Stjˇrnarskrß lř­veldisins ═slands

1944 nr. 33 17. j˙nÝ

 

Verfassung der Republik Island

vom 16. Juni 1944

geńndert durch
Gesetz Nr. 51/1959 vom 20. August 1959
(aufgehoben durch Gesetz Nr. 65/1984, Art. 4)(Art. 31 neu)
Gesetz Nr. 9/1968 vom 24. April 1968 (aufgehoben durch Gesetz Nr. 65/1984, Art. 4)(Art. 33 neu)
Gesetz Nr. 65/1984 vom 13. Juni 1984
(Art. 31, 33 und 34 Abs. 1 neu)
Gesetz Nr. 56/1991 vom 31. Mai 1991
(Abschaffung des unechten Yweikammerszstems)
Gesetz Nr. 97/1995 vom 15. Juni 1995
(Art. 63 bis 78 neu, Neufassung der Grundrechte)
Gesetz Nr. 100/1995 vom 15. Juni 1995
(Art. 45 und eine ▄bergangsbestimmung neu)
Gesetz Nr. 77/1999 vom 16. Juni 1999
(Art. 31 und eine ▄bergangsbestimmung neu)
Gesetz Nr. 91/2013 vom 5. Juli 2013 (▄bergangsbestimmung neu)
 

I.
 
1. gr. ═sland er lř­veldi me­ ■ingbundinni stjˇrn.

 

Art. 1. Island ist eine konstitutionelle Republik.

 

2. gr. Al■ingi og forseti ═slands fara saman me­ l÷ggjafarvaldi­. Forseti og ÷nnur stjˇrnarv÷ld samkvŠmt stjˇrnarskrß ■essari og ÷­rum landsl÷gum fara me­ framkvŠmdarvaldi­. Dˇmendur fara me­ dˇmsvaldi­.

 

Art. 2. Die gesetzgebenden Gewalt liegt gemeinsam beim Alting und dem Präsidenten der Republik Island. Die vollziehende Gewalt wird im Einklang mit dieser Verfassung und anderen Landesgesetzen durch den Präsidenten und andere Regierungsorgane ausgeübt. Die Rechtsprechung wird durch die Gerichte ausgeübt.

 

II.
 
3. gr. Forseti ═slands skal vera ■jˇ­kj÷rinn.

 

Artikel 3. Der Präsident wird vom Volk gewählt.

 

4. gr. Kj÷rgengur til forseta er hver 35 ßra gamall ma­ur, sem fullnŠgir skilyr­um kosningarrÚttar til Al■ingis, a­ frßskildu b˙setuskilyr­inu.

 

Artikel 4. Jedermann, der das 35. Lebensjahr erreicht hat und die zur Wahl des Alting erforderlichen Bedingungen mit Ausnahme der des Wohnsitzes erfüllt, kann zum Prńsidenten gewählt werden.

 

5. gr. Forseti skal kj÷rinn beinum, leynilegum kosningum af ■eim, er kosningarrÚtt hafa til Al■ingis. Forsetaefni skal hafa me­mŠli minnst 1500 kosningarbŠrra manna og mest 3000. Sß, sem flest fŠr atkvŠ­i, ef fleiri en einn eru Ý kj÷ri, er rÚtt kj÷rinn forseti. Ef a­eins einn ma­ur er Ý kj÷ri, ■ß er hann rÚtt kj÷rinn ßn atkvŠ­agrei­slu.

A­ ÷­ru leyti skal ßkve­a me­ l÷gum um frambo­ og kj÷r forseta, og mß ■ar ßkve­a, a­ tiltekin tala me­mŠlenda skuli vera ˙r landsfjˇr­ungi hverjum Ý hlutfalli vi­ kjˇsendat÷lu ■ar.

Artikel 5. Der Präsident wird in direkter und geheimer Wahl der zum Alting Wahlberechtigten gewählt. Ein Präsidentschaftskandidat muß formgemäß von mindestens 1500 und nicht mehr als 3000 Wählern vorgeschlagen sein. Gibt es mehr als einen Kandidaten, so ist derjenige, der die Mehrheit der Wählerstimmen auf sich vereinigt, der gesetzmäßig gewählte Präsident. Gibt es nur einen Kandidaten, so wird er im Alleingang gewählt.

Weitere Vorschriften zur Kandidatur und Wahl des Präsidenten werden durch Gesetz erlassen; durch Gesetz kann auch bestimmt werden, daß die Anzahl derer, die den Präsidenten vorschlagen hat, jedem Landesteil in einem bestimmten Verhältnis zu der Zahl der Wähler stehen soll.

 

6. gr. Kj÷rtÝmabil forseta hefst 1. ßg˙st og endar 31. j˙lÝ a­ 4 ßrum li­num. Forsetakj÷r fer fram Ý j˙nÝ- e­a j˙lÝmßnu­i ■a­ ßr, er kj÷rtÝmabil endar.

 

Artikel 6. Die Amtszeit des Präsidenten beginnt am 1. August und endet nach Ablauf von 4 Jahren am 31. Juli. Die Wahl des Präsidenten findet im Juni oder Juli des Jahres statt, in dem seine Amtszeit endet.

 

7. gr. N˙ deyr forseti e­a lŠtur af st÷rfum, ß­ur en kj÷rtÝma hans er loki­, og skal ■ß kjˇsa nřjan forseta til 31. j˙lÝ ß fjˇr­a ßri frß kosningu.

 

Artikel 7. Falls der Präsident vor Ablauf seiner Amtszeit stirbt oder von seinem Amte zurücktritt, wird ein neuer Präsident für die Zeit bis zum 31. Juli des 4. Jahres nach der Wahl gewählt.

 

8. gr. N˙ ver­ur sŠti forseta lř­veldisins laust e­a hann getur ekki gegnt st÷rfum um sinn vegna dvalar erlendis, sj˙kleika e­a af ÷­rum ßstŠ­um, og skulu ■ß forsŠtisrß­herra, forseti sameina­s Al■ingis og forseti hŠstarÚttar fara me­ forsetavald. Forseti sameina­s Al■ingis střrir fundum ■eirra. Ef ßgreiningur er ■eirra Ý milli, rŠ­ur meiri hluti.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 8 Satz 1 und 2 das Wort "sameina­s" (2x) gestrichen.

 

Artikel 8. Falls das Amt des Präsidenten frei wird oder der Präsident es wegen eines Auslandsaufenthalts, wegen Krankheit oder sonstiger Gründe vorübergehend nicht auszuüben vermag, so üben der Premierminister, der Präsident des Vereinigten Alting  und der Oberste Richter am Obersten Gerichtshof die Präsidentschaftsbefugnisse aus. Der Präsident des Vereinigten Alting  führt bei dessen Sitzung den Vorsitz. Bei Meinungsverschiedenheiten entscheidet die Mehrheit.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 8 Satz 1 und 2 das Wort "Vereinigten" (2x) gestrichen.

 

9. gr. Forseti lř­veldisins mß ekki vera al■ingisma­ur nÚ hafa me­ h÷ndum launu­ st÷rf Ý ■ßgu opinberra stofnana e­a einkaatvinnufyrirtŠkja.

┴kve­a skal me­ l÷gum grei­slur af rÝkisfÚ til forseta og ■eirra, sem fara me­ forsetavald. Ëheimilt skal a­ lŠkka grei­slur ■essar til forseta kj÷rtÝmabil hans.

 

Artikel 9. Der Präsident darf nicht dem Alting angehören und darf keinerlei Einkünfte im Interesse irgendwelcher öffentlicher oder privater Unternehmen empfangen.

Die dem Präsidenten oder denen, die die Präsidentschaftsbefugnisse ausüben, aus der Staatskasse zu entrichtende Vergütung wird durch Gesetz festgelegt. Die Herabsetzung der Bezüge des Präsidenten wahrend der Dauer seiner Amtszeit ist ungesetzlich.

 

10. gr. Forsetinn vinnur ei­ e­a drengskaparheit a­ stjˇrnarskrßnni, er hann tekur vi­ st÷rfum. Af ei­staf ■essum e­a heiti skal gera tv÷ samhljˇ­a frumrit. Geymir Al■ingi anna­, en ■jˇ­skjalasafni­ hitt.

 

Artikel 10. Bei seiner Amtsübernahme leistet der Präsident einen Eid oder ge1obt, daß er die Verfassung aufrechterhalten werden. Von diesem Eid oder diesem Gelöbnis werden zwei identische Texte angefertigt, der eine wird beim Alting hinterlegt, der andere ins Nationalarchiv aufgenommen.

 

11. gr. Forseti lř­veldisins er ßbyrg­arlaus ß stjˇrnarath÷fnum. Svo er og um ■ß, er st÷rfum hans gegna.

Forseti ver­ur ekki sˇttur til refsingar, nema me­ sam■ykki Al■ingis.

Forseti ver­ur leystur frß embŠtti, ß­ur en kj÷rtÝma hans er loki­, ef ■a­ er sam■ykkt me­ meiri hluta atkvŠ­a vi­ ■jˇ­aratkvŠ­agrei­slu, sem til er stofna­ a­ kr÷fu Al■ingis, enda hafi h˙n hloti­ fylgi 3/4 hluta ■ingmanna Ý sameinu­u ■ingi.  Ůjˇ­aratkvŠ­agrei­slan skal ■ß fara fram innan tveggja mßna­a, frß ■vÝ a­ krafan um hana var sam■ykkt ß Al■ingi, og gegnir forseti eigi st÷rfum, frß ■vÝ a­ Al■ingi gerir sam■ykkt sÝna, ■ar til er ˙rslit ■jˇ­aratkvŠ­agrei­slunnar eru kunn.

N˙ hlřtur krafa Al■ingis eigi sam■ykki vi­ ■jˇ­aratkvŠ­agrei­sluna, og skal ■ß Al■ingi ■egar Ý sta­ rofi­ og efnt til nřrra kosninga.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 11 Abs. 3 die Worte "Ý sameinu­u ■ingi" gestrichen.

 

Artikel 11. Der Präsident kann für seine Amtshandlungen nicht zur Verantwortung gezogen werden. Dasselbe gilt für diejenigen, die die Präsidentschaftsbefugnisse wahrnehmen.

Gegen den Präsidenten kann nur mit Zustimmung des Alting ein Strafverfahren angestrengt werden.

Der Präsident scheidet vor Ablauf der Amtszeit aus seinem Amte, wenn dies in einer Volksabstimmung gebilligt wird, die in Einklang mit einem Beschluß von drei Vierteln der Mitglieder des Vereinigten Alting vorgenommen wurde. Diese Volksabstimmung muß innerhalb von zwei Kalendermonaten nach der Annahme des genannten Beschlusses durchgeführt werden; während dieser Zeit darf der Präsident sein Amt nicht ausüben.

Wird der besagte Beschluß in der Volksabstimmung abgelehnt, so wird das Alting unverzüglich aufgelöst, und es werden Vorbereitungen zu einer Neuwahl getroffen.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 11 Abs. 3 die Worte "des Vereinigten Alting" ersetzt durch: "des Alting".

 

12. gr. Forseti lř­veldisins hefur a­setur Ý ReykjavÝk e­a nßgrenni.

 

Artikel 12. Der Präsident hat seinen Wohnsitz in oder in der Nähe von Reykjavik.

 

13. gr. Forsetinn lŠtur rß­herra framkvŠma vald sitt.

Rß­uneyti­ hefur a­setur Ý ReykjavÝk.

 

Artikel 13. Der Präsident übt seine Amtsgewalt durch seine Minister aus.

Das Kabinett hat seinen Sitz in Reykjavik.

 

14. gr. Rß­herrar bera ßbyrg­ ß stjˇrnarframkvŠmdum ÷llum. Rß­herraßbyrg­ er ßkve­in me­ l÷gum. Al■ingi getur kŠrt rß­herra fyrir embŠttisrekstur ■eirra. Landsdˇmur dŠmir ■au mßl.

 

Artikel 14. Das Kabinett ist für alle Handlungen der Regierung verantwortlich. Die Verantwortlichkeit der Minister bestimmt das Gesetz. Das Alting kann die Minister ihrer Amtsführung wegen anklagen. Die Gerichtsbarkeit in solchen Fällen obliegt dem Landesgericht.

 

15. gr. Forsetinn skipar rß­herra og veitir ■eim lausn. Hann ßkve­ur t÷lu ■eirra og skiptir st÷rfum me­ ■eim.

 

Artikel 15. Der Präsident, ernennt das Kabinett und nimmt die Rücktrittsgesuche der Minister entgegen. Er bestimmt die Zahl der Minister und weist ihnen ihre Aufgaben zu.

 

16. gr. Forseti lř­veldisins og rß­herrar skipa rÝkisrß­, og hefur forseti ■ar forsŠti.

L÷g og mikilvŠgar stjˇrnarrß­stafanir skal bera upp fyrir forseta Ý rÝkisrß­i.

 

Artikel 16. Der Präsident führt den Vorsitz in dem aus seinen Ministern bestehenden Staatsrat.

Gesetze und wichtige Regierungsmaßnahmen müssen dem Präsidenten im Staatsrat vorgelegt werden.

 

17. gr. Rß­herrafundi skal halda um nřmŠli Ý l÷gum og um mikilvŠg stjˇrnarmßlefni. Svo skal og rß­herrafund halda, ef einhver rß­herra ˇskar a­ bera ■ar upp mßl. Fundunum stjˇrnar sß rß­herra, er forseti lř­veldisins hefur kvatt til forsŠtis, og nefnist hann forsŠtisrß­herra.

 

Artikel 17. Kabinettssitzungen finden zur Er÷rterung neuer Gesetzesvorschlńge und wichtiger politische Ma▀nahmen statt. Řberdies werden Kabinettssitzungen auf Wunsch eines Ministers abgehalten. Den Vorsitz in solchen Kabinettssitzungen fŘhrt der Minister, den der Prńsident als Vorsitzenden gewńhlt hat; dieser Minister hei▀t Premierminister.

 

18. gr. Sß rß­herra, sem mßl hefur undirrita­, ber ■a­ a­ jafna­i upp fyrir forseta.

 

Artikel 18. Der Minister, der eine Maßnahme vorgeschlagen hat, muß sie normalerweise dem Präsidenten vorlegen.

 

19. gr. Undirskrift forseta lř­veldisins undir l÷ggjafarmßl e­a stjˇrnarerindi veitir ■eim gildi, er rß­herra ritar undir ■au me­ honum.

 

Artikel 19. Die durch einen Minister gegengezeichnete Unterschrift des Präsidenten verleiht einem Gesetz oder einem Regierungsakt die Rechtsgültigkeit.

 

20. gr. Forseti lř­veldisins veitir ■au embŠtti, er l÷g mŠla.

Engan mß skipa embŠttismann, nema hann hafi Ýslenskan rÝkisborgararÚtt. EmbŠttisma­ur hver skal vinna ei­ e­a drengskaparheit a­ stjˇrnarskrßnni.

Forseti getur viki­ ■eim frß embŠtti, er hann hefur veitt ■a­.

Forseti getur flutt embŠttismenn ˙r einu embŠtti Ý anna­, enda missi ■eir einskis Ý af embŠttistekjum sÝnum, og sÚ ■eim veittur kostur ß a­ kjˇsa um embŠttaskiptin e­a lausn frß embŠtti me­ l÷gmŠltum eftirlaunum e­a l÷gmŠltum ellistyrk.

Me­ l÷gum mß undanskilja ßkve­na embŠttismannaflokka auk embŠttismanna ■eirra, sem taldir eru Ý 61. gr.

 

Artikel 20. Der Präsident nimmt die Ernennungen zu allen im Gesetz festgelegten Ämtern vor.

Niemand, der nicht isländischer Staatsbürger ist, darf ein Amt innehaben. Jeder Staatsbeamte muß einen Eid ablegen oder geloben, daß er die Verfassung auf recht erhalten werden.

Der Präsident kann jeden von ihm ernannten Staatsbeamten aus seinem Amt abberufen.

Der Präsident kann Staatsbeamte in ein anderes Amt versetzen unter der Bedingung, daß ihr Gehalt nicht herabgesetzt wird und daß ihnen die Wahl zwischen einer solchen Versetzung und einem Amtsrücktritt mit der nach dem Gesetz bestimmten Pension oder Altersversorgung offensteht.

