, Wal-Protocollet, af Electorerne underteknadt, medfölja samt, efter fulländad granskning af Fullmagterne, till den walde återställas; och ware Walförrättaren skyldig, att Wal-Protocollet, före sin afresa från förrättningsstället, utlemna.

 

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurde der § 22 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurde die Klammer "(för Borgare-Ståndet ifrån N. N. Stad)" ersetzt durch: "(för Borgare-Ståndet ifrån N. N. Stad, eller ifrån Bergsbruken inom N. N. Waldistrikt)" .
- im Satz 2 wurden die ersten Worte "Fullmagterne underskrifwes: för Preste-Ståndet, af Biskop och Consistorium; för Borgare-Ståndet af Stadens Magistrat och Äldste, och, hwad Falu Bergslag särskildt beträffar" ersetzt durch: "Fullmagterna underskrifwas: Preste-Ståndets, för Stiften och Universiteten, af wederbörande Consistorier, och för Wetenskaps-Academien af deß Präses; för Borgare-Ståndet af Stadens Magistrat och Äldste, och, hwad Falu Bergslag särskildt beträffar".

Durch Reichstagsschlüsse von 1844 und 1845 wurde der § 22 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurde die Klammer "(för Preste-Ståndet ifrån N. N. Stift)" ersetzt durch: "(för Preste-Ståndet ifrån N. N. Stift, Universitet eller Academie)" und die Klammer "(för Bonde-Ståndet, boende och besutten å Krono- Krono-Skatte eller Frälse Skatte-Hemmanet N. N. uti N. N. Härad af N. N. Län)" wurde ersetzt durch "(för Bonde-Ståndet, boende och besutten å Hemmanet N. N. uti N. N. Härad af N. N. Län)".
- im Satz 2 wurden die Worte "för Borgare-Ståndets af Stadens Magistrat och Äldste, och, hwad Falu Bergslag särskildt beträffar" ersetzt durch: "Borgare-Ståndets, för Städerna, af Magistraten och Äldste, för Bergsbruken, af walförrättande Magistraten inom hwarje distrikt, och för Fahlu Bergslag,".

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 wurden im § 22 Satz 2 die Worte "Borgare-Ståndets, för Städerna, af Magistraten och Äldste, för Bergsbruken, af walförrättande Magistraten inom hwarje distrikt, och för Fahlu Bergslag, af Grufwe Rätten och Bergslagens Deputerade," ersetzt durch: ""Borgare-Ståndets, för Städerna af Magistraten och Äldste, för Fahlu Bergslag och för Bergsbruken, af valförrättande Magistraten inom hvarje distrikt;"

 

§ 22. Die Vollmachten müssen, wenn sie gültig sein sollen, folgendermaaßen lauten: "Zu dem ordentlichen (außerordentlichen) Reichstage, der in ... gehalten wird und am .... seinen Anfang nimmt, wird hiemit bevollmächtigt N. N.; (für den Priesterstand vom N. N. Stift) (für den Bürgerstand von der Stadt N. N.) ( für den Bauernstand, wohnhaft und angesessen auf dem Kron-, Kron-Schatz- oder grundherrlichen Schatzhofe N. N. in N. N. Harde von N. N. Lehn), um Theil zu nehmen an den berathschlagungen und Beschlüssen, über die daselbst vorkommenden Gegenstände, wobei er unabweichlich verpflichtet wird, sich zu richten nach der am 6. Junius 1809 beschwornen Regierungsform des schwedischen Reichs, der Reichstagsordnung und den übrigen geltenden Grundgesetzen." Die Vollmachten werden unterschrieben für den Priesterstand von dem Bischofe und Consistorium; für den Bürgerstand von dem Magistrate und den ältesten, und was den Bergdistrikt Fahlu insonderheit betrifft von dem Grafengerichte und den Deputirten des Bergdistrikts; für den Bauernstand von dem Wahlvorsteher. Für den letztgenannten Stand von dem Wahlvorsteher. Für den letztgenannten Stand muß zugleich das von den Wahlmännern unterzeichnete Wahlprotokoll mit folgen und, nach vollendeter Prüfung der Vollmachten, dem Gewählten zurückgegeben werden; zu welchem Ende der Wahlvorsteher schuldig ist, das Protokoll vor seiner Abreise von dem Wahlorte auszuliefern.

 

§.23. Samma dag, då Riksdagens öpnande kungöres, utnämne Konungen Landtmarskalk för Ridderskapet och Adeln, samt till Taleman för Preste-Ståndet, Ärke-Biskopen, eller, om han är sjuk eller frånwarande, eller hans Embete ledigt, någon annan af Biskoparne. Sedan Borgare- och Bonde-Stånden, hwart för sig, på behörigt sätt blifwit-constituerade, begäre de hos Konungen, medelst Deputationer, deras Talemän, hwilka Konungen då förordne. Enär Landtmarskalk eller Talemän under Riksdagen, af sjuklighet eller andra anmäldta laga förfall, hindras att föra ordet, företrädas deras ställen hos Ridderskapet och Adeln af den efter Matrikeln förste närwarande Grefwen, och i de öfrige Stånden af Vice Talemän, hwilka likaledes, wid Riksdagens början, af Konungen utnämnas. Under det Borgare- och Bonde-Stånden samlas, och innan deras Talemän förordnade äro, föres tills widare ordet: hos Borgare-Ståndet af Hufwudstadens förste Fullmägtig- och i Bonde-Ståndet af den närwarande Ledamot, som de fleste Riksmöten biwistat. Då, i händelse af underlåten kallelse af Stats-Rådet, de i 10. §. nämnde wederbörande till Riksdag kalla, äge Ridderskapet och Adeln att nämna Landtmarskalk, och de öfrige Stånden, hwart för sig, sina Talemän.

 

Landtmarskalk och Talemän aflägge inför Konungen följande Ed: "Jag N. N. utnämnd och förordnad, att wid detta allmänna Riksmöte wara Landtmarskalk (Taleman för Preste-Borgare-Bonde-Ståndet) lofwar och swär wid Gud och Hans Heliga Ewangelium, att jag will och skall med all min förmåga upprätthålla och förswara Konunga-magten och Rikets Ständers rättigheter, i öfwerensstämmelse med den af Konung och Rikets Ständer den 6 Junii 1809 till efterlefnad antagne Regerings-Form. Jag skall ock ställa mig til owilkorlig efterlefnad Rikets öfriga gällande Grundlagar (för Landtmarskalken tillika: samt den antagne Riddarhus-Ordningen). Detta allt lofwar jag troligen hålla: Så sant mig Gud hjelpe till lif och själ!"

De i denna Ed uptagne föreskrifter gälle äfwen för dem, som kunna komma att Landtmarskalks eller Talemäns ställen företräda.

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurden im § 23 Abs. 1 letzter Satz die Worte ", och de öfrige Stånden, hwart för sig, sina Talemän" ersetzt durch: "och Borgare- och Bonde-Stånden, hwar för sig sina Talmän".

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 23 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 1 wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt.
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 3 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 23 Ziffer 1 Satz 3 die Worte "af den efter Matrikeln förste närwarande Grefwen" ersetzt durch: "af den främste närwarande Ledamoten, enligt Riddarhaus-Ordningen,"

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurde der § 23 wie folgt geändert:
- in Ziffer 1 Satz 4 wurden die Worte ": hos Borgare-Ståndet af Hufwudstadens förste Fullmägtig- och i Bonde-Ståndet" gestrichen und die Worte ", och ifall enahanda förhållande i detta hänseende inträffar på flera Ledamöter, af den bland desse, som till lefnadsåren äldst är".
- in Ziffer 1 Satz 5 wurden die Worte "af Stats-Rådet" ersetzt durch: "af Regenten eller Stats-Rådet".

 

§.23. An demselben Tage, wenn die Eröffnung des Reichstags bekannt gemacht wird, ernennt der König einen Landmarschall für Ritterschaft und Adel, zum Sprecher des Priesterstandes den Erzbischoff, oder, wenn er krank ist, oder wenn sein Amt erledigt ist, einen von den Bischöfen. Nachher begehren der Bürger- und Bauernstand, wenn sie gehörig constituirt sind, jeder für sich, bei dem Könige durch Deputationen ihren Sprecher, welchen der König verordnet. Werden der Landmarschall oder ein Sprecher auf dem Reichstage behindert das Wort zu führen durch Krankheit oder ein anders von ihnen angezeigtes gesetzmäßiges Hinderniß, so werden sie vertreten, bei Ritterschaft und Adel durch den Grafen, der unter den Anwesenden nach der Matrikel der erste ist; bei den übrigen Ständen durch den Vicesprecher, welchen der König gleichfalls zu Anfang des Reichstags ernennt. Während daß der Bürger- und Bauernstand sich versammeln und ehe ihre Sprecher verordnet sind, führen bis weiter das Wort bei dem Bürgerstande der erste Bevollmächtigte der Hauptstadt, bei dem Bauernstande das Mitglied, das den meisten Reichstagen beigewohnt hat. Wenn in dem Falle der Verabsäumung der Zusammenberufung des Reichstags durch den Staatsrath die § 10 benannten Behörden den Reichstag berufen, so ernennen Ritterschaft und Adel den Landmarschall und die übrigen Stände jeder für sich, ihre Sprecher.

Der Landmarschall und die Sprecher legen dem König folgenden Eid ab: "Ich N. N. ernannt und verordnet bei diesem allgemeinen Reichstage Landmarschall (Sprecher für den Priester-, Bürger- und Bauernstand) zu sein, gelobe und schwöre bei Gott und seinem heiligen Evangelium, aus allen Kräften des Königs Macht und der Reichsstände Gerechtsame aufrecht zu erhalten, übereinstimmend mit der von König und Reichsständen den 6. Juni 1809 angenommenen Regierungsform. Auch will ich mir zur unverbrüchlichen Richtschnur dienen lassen des Reichs übrige Grundgesetze (für den Landmarschall zugleich, nebst der angenommenen Ritterhausordnung). Dieses alles gelobe ich treulich zu halten. So wahr helfe mir Gott an Leib und Seele !"

Eben diese Vorschriften gelten für die, welche des Landmarschalls oder der Sprecher Stelle vertreten möchten.

 

§.24. Uti hwart Stånd skall wara en Secreterare, som der före Protocollen och answare för wården af ingifne Handlingar; Hos Ridderskapet och Adeln, Riddarhus-Secreteraren, hos Preste- och Borgare-Stånden de personer, hwarom de sjelfwe öfwerenskomma, samt hos Bonde-Ståndet en skicklig, lagfaren och i landthushållningen kunnig man af Ofrälse Stånd, den Konungen dertill förordne. Hwarje Secreterare tillhör att allt det som förefaller och beslutes ordentligen och noggrant uppteckna, och för Ståndet justera, samt då antingen hela Ståndet eller någon Ledamot in pleno det fordrar, Protocollet uppläsa: äfwensom i öfrigt alla Protocoll jemte Utdragen deraf underskrifwa; åliggande Secreteraren för Bonde-Ståndet särskildt att biträda Talmannen wid målens behandlande och göra påminnelser, om något mot Grundlagarne stridande skulle försökas; dock utan att i Ståndet äga röst. Så wäl Ståndens, som Utskottens Secreterare, jemte den under Riksdagar biträdande nödiga Betjeningen i Ståndens Cantzlier, samt Riksens Ständers Utskott, njute samma säkerhet med Riksdagsmän, och erhålle wid Riksdagens slut en efter göromålens wigt och mängd lämpad wedergällning af Stats-medlen, hwilken af Stats-Utskottet, efter öfwerläggning med Landtmarskalken och Talmännen föreslås, och, i sammanhang med den öfriga Statsregleringen, af Riksens Ständer bestämmes. Till nämnde Betjening räknes hos Ridderskapet och Adeln fyra Cancellister, i Preste-Ståndet en Notarie och twå Cancellister; i Borgare-Ståndet sammaledes och i Bonde-Ståndet twå Notarier och fyra Cancellister. I hwartdera af Utskotten, för hwarje Division, en Cancellist, hwilken, jemte Secreterarne, förordnes af Utskotten sjelfwa, med det undantag, som i 35. §. finnes stadgadt. Skulle i något Utskott en talrikare Betjening oundgängligen tarfwas, anmäle Utskottet sådant hos Ståndens Plena, hwilka derom förordne.

 

Bonde-Ståndets Secreterare äge att, förr än han sit Embete tillträder, följande Ed inför Ståndet aflägga: "Jag N. N., utnämnd och förordnad, att wid detta allmänna Riksmöte wara det Hederwärda Bonde-Ståndets Secreterare, lofwar och swär wid Gud och Hans Heliga Ewangelium, att jag will och skall med all min förmåga iakttaga Konungamagtens och Riksens Ständers rättigheter, i öfwerensstämmelse med den af Konung och Riksens Ständer till efterlefnad antagne Regerings-Form af den 6 Junii 1809. Jag skall ock ställa mig till owilkorlig efterrättelse Rikets öfriga gällande Grundlagar, och ej till det Hederwärda Bonde-Ståndets Protocoll, utan min uttryckliga anmärkning och reservation, föra eller föra låta, ännu mindre till expedierande befordra eller befordra låta något, som emot de gällande Grundlagar stridande är. Äfwen skall jag, wid Riksdags-ärendernas afgörande, med goda råd och underrättelser, samt upplysningar om hwars och ens lagliga rättigheter och skyldigheter, Ståndets Ledamöter tillhanda gå, samt med all min förmåga söka att bringa deßa ärenden till ett med Grundlagarne instämmande slut. Detta allt lofwar jag att troligen hålla: Så sant mig Gud hjelpe till lif och själ!"
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurde der § 24 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 1 wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 2 wurde die Ziffer "2." vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1834 und 1835 wurden im § 24 Ziffer 1 Satz 4 nach dem Wort "Betjening" die Worte "hwilken af Stånden sjelfwa tillsätte, " eingefügt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurde der § 24 wie folgt geändert:
- die Ziffer vor Satz 1 wurde gestrichen und in diesem Satz 1 wurden die Worte "hos Preste- och Borgare-Stånden de personer, hwarom de sjelfwe öfwerenskomma, samt hos Bonde-Ståndet en skicklig, lagfaren och i landthushållningen kunnig man af Ofrälse Stånd, den Konungen dertill förordne." ersetzt durch: "hos Preste-, Borgare- och Bonde-Stånden de personer, om hvilka de sjelfve öfverenskomma."
- im Satz 2 wurden die Worte nach dem Wort "underskrifwa" gestrichen und an Stelle des Semikolon ein Punkt gesetzt.
- die bisherige Ziffer 2 wurde aufgehoben.

 

§.24. In jedem Stande soll ein Sekretär sein, der das Protokoll führt und für die richtige Anführung der Verhandlungen einsteht; bei Ritterschaft und Adel der Ritterhaussekretär, bei dem Priester- und Bürgerstande die Personen, über welche sie selbst übereinkommen; bei dem Bauernstande der rechtlicher, der Gesetze und Landwirthschaft kundiger Mann von freiem Stande, den der König dazu verordnet. Jedem Sekretär liegt es ob, alles, was vorfällt und beschlossen wird, ordentlich und genau aufzuzeichnen und von dem Stande zu benachrichtigen, auch wenn entweder der ganze Stand oder ein Mitglied in pleno es fordert, das Protokoll zu verlesen; so wie auch übrigens alle das Protokoll nebst dem Auszuge daraus unterschreiben. Der Sekretär für den Bauernstand insonderheit muß dem Sprecher bei Behandlung der Gegenstände an die Hand gehen und Erinnerungen machen, wenn etwas versucht werden sollte, das gegen die Grundgesetze streitet, jedoch ohne in dem Stande Stimmen zu heben. Sowohl die Sekretäre der Stände als der Ausschüsse, nebst den während des Reichstags erforderlichen Beamten in den Kanzleien der Stände und der Ausschüsse, genießen dieselbe Sicherheit, als die Reichstagsmänner und erhalten am Schlusse des Reichstags im Verhältnisse zu der Wichtigkeit und Menge ihrer Geschäfte eine Vergütung aus den Mitteln des Staats, welche von dem Staatsausschusse vorgeschlagen wird, nach Überlegung mit dem Landmarschalle und den Sprechern, und von den Reichsständen bestimmt wird, in Verbindung mit den übrigen Staatsausgaben. Zu den gedachten Bedienung werden gerechnet bei der Ritterschaft und dem Adel 4 Kanzellisten, bei dem Priesterstande 1 Notar und 2 Kanzellisten, bei dem Bürgerstande ebenso, bei dem Bauernstande 2 Notarien und 4 Kanzellisten. In jedem Ausschusse wird für jede Abtheilung ein Kanzelliste gerechnet, her, nebst dem Sekretär von dem Ausschusse, selbst verordnet wird, mit der Ausnahme, die der § 35 festsetzt. Sollte in irgend einem Ausschusse ein zahlreicheres Personal unumgänglich erfordert werden, so zeigt der Ausschuß solches in dem Pleno der Stände an, welche darüber entscheiden.

Der Sekretär des Bauernstandes muß, ehe er sein Amt antritt, vor den Ständen folgenden Eid ablegen: "Ich N. N. ernannt und verordnet auf dem gegenwärtigen Reichstage des ehrwürdigen Bauernstandes Sekretär zu sein, gelobe und schwöre bei Gott und Seinem heiligen Evangelium, daß ich aus allen Kräften die Gerechtsame der königlichen Gewalt und der Reichsstände in acht nehmen will, in Gemäßheit der vom Könige und Reichsständen am 6. Juni 1809 angenommenen Regierungsform. Auch werde ich mir des Reichs übrige Grundgesetze zur unabweichlichen Richtschnur dienen lassen und in das Protokoll des ehrwürdigen Bauernstandes, ohne meine ausdrückliche Protestation und Vorbehalt nichts einführen oder einführen lassen, was mit den geltenden Grundgesetzen streitet, vielweniger dergleichen zur Ausfertigung fördern oder befördern lassen. Gleichergestalt will ich bei Behandlung der Reichstagsgeschäfte, den Mitgliedern des Standes an die Hand gehen mit gutem Rathe und Unterricht, und Aufklärungen über eines jeden gesetzmäßige Rechte und Pflichten, auch mich aus allen Kräften bestreben, diese Geschäfte zu einem mit den Grundgesetzen übereinstimmenden Schlusse zu bringen. Solches alles gelobe ich treulich zu halten: So wahr helfe mir Gott an Leib und Seele !"

 

§.25. Riks-Stånden utnämne utan dröjsmål sine Deputerade, hwilka med Landtmarskalken och Talmännen, hwart Stånd för sig, inför Konungen må nedlägga Ståndens wördnad och lyckönskan samt likaledes uppwakta Drottningen och de Kongl. Personerne. Stånden utse derjemte Deputationer att inbördes hwarandra hälsa och lyckönska.
 

 

§.25. Die Reichsstände ernennen unvorzüglich ihre Deputirten, welche mit dem Landmarschalle und Sprechern, für jeden Stand für sich, dem Könige die Ehrerbietung und Glückwünsche der Stände darbringen; auch der Königin und den Personen der königlichen Familie aufwarten. Überdies erwählen die Stände Deputationen, sich unter einander zu begrüßen und Glück zu wünschen.

 

§.26. Konungen, eller, i de fall 4, 5, 6. och 7. §. §. omröra, Stats-Rådet, låte genom en Härold, under hittils öflige ceremonier, utlysa dagen, då Ständerne, efter förrättad Gudstjenst, må sammankomma på Rikssalen. Gudstjensten, hwartill alla Stånden böra enhälligt infinna sig, förrättes af en Biskop i Stadens Storkyrka. Efter des slut uppträde å Rikssalen först Bonde-Ståndet, widare Borgare-Ståndet och sist Preste-Ståndet, alla, hwart för sig, anförde af deras Talmän. Ridderskapet och Adeln, anförde af Landtmarskalken, ware Konungen följaktige, och intage samtliga Stånden de dem anwista ställen. För Konungen skall längst fram i Salen stå en Thron, omkring hwilken Kron-Prinsen och de öfrige Kongl. Prinsarne hafwa sina platser. Dernäst intage, framför alla andra, de twänne Stats-Ministrarne deras rum, och förhålles i öfrigt enligt det Ceremoniel Konungen låter för tillfället utfärda. Härefter före Konungen Sjelf, eller, der Konungen är frånwarande, eller Han så för godt finner, Stats-Ministern för Utrikes Ärenderne ordet till Riksens Ständer, och låte dem afhöra berättelsen om hwad sedan sista Riksdag uti Rikets Styrelse sig tilldragit. Landtmarskalken och Talmännen träde sedermera in för Konungen och framföre, i Ståndens namn, deras underdåniga wördnad. När Konungen lemnar Rikssalen, beledsagas Han af Ridderskapet och Adeln, hwarefter de öfriga Stånden i ofwanföreskrifne ordning afträda.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurde im § 26 Satz 1 das Wort "omröra" ersetzt durch: "omförmäla, Regenten eller".
 