Über die in Artikel 61 Erwähnten hinaus können bestimmte Kategorien von Beamten durch Gesetz hiervon ausgenommen werden.

 

21. gr. Forseti lř­veldisins gerir samninga vi­ ÷nnur rÝki. ١ getur hann enga slÝka samninga gert, ef ■eir hafa Ý sÚr fˇlgi­ afsal e­a kva­ir ß landi e­a landhelgi e­a ef ■eir horfa til breytinga ß stjˇrnarh÷gum rÝkisins, nema sam■ykki Al■ingis komi til.

 

Artikel 21. Der Präsident schließt Verträge mit anderen Staaten. Er kann außer mit Zustimmung des Alting keinerlei Abkommen treffen, die einen Verzicht auf Hoheitsrechte oder Hoheitsgewässer oder Servituten in ihren nach sich ziehen oder Verfassungsänderungen enthalten.

 

22. gr. Forsetinn stefnir saman Al■ingi ßr hvert og ßkve­ur, hvenŠr ■vi skuli sliti­. Ůingi mß eigi slÝta fyrr en fjßrl÷g eru sam■ykkt. Forseti lř­veldisins kve­ur Al■ingi til aukafunda, ■egar nau­syn er til.

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 22 folgende Fassung:
"22. gr. Forseti lř­veldisins stefnir saman Al■ingi eigi sÝ­ar en tÝu vikum eftir almennar al■ingiskosningar. Forsetinn setur reglulegt Al■ingi ßr hvert."

 

Artikel 22. Der Präsident beruft das Alting jedes Jahr ein und bestimmt den Ausgang der Sitzungsperiode. Das Alting darf sich nicht vor der Verabschiedung des Haushaltsgesetzes vertagen. Der Präsident kann das Alting zu außerordentlichen Sitzungen berufen, falls dies erforderlich ist.

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 22 folgende Fassung:
"Artikel 22. Der Prńsident beruft das Alting  nicht spńter als zehn Wochen nach der allgemeinen Wahl zu einer Sitzung. Der Prńsident er÷ffnet das Alting  jedes Jahr zu einer ordentlichen Sitzungsperiode."

 

23. gr. Forseti lř­veldisins getur fresta­ fundum Al■ingis tiltekinn tÝma, ■ˇ ekki lengur en tvŠr vikur og ekki nema einu sinni ß ßri. Al■ingi getur ■ˇ veitt forseta sam■ykki til afbrig­a frß ■essum ßkvŠ­um.

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde dem Artikel 23 folgender Absatz angefŘgt:
"Hafi Al■ingi veri­ fresta­ getur forseti lř­veldisins eigi a­ sÝ­ur kvatt Al■ingi saman til funda ef nau­syn ber til. Forseta er ■a­ og skylt ef ˇsk berst um ■a­ frß meiri hluta al■ingismanna."

Artikel 23. Der Präsident kann Sitzungen des Alting für eine gewisse Zeitspanne, jedoch nicht länger als um zwei Wochen, und nur einmal im Jahr vertagen. Das Alting kann den Präsidenten jedoch ermächtigen, von diesen Vorschriften abzuweichen.

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde dem Artikel 23 folgender Absatz angefŘgt:
"Ist das Alting vertagt oder geschlossen, kann der Prńsident, falls dies erforderlich ist, das Alting zusammenrufen. Der Prńsident ist hierzu verpflichtet, wenn die Mehrheit der Mitglieder des Altings es verlangen."

 

24. gr. Forseti lř­veldisins getur rofi­ Al■ingi, og skal ■ß stofna­ til nřrra kosninga, ß­ur en 2 mßnu­ir sÚu li­nir, frß ■vi a­ ■a­ var rofi­, enda komi Al■ingi saman eigi si­ar en 8 mßn­um eftir, a­ ■a­ var rofi­.

Durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 24 wie folgt geńndert:
- die Worte "ß­ur en 2 mßnu­ir sÚu li­nir, frß ■vÝ a­ ■a­ var rofi­" wurde ersetzt durch: "ß­ur en 45 dagar eru li­nir frß ■vÝ er gert var kunnugt um ■ingrofi­".
- die Worte "8 mßnu­um" wurden ersetzt durch: "tÝu vikum".
- folgender Satz wurde angefŘgt:
"Al■ingismenn skulu halda umbo­i sÝnu til kj÷rdags."

 

Artikel 24. Der Präsident kann das Alting auflösen; die Neuwahl muß innerhalb von zwei Kalendermonaten nach der Auflösung stattfinden und das neu gewählte Alting muß sich innerhalb von acht Kalendermonaten nach der Auflösung des alten versammeln.

Durch Art. 5 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 24 wie folgt geńndert:
- die Worte "innerhalb von zwei Kalendermonaten" wurden ersetzt durch: "vor Ablauf von 45 Tagen".
- die Worte "innerhalb von acht Kalendermonaten" wurden ersetzt durch: "innerhalb von zehn Wochen".
- folgender Satz wurde angefŘgt:
"Die Mitglieder des Altings behalten ihr Mandat bis zum Tag der Neuwahl."

 

25. gr. Forseti lř­veldisins getur lßti­ leggja fyrir Al■ingi frumv÷rp til laga og annarra sam■ykkta.

 

Artikel 25. Der Präsident kann dem Alting Gesetzesvorlagen und Beschlußanträge vorlegen.

 

26. gr. Ef Al■ingi hefur sam■ykkt lagafrumvarp, skal ■a­ lagt fyrir forseta lř­veldisins til sta­festingar eigi sÝ­ar en tveim vikum eftir a­ ■a­ var sam■ykkt, og veitir sta­festingin ■vÝ lagagildi. N˙ synjar forseti lagafrumvarpi sta­festingar, og fŠr ■a­ ■ˇ engu a­ sÝ­ur lagagildi, en leggja skal ■a­ ■ß svo fljˇtt sem kostur er undir atkvŠ­i allra kosningarbŠrra manna Ý landinu til sam■ykktar e­a synjunar me­ leynilegri atkvŠ­agrei­slu. L÷gin falla ˙r gildi, ef sam■ykkis er synja­, en ella halda ■au gildi sÝnu.

 

Artikel 26. Wenn das Alting eine Gesetzesvorlage angenommen hat, muß sie dem Präsidenten innerhalb von zwei Wochen nach ihrer Annahme zur Billigung vorgelegt werden; hierauf tritt sie als Gesetz in Kraft. Wenn der Präsident eine Gesetzesvorlage zurückweist, so wird sie dennoch rechtsgültig, muß jedoch, sobald es die Umstände erlauben, einem in geheimer Abstimmung erfolgenden Volksentscheid unterbreitet werden und verliert im Falle einer Ablehnung ihre Rechtsgültigkeit; andernfalls aber behält sie Gesetzeskraft.

 

27. gr. Birta skal l÷g. Um birtingarhßttu og framkvŠmd laga fer a­ landsl÷gum.

 

Artikel 27. Alle Gesetze müssen veröffentlicht werden. Die Veröffentlichung und die Durchführung der Gesetze erfolgt nach Maßgabe der Landesgesetze.

 

28. gr. Ůegar brřna nau­syn ber til, getur forsetinn gefi­ ˙t brß­abirg­al÷g milli ■inga. Ekki mega ■au ■ˇ rÝ­a Ý bßg vi­ stjˇrnarskrßna. Ăti­ skulu ■au lŠg­ fyrir nŠsta Al■ingi ß eftir.

N˙ sam■ykkir Al■ingi ekki brß­abirg­al÷g, og falla ■au ■ß ˙r gildi.

Brß­abirg­afjßrl÷g mß ekki gefa ˙t, ef Al■ingi hefur sam■ykkt fjßrl÷g fyrir fjßrhagstÝmabili­.

Durch Art. 6 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 28 wie folgt geńndert:
- im Abs. 1 Satz 1 wurden die Worte "milli ■inga" ersetzt durch: "er Al■ingi er ekki a­ st÷rfum".
- im Abs. 1 Satz 3 wurden die Worte "fyrir nŠsta Al■ingi ß eftir" ersetzt durch: "fyrir Al■ingi ■egar er ■a­ er saman komi­ ß nř".
- der Abs. 2 erhielt folgende Fassung:
"Sam■ykki Al■ingi ekki brß­abirg­al÷g, e­a lj˙ki ekki afgrei­slu ■eirra innan sex vikna frß ■vÝ a­ ■ingi­ kom saman, falla ■au ˙r gildi. "

 

Artikel 28. Im Falle äußerster Dringlichkeit kann der Präsident in der Zeit zwischen den Sitzungsperioden des Alting vorläufige Gesetze erlassen. Solche Gesetze dürfen jedoch nicht in Widerspruch zu der Verfassung stehen. Sie müssen dem Alting unterbreitet werden, sobald es zusammentritt.

Wenn das Alting einem vorläufigen Gesetz seine Zustimmung versagt, so wird es ungültig.

Es darf kein vorläufiger Haushaltsplan aufgestellt werden, wenn das Alting  das Haushaltsgesetz für das Rechnungsjahr verabschiedet hat.

Durch Art. 6 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 28 wie folgt geńndert:
- im Abs. 1 Satz 1 wurden die Worte "in der Zeit zwischen den Sitzungsperioden des Alting" ersetzt durch: "wńhrend das Alting nicht versammelt ist".
-der Abs. 1 Satz 3 erhielt folgende Fassung:
"Sie mŘssen dem bald m÷glichst zu versammelnden Alting unterbreitet werden."
- der Abs. 2 erhielt folgende Fassung:
"Stimmt das Alting einem vorlńufigen Gesetz nicht zu oder befasst sich innerhalb einer Frist von sechs Wochen nach seinem Wiederzusammentritt nicht damit, so wird es ungŘltig."

 

29. gr. Forsetinn getur ßkve­i­, a­ saksˇkn fyrir afbrot skuli ni­ur falla, ef rÝkar ßstŠ­ur eru til. Hann nß­ar menn og veitir almenna uppgj÷f saka. Rß­herra getur hann ■ˇ eigi leyst undan saksˇkn nÚ refsingu, sem landsdˇmur hefur dŠmt, nema me­ sam■ykki Al■ingis.

 

Artikel 29. Der Präsident kann die Verfolgung eines Verbrechens einstellen lassen, wenn zwingende Gründe dafür sprechen. Er spricht Begnadigungen aus und erläßt Amnestien. Einen Minister kann er nicht ohne Zustimmung des Alting  von der Verfolgung oder von der Verurteilung durch den Gerichtshof für Ministeranklagen freistellen.

 

30. gr. Forsetinn veitir, anna­hvort sjßlfur e­a me­ ■vÝ a­ fela ■a­ ÷­rum stjˇrnv÷ldum, undan■ßgur frß l÷gum samkvŠmt reglum, sem fari­ hefur veri­ eftir hinga­ til.

 

Artikel 30. Der Präsident gewährt entweder persönlich oder über die Regierung Befreiungen von den Gesetzen im Einklang mit der herrschenden Übung.

 

III.
 

31. gr. ┴ Al■ingi eiga sŠti allt a­ 52 ■jˇ­kj÷rnir ■ingmenn, kosnir leynilegum kosningum, ■ar af
a. 8 ■ingmenn Ý Reykjavik. Kosning ■eirra er hlutbundin. Jafnmargir varamenn skulu kosnir samtimis og ß sama hßtt.
b. 6 Ůingmenn Ý ■essum kaupst÷­um, einn fyrir hvern kaupsta­: Hafnarfir­i, ═safir­i, Siglufir­i, Akureyri, Sey­isfir­i og Vestmannaeyjum.
c. 27 ■ingmenn i ■eim einmennings■ og tvimenningskj÷rdŠmum, sem n˙ eru, ÷­rum en kaupst÷­um. Skal kosning vera hlutbundin Ý tvÝmenningskj÷rdŠmum og jafnmargir varamenn kosnir samtÝmis og ß sama hßtt.
Deyi ■ingma­ur, kosinn Ý einmenningskj÷rdŠmi, e­a fari frß ß kj÷rtÝmanum, ■ß skal kjˇsa ■ingmann Ý hans sta­ fyrir ■a­, sem eftir er kj÷rtÝmans.
d. Allt a­ 11 ■ingmenn til j÷fnunar milli ■ingflokka, svo a­ hver ■eirra hafi ■ingsŠti Ý sem fyllstu samrŠmi vi­ atkvŠ­at÷lu sÝna vi­ almennar kosningar. Heimilt er flokkum a­ hafa landslista Ý kj÷ri vi­ almennar kosningar, enda grei­i ■ß kjˇsendur anna­hvort frambjˇ­anda Ý kj÷rdŠmi e­a landslista. Frambjˇ­endur ■ess flokks, sem landslista hefur Ý kj÷ri og nŠr j÷fnunar■ingsŠti, taka sŠti eftir ■eirri r÷­, sem ■eir eru Ý ß listanum a­ lokinni kosningu. Skal a­ minnsta kosti anna­ hvert sŠti tÝu efstu manna ß landslista skipa­ frambjˇ­endum flokksins Ý kj÷rdŠmum utan ReykjavÝkur. A­ ÷­ru leyti fer um skipun j÷fnunar■ingsŠta eftir kosningal÷gum. Jafnmargir varamenn skulu kosnir j÷fnunar■ingsŠtum, samtÝmis og ß sama hßtt.

Ůingmenn skulu kosnir til 4 ßra.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 20. August 1959 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"31. gr. ┴ Al■ingi eiga sŠti 60 ■jˇ­kj÷rnir ■ingmenn, kosnir leynilegum kosningum, ■ar af:
a. 25 ■ingmenn kosnir hlutbundinni kosningu Ý 5 fimm manna kj÷rdŠmum:
  Vesturlandskj÷rdŠmi: Borgarfjar­arsřsla, Akraneskaupsta­ur, Mřrasřsla, SnŠfellsnes- og Hnappadalssřsla og Dalasřsla.
  Vestfjar­akj÷rdŠmi: Bar­astrandarsřsla, Vestur-Ýsafjar­arsřsla, Ýsafjar­arkaupsta­ur, Nor­ur-═safjar­arsřsla, Strandasřsla.
  Nor­urlandskj÷rdŠmi vestra: Vestur-H˙navatnssřsla, Austur-H˙navatnssřsla, Skagafjar­arsřsla, Sau­ßrkrˇkskaupsta­ur og Siglufjar­arkaupsta­ur.
  Austurlandskj÷rdŠmi: Nor­ur-M˙lasřsla, Sey­isfjar­arkaupsta­ur, Su­urM˙lasřsla, Neskaupsta­ur og Austur-Skaftafellssřsla.
  Reykjaneskj÷rdŠmi: Gullbringu- og Kjˇsarsřsla, Hafnarfjar­arkaupsta­ur, KeflavÝkurkaupsta­ur og Kˇpavogskaupsta­ur.
b. 12 ■ingmenn kosnir hlutbundinni kosningu i 2 sex manna kj÷rdŠmum:
  Nor­urlandskj÷rdŠmi eystra: Eyjafjar­arsřsla, Akureyrarkaupsta­ur, Ëlafsfjar­arkaupsta­ur, Su­ur-Ůingeyjarsřsla, H˙savÝkurkaupsta­ur og Nor­ur-Ůingeyjarsřsla.
  Su­urlandskj÷rdŠmi: Vestur-Skaftafellssřsla, Vestmannaeyjakaupsta­ur, Rangßrvallasřsla og ┴rnessřsla.
c. 12 ■ingmenn kosnir hlutbundinni kosningu Ý ReykjavÝk.
d. 11 landskj÷rnir ■ingmenn til j÷fnunar milli ■ingflokka, svo a­ hver ■eirra hafi ■ingsŠti Ý sem fyllstu samrŠmi vi­ atkvŠ­at÷lu sÝna vi­ almennar kosningar.
Ůingmenn skulu kosnir til 4 ßra. ┴ hverjum frambo­slista skulu a­ jafna­i vera tv÷falt fleiri menn en kjˇsa ß Ý ■vÝ kj÷rdŠmi, og skulu varamenn, bŠ­i fyrir kj÷rdŠmakosna ■ingmenn og landskj÷rna. vera svo margir sem til endist ß listanum.
"