 

§.26. Der König, in der in den §§ 4, 5, 6 und 7 erwähnten Fällen der Staatsrath, lassen durch einen Herold, unter den bisher gebräuchlichen Feierlichkeiten den Tag verkündigen, wo die Stände nach abgehaltenen Gottesdienst, auf dem Reichssaale wollen zusammenkommen. Der Gottesdienst, wobei sich alle Stände einfinden müssen, wird von einem Bischofe in der Domkirche gehalten. Nach Beendigung desselben tritt in dem Reichssaale zuerst den Bauernstand auf, dann der Bürgerstand, zuletzt der Priesterstand, alle angeführt, von ihrem Sprecher, jeder für sich. Die Ritterschaft und der Adel, angeführt von dem Landmarschalle, folgen dem Könige. Sämmtliche Stände nehme die ihnen angewiesenen Plätze ein. Für den König ist am weitesten voran in dem Saale ein Thron, um welchen der Kronprinz und die übrigen königlichen Prinzen ihren Platz haben. Darauf nehmen vor allen andern die beiden Staatsministern ihren Platz ein; im übrigen wird es nach dem Ceremoniel gehalten, welches der König für diesen Fall ausfertigen läßt. Sodann führt der König selbst, oder, wenn er abwesend ist, oder es für gut findet, der Staatsminister der auswärtigen Angelegenheiten das Wort an die Reichsstände, und giebt ihnen Nachricht von dem, was seit dem letzten Reichstage in der Regierung des Reichs vorgefallen ist. Der Landmarschall und die Sprecher treten demnächst vor den König und bezeugen in der Stände Namen ihre unterthänige Ehrerbietung. Wenn der König den Reichssaal verläßt, begleiten ihn Ritterschaft und Adel; darauf treten die übrigen Stände ab in der vorgedachten Ordnung.

 

§.27. Propositionen, angående Stats-Werkets tillstånd och behof, hwaraf Stånden hwartdera ett exemplar tillställes, öfwerlemne Konungen antingen wid det tillfälle, då Riksdag, enligt föregående §. öppnas, eller å Rikssalen annan dag, der Honom så godt synes, eller ock omedelbart till Riksens Ständers Stats-Utskott inom Fjorton dagar wid Lagtima Riksdag, och inom en månad wid Urtima, efter des öppnande. Riksdagens början räknes alltid från den dag, då berörde Proposition af Riksens Ständer eller nämnde Utskott emottagen blifwit. Och som Riksens Ständer, jemlikt Regerings-Formens 55. §., ej äga, att i Konungens öfwerwaro något besluta, må ingen rådplägning härom å Rikssalen hållas. Propositioner rörande Grundlagars eller öfriga Lagars och Oeconomiska Författningars stiftande eller förändring, jemte andra mål, dem Konungen, under Riksdagens lopp, will Ständerna meddela, tillställes genom Hof-Cancelleren hwarje Stånd i des Plenum. Jemte alla Propositioner ifrån Konungen till Riksens Ständer eller deras Utskott, böra Stats-Rådets, och, i Lagfrågor, äfwen Högsta Domstolens, deröfwer lemnade yttranden, tillika meddelas; kunnandes likwäl Riksens Ständer, då Stats-Rådets yttranden angå hemliga mål, endast förwänta del af des till- eller afstyrkande.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 27 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 27 Ziff. 2 Satz 1 die Worte "genom Hof-Cancelleren" ersetzt durch: "genom ein Stats-Rådets Ledamont".

 

§.27. Die Proposition, welche den Zustand und das Bedürfniß der Finanzen betrifft, übergiebt der König, ihrem Stande ein Exemplar, entweder an dem Tage, wo der Reichstag nach dem vorhergehenden § eröffnet wird, oder den andern Tag im Reichssaale, wenn es ihm so gut dünkt, oder auch unmittelbar dem Staatsausschusse der Reichsstände innerhalb vierzehn Tagen bei einem ordentlichen Reichstage und innerhalb eines Monats bei einem außerordentlichen Reichstage. Der Anfang der Reichstags wird stets von dem Tage an gerechnet, wo die gedachte Proposition an die Stände, oder den genannten Ausschuß gelangt ist. Und da es sich für die Stände nicht geziemt, in Gemäßheit des § 55 der Regierungsform, in des Königs Gegenwart etwas zu beschließen, so darf darüber keine Berathschlagung in dem Reichssaale gepflogen werden. Propositionen, welche die Erlassung oder Abänderung der Grundgesetze oder anderer Gesetze und ökonomischen Veranstaltungen betreffen, oder andere Gegenstände, die der König während des Reichstags den Ständen mittheilen will, werden jedem Stande in seinem Plenum durch den Hofkanzler zugestellt. Mit allen Propositionen des Königs an die Reichsstände oder deren Ausschüsse müssen zugleich die Äußerungen des Staatsraths darüber mitgetheilt werden und, bei gesetzlichen Gegenständen auch die des höchsten Gerichts; indeß können die Reichstände, wenn des Staatsraths Äußerungen geheime Gegenstände betreffen, nur Nachricht erwarten, ob sie empfehlend oder abrathend sind.

 

§.28. Ridderskapet och Adeln samt Preste- och Borgare Stånden wälje genom Electorer, och Bonde-Ståndet på det sätt Ståndet wid hwarje Riksdag tjenligast finner, genast och sist inom åtta dagar, sedan Riksdagen blifwit öppnad, Ledamöter, lika många af hwarje Stånd, i de Utskott, hwilka skola ärenderne bereda och utarbeta. Sådane i Grundlagen stadgade Utskott äro: Constitutions-, Stats-, Bewillnings-, Banko-, Lag- samt Beswärs- och Oeconomie-Utskotten. Hemliga Utskottet wäljes, då Konungen sådant äskar.

 

§.28. Ritterschaft und Adel, ingleichen der Priester- und Bürgerstand wählen durch Wahlmänner, der Bauernstand auf die Weise, welche der Stand auf dem jedesmaligen Reichstage die zuträglichste findet, sogleich und spätestens innerhalb 8 Tagen, nach Eröffnung des Reichstags, Mitglieder, gleich viele von jedem Stande, zu den Ausschüssen, welche die Gegenstände bereiten und ausarbeiten sollen. Diese in den Grundgesetzen angenommenen Ausschüsse sind: Der Constitutions-, Staats- Bewilligungs-, Banko-, Gesetz-, Beschwerden-, Ökonomieausschuß. Ein geheimer Ausschuß wird gewählt, wenn der König es begehrt.

 

§.29. Constitutions-Utskottet, som utgöres af Tjugufyra Ledamöter, tillkommer att, i den ordning Regerings Formen föreskrifwer, granska Rikets Grundlagar, samt upptaga frågor och till Plena afgifwa Förslag om ändringar, förbättringar och förklaringar deraf; hwaröfwer Ståndens Ledamöter ware obetagit, att in Pleno yttra sina tankar, men Riksens Ständer ej förr än å den nästföljande Riksdagen må besluta. Öfwerlemnar Konungen åt Riksens Ständer någon Proposition, rörande Grundlagar, uppdrage Ständerne genast, utan att förut derom öfwerlägga, åt Constitutions-Utskottet, att deß utlåtande afgifwa; och förhålles dermed, som i Regerings-Formens 81. § stadgadt är. Då Utskottet icke funnit skäl att gilla och till Riksens Ständers pröfning öfwerlemna något Förslag till ändring eller förklaring af Grundlagarne, som Utskottet af en Riksdagsman emottagit, ware Utskottet skyldigt, om Författaren det yrkar, att meddela honom sitt yttrande med tillstånd att detsamma, jemte Förslaget, genom trycket allmänt göra, då han, för det sistnämndas innehåll, sjelf, i egenskap af Författare, må, enligt Tryckfrihets-Lagen, answara. Constitutions Utskottet åligge, att äska de uti Stats-Rådet förda Protocoll, utom dem, som angå Ministeriella ärenden och Commando-mål, hwilka endast i hwad, som rörer allmänt kända och af Utskottek uppgifna händelser, må kunna fordras. Finner Utskottet af deßa Protocoll att någon Stats-Minister, Stats-Råd, Hof-Cancelleren, Stats-Secreteraren eller annan Ledamot af Stats Rådet, eller den Embetsman, som i Commando mål Konungen råd gifwit, uppenbarligen handlat emot Regerings-Formens tydliga föreskrift eller tillstyrkt någon öfwerträdelse deraf och af andra Rikets gällande Lagar, eller underlåtit att göra föreställningar emot sådana öfwerträdelser, eller dem wållat och befrämjat genom uppsåtligt fördöljande af någon upplysning, då skall Constitutions-Utskottet ställa en sådan under tilltal af Justitiä Ombudsmannen inför Riks-Rätten. Skulle Utskottet anmärka, att Stats Rådets Ledamöter samfält, eller en eller flere af dem, uti deras rådslag om allmänna mått och steg, icke iakttagit Rikets sannskyldiga nytta, eller att någon Stats-Secreterare icke med owäld, nit, skicklighet och drift sitt Förtroende Embete utöfwat, skall Utskottet då sådant för Riksens Ständer tillkännagifwa, hwilka, om de finna Rikets wäl det kräfwa, kunna hos Konungen skriftligen anmäla deras önskan, alt Han wille utur Stats-Rådet och ifrån Embetet skilja den eller dem, mot hwilka anmärkning blifwit gjord. Frågor i detta ämne kunna i Riksens Ständers Plena wäckas och af andra Riksens Ständers Utskott, än Constitutions-Utskottet, hos Stånden andragas, men icke af Riksens Ständer afgöras förr, än sistnämnde Utskott deröfwer blifwit hördt När frågor uti Riksens Ständers Plena eller andra Utskott än Constitutions-Utskottet wäckas, huruwida Stats-Rådet, eller någon deß Ledamot, eller någon Föredragande, sitt Embete på ett obehörigt sätt utöfwat, böra derwid följande ordalag och inga andra nyttjas: "Det är anledning till anmärkning mot Stats-Rådet, eller den och den Ledamoten, eller Föredraganden, hwarom Remiß begäres till Constitutions-Utskottet, inför hwilket anledningarne uppgifwas skola;" och skall en sådan Remiß genast owägerligen werkställas. Under Riksens Ständers öfwerläggningar om sådane frågor, äfwensom i Constitutions-Utskottets yttranden, skola icke Konungens beslut i mål, som röra enskilda Personers eller Corporationers rättigheter och angelägenheter, kunna ens nämnas, ännu mindre någon Riksens Ständers pröfning underställas. Då hos Riks-Stånden olika meningar uppstå, angående nya Utskotts tillsättande, eller till hwilket Utskott uppkomna frågor och ämnen böra remitteras och Stånden ej genom bestämd pluralitet kunna skiljaktigheterne afgöra, äge då Constitutions-Utskottet att med Riksens Ständers rätt och i deras ställe derom besluta.





 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 29 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 9 (letzter Satz) wurde die Ziffer "3. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurde der § 29 wie folgt geändert:
- in Ziffer 2 Satz 2 wurden die Worte "Stats-Minister, Stats-Råd, Hof-Cancelleren, Stats-Secreteraren eller annan Ledamot af Stats Rådet, eller den Embetsman, som i Commando mål Konungen råd gifwit" ersetzt durch: "Stats-Rådets Ledamot eller någon för tillfället förordnad Föredragende".
- in Ziffer 2 Satz 3 wurden die Worte "någon Stats-Secreterare" ersetzt durch: "någon Föredragande".

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurden im § 29 Ziffer 1 Satz 1 die letzten Worte "men Riksens Ständer ej förr än å den nästföljande Riksdagen må besluta" ersetzt durch: "men hvilka förslag Riksens Ständer ej förr, än å den nästföljande Riksdagen, må slutigen antaga".

 

§ 29. Dem Constitutionsausschusse, der aus 24 Mitgliedern besteht, kommt es zu, in der Ordnung, welche die Regierungsform vorschreibt, die Reichsgrundgesetze zu untersuchen und dem Plenum Vorschläge zu machen über Abänderungen, Verbesserungen und Erklärungen. Darüber mögen die Mitglieder der Stände in Pleno ihre Gedanken äußern, aber die Reichsstände dürfen nicht eher etwas beschließen, als auf dem folgenden Reichstage. Übergiebt der König eine Proposition, welche die Grundgesetze betrifft, so tragen die Stände sogleich und ohne vorher eine Berathschlagung anzustellen, dem Constitutionsausschusse seine Äußerung abzugeben, und damit wird verhalten, wie im § 81 der Regierungsform vorgeschrieben ist. Findet der Ausschuß keinen hinlänglichen Grund, einen Vorschlag zur Änderung der Erklärung der Grundgesetze anzunehmen und der Prüfung der Stände zu übergeben, welchen er von einem Reichstagsmanne erhalten hat, so ist der Ausschuß verpflichtet, wenn der Verfasser darauf dringt, ihm seine Gedanken darüber mitzutheilen, mit der Erlaubniß, selbige mit dem Vorschlage durch den Druck bekannt zu machen, wobei er dann, als Verfasser, für des letztern Inhalt, nach dem Gesetze der Pressefreiheit, selbst verantwortlich ist. Dem Constitutionsausschusse liegt es ob, die im Staatsrathe geführten Protokolle zu fordern, ausgenommen die, welche ministerielle Sachen und Commandosachen betreffen, die nur allein können gefordert werden in Fällen, die zur allgemeinen Kenntniß gekommen sind und von dem Ausschusse angegeben werden. Findet der Ausschuß aus diesen Protokollen, daß ein Staatsminister, Staatsrath, der Hofkanzler, Staatssekretär, oder ein anderes Mitglied des Staatsraths, oder der Beamte, der dem Könige in Commandosachen Rath giebt, offenbar gegen die deutliche Vorschrift der Regierungsform gehandelt hat, oder eine Übertretung derselben und anderer geltender Recihsgrundgesetze angerathen, oder unterlassen, Vorstellungen gegen eine solche Übertretung zu machen, oder sie veranlaßt oder befördert hat durch vorsetzliche Verheimlichung irgend einer Belehrung, so soll der Constitutionsausschuß einen solchen unter Anspruch des Justizbevollmächtigten vor dem Reichsgerichte stellen. Sollte der Ausschuß bemerken, daß die Mitglieder des Staatsraths sämmtlich, oder einer oder mehrere derselben, in ihren Berathschlagungen über allgemeine Maaßregeln, nicht des Reichs wahren Nutzen in Acht genommen, oder daß ein Staatssekretär nicht mit Unpartheilichkeit, Eifer, Geschicklichkeit und Thätigkeit sein ihm anvertrautes Amt verrichtet hat, so soll der Ausschuß solches den Reichsständen zu erkennen geben, welche, wenn sie finden, daß des Reichs Wohl es erfordert, dem Könige schriftlich ihren Wunsch anzeigen können, daß er den oder die, gegen welche diese Bemerkung angebracht ist, aus dem Staatsrathe oder dem Amte entfernen wolle. Über solche Gegenstände können in dem Pleno der Reichsstände auch von andern Ausschüssen, als dem Constitutionsausschusse, aufgeworfen werden, die Reichsstände dürfen aber nicht entscheiden, ehe der letztgedachte Ausschuß darüber gehört ist. Werden in dem Pleno der Reichsstände oder in andern Ausschüssen, als dem Constitutionsausschusse, Fragen aufgeworfen, wie weit der Staatsrath, oder einer seiner Mitglieder, oder ein Minister, der den Vortrag hat, sein Amt auf ungebührliche Art ausgeübt habe, so müssen dabei folgende Ausdrücke gebraucht werden und keine andern: "Es ist Anlaß vorhanden zu einer Anmerkung gegen den Staatsrath, oder dies oder jenes Mitglied, oder diesen oder jenen Minister, weswegen der Remis an den Constittionsausschuß begehrt wird, dem die Ursachen sollen angezeigt werden. Ein solcher Remis ist dann unfehlbar sogleich zu bewerkstelligen." Bei den Erwägungen solcher Fragen, so wie in den Äußerungen des Constitutionsausschusses, dürfen die Beschlüsse des Königs über Gegenstände, die Gerechtsame oder Angelegenheiten einzelner Personen oder Corporationen betreffen, überall nicht genannt werden, vielweniger irgend einer Prüfung der Reichsstände unterworfen werden. Entstehen unter den STänden verschiedene Meinungen, über die Vermehrung des Ausschusses, oder welchem Ausschuß die aufgeworfenen Fragen und Gegenstände remittirt werden, und können die Stände die Verschiedenheit der Meinungen nicht durch bestimmte Mehrheit entscheiden, so muß der Constitutionsausschuß darüber beschließen, mit demselben Rechte, als die Reichsstände mit an deren Statt.

 

§.30. Stats-Utskottet, som skall bestå af Tretio sex Personer, bör granska, utreda och till Riksens Ständer uppgifwa Stats- och Riksgälds-Werkens tillstånd, förwaltning och behof. För detta Utskott läte Konungen uppwisa Stats-Werkets tillstånd i alla deß delar, till inkomster och utgifter, fordringar och skulder, äfwensom, i händelse, genom Tractater med fremmande Magter, några medel Riket tillflutit, för dem på lika sätt skall redowisas. Likaledes låte Konungen till detsammas öfwerläggning framställa, hwad Staten utöfwer de wanliga inkomsterne tarfwa kan, och hwilka behof genom Bewillningar böra fyllas. Detta Utskott, som skall äga tillgång till alla Stats-Werkets Räkenskaper och Handlingar, må tillkomma att efterse och granska, huruwida de gjorde eller förordnade utbetalningar af Stats-medlen, icke öfwerstigit beloppet af de Hufwud-titlar, hwilka uti Riksens Ständers, wid nästförflutne Riksdag uppgjorde Stats-reglering, blifwit fastställde, och äro grundade på behörigen upprättade Stater, eller Konungens med wederbörlig contrasignation utfärdade anordningar, samt styrkte med behörige Qvittencer af dem, som medlen emottagit. Skulle, emot Riksens Ständers beslut, de till hwarje Hufwud titel anslagne summor, befinnas dragne till andra ändamål, än dem, som under samma Hufwud titel höra, eller något af Riksens Ständer faststäldt anslag wara öfwerskridit, skall Utskottet genast anmärkning och i Riksens Ständers Plena anmälan göra emot den Embetsman, som en sådan anordning contrasignerar, hwarefler dermed förfares, enligt 106. och 107. §. §. i Regerings Formen; kunnandes likwäl häraf de följder icke dragas, att, emot föreskriften i 90. §. Regerings-Formen, Utskottet må i något klander af Konungens gjorda anordningar ingå, eller att de för Stats-utgifterne redowisande Tjenstemän skola kunna personligen för Stats-Utskottet eller Riksens Ständer till answar ställas, utan må, der så nödigt finnes, hos Konungen kunna anmälas de anledningar, som förekommit, att, emot någon sådan Tjensteman, i laglig ordning answar yrka. Widare åligger detta Utskott alt utröna, pröfwa och föreslå det, som till Stats- och Riksgälds-Werkens behof erfordras, sedan nödige indragningar och besparingar blifwit iakttagne; likaledes att föreslå beloppet af de summor, hwilka, jemlikt 63. §. i Regerings Formen, skola, för särskilde händelser, afsättas och slutligen uppgifwa, huru mycket genom Bewillning bör utgöras.

 

I händelse hos Riksens Ständers Plena gemensamt eller uti nägot af Riks-Stånden betänkligheter uppstå emot antagandet af hwad Utskottet tillstyrkt uti det som rörer, antingen Statens reglerande, eller Bewillningens derefter lämpade hela belopp, eller hwad till Riksgälds-Contorets utgifter och inkomster hörer, eller grunderne för Riksgälds-Contorets styrelse och förwaltning, tillkomme Utskottet den befattning, ledande att bringa sådane ämnen till slutligt afgörande, hwilken 69. §. af Regerings Formen, jemte sättet dertill, föreskrifwer. Yppar sig sådan skiljaktighet om grunderna, sätten af deras tillämpning och fördelningen till Bewillningens utgörande, hwarom 71. §. af Regerings-Formen förmäler, förfare Utskottet, förstärkt till det antal af Ledamöter, som Regerings-Formens 69. §. föreskrifwer, dermed på det sätt nyßnämnde twänne §. §. utstaka. Stats-Utskottet åligge att deß berättelse om Riksgälds-Contorets förwaltning sä tidigt inlemna, att wal till Fullmägtige derstädes må, enligt 67. §., kunna förrättas.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 30 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 1 wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Abs. 1 Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Abs. 2 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 erhielt der § 30 Ziffer 3 Satz 2 folgende Fassung:
"unbekannt".

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurde der § 30 Ziffer 3 Satz 2 aufgehoben.