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 wurde das Gesetz vom 20. August 1959 aufgehoben.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"31. gr. ┴ Al■ingi eiga sŠti 63 ■jˇ­kj÷rnir ■ingmenn, kosnir leynilegri hlutbundinni kosningu til 4 ßra Ý ■essum kj÷rdŠmum:
1. ReykjavÝkurkj÷rdŠmi.
     Til ■ess telst ReykjavÝk.
2. Reykjaneskj÷rdŠmi.
     Til ■ess teljast: Gullbringusřsla, GrindavÝkurkaupsta­ur, KeflavÝkurkaupsta­ur, Njar­vÝkurkaupsta­ur , Kjˇsarsřsla, Gar­akaupsta­ur, Hafnarfj ar­arkaupsta­ur, Kˇpavogskaupsta­ur og Seltjarnarneskaupsta­ur.
3. Vesturlandskj÷rdŠmi.
     Til ■ess teljast: Borgarfjar­arsřsla, Akraneskaupsta­ur, Mřrasřsla, SnŠfellsnesog Hnappadalssřsla og Dalasřsla.
4. Vestfjar­akj÷rdŠmi:
     Til ■ess teljast: Austur-Bar­astrandarsřsla, Vestur-Bar­astrandarsřsla, Vestur-═safjar­arsřsla, BolungarvÝkurkaupsta­ur, ═safjar­arkaupsta­ur, Nor­ur-═safjar­arsřsla og Strandasřsla.
5. Nor­urlandskj÷rdŠmi vestra.
    Til ■ess teljast: Vestur-H˙navatnssřsla, Austur-H˙navatnssřsla, Skagafjar­arsřsla, Sau­ßrkrˇkskaupsta­ur og Siglufjar­arkaupsta­ur.
6. Nor­urlandskj÷rdŠmi eystra.
     Til ■ess teljast: Eyjafjar­arsřsla, Akureyrarkaupsta­ur, DalvÝkurkaupsta­ur,Ëlafsfj ar­arkaupsta­ur, Su­ur-Ůingeyjarsřsla, H˙savÝkurkaupsta­ur og Nor­ur- Ůingeyjarsřsla.
7. Austurlandskj÷rdŠmi.
     Til ■ess teljast: Nor­ur-M˙lasřsla, Sey­isfjar­arkaupsta­ur, Su­ur-M˙lasřsla, Eskifjar­arkaupsta­ur, Neskaupsta­ur og Austur-Skaftafellssřsla.
8. Su­urlandskj÷rdŠmi.
     Til ■ess telj ast: Vestur-Skaftafellssřsla, Vestmannaeyj akaupsta­ur, Rangßrvallasřsla, ┴rnessřsla og Selfoss.
ŮingsŠti skiptast milli kj÷rdŠma ß ■ennan hßtt:
a. 54 ■ingsŠti skiptast ■annig milli kj÷rdŠma:
     ReykjavÝkurkj÷rdŠmi  . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .14 ■ingsŠti.
     Reykjaneskj÷rdŠmi  . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 ■ingsŠti.
     Vesturlandskj÷rdŠmi   . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 ■ingsŠti.
     Vestfjar­akj÷rdŠmi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 ■ingsŠti
     Nor­urlandskj÷rdŠmi vestra. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 ■ingsŠti
     Nor­urlandskj÷rdŠmi eystra. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 ■ingsŠti
     Austurlandskj÷rdŠmi. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .  5 ■ingsŠti
     Su­urlandskj÷rdŠmi  . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 ■ingsŠti.
b. A­ minnsta kosti 8 ■ingsŠtum skal rß­stafa til kj÷rdŠma fyrir hverjar kosningar samkvŠmt ßkvŠ­um Ý kosningal÷gum.
e. Heimilt er a­ rß­stafa einu ■ingsŠti til kj÷rdŠmis a­ loknum hverjum kosningum samkvŠmt ßkvŠ­um Ý kosningal÷gum.
Vi­ ˙thlutun ■ingsŠta samkvŠmt kosninga˙rslitum skal gŠta ■ess svo sem kostur er a­ hver ■ingflokkur fßi ■ingmannat÷lu Ýsem fyllstu samrŠmi vi­ heildaratkvŠ­at÷lu sÝna. Er ■ß heimilt a­ ˙thluta allt a­ fjˇr­ungi ■ingsŠta hvers kj÷rdŠmis, samkvŠmt a- og b-Ii­ 2. mgr. ■essarar greinar, me­ hli­sjˇn af kosninga˙rslitum ß landinu ÷llu. Sama ß vi­ um ˙thlutun ■ingsŠtis samkvŠmt e-li­ s÷mu mßlsgreinar.
"

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 1. Juli 1999 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"
31. gr. ┴ Al■ingi eiga sŠti 63 ■jˇ­kj÷rnir ■ingmenn, kosnir leynilegri hlutbundinni kosningu til fj÷gurra ßra.
Kj÷rdŠmi skulu vera fŠst sex en flest sj÷. M÷rk ■eirra skulu ßkve­in Ý l÷gum, en ■ˇ er heimilt a­ fela landskj÷rstjˇrn a­ ßkve­a kj÷rdŠmam÷rk Ý ReykjavÝk og nßgrenni.
═ hverju kj÷rdŠmi skulu vera minnst sex kj÷rdŠmissŠti sem ˙thluta skal ß grundvelli kosninga˙rslita Ý kj÷rdŠminu. Fj÷ldi ■ingsŠta Ý hverju kj÷rdŠmi skal a­ ÷­ru leyti ßkve­inn Ý l÷gum, sbr. ■ˇ 5. mgr.
Í­rum ■ingsŠtum en kj÷rdŠmissŠtum skal rß­stafa Ý kj÷rdŠmi og ˙thluta ■eim til j÷fnunar milli stjˇrnmßlasamtaka ■annig a­ hver samt÷k fßi ■ingmannat÷lu Ý sem fyllstu samrŠmi vi­ heildaratkvŠ­at÷lu sÝna. Ůau stjˇrnmßlasamt÷k koma ■ˇ ein til ßlita vi­ ˙thlutun j÷fnunarsŠta sem hloti­ hafa minnst fimm af hundra­i af gildum atkvŠ­um ß landinu ÷llu.
Ef kjˇsendur ß kj÷rskrß a­ baki hverju ■ingsŠti, a­ me­t÷ldum j÷fnunarsŠtum, eru eftir al■ingiskosningar helmingi fŠrri Ý einu kj÷rdŠmi en einhverju ÷­ru kj÷rdŠmi skal landskj÷rstjˇrn breyta fj÷lda ■ingsŠta Ý kj÷rdŠmum Ý ■vÝ skyni a­ draga ˙r ■eim mun. Setja skal nßnari fyrirmŠli um ■etta Ý l÷g.
Breytingar ß kj÷rdŠmam÷rkum og tilh÷gun ß ˙thlutun ■ingsŠta, sem fyrir er mŠlt Ý l÷gum, ver­a a­eins ger­ar me­ sam■ykki 2/3 atkvŠ­a ß Al■ingi."

 

Artikel 31. Das Alting besteht aus 52 Mitgliedern, die vom Volke in geheimer Wahl gewählt werden, und zwar
a) 8 Mitglieder von Reykjavik. Kosning ƥeirra er hlutbundin. Jafnmargir varamenn skulu kosnir samtÝmis og ß sama hßtt.
b) 6 Mitglieder i pessum kaupst÷­um, einn fyrir hvern kaupsta­: Hafnarfir­i, ╠safir­i, Siglufir­i, Akureyri, Sey­isfir­i og Vestmannaeyjum.
c) 27 Mitglieder i ƥeim einmennings- og tvimenningskj÷rdrǣmum, sem n˙ eru, ÷­rum en kaupst÷­um. SkaI kosning vera hlutbundin i tvimenningskj÷rdremum og jafnmargir varumenn kosnir samtimis og ß sama hßtt.
    Deyi pingma­ur, kosinn i einmenningskj÷rdǣmi, e­a fari fra ß k,j÷rtimanum, ƥa skaI kjˇsa ƥingmann i hans sta­ fyrir ƥa­, sem eftir er k,j÷rtimans.
d) Allt a­ 11 ƥingmenn til j÷fnunar milli ƥingflokka, svo a­ hver ƥeirra hafi ƥingsreti i sem fyllstu samrǣmi vi­ almennar, kosningar. Heimilt er flokkum a­ hafa Iandslista i kj÷ri vi­ almennar kosningar, enda grei­i ƥa kjˇsendur atkvǣ­i anna­hvort frambjˇ­anda i kj÷rdǣmi e­a Iandslista. Frambjo­endur ƥess flokks, sem Iandslista hefur i kj÷ri og nǣr j÷fnunarƥingsǣti, taka sǣti eftir ƥeirri r÷­, sem ƥeir eru i ß listamnun a­ lokinný kosningu. Skal a­ minnsta kosti anna­ hvert sǣti tiu efstu manna ß landslista skipa­ frambjˇ­endum flokksins i kj÷rdǣmum utan Reykjavikur. A­ ÷­ru leyti fer um skipun j÷fnunarpingsǣta eftir kosningal÷gum. Jafnmargir varamenn skulu kosnir j÷fnunarpingsǣtum, samtimis og ß sama hßtt.

Die Mitglieder werden auf 4 Jahre gewählt.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 20. August 1959 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"Artikel 31. Das Alting  besteht aus 60 Mitgliedern, die vom Volke in geheimer Wahl gewählt werden, und zwar
a) 25 Mitglieder nach dem Verhältniswahlsystem in 5 Wahlkreisen mit je 5 Mitgliedern:
    West-Island: Borgarfjardarsysla, die Stadt Akranes, Myrasysla, Snxfellsnes - und Hnappadalssysla und Dalasysla.
    West-Fjords: Bardastrandarsysia, Vestur-Isafjardarsysla, die Stadt Isafördur, Nordur-Isafardarsysla, Strandasysla.
    Nordwest-Island: Vestur-Hunavatnassysla, Austur-Hunavainassysla, Skagafjardarsysla, die Städte Saudarkrokur und Siglufjördur.
    Ost-Island: Nordur-Mulasysla, die Stadt Seydisfjördur, Sudrumulasysla, die Stadt Neskauostadur und Austur-Skaftafellssysla.
    Umgebung von Reykjavik : Gullbringu- und Kjosasysla, die Städte Hatnarfjördur, Ketlavik und Kopavogur.
b) 12 Mitglieder nach dem Verhältniswahlsystem in zwei Wahlbezirken mit je 6 Mitgliedern:
    Nort-Ost-Island: Eyjafjardarsysla, die Städte Akureyri, Olafsfjördur und Husavik, Stidur- und Nordur-Pingeyjarsysla.
    Süd-Island: Vestur-Skaftafellssysla, die Stadt Vestmannaeyjar, Rangarvallasysla und Arnessysla.
c) 12 Mitglieder nach dem Verhältniswahlsystem in der Stadt Reykjavik.
d) 11 zusätzliche Mitglieder zur Ausgleichung unter den Parteien, so daß jede Parte möglichst genau im Verhältnis zu der bei den allgemeinen Wahlen erlangten Stimmenzahl vertreten wird.
Die Mitglieder werden auf 4 Jahre gewählt. Jede Kandidatenliste muß in der Regel die doppelte Anzahl der Kandidaten enthalten, die in den Wahlkreisen gewählt werden sollen; sowohl für die in den Wahlkreisen Gewählten wie auch für die zusätzlichen Mitglieder muß es ebenso viele Stellvertreter geben wie Mitglieder nach der Liste gewählt worden sind."

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 wurde das Gesetz vom 20. August 1959 aufgehoben.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"Artikel 31. Das Alting  besteht aus 63 Mitgliedern, die vom Volke in geheimer Wahl auf der Grundlage der verhńltnismń▀igen Vertretung auf 4 Jahre in folgenden Wahlkreisen gewńhlt werden:
1. Wahlkreis Reykjavik
    umfa▀t: Reykjavik
2. Wahlkreis Reykjanes
    umfa▀t: Gullbringusysla, Grindavikurkaupstadur, Keflavikurkaupstadur, Njardvikurkaupstadur, Kjosarsysla, Gardakaupstadur, Hafnarfjardarkaupstadur, Kopavogskaupstadur und Seltjarnarneskaupstadur.
3. Wahlkreis Vesturland
    umfa▀t: Borgarfjardarsysla, Akraneskaupstadur, Myrasysla, Snaefellsnes- und Hnappadalssysla und Dalasysla.
4. Wahlkreis Vestfirdir:
    umfa▀t:  Austur-Bardastrandarsysla, Vestur-Bardastrandarsysla, Vestur-Isafjardarsysla, Bolungarvikurkaupstadur, Isafjardarkaupstadur, Nordur-Isafjardarsysla und Standasysla.
5. Wahlkreis Nurdurland vestra
    umfa▀t: Vestur-Hunavatnssysla, Austur-Hunavatnsysla, Skagafjardarsysla, Saudarkrokskaupstadur und Siglufjardarkaupstadur.
6. Wahlkreis Nordurland eystra
    umfa▀t: Eyjafjardarsysla, Akureyrarkaupstadur, Dalvikurkaupstadur, Olafsjardarkaupstadur, Sudur-Thingeyjarsysla, Husavikurkaupstadur und Nordur-Thingeyjarsysla.
7. Wahlkreis Austurland
    umfa▀t: Nordur-Mulasysla, Seydisfjardarkaupstadur, Sudur-Mulasysla, Eskifjardarkaupstadur, Neskaupstadur und Austur-Skaftafellssysla.
8. Wahlkreis Sudurland
    umfa▀t: Vestur-Skaftafellssysla, Vestmannaeyjakauspstadur, Rangarvallasysla, Arnessysla und Selfoss.
Die Sitze im Alting  werden unter den Wahlkreisen wie folgt verteilt:
a. Die Wahlkreise wńhlen folgende Anzahl an Sitzen:
    Wahlkreis Reykjavik - 14 Sitze
    Wahlkreis Reykjanes - 8 Sitze
    Wahlkreis Vesturland - 5 Sitze
    Wahlkreis Vestfirdir - 5 Sitze
    Wahlkreis Nordurland vestra - 5 Sitze
    Wahlkreis Nordurland eystra - 6 Sitze
    Wahlkreis Austurland - 5 Sitze
    Wahlkreis Sudurland - 6 Sitze.
b. Mindestens acht Sitze werden unmittelbar vor jeder Wahl im Einklang mit dem Wahlgesetz auf die Wahlkreise verteilt.
c. Ein weiterer Sitz kann nach jeder Wahl im Einklang mit dem Wahlgesetz vergeben werden.
Es ist in ▄bereinstimmung mit dem Wahlergebnis und soweit als m÷glich sicherzustellen, dass jeder politischen Partei so viele Sitze im Alting zugewiesen werden, wie ihr aufgrund des Verhńltnisses der von ihr erlangten Stimmenzahlen zur Gesamtzahl aller abgegebenen Stimmen zusteht. Dabei k÷nnen bis zu ein Viertel der Sitze eines jeden in den Buchstaben a und b des Abs. 2 genannten Wahlkreise in ▄bereinstimmung mit dem Wahlergebnis im ganzen Lande zugeteilt werden. Das gleiche gilt fŘr den unter Buchstabe c des Abs. 2 genannten Sitz."

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 1. Juli 1999 erhielt der Artikel 31 folgende Fassung:
"Artikel 31. Das Alting  besteht aus 83 Mitgliedern, die vom Volke in geheimer Wahl auf der Grundlage der verhńltnismń▀igen Vertretung auf vier Jahre gewńhlt werden.
Die Zahl der Wahlkreise darf nicht weniger als sechs und nicht mehr als sieben betragen. Deren Grenzen werde durch Gesetz bestimmt; die nationale Wahlkommission kann die Grenzen der Wahlkreise in Reykjavik und Umgebung ńndern.
FŘr jeden Wahlkreis werden sechs Sitze im ▄bereinstimmung mit den Wahlergebnissen in diesem Bezirk vergeben. Die Gesamtzahl der Parlamentssitze fŘr jeden Wahlkreis wird fŘr jeden Wahlkreis in anderer Hinsicht durch Gesetz unter Beachtung der Bestimmungen des Absatzes 5 festgesetzt.
Die Sitze werden unter Ausnahme der in den Wahlkreisen zuzuteilenden Sitze, so auf die politischen Parteien verteilt, dass deren Verhńltnis in gr÷▀tm÷glichem Umfang dem Verhńltnis der bei der Wahl von der Partei erhaltenen Stimmenzahl zur Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen Řbereinstimmt. Allerdings sind nur solche politischen Parteien bei der Zuteilung der Sitze zu berŘcksichtigen, die landesweit mindestens fŘnf Prozent der abgegebenen gŘltigen Stimmen erhalten haben.
Erreicht die Verhńltniszahl von Wńhlern zu Wahlberechtigten, die fŘr einen Altingsitz notwendig ist nach der Wahl und unter BerŘcksichtigung der Ausgleichssitze, in einem Wahlkreis weniger als die Hńlfte dieser Verhńltniszahl verglichen mit einem anderen Wahlkreis, so hat der Nationale Wahlausschu▀ die Zahl der Sitze so auszugleichen, dass dadurch der Unterschied zwischen den Wahlkreisen hinsichtlich der Verhńltniszahl verringert wird. Diese Bestimmung ist gesetzlich nńher zu bestimmen.
Die gesetzlichen Bestimmungen in Bezug auf die Grenzen der Wahlkreise und die Art der Zuteilung der Sitze im Althing k÷nnen nur mit einer Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmen des Alting beschlossen werden."

 

32. gr. Al■ingi skiptist Ý tvŠr deildir, efri ■ingdeild og ne­ri ■ingdeild. ┴ ■ri­jungur ■ingmanna sŠti Ý efri deild, en tveir ■ri­ju hlutar Ý ne­ri deild. Ver­i tala ■ingmanna ■annig, a­ ekki sÚ unnt a­ skipta til ■ri­junga Ý deildirnar, eiga ■eir ■ingmenn, einn e­a tveir, sem umfram eru, sŠti Ý ne­ri deild.

Durch Art. 7 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 32 folgende Fassung:
"
32. gr. Al■ingi starfar Ý einni mßlstofu."

Artikel 32. Das Alting besteht aus einem Ober- und einem Unterhaus. Ein Drittel der Mitglieder gehören dem Oberhaus an und zwei Drittel dem Unterhaus. Läßt die Zahl der Mitglieder eine Aufteilung in Drittel nicht zu, so gehören die überzähligen Mitglieder dem Unterhaus an.

Durch Art. 7 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 32 folgende Fassung:
"Artikel 32. Das Alting tritt in einer Kammer zusammen."

 

33. gr. KosningarÚtt vi­ kosningar til Al■ingis hafa allir, karlar sem konur, sem eru 21 ßrs a­ aldri  e­a eldri, ■egar kosning fer fram, hafa rÝkisborgararÚtt hÚr ß landi og hafa veri­ b˙settir Ý landinu sÝ­ustu fimm ßrin ß­ur en kosning fer fram. ١ getur enginn ßtt kosningarÚtt, nema hann hafi ˇflekka­ mannor­ og sÚ fjßrrß­ur.

Gift kona telst fjßr sÝns rß­andi, ■ˇtt h˙n eigi ˇskili­ fjßrlag me­ manni sÝnum.

Kosningal÷g setja a­ ÷­ru leyti nßnari reglur um al■ingiskosningar.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. April 1968 erhielt der Artikel 33 folgende Fassung:
"33. gr. KosningarrÚtt vi­ kosningar til Al■ingis hafa allir, karlar sem konur, sem eru 20 ßra e­a eldri, ■egar kosning fer fram, hafa Ýslenzkan rikisborgararÚtt og eiga l÷gheimili hÚr ß landi. ١ getur enginn ßtt kosningarrÚtt, nema hann hafi ˇflekka­ mannor­ og sÚ eigi sviptur l÷grŠ­i.
Kosningal÷g setja a­ ÷­ru leyti nßnari reglur um al■ingiskosningar.
"

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 wurde das Gesetz vom 24. April 1968 aufgehoben.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 33 folgende Fassung:
"Artikel 33. KosningarrÚtt vi­ kosningar til Al■ingis hafa allir sem eru 18 ßra e­a eldri, ■egar kosning fer fram, og hafa Ýslenskan rÝkisborgararÚtt. L÷gheimili ß ═slandi, ■egar kosning fer fram, er einnig skilyr­i kosningarrÚttar, nema undantekningar frß ■eirri reglu ver­i ßkve­nar Ý l÷gum um kosningar til Al■ingis.
Nßnari reglur um al■ingiskosningar skulu settar Ý kosningal÷gum."

 

Art. 33. Alle Männer und Frauen, die im Zeitpunkt der Wahl 21 oder mehr Jahre zählen, isländische Staatsangehörige sind und in den fünf der Wahl vorausgegangenen Jahren ihren Wohnsitz im Lande hatten, sind wahlberechtigt. Niemand ist wahlberechtigt, wenn er nicht charakterlich einwandfrei und in finanzieller Hinsicht verantwortlich ist.

Eine verheiratete Frau gilt als, in finanzieller Hinsicht verantwortlich, selbst wenn ihr Eigentum unter dem Namen ihres Mannes läuft.

Weitere Verfügungen hinsichtlich der Parlamentswahlen sind im Wahlgesetz niedergelegt.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 24. April 1968 erhielt der Artikel 33 folgende Fassung:
"Art. 33. Alle Mńnner und Frauen, die im Zeitpunkt der Wahl zwanzig oder mehr Jahre zńhlen, islńndische Staatsangeh÷rige sind und einen Wohnsitz im Lande haben, sind wahlberechtigt. Niemand ist wahlberechtigt, wenn er nicht charakterlich einwandfrei und geschńftsfńhig ist.
Weitere VerfŘgungen hinsichtlich der Parlamentswahlen sind im Wahlgesetz niedergelegt.
"

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 wurde das Gesetz vom 24. April 1968 aufgehoben.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 33 folgende Fassung:
"Artikel 33. Jede Person, welche am Tag der Wahl achtzehn Jahre alt oder ńlter und islńndische Staatsangeh÷rige sind, sind fŘr die Wahlen zum Alting wahlberechtigt. Der dauerhafte Wohnsitz im Lande zum Zeitpunkt der Wahl ist ebenso fŘr die Wahlberechtigung erforderlich, sofern nicht das Wahlgesetz zum Alting Ausnahmen zulń▀t.
Weitere VerfŘgungen zur Wahl des Alting werden im Wahlgesetz bestimmt."

 

34. gr. Kj÷rgengur vi­ kosningar til Al■ingis er hver rÝkisborgari, sem kosningarÚtt ß til ■eirra.

Ůeir dˇmendur, er ekki hafa umbo­sst÷rf ß hendi, eru ■ˇ ekki kj÷rgengir.

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 34 Abs. 1 folgende Fassung:
"Kj÷rgengur vi­ kosningar til Al■ingis er hver sß rÝkisborgari sem kosningarrÚtt ß til ■eirra og hefur ˇflekka­ mannor­."

Durch Art. 8 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 34 Abs. 2 folgende Fassung:
"HŠstarÚttardˇmarar eru ■ˇ ekki kj÷rgengir."

 

Artikel 34. Jeder wahlberechtigte Staatsbürger kann in das Alting gewählt werden.

Richter jedoch, die kein Verwaltungsamt innehaben, können nicht in das Alting gewählt werden.

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 13. Juni 1984 erhielt der Artikel 34 Abs. 1 folgende Fassung:
"Jeder wahlberechtigte StaatsbŘrger mit tadellosem Leumund kann in das Alting gewńhlt werden."

Durch Art. 8 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 34 Abs. 2 folgende Fassung:
"Richter des Obersten Gerichtshofs k÷nnen nicht in das Alting gewńhlt werden."

 

IV.
 

35. gr. Reglulegt Al■ingi skal saman koma ßr hvert hinn 15. dag febr˙armßna­ar e­a nŠsta virkan dag, ef helgidagur er, hafi forseti lř­veldisins ekki tilteki­ annan samkomudag fyrr ß ßrinu.

Breyta mß ■essu me­ l÷gum.

Durch Art. 9 des Gesetzes vom 31. Mai 1991  erhielt der Artikel 35 folgende Fassung:
"
35. gr. Reglulegt Al■ingi skal koma saman ßr hvert hinn fyrsta dag oktˇbermßna­ar e­a nŠsta virkan dag ef helgidagur er og stendur til jafnlengdar nŠsta ßrs hafi kj÷rtÝmabil al■ingismanna ekki ß­ur runni­ ˙t e­a ■ing veri­ rofi­.
Samkomudegi reglulegs Al■ingis mß breyta me­ l÷gum."

 

Artikel 35. Das Alting wird jedes Jahr am 15. Februar oder, wenn dieser ein Feiertag ist, am darauffolgenden Wochentag zu einer ordentlichen Sitzungsperiode einberufen, es sei denn, der Präsident habe schon einen früheren Zeitpunkt des Jahres zur Eröffnung der Sitzungsperiode bestimmt.

Diese Bestimmung kann durch Gesetz geändert werden.

Durch Art. 9 des Gesetzes vom 31. Mai 1991  erhielt der Artikel 35 folgende Fassung:
"Artikel 35. Das Alting wird jedes Jahr am 1. Oktober oder, wenn dieser ein Feiertag ist, am darauffolgenden Wochentag zu einer ordentlichen Sitzungsperiode einberufen und diese dauert fort bis zu dem selben Tag im darauffolgenden Jahr, es sei denn dass die Wahlperiode der Mitglieder des Altings frŘher endet oder das Alting aufgel÷st wird.
Der Tag der Er÷ffnung der ordentlichen Sitzungsperiode des Altings kann durch Gesetz geńndert werden."

 

36. gr. Al■ingi er fri­heilagt. Enginn mß raska fri­i ■ess nÚ frelsi.

 

Artikel 36. Das Alting ist unantastbar. Niemand darf seinen Frieden stören und seine Freiheit verletzen.

 

37. gr. Samkomusta­ur Al■ingis er jafna­arlega Ý ReykjavÝk. Ůegar sÚrstaklega er ßstatt, getur forseti lř­veldisins skipa­ fyrir um, a­ Al■ingi skuli koma saman ß ÷­rum sta­ ß ═slandi.

 

Artikel 37. Das Alting soll in Reykjavik einberufen werden; unter besonderen Umständen kann der Präsident das Alting jedoch auch an irgendeinem anderen Ort Islands einberufen.

 

38. gr. Hvor deild hefur rÚtt til a­ bera fram og sam■ykkja fyrir sitt leyti frumv÷rp til laga og annarra sam■ykkta. Einnig mß hvor ■ingdeild e­a sameina­ Al■ingi senda forseta lř­veldisins ßv÷rp.

Durch Art. 10 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 38 folgende Fassung:
"
38. gr. RÚtt til a­ flytja frumv÷rp til laga og till÷gur til ßlyktana hafa al■ingismenn og rß­herrar."

 

Artikel 38. Jedes Haus hat für sich das Recht, Gesetzesvorlagen und Beschlußanträge einzubringen und zu verabschieden. Jedes Haus wie auch das vereinigte Alting können Botschaften an den Präsidenten richten.

Durch Art. 10 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 38 folgende Fassung:
"Artikel 38. Die Mitglieder des Altings und die Minister haben das Recht, Gesetzesvorlagen und Beschlu▀antrńge einzubringen."

 

39. gr. Hvor ■ingdeild getur skipa­ nefndir innandeildar■ingm÷nnum til a­ rannsaka mikilvŠg mßl, er almenning var­a. Ůingdeildin getur veitt nefndum ■essum rjett til a­ heimta skřrslur, munnlegar og brÚflegar, bŠ­i af embŠttism÷nnum og einst÷kum m÷nnum.

Durch Art. 11 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 39 wie folgt geńndert:
- die Worte "Hvor ■ingdeild" wurde ersetzt durch: "Al■ingi"
- das Wort "innandeildar■ingm÷nnum" wurde ersetzt durch: "al■ingismanna"
- die Worte "Ůingdeildin" wurde ersetzt durch: "Al■ingi".

 

Artikel 39. Jedes Haus kann Mitgliederausschüsse zur Untersuchung wichtiger Angelegenheiten von öffentlichem Interesse bestellen. Das betreffende Haus kann solche Ausschüsse ermächtigen, von Regierungsbeamten oder Privatpersonen mündliche oder schriftliche Berichte zu verlangen.

Durch Art. 11 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 39 wie folgt geńndert:
- die Worte "Jedes Haus" wurde ersetzt durch: "Das Alting"
- das Wort "MitgliederausschŘsse" wurde ersetzt durch: "ParlamentsausschŘsse"
- die Worte "Das betreffende Haus" wurde ersetzt durch: "Das Alting".

 

40. gr. Engan skatt mß ß leggja nÚ breyta nÚ af taka nema me­ l÷gum. Ekki mß heldur taka lßn, er skuldbindi rÝki­, nÚ selja e­a me­ ÷­ru mˇti lßta af hendi neina af fasteignum landsins nÚ afnotarÚtt ■eirra nema samkvŠmt lagaheimild.

 

Artikel 40. Steuern können nur auf Grund eines Gesetzes erhoben, abgeändert oder aufgehoben werden. Desgleichen bedarf es einer gesetzlichen Ermächtigung zur Aufnahme von den Staat verpflichtenden Anleihen, zur Veräußerung von staatlichem Grundeigentum oder von dinglichen Rechten daran sowie zu jeder sonstigen Verfügung darüber.

 

41. gr. Ekkert gjald mß grei­a af hendi, nema heimild sÚ til ■ess Ý fjßrl÷gum e­a fjßraukal÷gum.

 

Artikel 41. Zahlungen dürfen nur geleistet werden, soweit das ordentliche oder ein zusätzliches Haushaltsgesetz dazu ermächtigen.

 

42. gr. Fyrir hvert reglulegt Al■ingi skal, ■egar er ■a­ er saman komi­, leggja frumvarp til fjßrlaga fyrir ■a­ fjßrhagsßr, sem Ý h÷nd fer, og skal Ý frumvarpinu fˇlgin greinarger­ um tekjur rÝkisins og gj÷ld.

Frumvarp til fjßrlaga og frumv÷rp til fjßraukalaga skal ŠtÝ­ leggja fyrst fyrir ne­ri deild Al■ingis.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 42 Abs. 2 aufgehoben.

 

Artikel 42. Unmittelbar nach seinem Zusammentritt zu einer neuen ordentlichen Sitzungsperiode muß dem Alting eine einen Voranschlag für die Staatseinnahmen und -ausgaben enthaltene Finanzgesetzesvorlage für das kommende Rechnungsjahr unterbreitet werden.

Finanzgesetzesvorlagen und zusätzliche Finanzgesetzesvorlagen werden im Vereinigten Alting eingebracht und in 3 Lesungen verabschiedet.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 42 Abs. 2 aufgehoben.

 

43. gr. Sameina­ Al■ingi křs 3 yfirsko­unarmenn, og skulu ■eim veitt laun fyrir starfa sinn. Ůeir skulu kosnir me­ hlutfallskosningu. Yfirsko­unarmenn ■essir eiga a­ gagnsko­a ßrlega reikninga um tekjur og gj÷ld landsins og gŠta ■ess, hvort tekjur landsins sjeu ■ar allar taldar og hvort nokku­ hafi veri­ af hendi greitt ßn heimildar. Ůeir geta, hver um sig, tveir e­a allir, krafist a­ fß allar skřrslur ■Šr og skj÷l, sem ■eim ■ykir ■urfa. SÝ­an skal safna ■essum reikningum fyrir hvert fjßrhagstÝmabil i einn reikning og leggja fyrir Al■ingi frumvarp til laga um sam■ykkt ß honum og athugasemdir yfirsko­unarmanna.

RÚtt er yfirsko­unarm÷nnum, einum e­a fleirum, a­ fß a­ sjß reikninga og bŠkur rÝkisfÚhir­is og s÷mulei­is stjˇrnarrß­sins fyrir ßr ■a­, sem er a­ lÝ­a e­a li­i­ er. Ůyki ■eim nokku­ athugavert, skulu ■eir gera eftirm÷nnum sÝnum vÝsbendingu mn ■a­ skrifleg.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde im Art. 43 Abs. 1 Satz 1 das Wort "Sameina­" gestrichen.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 43 folgende Fassung:
"
43. gr. Endursko­un ß fjßrrei­um rÝkisins, stofnana ■ess og rÝkisfyrirtŠkja skal fara fram ß vegum Al■ingis og Ý umbo­i ■ess eftir nßnari fyrirmŠlum Ý l÷gum."