 

§ 30. Der Finanzausschuß, aus 36 Personen bestehend, soll untersuchen, auseinandersetzen und den Reichsständen angeben den Zustand der Verwaltung und Bedürfnisse der Finanzen und des Reichsschuldenwesens. Diesem Ausschusse läßt der König den Zustand der Finanzen in allen ihren Theilen nachweisen, Einnahmen und Ausgaben, Forderungen und Schulden, auch dei Mittel, welche dem Reiche etwa durch Traktaten mit andern Mächten zufließen möchten. Gleichergestalt läßt der König seiner Überlegung unterworfen, was der Staat über die gewöhnlichen Einnahmen bedürfe, und was davon durch Bewilligungen der Stände aufzubringen sei. Dieser Ausschuß, dem der Zugang zu allen Finanzrechnungen und Protokollen zugefallen ist, soll nachsehen und untersuchen, wiefern die gemachten oder befohlnen Auszahlungen der Staatsgelder den Belauf der Hauptrubriken nicht übersteigen, die in dem Finanzregulativ der Reichsstände auf dem nächstverflossenen Reichstage festgesetzt worden und sich gründen und gehörig eingerichtete Etats, oder auf königliche, mit der gebührenden Contrasignation versehenen Anordnungen, auch bewiesen mit gehörigen Quittungen derer, welche die Gelder empfangen. Sollten die Reichsstände Beschluß zulassen, den zu jeder Hauptrubrik angeschlagenen Summen zu anderen Zwecken gebraucht sein, als denen, die unter dieselbe Rubrik gehören, oder sollte ein von den Reichsständen festgesetzten Überschlag überschritten sein, so soll der Ausschuß solches sogleich bemerken und in dem Pleno der Reichsstände eine Anzeige gegen den Beamten machen, der eine solche Verfügung contrasignirt hat, welchem nächst hiermit nach § 106 und 107 der Regierungsform verfahren wird. Jedoch kann hieraus nicht die Folge gezogen, daß der Ausschuß gegen die Vorschrift des § 90 der Regierungsform in irgend einen Tadel der von dem Könige gegebenen Verfügungen eintreten dürfe, oder daß die Beamten, welche die Staatsausgaben anweisen, von dem Staatsausschusse oder den Reichsständen persönlich könnten verantwortlich gemacht werden; sondern man kann nur, wenn es nöthig befunden wird, dem Könige die Veranlassungen anzeigen; einen solchen Beamten in gesetzmäßiger Ordnung zur Verantwortung zu ziehen. Ferner liegt es diesem Ausschusse ob, zu erforschen, zu prüfen und vorzuschlagen, was noch erfordert wird für die Finanzen und das Reichsschuldenwesen, nachdem die nothwendigen Einschränkungen und Besparungen vorgenommen sind; ingleichen die Summen vorzuschlagen, welche zufolge des § 63 der Regierungsform für besondere Fälle abgesetzt werden sollen, auch endlich aufzugeben, wieviel durch Bewilligung soll zuwege gebracht werden.

Entstehen entweder in dem Plenum oder Reichsstände, oder in einem einzelnen Stande Bedenklichkeiten gegen das, was der Ausschuß anräth in dem, was entweder die ordentlichen Staatseinkünfte betrifft, oder den ganzen Belauf der darnach bestimmten Bewilligung, oder die Ausgaben und Einnahmen des Reichsschuldencomtoirs, oder die Gründe der Leitung und Verwaltung des Reichsschuldencomtoirs, so ist es das Geschäft des Ausschusses, solche Gegenstände zu einer schließlichen Entscheidung zu bringen, welche der § 69 der Regierungsform vorschreibt, so wie auch die Art derselben. Ereignet sich eine Verschiedenheit in Ansehung der Gründe der Art ihrer Anwendung, und der Vertheidigung des Belaufs der Bewilligung, wovon § 71 der Regierungsform handelt, so verfährt der Ausschuß, verstärkt bis zu der Zahl von Mitgliedern, welche § 69 der Regierungsform vorschreibt, damit auf die Weise, wie die beiden letztgedachten §§ vermelden. Der Finanzausschuß muß seinen Bericht über die Verwaltung des Reichsschuldencomtoirs so zeitig machen, daß die Wahl der Bevollmächtigten dazu nach § 67 kann vorgenommen werden.

 

§.31. Bewillnings- Utskottet skall bestå af Fyratio åtta Ledamöter, walde från särskildta, och, så widt möjligt är, från alla Rikets Provinser. Detta Utskott tilkommet, sedan summan af den Bewillning, som Riksenss Ständer wid hwarje Riksdag sig åtagit, bliwit, faststäld, at författa Förslag til berörde summas fördelning til utgörande, upfiwa grunderne derför och utreda sätten, huru desamma böra i hwarje särskildt fall timmämpas, samt alt sådant i et sammanhang Riksens Ständers Plena underställa. Yppar sig den i Regerings Formens 71. §. omförmälde skiljaktighet, eller skulle något Stånd söka undandraga sig det af Utskottet föreslagna deltagande uti Bewillnings-beloppet, då skall, enär skälen till den åstundade ändringen och sätten till winnande deraf blifwit uppgifne och de öfrige Stånden meddelte, Bewillnings Utskottet deröfwer höras, hwarefter förfares såsom i berörde 71. § stadgadt är; åliggande det Bewillnings-Utskottet, då deß Förslag i en eller flera delar sålunda blifwit förkastadt, att föreslå en annan fördelning eller andra grunder och sätt för utgörandet blott af den andel i Bewillnings summan, hwaruppå den ogillade delen i Utskottets förra Förslag har afseende, och förhålles, i händelse äfwen en sådan ny fördelning ej antages, på det sätt ofwan föreskrifwit är.
 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurde der § 31 wie folgt geändert:
- Abs. 1 Satz 2 erhielt folgende Fassung:
"Detta Utskott åligge att opåmint wid hwarje Riksdag uppgifwa de allmänna grunderna för den blifwande Bewillningens fördelning, hwarefter och sedan Bewillnings-summans belopp blifwit fastställd, det tillkommer Utskottet, att, med tillämpning af deßa grunder, författa Förslag till Bewillningens utgörande; Skolandes allt i den mon, det medhinnes, Riksens Ständers Plena underställas."
- mit dem Satz 3 wurde ein neuer Absatz begonnen.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 31 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 1 wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 wurde der § 31 wie folgt geändert:
- die Ziffer 1 Satz 2 erhielt folgende Fassung:
"Detta Utskott åligge att bereda alla från Stånden remitterade frågor, som angå förändring uti föreskrifterna om Bevillnings utgörande, att förslagsvis, enligt de särskilda Bevillningsgarne, beräkna de blifvande inkomsterna, och att, sedan Stats-verkets behof blifvit utredda och bestämda, opåmindt föreslå sättet för Bevillningens ökande, om det erfordras, eller desse minskande, om sådant kan ega rum, och, i sammanhang dermed, till Riksens Ständer afgifva förslag till Bevillnings-Stadgar."
- der Ziffer 1 wurde folgender Satz angefügt:
"Utskotet må derjemte uti Bevillningsfrågor föreslå hvad det anser billigt och nyttigt."
- die Ziffer 2 erhielt folgende Fassung:
"2. Yppar sig den uti Regerings-Formens 71 § omförmälda skiljaktighet, förfares som uti berörde § stadgadt är; åliggande det Bevillnings-Utskottet, då dess förslag i en eller flera delar blifvit förkastadt, att föreslå en annan fördelning, eller andra grunder och sätt för utgörandet blott af den andel i Bevillningssumman, hvaruppå den ogillade delen i Utskottets förra förslag har afseende, och förhålles, i händelse äfven en sådan ny fördelning ej antages, på det sätt ofvan föreskrifvet är."

 

§.31. Der Bewilligungsausschuß soll bestehen aus 48 Mitgliedern, gewählt aus verschiedenen, soweit möglich aus allen Provinzen des Reichs. Diesem Ausschusse kömmt es zu, wenn die Summe der Bewilligung festgesetzt ist, welche die Reichsstände auf jedem Reichstage übernehmen, den Vorschlag zur Vertheilung dieser Summe zu machen, die Gründe anzugeben, die Art darzulegen, wie sie in jedem einzelnen Falle sollen angewandt werden, und dies alles im Zusammenhange den Reichsständen in einem Pleno anzutragen. Ergiebt sich alsdann die § 71 der Regierungsform erwähnte Verschiedenheit der Meinungen, oder sollte ein Stand suchen, sich der Theilnehmung von dem Belange der Bewilligung, nach Vorschlag des Ausschusses entziehen, so soll der Bewilligungsausschuß darüber gehört werden, wenn der Grund der verlangten Abänderung und die Art sie zu bewerkstelligen abngegeben wird; demnächst aber wird damit verfahren, wie der gedachte § 71 der Regierungsform besagt. Dabei liegt es dem Bewilligungsausschusse ob, wenn sein Vorschlag solchergestalt in einem oder mehreren Stücken verworfen wird, eine andere Vertheilung vorzuschlagen, oder andere Gründe und Mittel für den Belauf bloß des Theils der Bewilligungssumme, worauf  sich der nicht angenommene Punkt des ersten Vorschlags bezieht. Sollte auch die neue Vertheilung nicht angenommen werden, so wird wieder auf obige Weise verfahren.

 

§.32. Banko Utskottet, som utgöres af Tretio sex Ledamöter, skall öfwerse Bankens styrelse och tillstånd samt gifwa föreskrifter om deß förwaltning, enligt den särskilda Instruction, som af Riksens Ständer wid hwarje Riksdag kommer för Utskottet att utfärdas; börande detta Utskott med sin Berättelse om de afgäende Banko-Fullmägtiges förwaltning, så tidigt, under Riksdagen, inkomma, att Riksens Ständer må äga rådrum till nytt wals anställande, jemlikt nedanstående 66. §.
 

siehe hierzu u. a. die Instruktionen des Reichstags nach dem Reichstagsschluß der Jahre 1862 und 63, welche u. a. den Reichsständebeschluß und -verordnung über die Bank vom 22. September 1668 aufrecht erhielt.

 

§ 32. Der Bancoausschuß, bestehend aus 36 Mitgliedern, soll über die Verwaltung und den Zustand der Bank Aufsicht haben, und Vorschriften über ihre Verwaltung geben, gemäß den besonderen Instuctionen, welche die Reichsstände auf jedem Reichstage für den Ausschuß verfertigen. Übrigens muß dieser Ausschuß mit seinem Berichte über die Verwaltung der abgehenden Bankbevollmächtigten so zeitig einkommen, daß die Stände Zeit haben, eine neue Wahl anzustellen, nach dem unten stehenden § 66.

 

§.33. Lag Utskottet, bestående af Sexton Ledamöter, äger att, jemlikt 53. och 87. §. §. af Regerings-Formen, utarbeta Förslag till stiftande, ändring, förklaring eller upphäfwande af allmän Civil-, Criminal- och Kyrko-Lag, samt upptaga de i sådana ämnen Riksens Ständer meddelade Konungens Propositioner, eller i Riksens Ständers Plena wäckta frågor. Under Civil- och Criminal-Lag böra äfwen förstås de delar af Krigslagar och Författningar rörande Krigswäsendet, som äga tillämpning till Medborgare utom Krigs-Staten.

Justitiä Ombussmannens wid hwarje Riksdag afgifwande Berättelse, rörande de ifrån Konungen genom Högsta Domstolen, sedan nästföregående Riksdag utgångne förklaringar af Lagens rätta mening höra ock till Lag-Utskottets befattning, dit denna Berättelse förwises.

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurden im § 33 Satz 1 nach dem Wort "utarbeta" die Worte "de ifrån Riksens Ständers Plena remitterade" eingefügt.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 32 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 1 wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Wortlaut des Abs. 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 erhielt der § 33 Ziffer 2 folgende Fassung:
"2. Lag-Utskottet tillkomme ock, att granska Justitiå-Ombudsmannens, wid hwarje Riksdag, afgifwande Allmänna Redogörelse samt årliga Berättelser, äfwensom hans Embets-Diarier och Registratur, samt med utlåtande deröfwer till Riksens Ständer inkomma."

 

§ 33. Der Gesetzausschuß von 16 Mitgliedern muß, nach § 53 und 87 der Regierungsform, Vorschläge ausarbeiten zur Erlassung, Änderung, Erklärung oder Aufhebung allgemeiner Civil-, Criminal- und Kirchengesetzen, auch die über solche Gegenstände den Reichsständen mitgetheilten königlichen Propositionen annehmen,l oder die im Pleno aufgeworfene Fragen. Unter Civil- und Criminalgesetze müssen auch verstanden werden die Theile der Kriegsgesetze und Verfassungen, welche das Kriegswesen betreffen, die auch auf Mitbürger außerhalb des Kriegsstandes Anwendung finden.

Der Bericht des Justizbeauftragten an jedem Reichstage über die von dem Könige, seit dem letzten Reichstage, durch die höchsten Gerichtshöfe abgegebenen Erklärungen der wahren Meinung der Gesetze gehören auch zum Geschäftskreise des Gesetzausschusses, welchem dieser Bericht muß vorgelegt werden.

 

§.34. Allmänna Beswärs- och Oeconomie Utskottet, sammansatt af Fyratio åtta Medlemmar, skal enligt 53. och 89. §. §. Regerings-Formen, anmärka brister i de allmänna Hushållnings, anstalterne och förändringar deruti föreslå, samt uptaga alla hos Riksens Ständer upkomna frågor om förändring, förklaring och uphäfwande af Lagar och Författningar, som Rikets Allmänna Hushållning röra; om sådana nya Lagars stiftande och om grunderna för allmänna Inrättningar af alla slag, ehwad de röra Upfostrings- och Underwisnings-Werken, Allmänna Fattigwården, Landthushållningen, Bergwerken m. m.. Riksens Ständer äge dock endast magt, att i deßa ämnen besluta föreställningar och önskningar, at hos Konungen anmälas. Will Konungen något Oeconomiskt mål, gemensamt med Riksens Ständer, afgöra, förfares dermed på sätt som för Lagfrågor är stadgadt.
 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurde der § 34 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurde nach den Worten "Regierungs-Formen" die Worte "samt i anledning af i Stånden wäckta frågor, " eingefügt.
- folgende Sätze wurden angefügt:
"Wilja Riksens Ständer hellre, än att tillsätta flere Utskott, remittera sådana mål, som till wißt Utskott icke höra, antingen till Beswärs- och Oeconomie-Utskottet eller till något af de öfriga förut tillsatta Utskott, ware samma Utskott pligtigt, att med deß utlåtande, i enlighet med erhållen Remiß, inkomma, och bestämme sjelfwa ämnets beskaffenhet efter Grundlagen; men icke den hwarje särskildt Utskott i allmänhet uppdragne befattning, huruledes ett mål i enlighet med Riksens Ständers deröfwer tillhöriga beslutande rätt bör afgöras."

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 34 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

 

§ 34. Der allgemeine Beschwerden- und Öconomieausschuß, bestehend aus 48 Mitgliedern, soll zufolge des § 53 und 89 der Regierungsform Mängel in der allgemeinen Haushaltung rügen, und Abänderungen vorschlagen, auch alle Fragen aufnehmen, die bei den Reichsständen vorkommen über Veränderung, Erklärung und Aufhebung der Gesetze und Verfassungen, welche die allgemeine Haushaltung des Reichs betreffen; ingleichen über Erlassung der gleichen neuen Gesetze und die Gründe allgemeiner Einrichtungen aller Art, sie mögen nun angehen Erziehungs- und Unterrichtsanstalten, das allgemeine Armenwesen, die Landwirthschaft, Bergwerke, oder dergleichen. Die Reichsstände sind auch befugt zu verlangen, daß ihre über solche Gegenstände beschlossenen Vorstellungen und Wünsche dem Könige vorgelegt werden. Will der König einen ökonomischen Gegenstand gemeinschaftlich mit den Ständen abmachen, so wird dabei eben so verfahren, wie vorhin bei Gesetzfragen bestimmt.

 

§.35. Hemliga Utskottet, som utgöres af Tolf Ledamöter, äge att med Konungen öfwerlägga om de ärenden, hwilka icke till andra Utskotts befattning höra och dem Han pröfwar böra hemliga hållas; dock hafwe detta Utskott ej magt att fatta något beslut, ulan endast att till Konungen afgifwa yttranden öfwer de mål, Konungen detsamma meddelar. Secreterare och annan Betjening i detta Utskott förordnes af Konungen.

siehe § 54 der Regierungsform.

 

§ 35. Der geheime Ausschuß von 12 Mitgliedern soll mit dem Könige über solche Angelegenheiten berathschlagen, die nicht zu dem Geschäftskreise einer der übrigen Ausschüsse gehören, und welche der König will geheim gehalten wissen. Doch hat der Ausschuß nicht das Recht, Beschlüsse zu fassen; er darf bloß dem Könige sein Gutachten über die Gegenstände, welche er ihm mittheilt, äußern. Der Sekretaire und andere Beamte in diesem Ausschusse verordnet der König.

 

§.36. Utom förenämnde i Regerings-Formens 53. §. omförmäldte och föreskrifne Utskott, äge Riksens Ständer att wälja och förordna ett Expeditions Utskott, bestående af Tolf Ledamöter, för att uppsätta ej mindre de expeditioner, som under Riksdagen af Stånden gemensamt utfärdas, än äfwen Riksdags-Beslutet, och alla sålunda författade Handlingar till Riksens Ständers justering öfwerlemna; och äge Hof-Cancelleren, eller den hans Embete företräder, rättighet att i Utskottet öfwerwara Riksdags-Beslutets justering, i de delar deraf, som röra Konungens yttranden. Stånden kunna äfwen, der dem nyttigt synes, nedsätta, hwart för sig, ett Utskott, till upptagande af deras enskildta beswär och angelägenheter. Skulle Riksens Ständer finna flere Utskott wara af nöden, må de af Ständerne obehindradt tillsättas. Sådane Utskott må dock ej befatta sig med andra ärenden, än dem, hwilka, enligt Regerings-Formen, på Riksens Ständers åtgärd ankomma. I fråga om deras tillsättande gälla Tre Stånds pluralitet, men stadna Twå Stånd emot Twå, öfwerlemne Riksens Ständer härutinnan sin afgörande rätt till Constitutions-Utskottet. Blifwa göromålen inom något Utskott sä ökade, att de ej med det wanliga antalet af Deputerade kunna bestridas, stånde Utskottet fritt att anhålla om förstärkning; dock ankomme bewiljandet deraf på Riksens Ständers pröfning; och gälle härutinnan äfwensom i förenämnde omständighet Tre Stånds pluralitet; men stadna Twå Stånd emot Twå, förfalle frågan.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 36 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 3 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 6 wurde die Ziffer "4. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden in § 36 Ziffer 1 die Worte "Hof-Cancelleren, eller den hans Embete företräder" ersetzt durch: "den Stats-Rådets Ledamont Konungen dertill förordnar".

siehe auch § 59 und 72  der Regierungsform sowie die § 29 Ziff. 3, 44 und 53 der Reichstagsordnung.

 

§ 36. Außer den vorgedachten im § 53 der Regierungsform erwähnten Ausschüssen müssen die Reichsstände einen Expeditionsausschuß wählen und verordnen, der aus 12 Mitgliedern besteht, um die Ausfertigungen zu besorgen, die während des Reichstags von den Ständen gemeinschaftlich beliebt werden, auch, den Reichstagsschluß selbst und alle solchergestalt verfaßten Protokolle den Reichsständen zur Genehmigung vorzulegen; doch hat der Hofkanzler, oder wer sein Amt verwaltet, das Recht in dem Ausschusse bei der Insistirung des Reichstagsbeschlusses zugegen zu sein, in den Theilen desselben, die des Königs Äußerungen betreffen. Auch können die Stände, wenn es ihnen gut dünkt, jeder für sich einen Ausschuß anordnen, um ihre einseitigen Beschwerden und Angelegenheiten vorzunehmen. Sollten die Reichsstände mehrere Ausschüsse nöthig finden, so können sie ungehindert sie anordnen. Solche Ausschüsse dürfen sich aber nicht mit andern Gegenständen beschäftigen, als mit denen, die, nach der Regierungsform, auf der Stände Willkühr beruhen. Bei der Frage von Hinzufügung dieser Ausschüsse, entscheidet die Mehrheit von drei Ständen; stehen aber zwei gegen zwei, so übertragen sie die Entscheidung dem Constitutionsausschusse. Häufen sich die Geschäfte in einem Ausschusse so sehr, daß die gewöhnliche Anzahl von Deputirten sie nicht bestreiten können, so mag der Ausschuß um Vernehmung der Mitglieder anhalten; doch beruhet die Genehmigung auf der Reichsstände Befinden. Auch hierin entscheidet die Mehrheit von drei Ständen; stehen aber zwei gegen zwei, so ist die Frage hinfällig.

 

§.37. Alla Riksens Ständers Utskott, med undantag af Hemliga Utskottet, hwars göromål och arbetstid af Konungen bestämmas, skola sist inom åtta dagar ifrån den, då de utsedde blifwit, sammanträda och sättas i werksamhet. Börande Utskotten i den mon ärenderne hinna utarbetas, så fort sig göra låter, med sina yttranden till Ståndens Plena inkomma. Intet Utskott, Constitutions- och Banko- Utskotten allena undantagne, ware berättigadt, att wäcka frågor till afgörande i Riksens Ständers Plena, eller att upptaga andra ämnen än de från Plena remitterade; så wida ej, hwad Stats-Utskottet särskildt angår, Konungens Proposition, enligt 27 §., till detsamma omedelbarligen öfwerlemnas.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 37 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 3 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

 

§ 37. Alle Ausschüsse der Stände, mit Ausnahme des geheimen Ausschusses, dessen Geschäfte und Arbeitszeit der König bestimmt, sollen spätestens innerhalb acht Tagen von dem Tage an, wo sie ernannt werden, zusammentreten und in Wirksamkeit kommen. Der Ausschuß muß in dem Verhältnisse, wie sich die Angelegenheiten ausarbeiten lassen, sobald möglich mit seinem Gutachten bei dem Plenum der Stände einkommen. Kein Ausschuß, den Constitutions- und Bancoausschuß allein ausgenommen, ist berechtigt, Fragen zur Entscheidung in dem Plenum aufzuwerfen, oder andere Gegenstände vorzunehmen, als die von dem Plenum remittirt werden; so weit nicht, was dem Finanzausschusse insonderheit angeht, des Königs Proposition, gemäß dem § 27 demselben unmittelbar übergeben wird.