 

Artikel 43. Das Vereinigte Alting wählt nach dem Verhältniswahlsystem drei besoldete Rechnungsprüfer, die die staatlichen Einnahme- und Ausgabekonten jährlich prüfen und feststellen sollen, ob .über die gesamten Einnahmen Rechnung geführt werden ist und ob irgendwelche Zahlungen ohne gesetzliche Ermächtigung geleistet wurden Sie können einzeln oder gemeinsam alle ihnen notwendigen Berichte und Dokumente anfordern. Die Rechnungsberichte für jedes Rechnungsjahr müssen danach zu einem Gesamtrechnungsbericht vereinigt und dem Alting zusammen mit den Anmerkungen der Rechnungsprüfer in einer, Gesetzesvorlage zur Billigung unterbreitet werden.

Die Rechnungsprüfer haben einzeln wie auch gemeinsam das Recht, die Berichte und Rechnungsbücher des Schatzministers wie auch die der übrigen Ministerien für das laufende oder vergangene Jahr zu prüfen. Eventuelle Anmerkungen müssen sie ihren Nachfolgern schriftlich unterbreiten.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde im Art. 43 Abs. 1 Satz 1 das Wort "Vereinigte" gestrichen.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 43 folgende Fassung:
"Artikel 43. Die Rechnung des Staates, seiner Institutionen und Verwaltungsk÷rperschaften, ist nach Ma▀gabe des Gesetzes Gegenstand einer PrŘfung durch oder unter Aufsicht des Altings."

 

44. gr. Ekkert lagafrumvarp, a­ fjßrl÷gum og fjßraukal÷gum undanskildum, mß sam■ykkja, fyrr en ■a­ hefur veri­ rŠtt ■risvar sinnum Ý hvorri ■ingdeild.

Durch Art. 14. des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 44 folgende Fassung:
"
44. gr. Ekkert lagafrumvarp mß sam■ykkja fyrr en ■a­ hefur veri­ rŠtt vi­ ■rjßr umrŠ­ur ß Al■ingi."

 

Artikel 44. Gesetzesvorlagen, mit Ausnahme der Finanz- oder zusätzlichen Finanzgesetzesvorlagen, dürfen erst nach drei Lesungen in jedem Hause verabschiedet werden.

Durch Art. 14. des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 44 folgende Fassung:
"Artikel 44. Kein Gesetz kann verabschiedet werden, bevor es in drei Lesungen im Alting beraten wurde."

 

45. gr. Ůegar lagafrumvarp er sam■ykt Ý annarihvorri ■ingdeild, skal ■a­ lagt fyrir hina deildina svo sem ■a­ var sam■ykt. Ef ■ar ver­a breytingar ß ger­ar, fer frumvarpi­ aftur til fyrri ■ingdeilar. Ef hjer ver­a aftur ger­ar breytingar, fer ■a­ a­ nřju til hinnar deilarinnar.

N˙ gengur enn eigi saman, og ganga bß­ar deildirnar saman Ý eina mßlstofu, og er ■ß mßlinu loki­ me­ einni umrŠ­u Ý sameinu­u Al■ingi.

Ůegar Al■ingi skipar eina mßlstofu, ■arf meira en helmingur ■ingmanna ˙r hvorri ■ingdeild a­ vera ß fundi og eiga ■ßtt Ý atkvŠ­agrei­slu til ■ess a­ fullna­arsam■ykt ver­i l÷g­ ß mßl, rŠ­ur ■ß atkvŠ­afj÷ldi ˙rslitum um einst÷k mßlsatri­i. En eigi nß ■ˇ lagafrumvarp, ÷nnur en frumv÷rp til fjßrlaga og fjßraukalaga, fullna­arsam■ykki, nema tveir ■ri­jungar atkvŠ­a ■eirra, sem greidd eru, sjeu me­ ■eim.

Durch Art. 15 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 45 folgende Fassung:
"45. gr. Reglulegar al■ingiskosningar skulu fara fram eigi sÝ­ar en vi­ lok kj÷rtÝmabils. Upphaf og lok kj÷rtÝmabils mi­ast vi­ sama vikudag Ý mßnu­i, tali­ frß mßna­amˇtum."

 

Artikel 45. Dasjenige Haus, das eine Gesetzesvorlage zuerst annimmt, unterbreitet sie dem anderen Haus in der Form, in der sie verabschiedet wurde. Falls dort Änderungen vorgenommen werden, geht die Gesetzesvorlage an ihren Ausgangspunkt zurück; wird sie dort wieder abgeändert, so wird dasselbe Verfahren nochmals angewandt.

Falls keine Einigung erzielt werden kann, treten beide Häuser zu einer Konklave zusammen; die Angelegenheit wird dann in einer Lesung von Vereinigten Alting entschieden.

Bei einer gemeinsamen Sitzung des Altinq müssen mehr als die Hälfte der Mitglieder jedes Hauses anwesend sein und an der Abstimmung teilnehmen, um das Alting arbeitsfähig zu machen. Die Stimmenmehrheit entscheidet in jeder Einzelfrage. Gesetzesvorlagen, die nicht Finanz- oder zusätzliche Finanzgesetzesvorlagen sind, können nicht endgültig verabschiedet werden, wenn sie nicht zwei Drittel der abgegebenen Stimmen erhalten.

Durch Art. 15 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 45 folgende Fassung:
"Artikel 45. Die regulńren Wahlen zum Alting finden nicht spńter als mit dem Ende der Wahlperiode statt. Der Beginn und das Ende der Wahlperiode liegt auf dem selben Wochentag des Monats, vom Beginn des Monats an gezńhlt."

 

46. gr. Al■ingi sker sjßlft ˙r, hvort ■ingmenn ■ess sÚu l÷glega kosnir, svo og ˙r ■vÝ, hvort ■ingma­ur hafi misst kj÷rgengi.

 

Artikel 46. Das Alting entscheidet selbst darüber, ab seine Mitglieder auf gesetzmäßige Weise gewählt sind, und ebenso, ob ein Mitglied disqualifiziert ist.

 

47. gr. SÚrhver nřr ■ingma­ur skal vinna ei­ e­a drengskaparheit a­ stjˇrnarskrßnni, ■egar er kosning hans hefur veri­ tekin gild.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 47 die Worte "ei­ e­a" gestrichen.

 

Artikel 47. Jedes neue Mitglied muß sofort nach der Bestätigung seiner Wahl einen Eid ablegen und geloben, daß es die Verfassung aufrechterhalten werde.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 47 die Worte "einen Eid ablegen und" gestrichen.

 

48. gr. Al■ingismenn eru eing÷ngu bundnir vi­ sannfŠringu sÝna og eigi vi­ neinar reglur frß kjˇsendum sÝnum.

EmbŠttismenn ■eir, sem kosnir ver­a til Al■ingis, ■urfa ekki leyfi stjˇrnarinnar til ■ess a­ ■iggja kosninguna, en skyldir eru ■eir til, ßn kostna­ar fyrir rÝkissjˇ­, a­ annast um, a­ embŠttisst÷rfum ■eirra ver­i gegnt ß ■ann hßtt, sem stjˇrnin telur nŠgja.

Durch Art. 17 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 48 Abs. 2 aufgehoben.

 

Artikel 48. Die Mitglieder des Alting  sind einzig durch ihre Überzeugung, nicht aber durch irgendwelche Aufträge seitens ihrer Wähler gebunden.

In das Alting  gewählte Regierungsbeamte bedürfen zur Annahme der Wahl nicht der Zustimmung der Regierung; sie müssen jedoch auf eine die Regierung zufriedenstellende Weise und ohne zusätzliche Belastung der Staatskasse für die Erfüllung ihrer Amtspflichten sorgen.

Durch Art. 17 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 48 Abs. 2 aufgehoben.

 

49. gr. Me­an Al■ingi stendur yfir mß ekki taka neinn al■ingismann fastan fyrir skuldir ßn sam■ykkis ■eirrar deildar, er hann situr Ý, nje heldur setja hann Ý var­hald e­a h÷f­a mßl ß mˇti honum, nema hann sje sta­inn a­ glŠp.

Enginn al■ingisma­ur ver­ur krafinn reikningsskapar utan ■ings fyrir ■a­, sem hann hefir sagt Ý ■inginu, nema ■ingdeildin, sem Ý hlut ß, leyfi.

Durch Art. 18 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 49 folgende Fassung:
"
49. gr. Me­an Al■ingi er a­ st÷rfum mß ekki setja neinn al■ingismann Ý gŠsluvar­hald e­a h÷f­a mßl ß mˇti honum ßn sam■ykkis ■ingsins nema hann sÚ sta­inn a­ glŠp.
Enginn al■ingisma­ur ver­ur krafinn reikningsskapar utan ■ings fyrir ■a­ sem hann hefur sagt Ý ■inginu nema Al■ingi leyfi."

 

Artikel 49. Kein Mitglied darf während einer Sitzungsperiode des Alting ohne die Erlaubnis des Hauses, dem es angehört, in Schuldhaft genommen, verhaftet oder unter Anklage gestellt werden, es sei denn, es werde auf frischer Tat betroffen.

Kein Mitglied darf für irgendwelche im Alting abgegebenen Erklärungen außerhalb des Alting zur Verantwortung gezogen werden, es sei denn mit der Genehmigung des betreffenden Hauses.

Durch Art. 18 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 49 folgende Fassung:
"Artikel 49. Kein Mitglied darf wńhrend einer Sitzungsperiode des Alting ohne dessen Erlaubnis verhaftet werden, noch darf gegen dieses Mitglied Anklage erhoben werden, es sei denn, es werde auf frischer Tat ertappt.
Kein Mitglied darf fŘr irgendwelche im Alting abgegebenen Erklńrungen au▀erhalb des Alting zu Verantwortung gezogen werden au▀er mit Genehmigung des Alting."

 

50. gr. N˙ glatar al■ingisma­ur kj÷rgengi, og missir hann ■ß rÚtt ■ann, er ■ingkosningin haf­i veitt honum.

 

Artikel 50. Ein disqualifiziertes Mitglied geht seines Sitzes verlustig.

 

51. gr. Rß­herrar eiga samkvŠmt embŠttisst÷­u sinni sŠti ß Al■ingi, og eiga ■eir rÚtt ß a­ taka ■ßtt Ý umrŠ­unum eins oft og ■eir vilja, en gŠta ver­a ■eir ■ingskapa. AtkvŠ­isrÚtt eiga ■eir ■ˇ ■vÝ a­eins, a­ ■eir sÚu jafnframt al■ingismenn.

 

Artikel 51. Minister sind kraft ihres Amtes berechtigt, den Sitzungen des Alting  beizuwohnen und unter Wahrung der Geschäftsordnung an den Erörterungen teilzunehmen, sooft sie es wünschen; ein Stimmrecht aber besitzen sie nur, wenn sie zugleich als gewählte Mitglieder dem Alting  angehören.

 

52. gr. Hvor ■ingdeild og sameina­ Al■ingi křs sjßlft forseta sinn.

Durch Art. 19 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 52 folgende Fassung:
"
52. gr. Al■ingi křs sÚr forseta og střrir hann st÷rfum ■ess."

 

Artikel 52. Jedes Haus des Vereinigten Alting  wählt seinen eigenen Präsidenten.

Durch Art. 19 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 52 folgende Fassung:
"Artikel 52. Das Alting  wńhlt seinen Prńsidenten, der Řber dessen Geschńftsordnung wacht."

 

53. gr. Hvorug ■ingdeildin getur gert sam■ykt um mßl, nema meira en helmingur ■ingdeildarmanna se ß fundi og grei­i ■ar atkvŠ­i.

Durch Art. 20 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 53 folgende Fassung:
"
53. gr. Eigi getur Al■ingi gert sam■ykkt um mßl nema meira en helmingur ■ingmanna sÚ ß fundi og taki ■ßtt Ý atkvŠ­agrei­slu."

 

Artikel 53. Keines der Häuser kann einen Beschluß erlassen, wenn bei der Sitzung nicht mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sind und ihre Stimme abgeben.

Durch Art. 20 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 53 folgende Fassung:
"Artikel 53. Das Alting kann keinen Beschlu▀ fassen, wenn bei der Sitzung nicht mehr als die Hńlfte der Mitglieder anwesend sind und ihre Stimme abgeben."

 

54. gr. Heimilt er hverjum al■ingismanni a­ bera upp sÚrhvert almennt mßl Ý ■eirri ■ingdeild, sem hann ß sŠti Ý, ef h˙n leyfir ■a­, og bei­ast um ■a­ skřrslu rß­herra.

Durch Art. 21 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 54 folgende Fassung:
"
54. gr. Heimilt er al■ingism÷nnum, me­ leyfi Al■ingis, a­ ˇska upplřsinga rß­herra e­a svars um opinbert mßlefni me­ ■vÝ a­ bera fram fyrirspurn um mßli­ e­a bei­ast um ■a­ skřrslu."

 

Artikel 54. Jedes Mitglied kann in dem Haus, dem es angehört, eine jegliche Frage von allgemeiner Natur einbringen und um den Bericht eines Ministers über diese Frage ersuchen, sofern das betreffenden Haus die Erlaubnis dazu erteilt.

Durch Art. 21 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 54 folgende Fassung:
"Artikel 54. Jedes Mitglied des Altings kann Fragen von allgemeiner Natur einbringen und hierŘber um Informationen oder um einen Bericht von einem Minister ersuchen, sofern das Alting die Erlaubnis dazu erteilt."

 

55. gr. Hvorug ■ingdeildin mß taka vi­ neinu mßlefni, nema einhver ■ingdeildarmanna flytji ■a­.

Durch Art. 22 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 55 folgende Fassung:
"
55. gr. Eigi mß Al■ingi taka vi­ neinu mßlefni nema einhver ■ingmanna e­a rß­herra flytji ■a­."

 

Artikel 55. Keines der Häuser darf die Erörterung einer Angelegenheit gestatten, die nicht von einem Mitglied dieses Hauses eingebracht worden ist.

Durch Art. 22 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 55 folgende Fassung:
"Artikel 55. Das Alting darf die Er÷rterung einer Angelegenheit gestatten, die nicht von einem seiner Mitglied oder einem Minister eingebracht worden ist."

 

56. gr. Nř ■ykir ■ingdeild ekki ßstŠ­a til a­ gera a­ra ßlyktun um eitthvert mßlefni og getur h˙n ■ß vÝsa­ ■vÝ til rß­herra.

Durch Art. 23 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 56 folgende Fassung:
"
56. gr. Ůyki Al■ingi ekki ßstŠ­a til a­ gera a­ra ßlyktun um eitthvert mßl getur ■a­ vÝsa­ ■vÝ til rß­herra."

 

Artikel 56. Falls ein Haus keinen Grund sieht, einen Beschluß zu erlassen, so kann es die Angelegenheit an den Minister verweisen.

Durch Art. 23 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 56 folgende Fassung:
"Artikel 56. Falls das Alting keinen Grund sieht, einen Beschlu▀ zu erlassen, so kann es die Angelegenheit an den Minister verweisen."

 

57. gr. Fundir beggja ■ingdeilda og sameina­s Al■ingis skulu haldnir Ý heyranda hljˇ­i. ١ getur forseti e­a svo margir ■ingmenn, sem til er teki­ Ý ■ingsk÷pum, krafizt, a­ ÷llum utan■ingsm÷nnum sÚ vÝsa­ burt, og sker ■ß ■ingfundur ˙r, hvort rŠ­a skuli mßli­ Ý heyranda hljˇ­i e­a fyrir luktum dyrum.

Durch Art. 24 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 57 die Worte "beggja ■ingdeilda og sameina­s" gestrichen.

 

Artikel 57. Die Sitzungen beider Häuser wie auch des Vereinigten Alting  sind öffentlich. Der Präsident oder die nach der Geschäftsordnung festgesetzte Mindestzahl von Abgeordneten können den Ausschluß aller Nichtmitglieder verlangen. Die Versammlung entscheidet dann, ob die Angelegenheit in öffentlicher oder in geschlossener Sitzung erörtert werden soll.

Durch Art. 24 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurden im Artikel 57 die Worte "beider Hńuser wie auch des Vereinigten" ersetzt durch: "des".

 

58. gr. Ůingsk÷p sameina­s Al■ingis og beggja deilda ■ess skulu sett me­ l÷gum.

Durch Art. 25 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 58 folgende Fassung:
"58. gr. Ůingsk÷p Al■ingis skulu sett me­ l÷gum."

 

Artikel 58. Die Geschäftsordnung des Vereinigten Alting wie auch die der beiden Häuser wird durch Gesetz bestimmt.

Durch Art. 25 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 58 folgende Fassung:
"Artikel 58. Die Geschńftsordnung des Alting wird durch Gesetz bestimmt."

 

V.
 

59. gr. Skipun dˇmsvaldsins ver­ur eigi ßkve­in nema me­ l÷gum.

 

Artikel 59. Die Organisation der Gerichte kann nur durch Gesetz geregelt werden.

 

60. gr. Dˇmendur skera ˙r ÷llum ßgreiningi um embŠttistakm÷rk yfirvalda. ١ getur enginn, sem um ■au leitar ˙rskur­ar, komi­ sÚr hjß a­ hlř­a yfirvaldsbo­i Ý brß­ me­ ■vÝ a­ skjˇta mßlinu til dˇms.

 

Artikel 60. Sämtliche Streitfragen über den Umfang der Machtbefugnisse von Verwaltungsbeamten werden von den Richtern entschieden. Niemand aber, der eine richterliche Entscheidung darüber herbeizuführen wünscht, kann sich durch die Anfechtung einer Verwaltungsanordnung dem vorübergehenden Gehorsam gegenüber dieser Anordnung entziehen.

 

61. gr. Dˇmendur skulu Ý embŠttisverkum sÝnum fara einungis eftir l÷gunum. Ůeim dˇmendum, sem ekki hafa a­ auk umbo­sst÷rf ß hendi, ver­ur ekki viki­ ˙r embŠtti nema me­ dˇmi, og ekki ver­a ■eir heldur fluttir Ý anna­ embŠtti ß mˇti vilja ■eirra, nema ■egar svo stendur ß, a­ veri­ er a­ koma nřrri skipun ß dˇmstˇlana. ١ mß veita ■eim dˇmara, sem or­inn er fullra 65 ßra gamall, lausn frß embŠtti, en eigi skal hann missa neins Ý af launum sÝnum.

Durch Art. 26 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 61 Satz 3 folgende Fassung:
"١ mß veita ■eim dˇmara, sem or­inn er fullra 65 ßra gamall, lausn frß embŠtti, en hŠstarÚttardˇmarar skulu eigi missa neins Ý af launum sÝnum."

 

Artikel 61. Bei der Ausübung seiner Amtspflichten leitet den Richter allein das Gesetz. Richter, die nicht zugleich ein Verwaltungsamt innehaben, können nur auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung ihres Amtes enthoben werden, und sie können gegen ihren Willen nur im Zuge einer Neugliederung des Gerichtswesens versetzt werden. Einem Richter, der das 65. Lebensjahr vollendet hat, kann jedoch der Rücktritt vom Amte ohne Kürzung des Gehalts zugestanden werden.

Durch Art. 26 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 erhielt der Artikel 61 Satz 3 folgende Fassung:
"Einem Richter, der das 65. Lebensjahr vollendet hat, kann der RŘcktritt vom Amte zugestanden werden, jedoch verlieren die Richter des Obersten Gerichts deshalb keine GehaltsansprŘche."

 

VI.
 

62. gr. Hin evangeliska l˙terska kirkja skal vera ■jˇ­kirkja ß ═slandi, og skal rÝkisvaldi­ a­ ■vÝ leyti sty­ja hana og vernda.

Breyta mß ■essu me­ l÷gum.

 

Artikel 62. Die Evangelisch-lutherische Kirche ist Staatskirche und wird als solche vom Staat unterstützt und geschützt.

Diese Bestimmung kann durch Gesetz geändert werden.

 

63. gr. Landsmenn eiga rÚtt ß a­ stofna fÚl÷g til a­ ■jˇna gu­i me­ ■eim hŠtti, sem bezt ß vi­ sannfŠringu hvers eins; ■ˇ mß ekki kenna e­a fremja neitt, sem er gagnstŠtt gˇ­u si­fer­i og allsherjarreglu.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 63 folgende Fassung:
"
63. gr. Allir eiga rÚtt ß a­ stofna tr˙fÚl÷g og i­ka tr˙ sÝna Ý samrŠmi vi­ sannfŠringu hvers og eins. ١ mß ekki kenna e­a fremja neitt sem er gagnstŠtt gˇ­u si­fer­i e­a allsherjarreglu."

 

Artikel 63. Jedermann ist zur Bildung von Religionsgemeinschaften berechtigt, die seiner persönlichen Überzeugung entsprechen; keine Predigt oder Übung darf jedoch der öffentlichen Ordnung und Moral zum Schaden gereichen.

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 63 folgende Fassung:
"Artikel 63. Jedermann hat das Recht, Religionsgemeinschaften zu bilden und religi÷se ▄bungen nach ihrer pers÷nlichen ▄berzeugung vorzunehmen. Keine Predigt oder ▄bung darf jedoch der ÷ffentlichen Ordnung und Moral Schaden gereichen."

 

64. gr. Enginn mß neins Ý missa af borgaralegum og ■jˇ­legum rÚttindum fyrir sakir tr˙arbrag­a sinna, nÚ heldur mß nokkur fyrir ■ß s÷k skorast undan almennri fÚlagsskyldu.

Enginn er skyldur til a­ inna af hendi persˇnuleg gj÷ld til neinnar annarrar gu­sdřrkunar en ■eirrar, er hann sjßlfur a­hyllist.

N˙ er ma­ur utan ■jˇ­kirkjunnar, og geldur hann ■ß til Hßskˇla ═slands, e­a einhvers styrktarsjˇ­s vi­ ■ann skˇla, eftir ■vÝ sem ß ver­ur kve­i­, gj÷ld ■au, er honum hef­i ella bori­ a­ grei­a til ■jˇ­kirkjunnar, enda heyri hann ekki til ÷­rum tr˙arbrag­aflokki, er vi­urkenndur sje Ý landinu.

Breyta mß ■essu me­ l÷gum.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 64 folgende Fassung:
"
64. gr. Enginn mß neins Ý missa af borgaralegum og ■jˇ­legum rÚttindum fyrir sakir tr˙arbrag­a sinna, nÚ heldur mß nokkur fyrir ■ß s÷k skorast undan almennri ■egnskyldu.
Íllum er frjßlst a­ standa utan tr˙fÚlaga. Enginn er skyldur til a­ inna af hendi persˇnuleg gj÷ld til tr˙fÚlags sem hann ß ekki a­ild a­.
N˙ er ma­ur utan tr˙fÚlaga og grei­ir hann ■ß til Hßskˇla ═slands gj÷ld ■au sem honum hef­i ella bori­ a­ grei­a til tr˙fÚlags sÝns. Breyta mß ■essu me­ l÷gum."

 

Artikel 64. Niemand darf wegen seiner religiösen Überzeugung seiner zivilen oder staatsbürgerlichen Rechte verlustig gehen oder aus diesem Grunde die Erfüllung einer Bürgerpflicht verweigern.

Niemand ist verpflichtet, an eine religi÷se Gemeinschaft, die seiner ▄berzeugung nicht entspricht, Steuern zu zahlen.

Wer weder der Isländischen Staatskirche noch sonst einer anerkannten Religionsgemeinschaft angehört, hat die sonst an die Kirche zu zahlenden Beiträge an die isländische Universität oder einem näher bestimmten Stipendienfonds dieser Universität zu entrichten.

Diese Bestimmung kann durch Gesetz geändert werden.

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 64 folgende Fassung:
"Artikel 64. Niemand darf wegen seiner religi÷sen ▄berzeugung seiner zivilen oder staatsbŘrgerlichen Rechte verlustig gehen oder aus diesem Grunde die ErfŘllung einer aus der StaatsbŘrgerschaft entspringenden Pflicht verweigern.
Jedem steht es frei, nicht-religi÷se Organisationen zu bilden. Niemand ist verpflichtet, an eine religi÷se Gemeinschaft, der er nicht angeh÷rt, Steuern zu zahlen.
Wer keiner religi÷sen Gemeinschaft angeh÷rt, hat den Betrag, den er sonst einer religi÷sen Gemeinschaft, der er angeh÷ren wŘrde, gezahlt hńtte, zahlt den Betrag an die Universitńt von Island oder einen Schulfonds ein. Diese Bestimmung kann durch Gesetz geńndert werden."

 

VII.
 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
65. gr. Allir skulu vera jafnir fyrir l÷gum og njˇta mannrÚttinda ßn tillits til kynfer­is, tr˙arbrag­a, sko­ana, ■jˇ­ernisuppruna, kyn■ßttar, litarhßttar, efnahags, Štternis og st÷­u a­ ÷­ru leyti.
Konur og karlar skulu njˇta jafns rÚttar Ý hvÝvetna."

 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 65. Jeder ist vor dem Gesetz gleich und kommt ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, Meinung, nationalen Herkunft, Rasse, Hautfarbe, Eigentum, Geburt oder einem sonstigen Status in den Genu▀ der Menschenrechte,
Mńnner und Frauen haben in allen Belangen die gleichen Rechte."

 

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
66. gr. Engan mß svipta Ýslenskum rÝkisborgararÚtti. Me­ l÷gum mß ■ˇ ßkve­a a­ ma­ur missi ■ann rÚtt ef hann ÷­last me­ sam■ykki sÝnu rÝkisfang Ý ÷­ru rÝki. ┌tlendingi ver­ur a­eins veittur Ýslenskur rÝkisborgararÚttur samkvŠmt l÷gum.
═slenskum rÝkisborgara ver­ur ekki meina­ a­ koma til landsins nÚ ver­ur honum vÝsa­ ˙r landi. Me­ l÷gum skal skipa­ rÚtti ˙tlendinga til a­ koma til landsins og dveljast hÚr, svo og fyrir hverjar sakir sÚ hŠgt a­ vÝsa ■eim ˙r landi.
Engum ver­ur meina­ a­ hverfa ˙r landi nema me­ ßkv÷r­un dˇmara. St÷­va mß ■ˇ brottf÷r manns ˙r landi me­ l÷gmŠtri handt÷ku.
Allir, sem dveljast l÷glega Ý landinu, skulu rß­a b˙setu sinni og vera frjßlsir fer­a sinna me­ ■eim takm÷rkunum sem eru settar me­ l÷gum."
Durch Art. 4 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 66. Niemand kann die islńndische StaatsbŘrgerschaft entzogen werden. Der Verlust der StaatsbŘrgerschaft kann jedoch vorgesehen werden fŘr den Fall, dass eine Person eine andere StaatsbŘrgerschaft annimmt. Die Verleihung der islńndischen StaatsbŘrgerschaft an einen Auslńnder erfolgt aufgrund eines Gesetzes.
Einem islńndischen StaatsbŘrger kann die Einreise nach und die Ausreise von Island nicht verwehrt werden. Das Recht zur Einreise von Auslńndern nach Island, deren Aufenthalt in Island sowie deren Ausweisung werden durch Gesetz bestimmt.
Niemand kann ohne richterliche Entscheidung an der Ausreise aus Island gehindert werden. Eine Ausreise darf jedoch durch eine gesetzliche Festnahme verhindert werden.
Jede sich rechtmń▀ig in Island aufhaltende Person kann frei seinen Wohnsitz wńhlen und genie▀t vorbehaltlich gesetzlich festgelegter Beschrńnkungen FreizŘgigkeit."

 

65. gr. Hvern ■ann, sem tekinn er fastur, skal ßn undandrßttar lei­a fyrir dˇmara. SÚ hann eigi jafnskjˇtt lßtin laus, skal dˇmari, ß­ur sˇlarhringur sje li­inn, leggja r÷kstuddan ˙rskur­ ß, hvort hann skuli settur Ý var­hald. Megi lßta hann lausan gegn ve­i, ■ß skal ßkve­a Ý ˙rskur­i, hvert og hversu miki­ ■a­ skuli vera.

┌rskur­i dˇmara mß ■egar skjˇta til Š­ra dˇms, og fer um birting og ßfrřjun slÝks ˙rskur­ar sem um birting og ßfrřjun dˇms Ý sakamßlum.

Engan mß setja Ý gŠsluvar­hald fyrir s÷k, er a­eins var­ar fÚsekt e­a einf÷ldu fangelsi.

Durch Art. 5 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 65 folgende Fassung:
"
67. gr. Engan mß svipta frelsi nema samkvŠmt heimild Ý l÷gum.
Hver sß sem hefur veri­ sviptur frelsi ß rÚtt ß a­ fß a­ vita tafarlaust um ßstŠ­ur ■ess.
Hvern ■ann sem er handtekinn vegna gruns um refsiver­a hßttsemi skal ßn undandrßttar lei­a fyrir dˇmara. SÚ hann ekki jafnskjˇtt lßtinn laus skal dˇmari, ß­ur en sˇlarhringur er li­inn, ßkve­a me­ r÷kstuddum ˙rskur­i hvort hann skuli sŠta gŠsluvar­haldi. GŠsluvar­haldi mß a­eins beita fyrir s÷k sem ■yngri refsing liggur vi­ en fÚsekt e­a var­hald. Me­ l÷gum skal tryggja rÚtt ■ess sem sŠtir gŠsluvar­haldi til a­ skjˇta ˙rskur­i um ■a­ til Š­ra dˇms. Ma­ur skal aldrei sŠta gŠsluvar­haldi lengur en nau­syn krefur, en telji dˇmari fŠrt a­ lßta hann lausan gegn tryggingu skal ßkve­a Ý dˇms˙rskur­i hver h˙n eigi a­ vera.
Hver sß sem er af ÷­rum ßstŠ­um sviptur frelsi ß rÚtt ß a­ dˇmstˇll kve­i ß um l÷gmŠti ■ess svo fljˇtt sem ver­a mß. Reynist frelsissvipting ˇl÷gmŠt skal hann ■egar lßtinn laus.
Hafi ma­ur veri­ sviptur frelsi a­ ˇsekju skal hann eiga rÚtt til ska­abˇta."

 

Artikel 65. Jeder in Haft Genommene muß ohne schuldhaftes Zögern vor einen Richter gebracht werden; wird er nicht unverzüglich freigelassen, so muß der Richter innerhalb von 24 Stunden eine mit Gründen versehene Verfügung darüber erlassen, ob der Betreffende in Haft gehalten werden soll. Falls er gegen Bürgschaft freigelassen werden kann, so muß die Verfügung Bestimmungen über Natur und Höhe der Bürgschaft enthalten.

Gegen eine richterliche Verfügung kann sofort Berufung eingelegt werden; das Ankündigungs- und Berufungsverfahren gegen solche Verfügungen ist dasselbe wie bei Strafverfahren.

Niemand darf wegen eines Vergehens, das nur mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet wird, in Haft genommen werden.

Durch Art. 5 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 65 folgende Fassung:
"Artikel 67. Niemand darf seiner pers÷nliche Freiheit beraubt werden, au▀er wenn dies gesetzlich fŘr zulńssig erklńrt wird.
Jeder, welchem seine pers÷nliche Freiheit entzogen wurde, ist berechtigt, unverzŘglich Řber die GrŘnde fŘr diesen Entzug informiert zu werden.
Jeder, der wegen des Verdachts auf ungesetzliche Handlungen verhaftet, ist unverzŘglich vor einen Richter zu bringen. Wenn er nicht unverzŘglich freigelassen wird, so mu▀ ihm binnen 24 Stunden eine mit GrŘnden versehene richterliche Entscheidung zugestellt werden, ob er in Untersuchungshaft verbleibt. Untersuchungshaft kann nur aufgrund einer Straftat verhńngt werden, die als schwere Straftat mit langjńhriger Haftstrafe oder hoher Geldbu▀e geahndet wird. Das Recht der in Untersuchungshaft genommenen Person, die richterliche Entscheidung durch ein Řbergeordnetes Gericht ŘberprŘfen zu lassen, wird gewńhrleistet. Eine Person kann nie lńnger als unbedingt notwendig in Untersuchungshaft gehalten werden; wenn der Richter der Auffassung ist, dass er gegen Kaution freizulassen ist, wird dies durch richterliche Entscheidung angeordnet.
Jeder Person, die ihrer pers÷nlichen Freiheit aus anderen GrŘnden entzogen wurde, ist berechtigt, die Rechtmń▀igkeit der Entscheidung durch ein Gericht sobald als m÷glich ŘberprŘft wird. Wird dieser Freiheitsentzug als rechtswidrig erkannt, so ist er unverzŘglich freizulassen. Eine Person, deren Freiheit rechtswidrig entzogen wurde, hat das Recht auf eine Entschńdigung."