 

§.38. Alla omröstningar i Utskotten ske Ståndswis. Äske en eller flere Ledamöter, att votering må med slutna sedlar anställas, bör sådant ej förwägras. Stadna derwid Twå Stånd emot Twå, skola de särskilde meningarne, såsom alternativer, i förslaget intagas. Gälle äfwen detta stadgande för Banko Utskottet i underställnings frågor; men i de mål, som böra hemliga hållas, och der Utskottet med Riksens Ständers rätt besluter, förhålles med omröstningen på sätt i 53. §. här nedanföre stadgas; börande i sådana fall uti sistnämnde Utskott twå tredjedelar af hwarje Stånds Ledamöter wara närwarande.
 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 erhielt der § 38 folgende Fassung:
"§ 38. Alla omröstningar i Utskotten skola ske per Capita, mellan Utskottets samtlige Ledamöter, utan afseense på Stånd. Då votering med slutna sedlar anställes, må alltid en sedel uttagas och förseglas, hwilken öppnas, endast i det fall, att rösterne, wid uppsummerandet, skulle befinnas lika belade. Är pluralitet redan wunnen, bör den aflaggde sedeln genast förstöras. Inom Banco-Utskottet skola, i den mål, der Utskottet, med Riksens Stånders rätt, besluter, twå tredjedelar af hwarje Stånds ledamöter wara närwarande."

 

§ 38. Alles Stimmen in den Ausschüssen geschieht Ständeweise. Begehrt ein oder das andere Mitglied, daß die Abstimmung mit verschlossenen Zetteln geschieht, so darf es nicht verweigert werden. Stehen alsdann zwei Stände gegen zwei, so werden beide verschiedene Meinungen, als Alternative, in den Vorschlag aufgenommen. Diese Bestimmung gilt auch für den Bankoausschuß bei Untersuchungsfragen, aber in den Gegenständen, die geheim zu halten sind; und wo der Ausschuß mit dem Rechte der Stände abschließt, wird mit der Abstimmung verhalten, wie hiernächst § 53 vorgeschrieben ist. In einem solchen Falle müssen in dem Ausschusse zwei Drittheile der Mitglieder jedes Standes zugegen sein.

 

§.39. I alla Riksens Ständers Utskott före den bland Ridderskapets och Adelns närwarande Fullmägtige ordet, som, enligt Riddarhus-Ordningen, dertill berättigad är.

 

§ 39. In allen Ausschüssen der Reichsstände führt das Wort derjenige von den gegenwärtigen Bevollmächtigten von Ritterschaft und Adel, der nach der Ritterhausordnung dazu berechtigt ist.

 

§.40. Landtmarskalken och Talmännen, eller de, som deras ställen företräda, njute oförwägradt tillträde i Utskotten; dock utan röst eller deliberations-rätt. I Hemliga- och Banko-Utskotten, der Tysthetsed fordras, aflägge äfwen de en sådan.
 

siehe auch § 53 und 54  der Regierungsform sowie die § 32 und 35 der Reichstagsordnung.

 

§ 40. Der Landmarschall und die Sprecher, oder die, welche deren Stelle vertreten, haben ungehinderten Zutritt zu den Ausschüssen, doch ohne Stimme oder Berathschlagung. In dem geheimen Ausschuß und Bancoausschuß, wo der Eid des Stillschweigens erfordert wird, müssen sie solchen auch leisten.

 

§.41. Tjenstgörande Stats Ministrar, Stats-Råd, Justitiä-Råd, Hof-Canceller, Justitiä Canceller, Justitiä-Ombudsman samt Stats-Secreterare, kunna ej säte och stämma i sitt Ständs Plena förnekas, enär de, enligt hwad hwarje Stånds särskillda ordningar stadga, dertill berättigade äro; dock för Stats-Rådets Ledamöter de särskildte fall undantagne, då dem, enligt Regerings-Formen, uppdragit är, att med Konungslig magt och rätt styra. I Utskott eller wal till Utskotts-Ledamöter må icke någon af förenämnde personer deltaga. Ej må någon, af hwilken Riksens Ständer kunna fordra redo och answar, inwäljas i Utskott, der redowisning för hans egna göromål och Embets-åtgärder kan förekomma; börande för öfrigt och i allmänhet iakttagas, att i mål, som personligen röra en Ledamot af något Riks-Ständ, må han wäl i Plena eller Utskott öfwerläggningarne, men ej besluten, öfwerwara.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 41 Satz 1 die ersten Worte "Tjenstgörande Stats Ministrar, Stats-Råd, Justitiä-Råd, Hof-Canceller, Justitiä Canceller, Justitiä-Ombudsman samt Stats-Secreterare, " ersetzt durch: "Stats-Rådets och Högsta Domstolens samtlige Ledamöter, äfwensom Justitie-Canzleren och Justitie-Ombudsmannen".

Durch Reichstagsschlüsse von 1859 und 1860 wurde im § 41 nach dem Satz 1 folgender Satz eingefügt:
"Utom i dessa särskilda fall vare ock Stats-Rådets samtliga ledamöter berättigade att deltaga i sådan gemensam öfverläggning emellan Riks-Stånden, hvarom i 46 § förmäles."

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 41 Satz 1 die Worte "då dem, enligt Regerings-Formen, uppdragit är, att med Konungslig magt och rätt styra" ersetzt durch: "då Stats-Rådet, enligt Regerings-Formen, uppdraget är att Riksstyrelsen före"

 

§ 41. Den dienstthuenden Staatsministern, Staatsräthen, Justizräthen, dem Hofkanzler, Justizkanzler, Justizbeauftragten und den Staatssekretären kann Sitz und Stimme im Plenum ihres Standes nicht verweigert werden, wenn sie dazu berechtigt sind, nach den besonderen Ordnungen eines jeden Standes, ausgenommen jedoch bei den Mitgliedern des Staatsraths, den Fall, wenn es ihnen, zufolge der Regierungsform übertragen ist, mit königlicher Macht und Recht zu regieren. An den Ausschüssen oder der Wahl der Mitglieder der Ausschüsse, darf keine der genannten Personen Theil nehmen. Auch darf niemand von dem die Reichsstände Rede und Antwort fordern können, in einem Ausschusse gewählt werden, wo für seine eigenen Arbeiten und Amtsverhalten Rechenschaft kann verlangt werden. Übrigens ist im Allgemeinen darauf zu achten; daß ein Mitglied irgend eines Standes in Gegenständen, die ihn persönlich angehen, zwar bei den Berathungen im Plenum oder den Ausschüssen zugegen sein darf, aber nicht bei den Beschlüssen.

 

§.42. Finner Utskott sig behöfwa af någon Konungens Embetsman eller af något publikt Werk inhemta mundtliga eller skriftliga upplysningar, begäre genom sin Ordförande hos Hof-Cancelleren Konungens Nådiga befallning till wederbörande, om de äskade underrättelsers meddelande. Gälle likwäl ej detta stadgande i afseende på Stats-Contoret, hwilket, likasom Banko- och Riksgälds-Werken, bör, i frågor om sjelfwa redowisningen af medlen, alla äskade upplysningar omedelbarligen meddela.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 42 Satz 1 die Worte "hos Hof-Cancelleren" ersetzt durch: "hos den Stats-Rådets Lesamot, Konungen vid hvarje Riksdag dertill förordnar, ".

 

§ 42. Findet ein Ausschuß sich veranlaßt, von einem königlichen Beamten oder einer öffentlichen Anstalt mündliche oder schriftliche Erläuterungen einzuziehen, so begehrt er durch seinen Wortführer bei dem Hofkanzler des Königs gnädigen Befehl an die beikommenden zur Mittheilung der begehrten Nachrichten. Indeß gilt diese Bestimmung nicht von dem Staatscomtoir, welches, wie das Banco- und Reichsschuldenwesen, wenn von der Rechenschaft für die Mittel des Staats die Rede ist, alle verlangten Aufklärungen unmittelbar mittheilen müssen.

 

§.43. Skulle ett Utskott anse nödigt att, till öfwerläggning om något ärende af särdeles wigt, med annat eller andre Utskott sammanträda, ware det tillåtit, på sätt Utskotten öfwerenskomma, antingen in Plenis eller fast häldre genom Deputerade. Finner Banko-Utskottet de ämnen, hwilka utgöra föremålen för deß sammanträde med annat eller andre Utskott, wara af sådan beskaffenhet, att de fordra Tysthetsed, aflägge sammanträdande Ledamöter af andre Utskott densamma. Emellan Hemliga Utskottet och annat Utskott äge ej sammanträde rum.

Durch Reichstagsschlüsse von 1853 und 1854 wurde der § 43 wie folgt geändert:
- der Satz 1 wurde durch folgenden Absatz ersetzt:
"Varder ärende af något Riks-Stånd till flera Utskott remitteradt, eller anser ett Utskott nödigt att, till öfverläggning om något ärende af vigt, med annat eller andra Utskott sammanträda; då skola från hvartdera af de Utskott, som till sådan gemensam öfverläggning sammankomma böra, Två Ledamöter af hvarje Stånd dertill utses. Finnes förstärkning nödig: varden från hvarje af de uti det sammansatta ingående Utskotten ytterligare tvänne Ledamöter af hvart Stånd dertill utsedde."
- den Sätzen 2 und 3, die Absatz 2 wurde, wurde folgender Satz vorangestellt:
"Sålunda sammansatt Utskott äge rätt att betäkande i frågan till Riksens Ständer afgifva, utan att Utskottens öfriga Ledamöter deruti taga del."

 

§ 43. Sollte ein Ausschuß nöthig finden, zur Erwägung eines besonders wichtigen Gegenstandes, mit andern Ausschüssen zusammen zu treten, so ist solches erlaubt, wie die Ausschüsse darüber einig werden, entweder im Plenum, oder fast besser durch Deputirte. Findet der Bancoausschuß die Gegenstände, über welche er mit andern Ausschüssen zusammentreten will, von der Art, daß sie den Eid der Verschwiegenheit erfordern, so müssen die zusammentretenden Mitglieder der andern Ausschüsse ihn ablegen. Zwischen dem geheimen Ausschusse und andern Ausschüssen, findet kein Zusammentreten statt.

 

§.44. Konungens Propositioner, äfwensom allmänna frägor, hwarmed förstås sådane, som kunna eller böra komma under samtlige Riks-Ståndens öfwerläggning och pröfning, må ej i Riksens Ständers Plena till omedelbarligt afgörande upptagas, utan skola öfwerlemnas till utredande af behörige Utskott, hwilkas yttranden, hwaraf alltid ett exemplar må hwarje Stånd tilldelas, böra, enligt hwad här ofwanföre samt widare i Regerings-Formens 56. §. stadgas, föregå Riksens Ständers beslut; och kunna Riksens Ständer genom Ståndens pluralitet, när så nödigt pröfwas, förelägga Utskotten tid till deras Betänkandens afgifwande. Hwarje Riks-Stånd ware obetagit att, utan de öfriges hörande, till wederbörligt Utskott hänförwisa ett i deß Plenum framstäldt Förslag; dock må alltid Med-Stånden underrättelse härom meddelas. Will Utskott återlemna något från ett eller flere Riks Stånd till detsamma remitteradt mål, såsom till deß befattning ej hörande, åligge Utskottet, att sist inom åtta dagar afgifwa sitt utlåtande med deruti anförde skäl till det eller de Stånd, som remitterat; hwarefter samtlige Stånden, efter erhällen communication, böra skyndsamt yttra sig, under hwilket Utskott de anse målet höra. Äro de fleste Riks-Stånden härom ej ense, eller stadna Twå Stånd emot Twå, afgöre Constitutions-Utskottet hwarthän frågan bör förwisas.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 44 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 3 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- im bisherigen Satz 3 wurden die Worte "det eller de Stånd, som remitterat; hwarefter samtlige Stånden, efter erhällen communication," ersetzt durch: "samtlige Riks-Stånden, hwilka derefter".

siehe auch § 56 der Regierungsform sowie die §§ 29 Ziffer 3 und 49 der Reichstagsordnung.

 

§ 44. Des Königs Propositionen, gleich wie allgemeine Fragen, worunter solche verstanden werden, die zur Erwägung und Prüfung der sämmtlichen Reichsstände können können, oder kommen müssen, dürfen nicht in der Reichsstände Plenum zu unmittelbaren Entscheidung vorgenommen werden, sie müssen vielmehr zuvor an die gehörigen Ausschüsse gehen, deren Erachten, wovon jedem Stande immer ein Exemplar mitzutheilen ist, dem Beschlusse der Reichsstände stets vorangehen muß, nach dem was vorhin mit in dem § 56 der Regierungsform festgesetzt ist. Die Reichsstände können daher, durch Mehrheit der Stimmen, wenn es forderlich scheint, den Ausschüssen eine Zeit bestimmen zur Abgebung ihres Bedenkens. Jeder Reichsstand ist befugt, ohne die übrigen zu vernehmen, einen in seinem Plenum vorgenommenen Vorschlag an den gehörigen Ausschuß zu verweisen, doch müssen die übrigen Stände davon stets unterrichtet werden. Will ein Ausschuß einen on einem oder mehrern Ständen ihm zugestellten Gegenstand zurückgeben, als ihm nicht beikommend, so liegt es dem Ausschuß ob, spätestens innerhalb acht Tagen, seine Äußerung darüber mit den angeführten Gründen dem oder den Ständen, welche ihm die Sache übertrugen, zukommen zu lassen; die sämmtlichen Stände müssen sodann, nach erhaltener Mittheilung, sich unverzüglich äußern, für welchen Ausschuß der Gegenstand gehöre. Sind die Stände darüber nicht einig, oder stehen zwei Stände gegen zwei, so bestimmt der Constitutionsausschuß, wohin die Frage zu verweisen sei.

 

§.45. Landtmarskalk och Talemån ware berättigade, att hwar för sitt Stånd utfärda kallelse till Plena; deltaga i beredningen till målens föredragning; dem i Stånden föredraga; upptaga, framställa och reda de yttrade meningar; göra propositioner och widmagthålla ordning wid sammankomsterne; alltsammans efter de föreskrifter, som här nedanföre stadgas; men äge ej sjelfwe någon röst i deliberationen eller voteringen och kunna ej något annat föreslå, än hwad som fordras till werkställighet af det Grundlagarne, Riddarhus-Ordningen eller Ståndens Ordningar och Beslut föreskrifwa.
 

 

§ 45. Der Landmarschall und die Sprecher sind berechtigt, jeder für seinen Stand, ein Plenum zu berufen; an der Vorbereitung zum Vortrage des Gegenstandes Theil zu nehmen; ihn in dem Stande vorzutragen; die geäußerten Meinungen aufzunehmen, darzulegen, zu ordnen; Propositionen zu machen, und die Ordnung in den Versammlungen zu erhalten; alles nach den Vorschriften, die weiter unten gegeben werden. Sie haben aber selbst keine Stimme bei der Berathschalgung oder Entscheidung und können nichts anders vorschlagen, als was erfordert wird zur Vollstreckung dessen, was die Grundgesetze, die Ritterhausordnung, oder die Ordnungen und Beschlüsse der Stände vorschreiben.

 

§.46. Ståndens Plena böra, då de angå allmänna Riksdagsmål, så ofta sig göra låter, hos alla Stånden på samma tid hållas. Skulle ett Stånd tarfwa flera Plena än de öfriga, ware det Ståndet obetagit, att, innan slutet af ett Plenum, utsätta dag till det nästföljande; börandes Ståndets Landtmarskalk eller Talman de andre Talmännen i tid derom underrätta, samt med dem om timman öfwerenskomma, hwilken så bestämmas bör, att Utskottens wanliga sammanträden icke derigenom hindras. Ständernas gemensamma Utskott må ej sammanträda på samma tid då i ett eller flera eller alla Stånd Plenum hålles. Ej skall till Plenum för päföljande sednare anslås än kl. 6 e. m. eller till Utskott sednare än kl. 8 e. m. den föregående dagen. Landtmarskalk eller Talman hafwe ej magt att, utan Ståndets samtycke, åtskilja ett Plenum.

 

 

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde dem § 46 vor Satz 1 die Ziffer "1. " eingefügt und  folgende Ziffer wurde neu angefügt:
"2. Stånden vare medgifvet att på ett rum till gemensam öfverläggning rörande allmän vid Riksdagen under handläggning varande fråga sammanträda, likväl utan rättighet att der besluta; och föres dervid ordet af Landtmarskalken. Önskar ett Stånd sådant sammanträde, varden öfriga Stånden derom och om föremålet för den äskade öfverläggningen underrättade. Biträder något Stånd denna önskan, skall sammanträde af alla Stånden ske. Landtmarskalken och Tälemännen öfverenskomme om tid och ställe för sammanträdet, och varde kallelse af Landtmarskalken utfärdad. Med anslag till sådant sammanträde förhålles såsom om anslag till Ståndens Plena sagt är.".

Durch Reichstagsschlüsse von 1859 und 1860 wurden dem § 46 Ziff. 2 Satz 1 folgende Worte angefügt: ", eller, då han är hindrad, af den närvarande Taleman, som, enligt den i 21 § mellan Stånden iakttagna ordning, närmast är"

 

§ 46. Das Plenum der Stände muß, wenn es allgemeine Reichstagsgegenstände betrifft, so oft es möglich ist, bei allen Ständen zugleich gehalten werden. Sollte ein Stand mehrere Plenums bedürfen, als die übrigen, so ist es ihm unbenommen, vor dem Schlusse eines Plenums, einen Tag zu dem nächsten anzusetzen; der Landmarschall oder Sprecher muß sodann die andern Sprecher in Zeiten davon unterrichten, und mit ihnen über die Zeit übereinkommen, welche so zu bestimmen ist, daß die gewöhnlichen Versammlungen der Ausschüsse nicht dadurch gehindert werden. Die gemeinschaftlichen Ausschüsse der Stände dürfen sich nicht versammeln zu einer Zeit, wo in einem Stande oder in allen Plenum gehalten wird. Auch soll zu einem Plenum auf den folgenden Tag nie später angesagt werden, als um 6 Uhr Nachmittags, und zu einer Ausschußsitzung nie später als 8 Uhr Abends des vorhergehenden Tags. Der Landmarschall oder Sprecher ist nicht befugt, ohne der Stände Einwilligung, ein Plenum aufzuheben.

 

§.47. Uti Plena föredrages först de för Riks Ständen gemensamma ärenderne och sedermera hwarje Stånds enskildta, alla i den ordning de, hwart slag för sig, inkommit, så framt ej Stånden derom annorlunda förordna; börandes Landtmarskalken och Talmännen, sedan de förut inhemtat, huruwida någon Konungens Proposition till öfwerläggning kan förekomma, samfält, i närwaro utaf twänne af hwarje Stånd utsedde Ledamöter, hälst sådane, som wid någon föregående Riksdag warit i Ståndet Riksdagsmän, samt med biträde af Ståndens Secreterare, dagen förut i ett särskildt rum å Riddarhuset sins emellan öfwerenskomma om följande dagens föredragningsämnen, på det desamma må i möjligaste måtto hos alla Stånden tillika afgöras.
 

 

§ 47. In dem Plenum werden zuerst vorgetragen die den Reichsständen gemeinschaftlichen Gegenstände, und dann die besondern jedes Standes, alle in der Ordnung, wie sie, jede Art für sich, einkommen, falls nicht die Stände ein anders belieben. Der Landmarschall und die Sprecher müssen, nachdem sie sich zuvor davon unterrichtet, wie weit eine königliche Proposition zur Erwägung kommen möchte, gemeinschaftlich, in Gegenwart zweier von jedem Stande erwählter Glieder, besonders solcher, die bereits auf einem vorhergehenden Reichstage in ihrem Stande Reichstangsmänner waren, und mit Zuziehung der Sekretäre der Stände, den Tag vorher in einem besondern Zimmer des Ritterhauses, übereinkommen über die Gegenstände des Vortrags auf den nächsten Tag, damit selbige soweit möglich bei allen Ständen zugleich können abgemacht werden.

 

§.48. Föredragningsämnen äro deßa och inga andra: 1:0 Konungens Propositioner, som å Rikssalen eller sedermera under Riksdagens lopp, blifwit till Stånden eller Stats-Utskottet öfwerlemnade. 2:0 Mål, som genom Protocolls Utdrag eller Deputationer från Med-Stånden communiceras. 3:0 Utskottens Betänkanden och Förslag. 4:0 Motioner gjorde i Plena af någon wid Riksdagen då närwarande Ståndets Ledamot.

 

§.48.  Gegenstände des Vortrags sind diese und keine andern: 1) Propositionen des Königs, die im Reichssaale, oder nachher während des Reichstags den Ständen oder dem Finanzausschusse übergeben werden; 2) Gegenstände, die durch Protokollauszüge oder Deputationen von Mitständen mitgetheilt werden; 3) Bedenken und Vorschläge der Ausschüsse; 4) Anträge im Plenum von einem alsdann gegenwärtigen Mitgliede eines Standes.

 

§.49. Hwar och en allmän fråga, som första gången i något Stånd förekommer, skall, så wida ej Ståndet enhälligt genast densamma till wederbörligt Utskott förwiser, ligga på bordet till nästa Plenum, då Remiß bör ske; dock stånde hwarje Ledamot öppet, att öfwer samma mål sig yttra, hwilket hans yttrande äfwen skall till Utskottet remitteras. Om en genom mundtligt anförande gjord framställning lägges på bordet, bör anförandet till Protocollet dicteras och afskrift deraf till bordet aflemnas. Uppstår fråga om eller hwart remitteras bör, kan denna fråga blott för den Plenidagen läggas på bordet; men i nästa Plenum skall beslut owägerligen fattas. Då saken från Utskott återkommit, blifwe den efter första uppläsandet liggande på bordet. Den kan wid nästa föredragning, ehwad öfwerläggning ägt rum eller ej, på flere Ledamöters förenade begäran, åter hwila; men då saken tredje gången förekommer, skall den till afgörande företagas. Hwar och en fråga af annan än allmän beskaffenhet, äfwensom preliminära hemställanden och förfrågningar ifrån Utskotten, må genast kunna afgöras, så wida den eller de af någon Ståndets Ledamot ej begäres på bordet. Uti Ståndens Cancellier bör alltid finnas en öppen Förtekning öfwer alla på bordet lagde Mål med dertig hörande Acter och Handlingar. Återförwiser något Riks-Stånd ett redan beredt mål till wederbörande Utskotts ytterligare utlåtande, åligge Utskottet att dermed inkomma till det Stånd, som åter remitterat; kunnande likwäl ej, genom denna återförwisning, de öfrige Ståndens Beslut i de mål, der trenne Stånds röst utgör Riksens Ständers, deras kraft och werkan till expedition betagas.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 49 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 8 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 49 Ziffer 1 Satz 2 nach den Worten "afskrift deraf" die Worte "sednast i nästa plenum" eingefügt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1840 und 1841 wurden im § 49 Ziffer 3 die Worte "; kunnande likwäl ej, genom denna återförwisning, de öfrige Ståndens Beslut i de mål, der trenne Stånds röst utgör Riksens Ständers, deras kraft och werkan till expedition betagas" ersetzt durch: ", eller, så framt de öfriga Stånden, uti mål, der Tre Stånds röst utgör Riksens Ständers, redan fattat sammanstämmande beslut, Ståndet derom underrätta; kunnande, genom sådan återförwisning, expeditionen af belsutet ej uppehållas."

Durch Reichstagsschlüsse von 1844 und 1845 wurde der § 49 wie folgt geändert:
- nach der Ziffer 2 wurde folgende Ziffer neu eingefügt:
"3. Wid pröfningen i Ståndens Plena af Utskotts afgifna förslag, skall detsamma först framställas till antagande eller förskastande utan förändring. Göres derwid anmärkning till förändring, och finner ståndet ärendet tillsýllest utredt, må Ståndet, sedan bestämmdt förslag till sådan ändring blifwit uppgjordt, om deß antagande eller förkastande, antingen genast eller, derest någon Ledamot det äskar, i annan Plenum besluta. Är änmerkningen af den beskaffenhet, att den anses fordra närmare utredning, erhålle Utskottet af samma anmärkning del, för att förslaget derefter ytterlgare granska och jemka. När ett sålunda beredt förslag till Stånden återkommer,. warde det behandladt på samma sätt, som här ofwan om Utskotts första förslag stadgas, dock att ytterligare återremiß ej må äga rum.".
- die bisherige Ziffer 3 wurde Ziffer 4.

 

§ 49. Eine jede allgemeine Frage, die zum erstenmale in einem Stande vorkömmt, soll, sofern der Stand sie nicht einstimmig sogleich an den gehörigen Ausschuß verweiset, bis zum nächsten Plenum auf dem Tische liegen, wo dann die Zusendung erfolgen muß; doch steht es jedem Mitgliede frei, sich über den Gegenstand zu äußern, und seine Äußerung wird, dann dem Ausschusse gleichfalls mitgetheilt. Wird eine durch mündliche Äußerung angebrachte Vorstellung auf den Tisch gelegt, so muß die Äußerung zu Protocoll diktirt werden, und eine Abschrift davon bleibt auf dem Tische liegen. Entsteht die Frage, ob oder wohin zu remittiren sei: so kann die Frage für dieses Plenum nur auf den Tisch gelegt werden; allein im nächsten Plenum erfolgt unfehlbar ein Beschluß. Kommt die Sache von dem Ausschusse zurück, so bleibt sie nach der ersten Vorlesung auf dem Tische liegen. Sie kann bei dem nächsten Vortrage wieder ruhen, auf vereintes Verlangen mehrere Mitglieder, es mag darüber schon berathschlagt sein oder nicht; kömmt sie aber zum drittenmale vor, so muß sie entschieden werden. Eine jede Frage von anderer, als allgemeiner Beschaffenheit, wie vorläufige Vorstellungen und Vorfragen von den Ausschüssen, müssen gleich abgemacht werden, wenn nicht ein Mitglied eines Standes begehrt, daß sie auf dem Tische liegen sollen. In den Kanzeleien der Stände muß sich jederzeit ein offenes Verzeichniß befinden über alle auf den Tisch gelegte Gegenstände, mit den dazu gehörigen Acten und Verhandlungen. Verweiset ein Reichsstand einen schon bearbeiteten Gegenstand abermals zur weitern Äußerung des beikommenden Ausschusses, so muß der Ausschuß solche dem Stande abgeben, der die Sache abermals remittirte; jedoch kann, durch eine solche abermalige Verweisung, den Beschlüssen der übrigen Stände bei Gegenständen, wo die Stimme dreier Stände für die gesammten Stände gilt, ihre Kraft und Wirkung zur Expedition nicht benommen werden.

 

§.50. Hwarje Stånds Ledamot äge rätt, att i Plenum stående och från sin plats till Protocollet fritt tala och utlåta sig i alla frågor, som under öfwerläggande komma, och om lagligheten af allt, som inom Ståndet sig tilldrager. Hwar och en yttre sig öfwer ett ämne i den ordning han dertill sig anmält och uppropad blifwit; och må ej någon wara berättigad att tala utom Protoeollet. Ingen tillåte sig personligen förolämpande uttryck; sker det, pröfwe Ståndet, huruwida den Ledamot, som sålunda sig förgått, må af Landtmarskalken eller Ståndets Talman erhålla tjenlig förestållning och warning, eller, om saken bör behandlas enligt 78. §., eller ock alldeles förfalla.

 

§ 50. Jedes Mitglied eines Standes ist berechtigt, im Plenum stehend und von seinem Platze zum Protokoll frei zu reden, und sich auszulassen über alle Fragen, die zur Erwägung kommen, so wie über die Gesetzmäßigkeit von allem, was in dem Stande vorkömmt. Niemand darf sich persönlich beleidigende Ausdrücke erlauben; geschieht es, so untersucht der Stand, wie weit das Mitglied, das sich solchergestalt verging, von dem Landmarschall, von dem Sprecher des Standes eine angemessene Erinnerung und Warnung erhalten soll, oder ob die Sachen nach dem § 78 zu behandeln sei, oder ob sie auf sich beruhen möge.


 

§.51. I en skrift böra ej flera mål af olika beskaffenhet sammandragas. Icke eller må ett Memorial, som flera än en Ledamot underskrifwit, emottagas, med mindre det är tecknadt af Ståndets Ledamöter från något Stift, Stad eller Län, och sådan orts angelägenheter beträffar.

 

§ 51. In einer Eingabe dürfen nicht mehrere Gegenstände von ungleicher Beschaffenheit zusammen genommen werden. Auch darf kein Memorial angenommen werden, von mehr als einem Mitgliede unterschrieben, ausgenommen, wenn es unterzeichnet ist von den Mitgliedern des Standes aus einem gewissen Stifte, Stadt oder Lehn, dessen besondere Angelegenheiten es betrifft.

 

§.52. Utaf alla Memorial, som äro af den egenskap, att de till något Riksens Ständers Utskott böra remitteras, skola Fyra exemplar till Ståndet ingifwas, hwaraf ett aflemnas till Utskottet, och de öfriga, wid tillkännagifwande af beslutet om Remiß, tillställes Med-Stånden.

Durch Reichstagsschlüsse von 1834 und 1835 erhielt der § 52 folgende Fassung:
"§ 52. Utaf alla Memorialer och Anföranden, som äro af egenskap att böra till något Riksens Ständers Utskott remitteras, skola till Ståndet ingifwas twå exemplar, hwaraf det ena stadnar wid Protocollet, och det andra till Utskottet afgår. Begäres communication med de öfriga Stånden, aflemnas deßutom tre exemplar, för att dem tillställas."

 

§ 52. Von allen Memorialen, die von der Beschaffenheit sind, daß sie den Ausschüssen der Reichsstände müssen zugestellt werden, sollen dem Stande vier Exemplare übergeben werden. Das eine davon gelangt an den Ausschuß, die übrigen werden bei Bekanntmachung des Beschlusses der Versendung an den Ausschuß. den Mißständen zugestellt.

 

§.53. Enär ett ämne slutligen skall afgöras, böra alla dertill hörande Handlingar uppläsas, så framt någon Ståndets Ledamot sådant åstundar. Ej må något mål till slutligt afgörande företagas förr, än Landtmarskalk eller Talman först inhemtat, huruwida Ståndet anser öfwerläggningen fulländad, hwarefter Propositionen justerad framställes. Beswaras Propositionen med Ja, må wäl erindringar derwid i tjenliga ordalag göras, men ingen försöka att Beslutet genom ny öfwerläggning upprifwa. Beswaras Propositionen med Ja, blandadt med några Nej, eller twärtom, och de, som öfwerröstade äro, ej begära votering, låte de, om dem så godt synes, sin särskillda mening i Protocollet antekna; kunnandes sådant dem ej i något fall förwägras. Begäres af en eller flera votering och han eller de ej wilja derifrån afstå, då skall voterings-proposition, jemte tydlig contra-proposition, genast författas, justeras och anslås samt voteringen straxt derefter för sig gå; och må proposition ej göras, om det voteras skall, ej eller votering derom tillåtas. Wid omröstningarne, som alltid skola med tryckte och omärkte, enkla, slutna och hoprullade sedlar werkställas, beräkne hwarje Ledamot blott en röst, änskönt han ock wore Fullmägtig för flere till wal berättigade Corporationer. Till undwikande af paria vota, skall Ordföranden wid hwarje omröstning, förr än sedlarne uppräknas, en bland dem uttaga och genast förseglad aflägga. Befinnas, wid upp summerandet af de öfrige, rösterne lika delade, må denna sedel öppnas och gifwa decision. Är pluraliteten redan wunnen, bör den aflagde sedeln ouppbruten genast förstöras.


 

 

§ 53. Wenn ein Gegenstand schließlich abzumachen ist, so müssen alle dahin gehörigen Verhandlungen verlesen werden, sofern irgend ein Mitglied eines Standes es begehrt. Es darf aber kein Gegenstand zur schließlichen Abmachung vorgenommen werden, ehe der Landmarschall oder Sprecher sich unterrichtet hat, wie weit der Stand die Erwägung für beendigt ansieht, worauf die berechtigte Proposition vorgelegt wird. Erfolgt eine bejahende Antwort, so mögen zwar Erinnerung in angemessenen Ausdrücken vorgebracht werden, aber kein Versuch ist zulässig den Beschluß durch eine neue Berathschlagung umzustoßen. Erfolgt eine bejahende Antwort, aber mit einiger Verneinung, oder umgekehrt, ohne daß die Überstimmten eine neue Abstimmung begehren, so können sie, wenn es ihnen gut dünkt, ihre besondere Meinung in das Protokoll einführen lassen; welches ihnen nie darf verweigert werden. Wird von einem oder mehrern eine neue Abstimmung begehrt, und wollen sie nicht davon abstehen, so wird die Votirungsproposition, nebst der deutlichen Contraproposition sogleich verfaßt, justirt und angeschlagen, und gleich darauf geht die Abstimmung vor sich; es darf aber keine Proposition darauf gerichtet werden, so votirt werden soll, auch darf keien Abstimmung darüber statt finden. Bei der Umstimmung, die stets geschehen muß mit gedruckten, nicht bezeichneten, einfachen, geschlossenen und zusammengerollten Zetteln, hat jedes Mitglied nur eine Stimme, wenn er gleich Bevollmächtigter für mehrere wahlberechtigte Corporationen wäre. Um der Gleichheit der Stimmen vorzubeugen, soll der Wortführende bei jeder Umstimmung, ehe die Zettel aufgezählt werden, einen ausnehmen, und sogleich versiegelt weglegen. Sind bei der Aufzählung der Stimmen, die Stimmen gleich getheilt, so wird dieser Zettel geöffnet, und darnach entschieden: ist schon eine Mehrheit vorhanden, so wird der abgelegte Zettel unerbrochen vernichtet.

 

§.54. Då Proposition, till fattande af ett definitift beslut öfwer en Konungens framställan eller ett Betänkande, eller en af enskild Riksdagsman wäckt fråga är med Ja och Nej beswarad, och anmärkningar i saken under discourserne gjorde, bör propositionen inrättas i enlighet med dem; och skulle målet under discourserne skiljas uti flera delar, hwarsfwer särskillde anmärkningar göras, då skall, enär sådant äskas, proposition öfwer hwardera delen särskildt anställas. På lika sätt förhålles, om första propositionen på någon Konungens framställan eller ett betänkande eller annat mål, som flera delar innefattar, blifwit med Ja och Nej beswaradt.
 

 

§ 54. Wenn eine Proposition um einen endlichen Beschluß über einen Antrag des Königs oder ein bedenken zu erhaltenn, oder eine von einem einzelnen Reichstagsmanne aufgeworfene Frage mit Ja oder Nein beantwortet ist, und während der Erörterung Bemerkungen über den gegenstand gemacht werden, so muß die Proposition in Übereinstimmung damit gebracht werden. Sollte der Gegenstand unter der Berathschlagung in mehrere Theile zerlegt werden, worüber besondere bemerkungen vorkommen, so muß, wenn es begehrt wird, die Proposition über jeden Theil besonders gestellt werden. Auf gleiche Weise wird es gehalten, wenn die erste Proposition auf einen Antrag des Königs, oder ein Bedenken, oder einen gegenstand, der mehrere Theile befaßt, mit Ja oder Nein beantwortet wird.

 

§.55. Landtmarskalk eller Talman må ej kunna wägra proposition, utom i det fall, då han finner en wäckt fråga bokstafligen strida mot Grundlagarnes lydelse; börande förut hafwa skälen till sitt wägrande anfört. Skulle ej Ståndet med honom instämma i begreppet härom, utan ändock yrka proposition, äge han att förklara öfwerläggningen hwilande, och förwises målet till Constitutions-Utskottet, hwilket åligger, att, inom korrt förelaggd tid, inkomma med motiveradt och bestämdt utlåtande öfwer frågans stridighet eller enlighet med Grundlagen. Hwad Utskottet förklarar icke wara deremot stridigt, derå må proposition sedan icke wägras. Pröfwas det wara af motsatt beskaffenhet, må den, som motionen gjort, wända sig, der honom så godt synes, till Constitutions-Utskottet, på sätt som Regerings-Formens 84. §. föreskrifwer.

 

 

§ 55. Der Landmarschall oder Sprecher darf eine Proposition nicht verweigern, wenn er nicht findet, daß eine aufgeworfene Frage buchstäblich mit den Grundgesetzen streitet; und dann muß er den Grund seiner Weigerung im voraus angeführt haben. Sollte der Stand darin nicht mit ihm übereinstimmen, sondern auf die Proposition bestehen, so muß er erklären, daß die Berathschlagung ruhe, und die Sache an den Constitutionsausschuß verweisen, der, innerhalb einer bestimmten kurzen Zeit, mit einer motivirten und bestimmten Äußerung einkommen muß, über den Streit oder die Übereinstimmung der Frage mit dem Grundgesetze. Über das, was der Ausschuß mit dem Grundgesetz nicht streitend findet, darf nachher die Proposition nicht verweigert werden.  Wird die Sache von der entgegengesetzten Beschaffenheit befunden, so muß der, welcher die Motion machte, sich, wenn es ihm gut dünkt, an den Constitutionsausschuß wenden, auf die Art, welche § 84 der Regierungsform vorschreibt.

 

§.56. Intet ärende må nedläggas utan Ståndets uttryckliga beslut. Ej heller må, med undantag af Grundlags frågor, nya ämnen af Riksdagsmän wäckas, sedan Twänne månader från Riksdagens början, enligt 27. §., tilländalupit, så wida icke sådana frågor af redan fattade beslut eller redan upptagna ärenden, eller under Riksdagen inträffande händelser omedelbarligen föranledas.
 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurden im § 56 Satz 2 die Worte "Twänne månader" ersetzt durch: "En månad".

Durch Reichstagsschlüsse von 1862 und 1863 wurden im § 56 Satz 2 die Worte "En månad" ersetzt durch: "fjorton dagar".

 

§ 56. Keine Sache darf bei Seite gelegt werden, ohne der Stände ausdrücklichen Beschluß. Auch dürfen mit Ausnahme der Grundgesetzfragen, keine neue Gegenstände von einem Reichstagsmanne in Anrege gebracht werden, wenn zwei Monate seit Anfang des Reichstags nach § 27 verflossen sind, inwieweit dergleichen fragen nicht veranlaßt werden von bereits gefaßten Beschlüssen oder verhandelten Fragen, oder den Ereignissen, die während des Reichstags eintreten.

 

§.57. De allmänna beslut, som uti et Stånd fattas, äfwensom hwad et helt Stånd i egenskap af Riks-Stånd beslutit och annats rätt röra kan, meddelas de öfriga Ständen genom Utdrag af Protocollet. Wil Ledamot, som ej i Ståndets fattade beslut instämt, sin särskilda tanka hos de öfriga Stånden anmäla, stånde det honom fritt, genom särskildt Memorial eller Dictamen til Protocollet, hwilket må Ståndets beslut åtfölja. Lag samma ware, då någon Remiß går från Riks-Stånd till Utskott, eller Utlåtande från Utskott till Riks-Stånd; kunnandes dock ej i något fall utlåtande eller beslut genom enskild Ledamots eller minoritetens protest eller reservation uppehållas. Af Protocolls Utdragen böra alltid Fyra exemplar utskrifwas, af hwilka de Trenne afgå till Med-Stånden, för att derstädes qwarblifwa, och det Fjerde, eller så kallad Löpare, kringsändes, påtecknas i hwarje Stånd af Secreteraren, samt stadnar sluteligen hos Ridderskapet och Adeln, för att i deß Archiv förwaras. Deßutom bör, enär målet något Utskott angår, ett exemplar detsamma äfwen meddelas. Stånden må jemwäl i de fall, dem lämpligt synes, genom utskickade Deputationer, sina beslut hwarandra tillkännagifwa; dock bör Protocolls-Utdraget derom, eller, i händelse sakens wigt fordrar en sådan skyndsamhet, att det ej medhinnes, en af Ståndets Secreterare behörigen påtecknad afskrift af den Proposition, som beslutet grundat, alltid tillika åtfölja, och af Ordföranden för Deputationen i de andra Stånden högt uppläsas.


 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 erhielt der § 57 Satz 1 folgende Fassung:
"De allmänna beslut, som ett Stånd fattar, äfwensom hwad ett särskildt Stånd i egenskap af Riks-Stånd beslutit och annats rätt röra kan, meddelas de öfriga Ständen genom Utdrag af Protocollet."

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 57 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1834 und 1835 wurden im § 57 Ziffer 1 Satz 2 die letzten Worte "hwilket må Ståndets beslut åtfölja" ersetzt durch: "hwilket må Med-Ständen tillställas, enär, han de för communicationen och Protocollet nödiga exemplaren deraf till Secreteraren aflemnar".

 

§ 57. Die allgemeinen Beschlüsse, die ein Stand faßt, ingleichen was ein ganzer Stand in der Eigenschaft eines Reichsstandes beschließt, und anderer Recht betreffen kann, wird den übrigen Ständen mitgetheilt, durch einen Auszug aus dem Protokolle. Will ein Mitglied, das mit dem Beschlusse des Standes nicht übereinstimmte, den übrigen Ständen eine besondere Meinung mittheilen, so steht es ihm frei, solches durch ein eigenes Memorial oder Dictamen zum Protokolle zu thun, welches mit dem Schlusse des Standes folgen muß. Eben dies gilt, wenn ein Remis von einem Reichsstande an einen Ausschuß geht, oder eine Erklärung von einem Ausschusse an einen Reichsstand; jedoch kann in keinem Falle eine Erklärung oder Beschluß durch den Protest oder Reservation eines einzelnen Mitglieds, oder der Minorität aufgehalten werden. Von dem Auszuge aus dem Protokolle müssen stets vier Exemplare geschrieben werden. Die drei gehen an die Mitstände, um bei ihnen zu verbleiben; das vierte, oder der sogenannten Umlauf wird herumgesandt, in jedem Stande von dem Sekretär bezeichnet, und bleibt zuletzt bei Ritterschaft und Adel, um in ihrem Archive aufbewahrt zu werden. Überdies muß, wenn der Gegenstand einen Ausschuß angeht, demselben auch ein Exemplar mitgetheilt werden. Dabei mögen die Stände, wenn es ihnen angemessen scheint, einander durch abgesandte Deputationen ihre Beschlüsse zu erkennen geben; doch muß alsdann der Protokollauszug allezeit mitfolgen, oder wenn die Wichtigkeit der Sache eine solche Eile fordert, daß der Auszug nicht zeitig genug fertig werden kann, nur von dem Sekretär des Standes gehörig attestirte Abschrift der Proposition, worauf sich der Beschluß gründet, welche von dem Wortführenden der Deputation in den andern Ständen laut vorgelesen wird.