 

Durch Art. 6 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"68. gr. Engan mß beita pyndingum nÚ annarri ˇmann˙­legri e­a vanvir­andi me­fer­ e­a refsingu.
Nau­ungarvinnu skal engum gert a­ leysa af hendi."

 

Durch Art. 6 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 68. Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.
Niemand darf gezwungen werden, Zwangs- oder Pflichtarbeit zu verrichten."

 

Durch Art. 7 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
69. gr. Engum ver­ur gert a­ sŠta refsingu nema hann hafi gerst sekur um hßttsemi sem var refsiver­ samkvŠmt l÷gum ß ■eim tÝma ■egar h˙n ßtti sÚr sta­ e­a mß fullkomlega jafna til slÝkrar hßttsemi. Vi­url÷g mega ekki ver­a ■yngri en heimilu­ voru Ý l÷gum ■ß er hßttsemin ßtti sÚr sta­.
═ l÷gum mß aldrei mŠla fyrir um dau­arefsingu."

 

Durch Art. 7 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 ewurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 69. Niemand darf einer Strafe unterworfen werden, bevor er nicht fŘr schuldig befunden wurde, eine Straftat begangen zu haben, die zur Zeit ihrer Begehung durch das Gesetz oder eine quasigesetzliche Definition
(totally analogous to such conduct) als solche definiert war. Die Strafe darf nicht h÷her sein als das Gesetz sie im Zeitpunkt der Begehung der Tat definiert.
Die Todesstrafe kann niemals gesetzlich verhńngt werden."

 

Durch Art. 8 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
70. gr. Íllum ber rÚttur til a­ fß ˙rlausn um rÚttindi sÝn og skyldur e­a um ßkŠru ß hendur sÚr um refsiver­a hßttsemi me­ rÚttlßtri mßlsme­fer­ innan hŠfilegs tÝma fyrir ˇhß­um og ˇhlutdrŠgum dˇmstˇli. Dˇm■ing skal hß­ Ý heyranda hljˇ­i nema dˇmari ßkve­i anna­ l÷gum samkvŠmt til a­ gŠta velsŠmis, allsherjarreglu, ÷ryggis rÝkisins e­a hagsmuna mßlsa­ila.
Hver sß sem er borinn s÷kum um refsiver­a hßttsemi skal talinn saklaus ■ar til sekt hans hefur veri­ s÷nnu­."

 

Durch Art. 8 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 70. Jedermann hat zur Feststellung seiner Rechte und Pflichten oder im Falle einer Strafanklage gegen ihn, das Recht auf ein faires Verfahren, das innerhalb eines angemessenen Zeitraums durch ein unabhńngiges und unparteiisches, durch Gesetz errichtetes Gericht gefŘhrt wird. Das Verfahren vor dem Gericht ist ÷ffentlich, es sei denn, dass der Richter im Interesse der Moral, der ÷ffentlichen Ordnung, der Sicherheit des Staates oder im Interesse der streitenden Parteien etwas anderes anordnet.
Jeder Angeklagte gilt solange als unschuldig, bis seine Schuld durch das Gericht als bewiesen erklńrt wird."

 

66. gr. Heimili­ er fri­heilagt. Ekki mß gera h˙sleit, nje kyrrsetja brÚf og ÷nnur skj÷l og rannsaka ■au nema eftir dˇms˙rskur­i e­a eftir sjerstakri lagaheimild.

Durch Art. 9 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 66 folgende Fassung:
"
71. gr. Allir skulu njˇta fri­helgi einkalÝfs, heimilis og fj÷lskyldu.
Ekki mß gera lÝkamsrannsˇkn e­a leit ß manni, leit Ý h˙sakynnum hans e­a munum, nema samkvŠmt dˇms˙rskur­i e­a sÚrstakri lagaheimild. Ůa­ sama ß vi­ um rannsˇkn ß skj÷lum og pˇstsendingum, sÝmt÷lum og ÷­rum fjarskiptum, svo og hvers konar sambŠrilega sker­ingu ß einkalÝfi manns.
Ůrßtt fyrir ßkvŠ­i 1. mgr. mß me­ sÚrstakri lagaheimild takmarka ß annan hßtt fri­helgi einkalÝfs, heimilis e­a fj÷lskyldu ef brřna nau­syn ber til vegna rÚttinda annarra."

 

Artikel 66. Die Wohnung ist unverletzlich. Haussuchungen wie auch die Einbehaltung und Kontrolle von Briefen oder anderen Dokumenten dürfen nur auf Grund eines richterlichen Vollziehungsbefehls oder auf Grund einer besonderen gesetzlichen Bestimmung erfolgen.

Durch Art. 9 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 66 folgende Fassung:
"Artikel 71. Jedermann genie▀t die Freiheit vor Einmischung in seine Privatspńhre, seine Wohnung und sein Familienleben.
Leibesvisitationen oder Durchsuchungen von pers÷nlichen Rńumlichkeiten und Eigentum einer Person kann nur in ▄bereinstimmung mit einer richterlichen Entscheidung erfolgen. Dies gilt auch fŘr die PrŘfung von Dokumenten, Briefen, Telefongesprńchen und anderen Kommunikationsmitteln, die als ein Eingriff in das Recht einer Person auf Privatsphńre gelten.
Ungeachtet der Bestimmungen des Abs. 1 Řber die Freiheit vor Einmischung in die Privatsphńre, Wohnung und das Familienleben kann diese Freiheit gesetzlich begrenzt werden, sofern dies fŘr den Schutz der Rechte anderer Personen zwingend erforderlich ist."

 

67. gr. Eignarjetturinn er fri­helgur. Engan mß skylda til a­ lßta af hendi eign sÝna, nema almennings■÷rf krefji; ■arf til ■ess lagafyrirmŠli og komi fullt ver­ fyrir.

Durch Art. 10 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 72 folgende Fassung:
"
72. gr. EignarrÚtturinn er fri­helgur. Engan mß skylda til a­ lßta af hendi eign sÝna nema almennings■÷rf krefji. Ůarf til ■ess lagafyrirmŠli og komi fullt ver­ fyrir.
Me­ l÷gum mß takmarka rÚtt erlendra a­ila til a­ eiga fasteignarÚttindi e­a hlut Ý atvinnufyrirtŠki hÚr ß landi."

 

Artikel 67. Das Recht auf Privateigentum ist unverletzlich. Niemand darf zu einer Eigentumsübergabe gezwungen werden, wenn es nicht für den öffentlichen Bedarf dringend erforderlich ist; in diesem Fall muß ein entsprechendes Gesetz erlassen und die volle Entschädigung gezahlt werden.

Durch Art. 10 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 67 folgende Fassung:
"Artikel 72. Das Recht auf Privateigentum ist unverletzlich. Niemand darf zu einer EigentumsŘbergabe gezwungen werden, wenn es nicht fŘr den ÷ffentlichen Bedarf dringend erforderlich ist. In diesem Fall mu▀ ein entsprechendes Gesetz erlassen und die volle Entschńdigung gezahlt werden.
Das Recht von Auslńndern, Immobilien, Immobilienbeteiligungen oder Beteiligungen an Wirtschaftsunternehmen in Island zu besitzen, kann gesetzlich beschrńnkt werden."

 

68. gr. Enginn ˙tlendingur getur fengi­ rÝkisborgararÚtt nema me­ l÷gum.

Um heimild ˙tlendinga til ■ess a­ eiga fasteignarÚttindi hÚr ß landi skal skipa­ me­ l÷gum.

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 68 als Artikel 66 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

Artikel 68. Ein Ausländer kann die isländische Staatsangehörigkeit nur auf Grund eines Gesetzes erwerben.

Das Recht der Ausländer auf Eigentum an unbeweglichen Sachen wird durch Gesetz geregelt.

Durch Art. 4 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 68 als Artikel 66 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

69. gr. Engin b÷nd mß leggja ß atvinnufrelsi manna, nema almenningsheill krefji, enda ■arf lagabo­ til.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 69 als Artikel 75 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

Artikel 69. Die persönliche Freiheit zur Berufswahl darf keinen Beschränkungen unterworfen werden, es sei denn auf Grund besonderer gesetzlicher Bestimmungen gemäß den Erfordernissen des Gemeinwohls.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 69 als Artikel 75 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

70. gr. Sß skal eiga rÚtt ß styrk ˙r almennum sjˇ­i, sem eigi fŠr sÚ­ fyrir sÚr og sÝnum, og sÚ eigi ÷­rum skylt a­ framfŠra hann, en ■ß skal hann vera skyldum ■eim hß­ur, er l÷g ßskilja.

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 70 als Artikel 76 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

Artikel 70. Wer nicht in der Lage ist, für sich selbst und die von ihm Abhängigen zu sorgen, hat unter Wahrung der ihm gesetzlich auferlegten Pflichten ein Recht auf Unterstützung aus öffentlichen Mitteln, sofern sein Unterhalt nicht von anderen getragen wird.

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 70 als Artikel 76 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

71. gr. Hafi foreldrar eigi efni ß a­ frŠ­a sjßlf b÷rn sÝn, e­a sÚu b÷rnin muna­arlaus og ÷reigar, er skylt a­ sjß ■eim fyrir uppfrŠ­ingu og framfŠri af almannafje.

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 71 als Artikel 76 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

Artikel 71. Wenn die Eltern für die Erziehung ihrer Kinder nicht aufkommen können oder wenn die Kinder verwaist oder in Not sind, müssen ihre Erziehung und ihr Unterhalt aus öffentlichen Mitteln bestritten werden.

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 71 als Artikel 76 an eine andere Stelle verschoben und erhielt eine neue, erweiterte Fassung.

 

72. gr. Hver ma­ur ß rÚtt ß a­ lßta Ý ljˇs hugsanir sÝnar ß prenti; ■ˇ ver­ur hann a­ ßbyrgjast ■Šr fyrir dˇmi. Ritsko­un og a­rar tßlmanir fyrir prentfrelsi mß aldrei Ý l÷g lei­a.

Durch Art. 11. des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 72 folgende Fassung:
"
73. gr. Allir eru frjßlsir sko­ana sinna og sannfŠringar.
Hver ma­ur ß rÚtt ß a­ lßta Ý ljˇs hugsanir sÝnar, en ßbyrgjast ver­ur hann ■Šr fyrir dˇmi. Ritsko­un og a­rar sambŠrilegar tßlmanir ß tjßningarfrelsi mß aldrei Ý l÷g lei­a.
Tjßningarfrelsi mß a­eins setja skor­ur me­ l÷gum Ý ■ßgu allsherjarreglu e­a ÷ryggis rÝkisins, til verndar heilsu e­a si­gŠ­i manna e­a vegna rÚttinda e­a mannor­s annarra, enda teljist ■Šr nau­synlegar og samrřmist lř­rŠ­ishef­um."

 

Artikel 72. Jedermann hat das Recht, seine Gedanken in gedruckter Form Ausdruck zu geben, kann jedoch vor Gericht für seine Äußerungen zur Verantwortung gezogen werdend Die Zensur und andere Beschränkungen der Pressefreiheit dürfen niemals verordnet werden.

Durch Art. 11. des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 72 folgende Fassung:
"Artikel 73. Jedermann hat das  Recht auf Meinungsfreiheit und Glaubensfreiheit.
Jedermann ist frei, seine Gedanken zu ńu▀ern, doch ist er dafŘr gerichtlich verantwortlich. Die Zensur oder ńhnliche Beschrńnkungen der Meinungsfreiheit k÷nnen gesetzlich niemals eingefŘhrt werden.
Die Freiheit zur Meinungsńu▀erung kann im Interesse der ÷ffentlichen Ordnung oder Sicherheit des Staates, zum Schutz der Gesundheit und der  Moral oder zum Schutz der Rechte oder des Rufs anderer beschrńnkt werden, wenn solche Beschrńnkungen sich als notwendig erweisen und sind gesetzlich nur erlaubt und k÷nnen vereinbart werden im Rahmen der demokratischen Traditionen."

 

73. gr. RÚtt eiga menn ß a­ stofna fÚl÷g Ý sÚrhverjum l÷glegum tilgangi, ßn ■ess a­ sŠkja ■urfi um leyfi til ■ess. Ekkert fÚlag mß leysa upp me­ stjˇrnarrß­st÷fun. ١ mß banna fÚlag um sinn, en ■ß ver­ur ■egar a­ h÷f­a mßl gegn fÚlaginu, til ■ess a­ ■a­ ver­i leyst upp.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 73 folgende Fassung:
"74. gr. RÚtt eiga menn ß a­ stofna fÚl÷g Ý sÚrhverjum l÷glegum tilgangi, ■ar me­ talin stjˇrnmßlafÚl÷g og stÚttarfÚl÷g, ßn ■ess a­ sŠkja um leyfi til ■ess. FÚlag mß ekki leysa upp me­ rß­st÷fun stjˇrnvalds. Banna mß ■ˇ um sinn starfsemi fÚlags sem er tali­ hafa ˇl÷glegan tilgang, en h÷f­a ver­ur ■ß ßn ßstŠ­ulausrar tafar mßl gegn ■vÝ til a­ fß ■vÝ sliti­ me­ dˇmi.
Engan mß skylda til a­ildar a­ fÚlagi. Me­ l÷gum mß ■ˇ kve­a ß um slÝka skyldu ef ■a­ er nau­synlegt til a­ fÚlag geti sinnt l÷gmŠltu hlutverki vegna almannahagsmuna e­a rÚttinda annarra.
RÚtt eiga menn ß a­ safnast saman vopnlausir. L÷greglunni er heimilt a­ vera vi­ almennar samkomur. Banna mß mannfundi undir berum himni ef uggvŠnt ■ykir a­ af ■eim lei­i ˇspektir."

 

Artikel 73. Vereine können zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck und ohne vorherige Ermächtigung gegründet werden. Kein Verein darf durch einen Regierungsakt aufgelöst werden; er kann jedoch vorübergehend verboten werden. In diesem Falle muß sofort ein Auflösungsverfahren eingeleitet werden.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 73 folgende Fassung:
"Artikel 74. Vereine k÷nnen ohne vorherige Zustimmung zu jedem gesetzlich erlaubten Zwecke gebildet werden, einschlie▀lich politischer Vereine und Gewerkschaften. Vereine k÷nnen durch Verwaltungsentscheidung aufgel÷st werden. Vereine die rechtswidrige Ziele verfolgen k÷nnen jedoch auch durch Anklage und darauf folgendes gerichtliches Urteil oder auf gerichtliche NachprŘfung aufgel÷st werden.
Niemand kann zu einer Mitgliedschaft in einem Verein verpflichtet werden. Die Mitgliedschaft in einem Verein kann jedoch gesetzlich verbindlich vorgeschrieben werden, wenn dies zur Wahrung des ÷ffentlichen Interesses erforderlich ist oder wenn Rechte Dritter dieses verlangen.
Das Volk hat das Recht, sich unbewaffnet zu versammeln. Die Polizei ist berechtigt, allen ÷ffentlichen Versammlungen beizuwohnen. Versammlungen unter freiem Himmel k÷nnen verboten werden, wenn zu fŘrchten ist, da▀ sie zu Tumulten fŘhren."

 

74. gr. RÚtt eiga menn ß a­ safnast saman vopnlausir. L÷greglustjˇrninni er heimilt a­ vera vi­ almennar samkomur. Banna mß mannfundi undir berum himni, ■egar uggvŠnt ■ykir, a­ af ■eim lei­i ˇspektir.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 74 als Artikel 74 letzter Absatz an eine andere Stelle verschoben.

 

Artikel.74. Das Volk hat das Recht, sich unbewaffnet zu versammeln. Die Polizei ist berechtigt, allen öffentlichen Versammlungen beizuwohnen. Versammlungen unter freiem Himmel können verboten werden, wenn zu fürchten ist, daß sie zu Tumulten führen.

Durch Art. 12 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 74 als Artikel 74 letzter Absatz an eine andere Stelle verschoben.

 

75. gr. SÚrhver vopnfŠr ma­ur er skyldur a­ taka sjßlfur ■ßtt Ý v÷rn landsins, eftir ■vÝ, sem nßkvŠmar kann a­ ver­a fyrir mŠlt me­ l÷gum.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der (alte) Artikel 75 (durch ▄berschreiben) aufgehoben.