 

§.58. Wid justering af Protocoll eller Protocolls-Utdrag, kan ett beslut ingalunda ändras, men wäl sådane tillägg göras, hwarigenom ingen ändring i beslutet uppkommer. Utur ett Protocoll må wid justeringen, med Ståndets bifall och på den talandes eget begifwande, uteslutas deß egne uttryck och äfwen deliberationer, som deraf följt; dock kunna ej sådane uttryck uteslutas, på hwilka beslutet tydligen sig grundar.
 

 

§ 58. Bei der Berichtigung des Protokolls, oder Protokollextracts, kann man den Beschluß keineswegs abändern, wohl aber solche Zusätze machen, wodurch keine Änderung in dem Beschlusse entsteht. Aus einem Protokolle können bei der Berichtigung, mit der Stände Beifall und aus des redenden eigenem Verlangen, seine eigenen Ausdrücke ausgelöscht werden, ja sogar die darauf folgende Berathschlagung; doch dürfen keine Ausdrücke ausgelöscht werden, ja sogar die darauf folgende Berathschlagung; doch dürfen keine Ausdrücke ausgelöscht werden, worauf der Beschluß sich deutlich gründet.

 

§.59. Alla hos Riks-Stånden hållna Protocoll skola, så tidigt ske kan, genom trycket utgifwas till deras fullständiga innehåll, med undantag blott af sådant, som Ståndens enskildta Oeconomie beträffar. De Handlingar likwäl, hwilka till samtlige Riks-Stånden aflemnas, såsom Konungens Propositioner, Riksens Ständers Utskotts Betänkanden och Förklaringar samt de Protocolls-Utdrag, hwarigenom Stånden meddela hwarandra sina Beslut, skola icke i Protocollen intagas, utan endast till sitt innehåll korrtligen deruti anföras. Deße Handlingar tryckas särskildt, såsom ett Bihang till samtlige Riks-Ståndens Protocoll och utgifwas under Expeditions-Utskottets uppsigt.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1844 und 1845 erhielt der § 59 folgende Fassung:
"§ 59. Alla hos Riks-Stånden hållna Protokoll skola, så tidigt ske kan, genom trycket, utgifwas till deras fullständiga innehåll, med undantag blott af sådant, som Ståndens enskilda Ekonomi beträffar. Handlingar, hwilka till samtliga Riks-Stånden inlemnas eller från dem utgå, skola icke i Protokollen intagas, utan endast med nummer eller kort rubrik antydas. Af deßa handlingar böra, såsom Bihang till samtliga Riks-Ståndens Protokoll, Konungens Propositioner, Utskottens Betänkanden, samt de Protokollsutdrag, som innehålla Riks-Ståndens deröfwer fattade beslut,  äfwensom Riksens Ständers skrifwelser till Konungen, och Riksdags-Beslutet särskildt från trycket, under Expeditions-Utskottets eller, sedan Riksdag slutad är, Tryckfrihets-Kommitteens uppsigt, utgifwas, dock att hwad förut är på allmän bekostnad tryckt, och till Riks-Stånden utdeladt, icke må i Bihanget ånyo tryckas."

 

§ 59. Alle bei den Reichsständen gehaltenen Protokolle sollen, sobald es geschehen kann, im Druck herausgegeben werden, nach ihrem vollständigen Inhalt bloß mit Ausnahme dessen, was des Standes besondere Ökonomie betrifft. Indeß sollen die Verhandlungen, welche den sämmtlichen Reichsständen zugestellt werden, nicht in das Protokoll eingerückt werden; sondern nur nach einer kurzen Anführung des Inhalts, als des Königs Propositionen, die Gutachten und Erklärungen der Ausschüsse der Reichsstände, die Protokollauszüge, wodurch die Stände einander ihre Beschlüsse mittheilen. Dergleichen Verhandlungen werden besonders gedruckt, als Beilage zu dem Protokolle der sämmtlichen Reichsstände, und kommen heraus unter Aufsicht des Expeditionsausschusses.

 

§.60. Wilja Riksens Ständer till Konungen framföra någon deras allmänna önskan, i hwilket ämne som hälst, förhålles dermed på det sätt Regerings-Formens 89. §. utstakar; och göre derå Konungen, sedan Stats-Rådet blifwit hördt, det afseende Han för Riket nyttigt finner. Wid swars afgifwande å Konungens Propositioner förfares enligt Regerings-Formens 87. §.

 

§ 60. Wollen die Reichsstände dem Könige einen allgemeinen Wunsch vortragen, über welchen Gegenstand es sein möge, so wird damit verhalten, wie § 89 der Regierungsform bestimmt; und der König beliebt dann, nachdem Er den Staatsrath darüber gehört hat, was er dem Reiche nützlich findet. Bei der Antwort auf des Königs Propositionen, wird nach § 87 der Regierungsform verhalten.

 

§.61. Då wal till Konung eller Thronföljare skall förrättas, äge Riksens Ständer, att i deras särskildta Plena, genom allmän omröstning, wälja till en Nämnd, Sexton personer för hwarje Stånd, med uppdrag, att, wid förefallande skiljaktigheter emellan Riks-Stånden, bestämma walet. Dagen efter, sedan Nämnden är wald, skride hwarje Stånd särskildt till wal af Konung eller Thronföljare. Förena sig alla Stånden om en och samma Person, ware Han utkorad. Äro Ståndens röster delade emellan flere, afgöre Nämnden; dock må ej hos densamma komma under omröstning andra, än de, som fleste rösterne i hwarje Stånd erhållit; och må ej något Stånd flere än en Candidat framställa. Ledamöter af Nämnden må ej uteslutas från utöfningen af deras Riksdagsmannarätt i Stånden; men träde tillsamman dagen efter den, då walet i Stånden förrättadt är, och skiljes ej åt förr, än de fleste rösterne om en Person sig förenat. Omröstningen ibland Nämnden skal ske per Capita och med slutna sedlar; enligt det voteringssätt, som uti 53. §. är föreskrifwit. Hwar och en af Nämnden uppgifwe ibland dem, af Stånden föreslagne, den han anser böra utkoras. Falla derwid rösterne till mer än hälften af de röstandes antal på en Man, ware han behörigen wald. Äro åter rösterne så delade, att en sådan full pluralitet icke äger rum, anställes ny votering till antagande af den, som fleste rösterne erhållit, och, om han ej antages, af den, om hwilken näst efter honom de fleste af Nämnden sig förenat. Inträffar den händelse, att Twå eller Tre Personer undfå de fleste och lika många röster, anställes först särskild votering, enligt sistnämnde §., öfwer den ördning, hwarutinnan om deße Personer bör röstas; och skall sedan, wid hwarje ny omröstning, på enahanda sätt en voterings-sedel afläggas, intill deß en bestämd pluralitet är gifwen. I den händelse, som i 94. §. af Regerings-Formen omtalas, skall Nämnden wäljas inom Tionde dagen efter den, som i Riksdagskallelsen till Ständernas sammankomst är utsatt, och Riks Stånden skride till Konungawal dagen efter sedan Nämnden är wald.


 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 61 wie folgt geändert:
- im Satz 6 wurden die letzten Worte "; enligt det voteringssätt, som uti 53. §. är föreskrifwit" gestrichen.
- im Satz 8 wurden die Worte "rum, anställes ny votering till antagande" ersetzt durch: "rum, anställes, enligt det i 53 §  beskrifna voterings-sätt, ny omröstning, till antagande " eingefügt.

 

§ 61. Soll ein König oder Thronfolger gewählt werden, so müssen die Reichsstände, in ihrem besondern Plenum, durch allgemeine Umstimmung zu einem Senat 16 Personen für je3den Stand wählen, mit dem Auftrage bei vorfallenden Uneinigkeiten unter den Reichsständen, die Wahl zu bestimmen. Den Tag, nachdem der Senat ernannt ist, schreitet jeder Stand für sich zur Wahl des Königs oder Thronfolgers. Vereinigen sich alle Stände in eine und dieselbe Person, so wird er erkoren. Sind die Stimmen der Stände zwischen mehreren getheilt, so entscheidet der Gerechtsausschuß; doch dürfen bei demselben nur die zur Umstimmung kommen, die in jedem Stande die meisten Stimmen erhalten, und kein Stand darf mehr als einen Candidaten aufstellen. Die Mitglieder des Senats dürfen nicht ausgeschlossen sein, von der Ausübung ihres Reichstagsmannsrechts  in dem Stande. Sie treten zusammen den Tag, nachdem die Wahl erfolgt ist und trennen sich nicht eher, als bis die meisten Stimmen sich über eine Person vereinigt haben. Die Umstimmung in dem Senate geschieht nach Kopfzahl, mit geschlossenen Zetteln, nach der Abstimmungsart, die § 53 vorschreibt. Ein jeder in dem Senate giebt von den Ständen vorgeschlagenen den an, der nach seiner Ansicht muß gewählt werden. Fällt alsdann über die Hälfte der Anzahl der Stimmenden auf einen Mann, so ist er gehörig gewählt. Sind die Stimmen wieder so getheilt, daß eine solche vollkommene Mehrheit nicht statt findet, so wird eine neue Stimmensammlung vorgenommen, zu Gunsten dessen, der die meisten Stimmen erhielt; wird er nicht angenommen, so geht die Stimmensammlung auf den der nach ihm die meisten Stimmen in dem Senate für sich hat. Tritt der Fall ein, daß zwei oder drei Personen die meisten und gleich viele Stimmen haben, so wird zuerst eine besondere Abstimmung angestellt nach dem vorhergehenden § über die Ordnung, in welcher über diese Personen soll gestimmt werden, und dann wird bei jeder neuen Umstimmung, auf gleiche Art ein Stimmzettel abgegeben, bis eine bestimmte Mehrheit sich ergiebt. In dem Falle, wovon der § 94 der Regierungsform redet, soll der Senat gewählt werden, innerhalb des zehnten Tages nach dem, der in dem Ausschreiben zur Zusammenkunft der Reichsstände angesetzt ist, und die Stände schreiten zur Königswahl den Tag, nach dem der Senat erwählt ist.

 

§.62. Skola Riksens Ständer tillsätta Förmyndare för en omyndig Konung, sammanträde de, sist dagen efter den, då Riksdagen å Rikssalen öppnad blifwit, och utwälje genom allmän omröstning i deras särskillta Plena till en Nämnd Sexton Personer, för hwarje Stånd, som, på sätt uti 53. och 61. §. §. stadgas, röste per Capita, och icke Ståndswis, om de, af Plena till antalet bestämde Förmyndare, hwilka skola wara antingen En, Tre eller Fem. Hwarje Ledamot af Nämnden upptekne å en sluten Wal-Lista de Män, som han anser förtroendet wärdige, och så många, att de med en Person öfwerstiga det af Ständerne utsatte antalet. Af dem, som derwid kommit i åtanka, ställes först den, som fleste rösterne erhållit, under ny omröstning, då Nämndens pluralitet gifwe Utslaget. På samma sätt fortfares med den, som näst honom af de fleste blifwit kallad, och så widare, till deß det föreskrifna antalet af Förmyndare warder uppfyldt; kunnande Nämnden ej åtskiljas förr, ån walet gjordt och fulländadt är; och gälle detta Wal, såsom Riksens Ständers Beslut. Nu händer, att Riks-Stånden ej inom Tre dagar, sedan de å Rikssalen afhört den i 26. §. omförmäldte Berättelse, åsämjas om Förmyndarnes antal, förordne då genast, genom sina Electorer, till ett Utskott, Sexton af hwarje Stånd, att medelst votering per Capita, jemlikt 53. §., denna fråga, med samma kraft och werkan, som Riksens Ständers Beslut inom Twå dagar afgöra; skolande sedermera, den utsedde Nämnden likaledes inom Twå dagar hafwa Walet förrättat, så att i alla händelser Förmyndaren eller Förmyndarne må, inom Sju dagars förlopp, från Riksdagens öppnande å Rikssalen, kunna tillsättas.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 62 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden die Worte "som, på sätt uti 53. och 61. §. §. stadgas, röste per Capita, och icke Ståndswis" ersetzt durch: "hwilka röste per Capita och icke Ståndswis".
- im Satz 3 wurde nach den Worten "åtanka, ställes" die Worte ", på sätt i 53 § stadgas, " eingefügt.

 

§ 62. Sollen die Reichsstände einem unmündigen Könige Vormünder setzen, so treten sie zusammen, spätestens den Tag, nach dem, an welchem der Reichstag in dem Reichssaale eröffnet ward, und wählen durch eine allgemeine Umstimmung in ihrem besondern Plenum, zu einem Senate 16 Personen aus jedem Stande, welche auf die § 53 und 61 bestimmte Weise, nach Kopfzahl stimmen, und nicht standsweise, über die von dem Plenum bestimmte Zahl von Vormündern, welche einer, drei oder fünf sein müssen. Jedes Mitglied zeichnet in einer geschlossenen Wahlliste die Männer auf, die er des Geschäfts würdig hält, und zwar einen über die von den Ständen bestimmte Anzahl. Von denen, welche auf diese Weise in Betracht kommen, wird zuvörderst der, welcher die meisten Stimmen erhielt, zu einer abermaligen Umstimmung angesetzt, und dann giebt die Mehrheit des Ausschusses den Ausschlag. Auf dieselbe Weise wird fortgefahren mit dem, der nach ihm die meisten Stimmen hat, u. s. w. bis die vorgeschriebene Zahl von Vormündern vollzählig ist. Der Senat kann nicht eher auseinander gehen, als bis die Wahl vorgenommen und vollendet ist, und diese Wahl gilt als der Beschluß der Reichsstände. Geschieht es, daß die Reichsstände nicht innerhalb drei Tagen, nachdem sie im Reichssaale den § 26 gedachten bericht gehört haben, sich über die Zahl der Vormünder vereinbaren, so verordnen sie sogleich durch ihre Wahlmänner sechzehn Personen von jedem Stande zu einem Senate, der durch Abstimmung nach Kopfzahl in Gemäßheit des § 53 innerhalb zwei Tagen diese Frage entscheidet, mit gleicher Kraft und Wirkung als durch einen Beschluß der Reichsstände. Gleichergestalt soll der Senat die Wahl innerhalb zwei Tagen vorgenommen haben, so daß in jedem Falle der Vormund oder die Vormünder innerhalb sieben Tagen müssen angesetzt sein, nachdem der Reichstag in dem Reichssaale eröffnet ist.

 

§.63. Til följe af Regerings-Formens 96. §. skola Riksens Ständer wid hwarje Riksdag förordna en för Lag kunskap och utmärkt redlighet känd man, att såsom deras Ombud, hafwa tilsyn öfwer Lagarnes efterlefnad af Domare och Embetsmän, samt at inför den Riks-Rätt, som i bemälte Grundlags 102. §. til deß inrättning och göromål beskrifwes, eller wid andra wederbörliga Domstolar, i laga ordning tiltala dem, som, i sina Embetens utöfning, af wäld, mannamån eller annan orsak anses hafwa någon olaglighet begått, eller underlåtit att sina Embetspligter behörigen fullgöra. Denna Riksens Ständers Justitiä-Ombudsman, hwars rättigheter och åligganden ytterligare, så wäl i Regerings-Formens 99, 100, 101. och 102. §. §., som genom särskildt Instruction utstakas, wäljes af Riksens Ständer genom Tolf af hwarje Stånd, särskildt för tilfället nämnde Electorer. Sedan ibland deße Electorer en, genom lottning, utgått, skola de öfrige samfält och icke efter Stånd, färst medelst slutna Sedlar, hwar för sig uppgifwa den man, som de anse böra komma under omröstning. Falla derwid rösterna til mer än hälften af de röstande Electorernes antal på en Man, ware han behörigen wald. Äro åter rösterne så delade emellan flere, att en sådan full pluralitet för någon icke äger rum, anställes ny votering med slutna sedlar, til antagande af den, som de flesta rösterna erhållit, eller, om han icke antages, af den, som näst honom utaf de fleste Electorer blifwit kallad, och så widare. Enär någon af de, i denna ordning under omröstning ställde blifwit af Electorernes pluralitet antagen, upphöre Walförrättningen, och warde han af Riksens Ständer till Embetet förordnad. Den, åt hwilken detta Embete blifwit anförtrodt, kan, wid följande Riksdagar, i den nu föreskrifne ordningen, dertill åter wäljas. Justitiä-Ombudsmannen njute til godo så wäl under, som emellan Riksdagarne, samma säkerhet för sin person och tjenste-befattning, som genom 111. §. af Regerings-Formen för Riksdagsmän i allmänhet stadgad är, och anses under sin tjenstetid och intil deß han från Embetet skiljes, eller till utöfningen af sin förut innehafde beställning återträder, i alla afseenden lika med Konungens Justitiä Cantzler. Electorerne böra, wid samma tilfälle, då Justitiä-Ombudsmannen utses, och på enahanda sätt, wälja en Man af de egenskaper, som hos denne Embetsman erfordras, för att honom efterträda, i fall han, innan nästföljande Riksdag, skulle med döden afgå.

 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurde der § 63 wie folgt geändert:
- dem Satz 2 wurden folgende Worte angefügt:
", hwilka till detta wals förrättande sammanträde samma dag, då de af Stånden blifwit utsedde, och skiljes ej åt förr än walet fulländadt är"
- der Satz 3 erhielt folgende Fassung:
"Med iakttagande af hwad 69. §. Regerings-Formen om lika rösters förekommande stadgar, skola deße Electorer samfällt och icke efter Stånd, först medelst slutna sedlar, hwar för sig uppgifwa den man, som de anse böra komma under omröstning."
- nach dem Satz 5 wurden folgende 2 Sätze eingefügt:
"Inträffar den händelsen, att twå eller flere personer, öfwer hwilka särskildt röstas bör, undfått lika röster, företages först votering om den ordning, hwaruti de till omröstning må framställas. Skulle, sedan alla omröstningarne sålunda för sig gått, likwäl ingen person hafwa erhållit den här föreskrifne pluralitet, anställes ny omröstning öfwer alla dem, som wid första voteringen blifwit satte i fråga, skolande den, som erhåller de flesta rösterna, utan afseende på rösternas antal, anses behörigen wald."

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 63 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 2 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- der bisherige Satz 3 erhielt folgende Fassung:
"Deße Electorer skola samfällt och icke efter Stånd, först medelst slutna sedlar, hwar för sig uppgifwa den man, som de anse böra komma under omröstning."
- im Satz 5 wurde das zweite Wort "åter" gestrichen und die Worte "anställes ny votering" wurden ersetzt durch: "anställes, med iakttagande af hwad 53 § om lika rösters förekommande stadgar, ny votering".
- dem bisherigen Satz 10 wurde die Ziffer "3. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.
- dem bisherigen Satz 11 wurde die Ziffer "4. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden dem § 63 Ziffer 4 folgende Absätze angefügt:
"I händelse Justitiä-Ombudsmannen, wid samma Riksdag, under hwilken han blifwit wald, afsåger sig det erhållna förtroendet eller med döden afgår, skola Riksens Stånder i Embetet genast insätta den man, som de till hans efterträdare utsett. Skulle Justitiä-Ombudsmannens utsedde efterträdare, under påstående Riksdag, afsåga sig det erhållna förtroendet, eller i Justitiä-Ombudsmans-Embetet insättas, eller med döden afgå, utwäljes, på ofwan stadgade sätt, en annan behörig man i hans ställe.
  Inträffar något af deßa fall emellan Riksdagarne, skall Riksens Stånders rätt härutinnan, genom deras Fullmägtige i Banken och Riksgälds-Contoret, utöfwas."

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurden dem § 63 Ziffer 4 Abs. 1 folgende Worte angefügt: ", samt att utöfva embetet under den tid Justitie-Ombudsmannen kan vara af svår  sjukdom eller annat laga förfall derifrån hindrad".

 

§ 63. In Gemäßheit des § 96 der Regierungsform sollen die Reichsstände auf jedem Reichstage einen wegen seiner Gesetzkunde und ausgezeichneten Rechtschaffenheit bekannten Mann verordnen, um, als ihr Beamter, Aufsicht zu haben über die Befolgung der Gesetze durch Richter und Beamte, und um diejenigen nach Ordnung der Gesetz zu belangen vor dem Reichsgericht, das nach seiner Einrichtung und Geschäften in § 102 des gedachten Grundgesetzes beschrieben ist, oder vor andern beikommenden Gerichtshöfen, welche in Ausübung ihres Amtes aus Partheilichkeit, Menschengunst oder einer andern Ursache einer gesetzwidrige Handlung begangen haben, oder unterlassen haben, ihre Amtspflichten gehörig zu erfüllen. Dieser Justizbeauftragte der Reichsstände, dessen Gerechtsame und Obliegenheiten sowohl in der Regierungsform § 99, 100, 101, 102 als durch eine besondere Instruction näher bestimmt sind, wird gewählt von den Reichsständen durch zwölf von jedem Stande für diesen Fall besonders ernannten Wählern. Wenn von diesen einer durch das Loos ausgegangen ist, sollen die übrigen gemeinschaftlich, und nichts standsweise, zuerst durch geschlossene Zettel jeder für sich den Mann aufgeben, von dem sie glauben, daß auf ihn müsse gestimmt werden. Fällt dabei mehr als die Hälfte der Stimmen auf einen Mann, so ist er gehörig erwählt. Sind hingegen die Stimmen so unter mehrern vertheilt, daß eine solche Mehrheit für einen einzelnen nicht statt findet, so wird eine neue Umstimmung mit geschlossenen Zetteln angestellt, um den anzunehmen, der die meisten Stimmen erhielt, oder, wenn er nicht angenommen wird, den, der nach ihm die meisten Stimmen hat, und so fort. Erhält keiner von denen, die auf diese Weise zur Stimmensammlung aufgestellt werden, die Mehrheit der Stimmen der Wähler, so hört die Wahl auf, und die Reichsstände verordnen jemand zu diesem Amte. Der dem das Amt anvertrauet wird, kann auf den folgenden Reichstagen, in der hier vorgeschriebenen Ordnung wieder dazu gewählt werden. Der Justizbeauftragte genießt sowohl während als zwischen den Reichstagen eben die Sicherheit für seine Person und Amtsführung, welche nach § 111 der Regierungsform für Reichstagsmänner überhaupt bestimmt ist, und er wird während seiner Dienstzeit, und daß er sein Amt niederlegt oder wieder zurücktritt zur Führung seiner vormaligen geschäfte, auf alle Weise als dem Justizkanzler gleich angesehen. Die Wähler müssen, indem der Justizbeauftragte gewählt wird, und auf dieselbe Art und Weise, einen Mann von den Eigenschaften wählen, die bei diesem Beamten erfordert werden, um ihm zu folgen, wenn er vor dem nächstfolgenden Reichstage mit Tode abgehen sollte.

 

§.64. Wid hwarje Riksdag skola Riksens Ständer i deras särskildta Plena genom allmän omröstning wälja Tolf Ledamöter af hwartdera Ståndet till en Nämnd, som äge att dömma, huruwida Högsta Domstolens samtelige Ledamöter gjort sig förtjente, att i deras wigtiga kall bibehällas, eller om wiße af dem, utan bewisligen begångne fel och brott, hwarom Regerings-Formens 102. §. handlar, likwäl ådragit sig den mißtanka för wäld eller oskicklight, at de kunde anses hafwa förwekat det allmänna fårtreendet, och borde förthy från utöfningen af Konungens Domsrätt skiljas. Denna Nämnd träde samma dag, den blifwit wald, tilsamman; en af samtlige Ledamöterne utlottes först, hwarefter da öfrige röste, man för man, och icke Ståndswis, med slutna sedlar, öfwer den frågan: Skall omröstning anställas till uteslutande af någon bland Högsta Domstolens Ledamöter? Beswaras denna fråga enhälligt eller af de flesta rösterna med Ja, blifwe då Högsta Domstolens samtelige Ledamöter bibehållne. Beswaras den åter med Nej, så uppgöre hwar och en af Nämnden en sluten Lista på dem af Högsta Domstolens Ledamöter, flere eller färre, som han anser böra endtledigas. De trenne ibland deße, som då fått det största antal af röster emot sig, ställes derpå hwar efter annan under ny omröstning, hwarwid twå tredjedelar af rösterne fordras, emot den eller dem, som skola anses wara från Riksens Ständers förtroende uteslutne; och gånge derefter, som i Regerings-Formens 103. §. widare föreskrifwes.

 

Durch Gesetz vom 9. August 1815 wurde der § 64 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden die Worte "likwäl ådragit sig den mißtanka för wäld eller oskicklight, at de kunde anses hafwa förwekat det allmänna fårtreendet, och borde förthy från utöfningen" ersetzt durch: "likwäl kunde anses böra ifrån utöfningen".
- der Satz 2 wurde geteilt und diese Sätze erhielten folgende Fassung:
"Denna Nämnd träde samma dag, den blifwit wald, tillsammans. I den ordning, Regerings-Formens 69. och 97. §. §. föreskrifwa, röste samtelige Ledamöterne, man för man, och icke Ståndswis, med slutna sedlar, öfwer den frågan: Om alla Högsta Domstolens Ledamöter äga Riksens Stånders förtroende och böra wid deras syßlor bibehålas?".
- im Satz 3, der Satz 4 wurde, wurde das Wort "Ja" ersetzt durch "Nej".

- im Satz 4, der Satz 5 wurde, wurde das Wort "Nej" ersetzt durch: "Ja".
- im Satz 5, der Satz 6 wurde, wurde das Wort ibland" ersetzt durch: "bland".

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 64 Satz 3 die Worte "och icke Ståndswis, " gestrichen und die Worte nach dem Doppelpunkt (die Fragestellung) erhielten folgende Fassung: "Skall omröstning anställas till uteslutande af någon bland Högsta Domstolens Ledamöter?"

 

§ 64. Auf jedem Reichstage sollen die Reichsstände in ihrem besondern Plenum aus jedem Stande zwölf wählen zu einem Senat, der zu beurtheilen hat, wie weit die sämmtlichen Mitglieder des höchsten Gerichts sich würdig bewiesen haben, in ihrem wichtigen geschäfte beibehalten zu werden, oder ob einige von ihnen ohne beweisliche Fehler und Vergehen, wovon " 102 der Regierungsform handelt, gleich wohl sich einen solchen Verdacht der Partheilichkeit oder Ungeschikclichkeit zugezogen haben, daß sie anzusehen sind, als hätten sie das allgemeine Zutrauen verwirkt, und daher die Ausübung des Richteramts des Königs verlieren müssen. Dieser Senat tritt denselben Tag zusammen, wenn er gewählt wird. Einer wird ausgelöset; dann stimmen die übrigen, Mann vor Mann, und nicht standsweise, mit geschlossenen Zetteln über die Frage: ob alle Mitglieder des höchsten Gerichts das Vertrauen der Reichsstände haben, und in ihrem Amte bleiben müssen ? Wird diese Frage einstimmig oder von der Mehrheit der Stimmen bejahet, so bleiben die sämmtlichen Mitglieder des Höchsten Gerichts in ihrem Posten. Wird sie mit Nein beantwortet, so macht ein jeder in dem Senate eine geschlossene Liste von den Mitgliedern des höchsten Gerichts, die nach seiner Meinung abtreten müssen. Die drei unter diesen; welche dann die meisten Stimme gegen sich haben, werden darauf, einer nach dem andern, einer neuen Abstimmung unterworfen, wobei zwei Drittheile der Stimmen erforderlich sind gegen den oder die, welche sollen angesehen werden, daß sie der Reichsstände Zutrauen verloren haben; demnächst wird es nach dem § 103 der Regierungsform verhalten.

 

§.65. Till Tryckfrihetens wård skola Riksens Ständer wid hwarje Riksdag förordna Sex för kunskaper och lärdom kände män, jemte Justitiä-Ombudsmannen, som bland dem före ordet. Deße Committerade, af hwilka twå, utom Justitiä-Ombudsmannen, skola wara Lagfarne, wäljes af Riksens Ständer, genom Sex af hwarje Stånd dertill utsedde Electorer, som, enligt det i 53. och 61. §. §. föreskrifne sätt, röste samfällt och icke Ståndswis. Afgår emellan Riksdagarne någon bland de Committerade, wälje de öfrige till det lediga rummet en behörig man.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurden im § 65 Satz 2 die Worte "som, enligt det i 53. och 61. §. §. föreskrifne" ersetzt durch: "hwilka, enligt det i 61., 62. och 63. §. §. föreskrifna".

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 65 Satz 2 die letzten Worte "och icke Ståndswis" gestrichen.

 

§ 65. Zur Handhabung der Druckfreiheit sollen die Reichsstände auf jedem Reichstage sechs Männer verordnen, bekannt wegen ihrer Kenntnisse und Gelehrsamkeit, nebst dem Justiz-Beauftragten, der das Wort führt. Diese Committirten, unter denen außer dem Justizbeauftragten zwei Gesetzkundige sein müssen, werden erwählt von den Reichsständen durch sechs aus jedem Stande dazu ernannte Wähler, die nach den §§ 53 und 61 gemeinschaftlich und nicht standesweise stimmen, Geht zwischen den Reichstage einer der Committirten ab, so wählen die übrigen einen Mann für den erledigten Platz, der sich dazu eignet.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurden im § 65 Satz 2 die Worte "die nach den §§ 53 und 61" ersetzt durch: "welche gemäßt der §§ 61, 62 und 63".

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 65 Satz 2 die letzten Worte "und nicht standesweise" gestrichen.

 

§.66. Riksens Ständer wälje wid hwarje Riksdag, genom slutna Sedlar, hwart Stånd för sig, samfällt och ej medelst Electorer, sina Banko-Fullmägtige, Tre af hwarje Stånd; börande walet förrättas så tidigt, att deße Fullmägtige må kunna, medan Riksens Ständer ännu äro församlade, sin befattning tillträda. Dem åligger, att, jemlikt wid hwarje Riksdag af Banko-Utskottet utfärdadt Reglemente, förwalta Bankens medel och tillhörigheter, samt inför Riksens Ständer, eller af dem förordnade Revisorer redowisa. Yppas wid deras öfwerläggningar skiljaktighet i meningarne, böra de till Protocollet afgifwa sina röster, hwilka per Capita beräknas; i de fall då rösterne äro lika, äge Ordföranden afgörande röst.
 

siehe hierzu z. B. das Bank-Reglement vom 30. November 1863, das Gesetz, betreffend Münzbestimmungen vom 1. März 1830, das Gesetz über die Bank der Reichsstände vom 1. März 1864.

 

§ 66. Die Reichsstände währen auf jedem Reichstage durch geschlossene Zettel, jeder Stand für sich, gemeinschaftlich und nicht durch Wähler, ihre Bankbevollmächtigten, drei von jedem Stande. Die Wahl muß so zeitig vor sich gehen, daß diese Bevollmächtigte ihr Geschäft antreten können, während die Reichsstände noch versammelt sind. Ihnen liegt es ob, nach einem auf jedem Reichstage von dem Bancoausschusse zu verfertigenden Reglement, die Mittel und Eigenthum der Bank zu verwalten und den Reichsständen oder den von ihnen verordneten Revisoren aufzuweisen. Ergiebt sich bei ihren Berathschlagungen eine Verschiedenheit der Meinungen, so müssen sie ihre Stimmen zu Protokoll abgeben; diese werden nach Kopfzahl berechnet, und, wenn sie gleich sind, entscheidet der Wortführer.

 

§.67. Efter förenämnde grunder, så i afseende på walsätt, som tid, må, wid alla Riksdagar, Fullmägtige i Riksgälds-Contoret af Riksens Ständer utses. Deße Fullmägtige skola likaledes wara Tre af hwarje Riks Stånd, med åliggande, att uti allt owilkorligen sig rätta efter de Instructioner Riksens Ständer för dem utfärda; och gälle för dem, i händelse af skiljaktighet, hwad i nästföregående §. för Banko-Fullmägtige stadgadt är.
 

 

§ 67. Nach vorherstehenden Gründen, sowohl in Rücksicht auf die Art der Wahl als die Zeit, sollen auf allen Reichstagen Bevollmächtigte in dem Reichsschuldencomtoir von den Reichsständen ernannt werden. Diese Bevollmächtigten sollen gleichfalls drei aus jedem Stande sein, mit der Verpflichtung sich unbedingt in allem nach den Instruktionen zu richten, welche die Reichsstände für sie ausfertigen. Auf den Fall der Verschiedenheit der Meinungen gilt für sie, was in dem vorhergehenden § für die Bancobevollmächtigten bestimmt ist.

 

§.68. Derjemte skola Riksens Ständer, i den ordning Stånden, hwart för sig, lämpligast finna, wid hwarje Riksdag förordna om Revisorer, at, emellan Riksdagarne, enligt af Riksens Ständer utfärdad Instruction, öfwerse och granska Stats-Werkets, Bankens och Riksgälds-Contorels tillstånd, styrelse och förwaltning; likwäl hwad Stats-Werket angår, utan rättighet att meddela föreskrifter eller förändringar besluta. Deßa Revisorer, som skola wara Sex af hwarje Riks-Stånd, böra emellan Riksdagarne sammanträda så ofta, att hwarje Revision må kunna omfatta twänne års afslutade räkenskaper, och tage derföre alltid Revisions-förrättningen sin början den 15 September; skolande så wäl Riksens Ständer, som afgående Revisorér, i likstämmighet härmed, utsätta tiden till nästpåföljande Revision, till hwilken Revisorerne böra af Konungen kallas. Och må ingen Revision öfwerskrida en tid af tre månader. Med Revisorernes röstberäkning förhålles enligt de uti 66. §. utstakade grunder.


 

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde der § 68 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden die Worte "emellan Riksdagarne, " gestrichen.
- die Sätze 2 und 3 wurden durch folgende Bestimmungen (3 Sätze) ersetzt:
"Desse Revisorer, som skola vara Sex af hvarje Riks-Stånd och böra, på Konungens kallelse, hvarje år sammanträda. Revisionsförrättningen skall alltid taga sin början den 15 Augusti och omfatta de för år afslutade räkenskaper, hvilka af föregående Revisorer icke granskade blifvit. Ej må någon Revision öfverskrida en tid af två månader."

 

§ 68. Überdies sollen die Reichsstände in der Ordnung, welche die Stände, jeder für sich, am angemessensten finden, auf jedem Reichstage Revisoren verordnen, um, zwischen den Reichstagen, nach der von den Reichsständen abzufassenden Instruktion, den Zustand der Finanzen, der Bank und des Reichsschuldenwesens zu beobachten und untersuchen, gleichwohl, was die Finanzen betrifft, ohne Befugniß Vorschriften zu ertheilen oder Veränderungen zu beschließen. Diese Revisoren, sechs aus jedem Stande, müssen zwischen den Reichstagen, nach der von den Reichsständen abzufassenden Instruktion, den Zustand der Finanzen, der Bank und des Reichsschuldenwesens zu beobachten und untersuchen, gleichwohl, was die Finanzen betrifft, ohne Befugniß Vorschriften zu ertheilen oder Veränderungen zu beschließen. Diese Revisoren, sechs aus jedem Stande, müssen zwischen den Reichstagen so oft zusammentreten, daß jede Revision die für zwei Jahre abgelegten Rechnungen umfassen können. Die Revision soll daher allemal den 15. September anfangen; sowohl die Reichsstände, als die abgehenden Revisoren müssen, in Übereinstimmung hiemit, die Zeit der nächstfolgenden Revision festsetzen, wozu der König die Revisoren beruft. Keine Revision darf eine Zeit von drei Monaten überschreiten. Die Stimmen der REvisoren werden berechnet, wie § 66 bestimmt ist.

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde der § 68 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden die Worte ", zwischen den Reichstagen, " gestrichen.
- die Sätze 2 und 3 wurden durch folgende Bestimmungen (3 Sätze) ersetzt:
"Die Zahl dieser Revisoren wird auf sechs von jedem Stande festgesetzt, und sie müssen auf Einberufung des Königs jedes Jahr zusammentreten. Die Revisionsarbeiten sollen immer am Tag des 15 August beginnen und die Rechenschaft eines Jahres umfassen. Keine Revision darf länger als zwei Monate dauern."

§.69. De genom dödsfall eller af andra tillfälligheter uppkomne ledigheter af Fullmägtige eller Revisorer, må, när så fordras, emellan Riksdagarne ersättas genom nya wal af de Stånd, der ledigheterne inträffat, på det sätt Stånden, hwart för sig, lämpligast finna.

 

§ 69. Die durch Todesfall oder andere Zufälle entstandenen Erledigungen der Posten der Bevollmächtigten oder Revisoren, werden, wenn es nöthig ist, zwischen den Reichstagen ersetzt oder eine neue Wahl des Standes, welchen die Erledigung trifft, auf eine solche Art, wie die Stände, jeder für sich, es am bequemsten finden.

 

§.70. Till Fullmägtige för ett Stånd i Banken och Riksgälds-Contoret samt till Revisorer öfwer Stats-Werket, Banken och Riksgälds-Contoret, skola ej andre wäljas, än sådane af Ståndets Ledamöter, hwilka kunna i detsamma wara Riksdagsmän och Ledamöter af Utskott. Ej eller må dertill utses någon person, som, wid ett eller flere af deße Werk, är redowisande, njuter lön eller annan inkomst. Sker wid Revisors wal annorlunda, skola Revisorerne, om en annan persons utseende, i föreskrifwen ordning, skyndsamt föranstallta. Fullmägtige och Revisorer kunna ej, i och för deras befattning, emottaga befallningar utan af Riksens Ständer allena och enligt de Instructioner deße stadgat hafwa; ej eller till redo och answar ställas, utan efter Riksens Ständers Beslut och i laglig ordning. De njuta för sina gerningar och yttranden, under samma befattning, den säkerhet, som 110. och 111. §. §. af Regerings-Formen Riksdagsmän tillägga.

 

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 70 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

 

§ 70. Zu Bevollmächtigten eines Standes in der Bank und dem Reichsschuldencomtoir und zu Revisoren der Finanzen, der Bank und des Reichsschuldenwesens, dürfen nur solche Mitglieder des Standes gewählt werden, die zugleich Reichstagsmänner und Mitglieder von Ausschüssen sein können. Auch darf dazu keine Person erwählt werden, die bei einer oder mehreren dieser Anstalten Rechnung führt, Gehalt oder andere Einkünfte genießt. Geschieht ein anders bei der Wahl des Revisors, sollen die Revisoren schleunigst das Erforderliche veranstalten wegen der Wahl eines andern Revisors in der vorgeschriebenen Ordnung. Bevollmächtigte und Revisoren dürfen in und wegen ihres Geschäfts einzig und allein von den Reichsständen Befehle annehmen, und zwar in Übereinstimmung mit den Instruktionen, welche diese festgesetzt haben; sie können auch nicht zur Rechenschaft und Verantwortung gezogen werden, als nach dem Beschlusse der Reichsstände und in gesetzmäßiger Ordnung. Für ihre Handlungen und Äußerungen unter diesem Geschäfte genießen sie dieselbe Sicherheit, welche der § 110 und 111 den Reichstagsmännern beilegt.

Durch Gesetz vom 23. Dezember 1823 wurde der § 70 wie folgt geändert:
- dem bisherigen Wortlaut wurde die Ziffer "1." vorangestellt.
- dem bisherigen Satz 4 wurde die Ziffer "2. " vorangestellt und ein neuer Absatz begonnen.

§.71. Wid alla tillfällen, då personer komma under omröstning, iakttages, att Namnsedlarne, så framt de skola blifwa gällande, böra wara enkle, slutne, hoprullade, omärkte och frie så wäl från all twätydighet i anseende till personernes namn, som från oriktighet, i anseende till deras antal.

 

§ 71. In allen Fällen, wo über Personen gestimmt wird, ist zu beobachten; daß die Namenzettel, um gültig zu sein, einzeln sein müssen, geschlossen zusammengerollt, unbezeichnet und frei, sowohl von aller Zweideutigkeit in Ansehung des Namens, als aller Unrichtigkeit in Ansehung der Zahl.

 

§.72. Ingen expedition öfwer något Riksens Ständers Beslut må utgå, förr än densamma först blifwit uppsatt af Expeditions-Utskottet, och derefter uti Stånden behörigen justerad och underskrifwen. De från samtelige Ständer utgående Acter och Handlingar underteknes af Landtmarskalken och Talmännen allena, undantagande Riksdags Beslutet, hwilket af samtelige Riksens Ständer underskrifwes och besegles. Expeditioner från Utskotten underskrifwes af den främste närwarande Ledamoten af hwarje Stånd.

 

§ 72. Keine Ausfertigung irgend eines Beschlusses der Reichsstände darf ausgehen, ehe sie zuvor von dem Expeditionsausschuß aufgesetzt ist, und demnächst von dem Stande gehörig berichtigt und unterschrieben. Die von sämmtlichen Ständen zu erlassenden Akten und Verhandlungen werden blos von dem Landmarschalle und den Sprechern unterzeichnet, ausgenommen den Reichstagsbeschluß, den sämmtliche Reichsstände unterschreiben und besiegeln müssen.
 

 

§.73. Stadna Riks-Stånden i sina Beslut öfwer någon fråga uti hufwudsakligen eller till wißa delar skiljaktige meningar, då skall hwarje Stånds Beslut genom Protocolls-Utdrag remitteras till det Utskott, som med målet befattning haft, hwilket åligge, att meningarne, så nära möjligt är, sammanjemka och med Förslag öfwer denna jemkning inkomma till Riksens Ständers Plena, som, öfwer den yppade frågan, sedermera definitivt beslute. Skulle detta försök till jemkning fruktlöst aflöpa, utwälje Riksens Ständer i sina särskildta Plena genom allmän omröstning till en Nämnd att förstärka det Utskott, till hwars handläggning målet hört, så att Ledamöterne blifwa Tretio af hwarje Stånd, hwilke samfällt och icke efter Stånd röste, säsom 53. §. föreskrifwer, öfwer den twistiga frågan och äge att densamma med Riksens Ständers rätt afgöra.
 

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 73 Satz 3 die Worte "och icke efter Stånd" gestrichen.

 

§ 73. Findet sich in den Beschlüssen der Reichsstände ein Anstand bei einer Frage, wo in der Hauptsache oder in gewissen Theilen verschiedene Meinungen sind, so wird der Beschluß jedes Standes durch Protokollauszüge dem Ausschusse zugestellt, der sich mit dem Gegenstande beschäftigte, welcher die Meinungen, soviel möglich, genau zusammenschmelzen soll, und mit einem Vorschlage zu deren Vereinigung bei dem Plenum der Reichsstände einkömmt, wo alsdann über die vorgetragene Frage schließlich entschieden wird. Sollte dieser Versuch zur Vereinigung fruchtlos ablaufen, so wählen die Reichsstände in ihrem besondern Plenum durch allgemeine Umstimmung so viele Mitglieder, daß sie den Ausschuß, zu dessen Bearbeitung die Sache gehört, zu einem Senate vergrößern, so daß die Mitglieder dreißig von jedem Stande werden, bis dann gemeinschaftlich und nicht standsweise stimmen, wie § 53 vorgeschrieben ist und die zwistige Frage mit dem Rechte der Reichsstände abmachen.

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 73 Satz 3 die Worte "und nicht standsweise" gestrichen.

§.74. De allmänna Stadgar och Förordningar, hwarom Konung och Ständer under Riksdag gemensamt beslutit, skola dock endast i Konungens namn, och med Deß underskrift utfärdas.

 

§ 74. Die allgemeinen Beliebungen und Vereinungen, worüber der König und die Stände auf dem Reichstage gemeinschaftlich beschließen, sollen allein in des Königs Namen ausgefertigt werden und mit dessen Unterschrift.

 

§.75. Till Grundlags stiftande, upphäfwande, förändring eller förklaring fordras alla Riks-Ståndens sammanstämmande beslut och Konungens sanction. För beslut i alla öfriga ärenden, de mål undantagne, hwarom i Regerings-Formens 66., 69., 70., 71. och 72. §. §. särskildt förordnadt är, gälle, jemte Konungens samtycke, Tre Stånds mening; men skulle Twå Stånd stadna emot Twå, förfalle frågan och förblifwe wid det, som tillförene stadgadt warit, utan att samma fråga må kunna wid den Riksdagen å nyo wäckas eller upptagas. Är åter frågan af sådan beskaffenhet, att den ej kan förfalla, gånge som i 73. §. stadgadt är.
 

 

§ 75. Um Grundgesetze zu errichten, aufzuheben, zu verändern oder zu erklären, wird der übereinstimmende Beschluß aller  Stände und des König Genehmigung erfordert. Bei Beschlüssen in allen andern Sachen, die Gegenstände ausgenommen, wobei §§ 66, 69, 70, 71, 72 der Regierungsform ein anders verordnen, entscheidet mit des Königs Zustimmung die Meinung dreier Stände; stehen aber zwei gegen zwei, so verbleibt es bei dem, was zuvor verordnet war, ohne daß die Frage auf demselben Reichstage wieder darf aufgeworfen werden. Ist die Frage von der Beschaffenheit, daß sie nicht wegfallen kann, so wird nach § 73 verfahren.

 

§.76. Allt hwad Riksens Ständer efter granskning godkänt eller lemnat oanmärkt, bör anses hafwa wunnit decharge i afseende på det granskade och ingen ny, till answarighet förbindande, granskning af nya Ständer i samma mål wara tillåten; dock bör, oaktadt den af Riksens Ständers Utskott eller Revisorer förrattade generella öfwersigt af Stats-medlens utdelning, det åligga wederbörande Embetsmän, att werkställa den speciella Revision, som dem i kraft af deras Embetsbefattning tillkommer.
 

 

§ 76. Alles, was die Reichsstände nach vorhergegangener Untersuchung gut gefunden oder ungerügt gelassen haben, ist als erledigt anzusehen, und eine neue, zur Verantwortung verbindende Untersuchung anderer Stände ist über denselben Gegenstand nicht zulässig; doch liegt es, ungeachtet der von dem Ausschusse der Reichsstände oder den Revisoren verfaßten allgemeinen Übersicht der Anwendung der Staatseinkünfte den beikommenden beamten ob, die spezielle Revision vorzunehmen, die ihnen kraft ihres Amts zukömmt.

 

§.77. Blifwer någon Riksdagsman under påstående Riksdag eller under deß resor till och ifrån Riksdagen med ord eller gerningar ofredad, sedan han tillkännagifwit, att han i sådant ärende stadd är, eller ock efter Riksdagen på wåldsamt sätt, i och för Riksdags-göromålen, antastad, då skall sådant, enligt 111. §. Regerings-Formen, såsom Edsöresbrott anses och straffas; börande detta stadgande uti Riksdagskallelsen intagas. Skulle någon enskild Man eller någon Corps, Militaire eller Civil, eller ock någon Menighet af hwad namn den wara må, antingen af egen drift, eller med anledning af befallning, försöka att wåldföra Riksens Ständer eller deras Utskott eller enskilde Riksdagsmän, eller störa friheten i deras öfwerläggningar och beslut, ware sådant, jemlikt Regerings-Formens 110. §., ansedt som förräderi, och ankomme på Riksens Ständer, att slika förbrytelser i laga ordning beifra låta.
 

siehe hierzu auch das Gesetz über die Öffentlichkeit beim Zusammentreten der Reichsstände vom 1. März 1830.

 

§ 77. Wird ein Reichstagsmann während des Reichstags oder auf seinen Reisen nach und von dem Reichstage mit Worten oder That angegriffen, nachdem er zu erkennen gegeben, daß er in solchem Geschäfte sich befinde, oder auch nach dem Reichstage auf gewaltsame Weise angegriffen, in und wegen seiner Reichstagsgeschäfte, so soll dies nach § 111 der Regierungsform als Verbrechen gegen die öffentliche Sicherheit betrachtet werden; und was deswegen zu verfügen, ist in dem Ausschreiben zum Reichstage einzurücken. Sollte irgend ein Einzelner oder Corps, militär oder civil, oder auch eine Gemeine, von welchem Namen es sei, aus eigenem Antriebe oder durch einen Befehl veranlaßt, versuchen, den Reichsständen oder ihren Ausschüssen, oder einzelnen Reichstagsmännern, Gewalt anzuthun, oder ihre Freiheit in ihren Überlegungen und Beschlüssen zu stören, so ist dies nach § 110 der Regierungsform als Verrat anzusehen, und es steht den Reichsständen zu, dergleichen Verbrechen nach der Ordnung der Gesetze bestrafen zu lassen.

 

§.78. Ej må Riksdagsman någon tid kunna under tilltal ställas eller sin frihet beröfwas för des gerningar och yttranden uti Riks-Stånden eller något Riksens Ständers Utskott, utan att det Stånd, till hwilket han hörer, sådant tillåtit genom uttryckligt beslut, deruti minst fem sjettedelar af Ståndets wid omröstningen in Pleno tillstädeswarande Ledamöter instämt. Tage sig dock ingen häraf anledning till frikallelse från det Författare-answar, som Regerings-Formens 84. §. och 2. Mom. i 29. §. af denna Riksdags-Ordning utsätta. Men öfwerfaller någon inom Stånd eller Utskott den andra med hugg och slag, eller nyttjar emot honom wapen, hafwe den angripande förwerkat lifwet; och må han, utan att widare njuta Riksdagsmanna skydd, till behörig Domstol öfwerlemnas. Beskylles Riksdagsman för någon grof mißgerning, må han ej i häkte kunna inmanas förrän, efter anständ ransakning, Domaren sådant skäligt pröfwat, så wida han ej å bar gerning funnen warder. Gälle likwäl, om han, efter Domstolens kallelse, sig ej inställer, hwad allmänna Lagen i thy fall stadgar. Ej må Riksdagsman häktas för mindre förbrytelser eller för skuld insättas; ware dock hans egendom ej från laga utmätning frikallad. Icke eller kan någon Riksdagsman från annan ort, medan han för Riksdagens skuld sig å Riksdagsorten uppehåller, utom i ofwanförmälte swårare fall, dragas derstädes för Rätta, med mindre han sökes för gäld, som han under den tiden sig der åsamkat. Ingen ware tillätit, att ifrån dem, som till Riksdagen frän Landsorterne anländt, utom Husbondens lof och minne, till krigstjenst wärfwa något Tjenstehjon.


 

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde der § 78 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden nach den Worten "uti Riks-Stånden" folgende Worte eingefügt: ", dessas gemensamma sammanträden".
- im Satz 3 wurden die Worte "eller Utskott" ersetzt durch: ", Utskott eller Ståndens gemensamma sammanträden".
 

 

§ 78. Kein Reichstagsmann darf zu irgend einer Zeit zur Verantwortung gezogen oder seiner Freiheit beraubt werden, wegen seiner Handlungen und Äußerungen in dem Reichsstande oder einem Ausschusse der Stände, wenn nicht der Stand, welchem er angehört, solches durch einen ausdrücklichen Beschluß zuläßt, worin wenigstens fünf Sechstheile der bei dem Plenum des Standes anwesenden Mitglieder übereinstimmen. Jedoch darf niemand hievon Anlaß nehmen, sich der Verantwortlichkeit als Verfasser einer Druckschrift zu entziehen, davon § 84 der Regierungsform und § 29 dieser Reichstagsordnung erwähnen. Überfällt in einem Stande oder einem Ausschusse einer den andern mit Schlägen oder Stößen, oder gebraucht er Waffen gegen ihn, so hat der Angreifer das Leben verwirkt, und mit dem beikommenden Gerichte übergeben werden, ohne den Schutz eines Reichstagsmanns ferner zu genießen. Wird ein Reichstagsmann eines groben Verbrechens beschuldigt, so darf er nicht zur gefänglichen Haft gebracht werden, ehe der Richter nach angestellter Untersuchung darauf erkannt hat, es wäre denn, daß er auf der That selbst ergriffen würde. Wenn er aber sich nicht einstellt auf die Vorladung des Gerichtshofs, so gilt, was das allgemeine Gesetz auf diesen Fall vorschreibt. Ein Reichstagsmann darf nicht wegen geringerer Verbrechen oder Schulden halber verhaftet werden; doch ist sein Vermögen der gerichtlichen Auspfändung nicht entzogen. Kein Reichstagsmann kann an einem andern Orte so lange sich der des Reichstags wegen an dem Reichstagsorte aufhält, vor Gericht gezogen werden, jene vorgedachten schweren Fälle ausgenommen, oder wenn er wegen Schulen verklagt wird, die er dort während der Zeit des Reichstags gemacht hat. Niemand ist es erlaubt von denen, die vom Lande auf den Reichstag gesandt werden, Dienstboten zum Kriegsdienste zu werben, wenn nicht der Hausherr selbst seine Einwilligung dazu giebt.

Durch Reichstagsschlüsse von 1856 und 1858 wurde der § 78 wie folgt geändert:
- im Satz 1 wurden nach den Worten "in dem Reichsstande" folgende Worte eingefügt: ", deren gemeinsame Sitzungen ".
- im Satz 3 wurden die Worte "oder einem Ausschusse" ersetzt durch: ", einem Ausschusse oder auf einer gemeinsamen Sitzung der Stände".

 

§.79. Ingen af Ridderskapet och Adeln, som, enligt Riddarhus-Ordningen, till säte och stämma berättigad är, icke eller någon lagligen wald Riksdagsman för annat Stånd, må kunna af hwad anledning som hälst, förmenas att Riksdagen biwista; dock gälle under krigstider undantag härutinnan för Militaire-personer då de i Rikets tjenst af Konungen beordras. Riksdagsman af Preste- Borgare- och Bonde-Stånden må ej från Riksdagsorten afresa, eller från Riksdags-öfwerläggningarne sig afhålla, med mindre han dertill undfått, genom Protocolls Utdrag, tillåtelse af det Stånd, hwartill han hörer. Är han Ledamot i ett eller flere Utskott, anmäle sig först derstädes till ledighets erhållande, och gifwe sådant derefter i sitt Stånds Plenum tillkänna, hwarest, om ledigheten bewiljas, nytt wal till Utskotts-Ledamot genast förrättas. Sådant må äfwen för sig gå, då Ledamot, flere än tre gånger å rad, från Utskottets sammanträden utan laga förfall sig afhållit, hwilket den främste derstädes warande Ledamoten af hwarje Stånd äge, att i wederbörande Stånds Plenum gifwa tillkänna. Utan gällande skäl må ej längre ledighet än af twå högst tre weckors tid bewiljas. Ridderskapet och Adeln ställe sig, i deßa sednare fall, Riddarhus-Ordningen till efterrättelse.

 

Durch Reichstagsschlüsse von 1828 und 1830 wurden im § 79 Satz 1 nach den Worten "någon lagligen" die Worte "kallad eller" eingefügt.

 

§ 79. Niemand von Ritterschaft und Adel, der, zufolge der Ritterhausordnung zu Sitz und Stimme berechtigt ist, auch kein für einen andern Stand gesetzmäßig gewählter Reichstagsmann darf, wegen irgend einer Ursache abgehalten werden, dem Reichstage beizuwohnen; nur in Kriegszeiten findet hierin eine Ausnahme statt in Ansehung der Militärpersonen, die im Dienste des Reichs von dem Könige commandirt werden. Kein Reichstagsmann vom Priester-, Bürger- oder Bauernstande darf vom Reichstage abreisen, oder sich den Beerathschalgungen auf dem Reichstage entziehen, wenn er nicht von dem Stande, zu dem er gehört, durch einen Protokollextrakt ausdrücklich Erlaubniß erhalten. Ist er Mitglied eines oder mehrerer Ausschüsse, so muß er sich erst dort melden um seine Entlassung, und demnächst solches dem Plenum seines Standes zu erkennen geben, damit, wenn er die Entlassung erhält, eine neue Wahl eines Mitgliedes des Ausschusses sogleich vorgenommen werde. Eine neue Wahl muß auch dann erfolgen, wenn ein Mitglied mehr als dreimal nacheinander, ohne gesetzmäßige Abhaltung  von den Versammlungen des Ausschusses weg bleibt, welches das erste anwesende Mitglied jeden Standes, dem Plenum des beikommenden Standes zu erkennen geben muß. Ohne gegründete Ursache darf die Erlaubniß nicht auf längere Zeit bewilligt werden als zwei, höchstens drei Wochen. Ritterschaft und Adel haben sich in dem letzten Falle nach der Ritterhausordnung zu richten.

 

§.80. Riksdag må ej räcka längre än Tre månader från den dag, då Konungen låtit om Stats-Werkets tillstånd och behof Riksens Ständer eller deras Stats-Utskott underrätta. Skulle likwäl wid nämnde tids förlopp ärenderne ej wara afgjorde, anmäle Riksens Ständer det hos Konungen och äske att Riksdagen måtte fortfara någon wiß tid af högst en månad derefter; börandes minst Trenne Riks-Stånd hafwa sig om denna önskan förenat. Händer sig att wid den sålunda förlängda tidens utgång målen ändå icke blifwit afslutade, gånge som i Regerings-Formens 109. §. stadgadt är. Riksdag må äfwen slutas innan Tre månader till ända gått, enär samtlige Stånden sådant begära.
 

 

§ 80. Der Reichstag, darf nicht länger dauern als drei Monate von dem Tage an, wo der König die Reichsstände oder ihren Finanzausschuß von dem Zustande und Bedürfnisse der Finanzen unterrichten läßt. Sollten gleichwohl zu der gedachten Zeit die Geschäfte noch nicht beendigt sein, so zeigen die Reichsstände es dem Könige an und begehren, daß der Reichstag noch eine bestimmte Zeit, höchstens einen Monat länger fortdauern möge; doch müssen wenigstens drei Reichsstände sich über diesen Wunsch vereinigt haben. Sollten die Geschäfte zu Ablauf der solchergestallt verlängerten Zeit noch nicht abgemacht sein, so wird es nach § 109 der Regierungsform verhalten. Der Reichstag darf auch geschlossen werden, ehe drei Monate abgelaufen sind, wenn sämmtliche Stände es begehren.

 

§.81. Då Riksdag, i öfwerensstämmelse med nästföregående §., fulländad är, träde Landtmarskalken och Talmännen, efter föregånget beslut i sina Stånd, till Konungen och anhålle, det Han wille låta aflysa Riksdagen och Ständerne på Rikssalen uppkalla. Sedan, efter förrättad Gudstjenst, Ständerne sig å Rikssalen infunnit, och Landtmarskalken och Talmännen, hwar i sin ordning, inför Konungen nedlagt Ståndens tacksamhet och wälönskningar, uppläses Riksdags-Beslutet. Deruppå förklare Konungen Sjelf, eller genom Stats Ministern för Utrikes ärenderne, Deß bifall till Riksdagens slutande och hemförlofwe Ständerne.

 

§ 81. Wenn der Reichstag in Gemäßheit des vorstehenden § zu Ende gebracht ist, so treten der Landmarschall und die Sprecher, nach vorhergehendem Beschlusse in ihrem Stande zu dem Könige und halten darum an, daß er den Reichstag aufkündigen lasse und die Stände in den Reichssaal berufe. Wenn sich dann nach abgehaltenem Gottesdienste die Stände in dem Reichssaale eingefunden, und der Landmarschall und die Sprecher, jeder in seiner Ordnung, dem Könige die Dankbarkeit und Glückwünsche der Stände dargebracht haben, wird der Reichstagsschluß verlesen. Darauf erklärt der König selbst oder durch den Staatsminister der auswärtigen Angelegenheiten seine Zufriedenheit mit der Schließung des Reichstags und entläßt die Stände.

 

§.82. Innan Riksens Ständer åtskiljas, göra de, medelst Deputationer, sina underdåniga afskeds uppwaktningar hos Konungen och det Kongl. Huset, samt tage äfwen genom Deputerade afsked från hwarandra.

 

§ 82. Ehe die Reichsstände auseinander gehen, machen sie, durch Deputationen, ihre unterthänige Abschiedsaufwartung bei dem Könige und dem königl. Hause, und nehmen auch durch Deputationen Abschied von einander.

 

Till yttermera wißo hafwe Wi detta med Wåre Namns och Insegels undersättande stadfästat och bekräftat, som skedde i Stockholm den Tionde dagen i Februarii Månad, År efter Christi Börd det Ettusende Åttahundrade och på det Tionde.
 

På Ridderskapets och Adelns vägnar
M. Anckarsvärd.
p. t. Landtmarskalk. (L. S.)

På Präste-Ståndets vägnar
Jac. Ax. Lindblom.
Talman. (L. S.)

På Borgare-Ståndets vägnar
H. N. Schwan.
p. t. Talman. (L. S.)

På Bonde-Ståndets vägnar
Lars Olsson.
n. v. Talman. (L. S.)

 

Zu fernerer Beglaubigung haben wir dieses durch unserer Namen-Unterschrift und beigedrucktem Wappen festgesetzt und bestätigt. So geschehen zu Stockholm, den zehnten Tag im Februar nach Christi Geburt im Jahre nach Christe Geburt Eintausend Achthundert und Zehn.

Von wegen Ritterschaft und Adel:
M. Anckarsvärd.
p. t. Landtmarskalk. (L. S.)

Von wegen des Priesterstandes:
Jac. Ax. Lindblom.
Sprecher. (L. S.)

Von wegen des Bürgerstandes
H. N. Schwan.
p. t. Sprecher. (L. S.)

Von wegen des Bauernstandes
Lars Olsson.
gegenwärtiger Sprecher. (L. S.)

 

Detta allt, som föreskrifwit står, wele Wi ej allenast Sjelfwe för orygglig Grundlag antaga, utan bjude och befalle jemwäl i Nåder, att alle de, som Oß och Wåre Efterträdare, samt Riket med huldhet, lydno och hörsamhet förbundne äro, böra denna Riksdags-Ordning erkänna, iakttaga, efterlefwa och hörsamma.

Till yttermera wißo hafwe Wi detta med Egen Hand underskrifwit och bekräftat, samt Wårt Kongl. Insegel låtit weterligen hänga här nedanföre, som skedde i Wår Residence-Stad Stockholm den Tionde dagen i Februarii månad, Året efter Wår Herres och Frälsares Jesu Christi Börd det Ettusende Åttahundrade och på det Tionde.

Carl.

 

Dieses alles, wie es vorgeschrieben steht, wollen Wir nicht nur Selbst als unumstößliches Grundgesetz annehmen, sondern gebieten und befehlen auch in Gnaden, daß alle, die Uns und Unsern Nachkommen sammt dem Reiche, mit Huld, gehorsam und Folglichkeit verbunden sind, diese Reichstagsordnung erkennen, annehmen, befolgen und beobachten sollen.

Zu Urkund dessen haben Wir dies mit Unserer eigenen Hand unterzeichnet und bestätigt, auch Unser königliches Insiegel hierunter beifügen lassen. So geschehen in Unserer Residenzstadt Stockholm, den zehnten Tag des Februar-Monats, im Jahre Unsers Herrn und Erlösers Jesu Christi Geburt Ein Tausend Acht Hundert und Zehn.

Carl.

 


Quelle: Quellen zur europäischen Verfassungsgeschichte im 19. Jahrhundert
Saalfeld, Allg. Geschichte der neuesten Zeit 3. Band 2. Abth.
von Nordenflycht, Die schwedische Staatsverfassung in ihrer geschichtlichen Entwicklung, Berlin 1861
www.modern-constitutions.de

© 22. Januar 2012 - 3. März 2012
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