 

Artikel 75. Alle Waffenfähigen sind verpflichtet, gemäß den Bestimmungen, die im einzelnen durch Gesetz getroffen werden mögen, zur Landesverteidigung beizutragen.

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der (alte) Artikel 75 (durch ▄berschreiben) aufgehoben.

 

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
75. gr. Íllum er frjßlst a­ stunda ■ß atvinnu sem ■eir kjˇsa. Ůessu frelsi mß ■ˇ setja skor­ur me­ l÷gum, enda krefjist almannahagsmunir ■ess.
═ l÷gum skal kve­a ß um rÚtt manna til a­ semja um starfskj÷r sÝn og ÷nnur rÚttindi tengd vinnu."

 

Durch Art. 13 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 75. Jedermann ist frei, sich Arbeit nach seiner Bevorzugung zu wńhlen. Diese Freiheit kann durch Gesetz beschrńnkt werden, wenn es das ÷ffentliche Interesse erfordert.
Das Recht, seine Arbeitsbedingungen und andere die Arbeit betreffenden Regelungen zu vereinbaren, werden durch Gesetz geregelt."

 

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"76. gr. Íllum, sem ■ess ■urfa, skal trygg­ur Ý l÷gum rÚttur til a­sto­ar vegna sj˙kleika, ÷rorku, elli, atvinnuleysis, ÷rbirg­ar og sambŠrilegra atvika.
Íllum skal trygg­ur Ý l÷gum rÚttur til almennrar menntunar og frŠ­slu vi­ sitt hŠfi.
B÷rnum skal trygg­ Ý l÷gum s˙ vernd og um÷nnun sem velfer­ ■eirra krefst."

 

Durch Art. 14 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 76. Durch Gesetz wird fŘr alle die notwendige UnterstŘtzung im Falle von Krankheit, Invaliditńt, Siechtum wegen Alters, Arbeitslosigkeit und anderen Umstńnden gewńhrleistet.
Durch Gesetz wird fŘr jedermann das Recht auf Allgemeinbildung und Unterricht garantiert.
FŘr Kinder wird durch Gesetz der Schutz und die Pflege, die fŘr deren Wohlergehen erforderlich ist, gewńhrleistet."

 

76. gr. RÚtti sveitarfÚlaganna til a­ rß­a sjßlf mßlefnum sÝnum me­ umsjˇn stjˇrnarinnar skal skipa­ me­ l÷gum.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 76 als Artikel 78 an eine andere Stelle verschoben.

 

Artikel 76. Das Recht der Stadt- und Landgemeinden auf Selbstverwaltung unter Regierungsaufsicht wird durch Gesetz geregelt.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der Artikel 76 als Artikel 78 an eine andere Stelle verschoben.

 

77. gr. Skattamßlum skal skipa me­ l÷gum.

Durch Art. 15 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 77 folgende Fassung:
"77. gr. Skattamßlum skal skipa­ me­ l÷gum. Ekki mß fela stjˇrnv÷ldum ßkv÷r­un um hvort leggja skuli ß skatt, breyta honum e­a afnema hann.
Enginn skattur ver­ur lag­ur ß nema heimild hafi veri­ fyrir honum Ý l÷gum ■egar ■au atvik ur­u sem rß­a skattskyldu."

Artikel 77. Die Steuern werden gesetzlich festgelegt.

Durch Art. 15 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 erhielt der Artikel 77 folgende Fassung:
"Artikel 77. Die Steuern werden gesetzlich festgelegt. Die Befugnis, eine Steuer zu erheben, eine Steuer zu ńndern oder eine Steuer abzuschaffen kann niemals den Verwaltungsbeh÷rden Řbertragen werden.
Es kann keine Steuer erhoben werden, es sei denn, dass diese durch ein Gesetz angeordnet wird und diese Steuer aufgrund von den gesetzlich definierten Tatsachen als Steuerschuld des Einzelnen oder einer Gesellschaft festgesetzt wurde."

 

78. gr. SÚrrÚttindi, er bundin sÚu vi­ a­al, nafnbŠtur og l÷gtign, mß eigi taka Ý l÷g.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der (alte) Artikel 78 (durch ▄berschreiben) aufgehoben.

 

Artikel 78. Mit Adel, Titel und Rang verbundene Privilegien dürfen niemals eingeführt werden.

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde der (alte) Artikel 78 (durch ▄berschreiben) aufgehoben.

 

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"
78. gr. SveitarfÚl÷g skulu sjßlf rß­a mßlefnum sÝnum eftir ■vÝ sem l÷g ßkve­a.
Tekjustofnar sveitarfÚlaga skulu ßkve­nir me­ l÷gum, svo og rÚttur ■eirra til a­ ßkve­a hvort og hvernig ■eir eru nřttir."

 

Durch Art. 16 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurde an dieser Stelle folgender Artikel eingefŘgt:
"Artikel 78. Die Gemeinden verwalten ihre Angelegenheiten wie gesetzlich festgelegt, selbstńndig.
Die Einnahmequellen der Gemeinden und das Recht Řber die Festsetzung der Einnahmequellen der Gemeinden werden durch Gesetz bestimmt."

 

79. gr. Till÷gur, hvort sem eru til breytinga e­a vi­auka ß stjˇrnarskrß ■essari, mß bera upp bŠ­i ß reglulegu Al■ingi og auka-Al■ingi. Nßi tillagan sam■ykki beggja ■ingdeilda, skal rj˙fa Al■ingi ■ß ■egar og stofna til almennra kosninga af nřju. Sam■ykki bß­ar deildir ßlyktunina ˇbreytta, skal h˙n sta­fest af forseta lř­veldisins, og er h˙n ■ß gild stjˇrnskipunarl÷g.

N˙ sam■ykkir Al■ingi breytingu ß kirkjuskipun rÝkisins samkvŠmt 62. gr., og skal ■ß leggja ■a­ mßl undir atkvŠ­i allra kosningarbŠrra manna Ý landinu til sam■ykktar e­a synjunar, og skal atkvŠ­agrei­slan vera leynileg.

Durch Art. 27 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 79 wie folgt geńndert:
- im Abs. 1 Satz 2 wurden die Worte "beggja ■ingdeilda" gestrichen.
- im Abs. 2 Satz 3 wurden die Worte "bß­ar deildir" ersetzt durch: "Al■ingi".

 

Artikel 79. Abänderungs- oder Zusatzvorschläge zu dieser Verfassung können sowohl in ordentlichen wie auch in außerordentlichen Sitzungen des Alting eingebracht werden. Wenn ein Vorschlag von beiden Häusern gebilligt worden ist, wird das Alting unverzüglich aufgelöst und eine allgemeine Wahl durchgeführt. Wenn beide Häuser den Beschluß ohne Abänderung annehmen, wird er durch den Präsidenten der Republik ratifiziert und tritt als Verfassungsgesetz in Kraft.

Falls das Alting eine Änderung der Rechtsstellung der Staatskirche gemäß Artikel 62 beschließt, so soll der Beschluß einem Volksentscheid zur Annahme oder Ablehnung in geheimer Abstimmung unterbreitet werden.

Durch Art. 27 des Gesetzes vom 31. Mai 1991 wurde der Artikel 79 wie folgt geńndert:
- im Abs. 1 Satz 2 wurden die Worte "von beiden Hńusern" gestrichen.
- im Abs. 2 Satz 3 wurden die Worte "Wenn beide Hńuser den Beschlu▀ ohne Abńnderungen annehmen" ersetzt durch: "Wenn das Alting den Beschlu▀ ohne Abńnderung annimmt".

 

80. gr. Me­ stjˇrnarskipunarl÷gum ■essum eru ˙r gildi numin stjˇrnarskrß konungsrÝkisins ═slands frß 18. maÝ 1920, stjˇrnarskipunarl÷g frß 24. marz 1934, 1. september 1942 og 15. desember 1942.

gegenstandslos, wird in der offiziellen islńndischen Fassung nicht mehr abgedruckt.
 

Artikel 80. Durch dieses Verfassungsgesetz verlieren die Verfassung des Königreiches Island vom 18. Mai 1920 sowie die Verfassungsgesetze vom 24. März 1934, vom 1. September 1942 und vom 15. Dezember 1942 ihre Gültigkeit und werden null und nichtig.

gegenstandslos, wird in der offiziellen islńndischen Fassung nicht mehr abgedruckt.
 

81. gr. Stjˇrnarskipunarl÷g ■essi ÷­last gildi, ■egar Al■ingi gerir um ■a­ ßlyktun, enda hafi meiri hluti allra kosningarbŠrra manna Ý landinu me­ leynilegri atkvŠ­agrei­slu sam■ykkt ■au.

gegenstandslos, wird in der offiziellen englischen ▄bersetzung nicht mehr abgedruckt.
 

Artikel 81. Dieses Verfassungsgesetz tritt unter der Voraussetzung, daß es in geheimer Abstimmung von der Mehrheit der Wähler im Lande angenommen wird, in Kraft, sobald das Alting es beschließt.

gegenstandslos, wird in der offiziellen englischen ▄bersetzung nicht mehr abgedruckt.
 

┴kvŠ­i um stundarsakir.

Übergangsbestimmungen
 

Er stjˇrnarskrß ■essi hefur ÷­lazt gildi, křs sameina­ Al■ingi forseta ═slands fyrsta sinni eftir reglum um kj÷r forseta sameina­s Al■ingis, og nŠr kj÷rtÝmabil hans til 31. j˙lÝ 1945.

 

Nach Inkrafttreten dieser Verfassung wählt das Vereinigte Alting zunächst den Präsidenten von Island nach Maßgabe der für die Wahl des Präsidenten des Vereinigten Alting geltenden Vorschriften. Die Amtszeit des Präsidenten endet am 31. Juli 1945.

wurde mit dem Amtsantritt des Prńsidenten Sveinn Bj÷rnsson am 1. August 1945  gegenstandslos. Sveinn Bj÷rnsson war bereits seit dem 17. Juni 1944 der durch das Vereinigte Alting gewńhlte Prńsident Islands und vorher, seit dem 21. Mai 1941 Reichsverweser. Er starb im Amt am 24. Januar 1952.
 

Ůeir erlendir rÝkisborgarar, sem ÷­lazt hafa kosningarrÚtt og kj÷rgengi til Al■ingis e­a embŠttisgengi, ß­ur en stjˇrnarskipunarl÷g ■essi koma til framkvŠmda, skulu halda ■eim rÚttindum. Danskir rÝkisborgarar, sem tÚ­ rÚttindi hef­u ÷­lazt samkv. 75. gr. stjˇrnarskrßr 9. maÝ 1920, a­ ˇbreyttum l÷gum, frß gildist÷kudegi stjˇrnarskipunarlaga ■essara og ■ar til 6 mßnu­um eftir a­ samningar um rÚtt danskra rÝkisborgara ß ═slandi geta hafizt, skulu og fß ■essi rÚttindi og halda ■eim.

 

Ausländer, die vor dem Inkrafttreten dieser Verfassung das aktive und passive Wahlrecht oder das Recht erworben haben, ein öffentliches Amt zu bekleiden, sollen die besagten Rechte behalten. Dänische Staatsangehörige, die gemäß Artikel 75 der Verfassung vom 18. März 1920 diese Rechte erhalten haben würden, erwerben und behalten die besagten Rechte vom Tage des Inkrafttretens dieser Verfassung an bis sechs Kalendermonate nach dem Zeitpunkt, von des an Verhandlungen über die Rechte der dänischen Staatsangehörigen in Island aufgenommen werden können.

infolge Zeitablaufs gegenstandslos.

 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 20. August 1959 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Almennar kosningar til Al■ingis skulu fara fram, ■egar stjˇrnarskipunarl÷g ■essi ÷­last gildi, og falla umbo­ ■ingmanna ni­ur ß kj÷rdegi."

 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 20. August 1959 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Die nńchsten ordentlichen Wahlen zum Alting finden sofort nach dem Inkrafttreten dieses Verfassungsgesetzes statt und die Amtszeit der Abgeordneten enden vorzeitig am Wahltag."

infolge Zeitablaufs gegenstandslos; die Wahlen fanden am 25. und 26. Oktober 1959 statt.
 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurden folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ůrßtt fyrir ßkvŠ­i 31. og 45. gr. stjˇrnarskrßrinnar skulu nŠstu reglulegar al■ingiskosningar fara fram annan laugardag Ý maÝ 1999 nema Al■ingi hafi ß­ur veri­ rofi­."

 

Durch Art. 3 des Gesetzes vom 15. Juni 1995 wurden folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ungeachtet der Bestimmungen der Artikel 31 und 45 der Verfassung finden die nńchsten regulńren Wahlen zum Alting am zweiten Samstag im Mai 1999 statt, sofern das Alting nicht vorher aufgel÷st wurde."

infolge Zeitablaufs gegenstandslos; die regulńren Wahlen fanden am 8. Mai 1999 statt.
 

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 16. Juni 1999 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ůrßtt fyrir ßkvŠ­i 6. mgr. 31. gr. nŠgir sam■ykki einfalds meiri hluta atkvŠ­a ß Al■ingi til a­ breyta l÷gum um kosningar til Al■ingis til samrŠmis vi­ stjˇrnarskipunarl÷g ■essi eftir a­ ■au taka gildi. Ůegar s˙ breyting hefur veri­ ger­ fellur ßkvŠ­i ■etta ˙r gildi."

 

Durch Art. 2 des Gesetzes vom 16. Juni 1999 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ungeachtet der Bestimmung des Artikel 31 Abs. 6 ist eine einfache Mehrheit der Stimmen im Alting ausreichend, um das Wahlgesetz zum Alting gemń▀ den neuen Verfassungsbestimmungen zu ńndern, nachdem die Bestimmung wirksam wurde. Wurde die ─nderung des Wahlgesetzes vorgenommen, verliert diese ▄bergangsbestimmung ihre GŘltigkeit."

infolge Erledigung der ─nderung des Wahlgesetzes gegenstandslos; es wurde am 16. Mai 2000 ein neues Wahlgesetz (Gesetz Nr. 24/2000) erlassen.
 

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 5. Juli 2013 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ůrßtt fyrir ßkvŠ­i 1. mgr. 79. gr. er heimilt, fram til 30. aprÝl 2017, a­ breyta stjˇrnarskrßnni me­ eftirfarandi hŠtti: Sam■ykki Al■ingi frumvarp til laga um breytingu ß stjˇrnarskrß me­ minnst 2/3 hlutum greiddra atkvŠ­a skal ■a­ bori­ undir atkvŠ­i allra kosningarbŠrra manna Ý landinu til sam■ykktar e­a synjunar. AtkvŠ­agrei­slan skal fara fram Ý fyrsta lagi sex mßnu­um og Ý sÝ­asta lagi nÝu mßnu­um eftir sam■ykkt frumvarpsins ß Al■ingi. Til ■ess a­ frumvarpi­ teljist sam■ykkt ■arf ■a­ a­ hafa hloti­ meiri hluta gildra atkvŠ­a Ý ■jˇ­aratkvŠ­agrei­slunni, ■ˇ minnst atkvŠ­i 40 af hundra­i allra kosningarbŠrra manna, og skal ■a­ sta­fest af forseta lř­veldisins og telst ■ß gild stjˇrnarskipunarl÷g. ═ heiti frumvarps til stjˇrnarskipunarlaga ß ■essum grundvelli skal koma fram tilvÝsun til ßkvŠ­is ■essa.
Um ■jˇ­aratkvŠ­agrei­sluna fer samkvŠmt l÷gum."

 

Durch Art. 1 des Gesetzes vom 5. Juli 2013 wurde folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Ungeachtet der Bestimmungen des Artikels 79 Abs. 1 k÷nnen bis zum 30. April 2017 ─nderungen zur Verfassung wie folgt zustandekommen:
  Das Alting verabschiedet ein Gesetz zur ─nderung der Verfassung mit einer Mehrheit von mindestens 2/3 der abgegebenen Stimmen und unterstellt dieses zur Zustimmung oder Ablehnung des Volkes einem Referendum. Die Abstimmung findet frŘhestens sechs und spńtestens neun Monate nach dem Gesetzesbeschluss des Alting statt. Damit das Gesetz als Verfassungsgesetz gŘltig werden kann, muss es im Referendum die Zustimmung einer  Mehrheit der Stimmen, jedoch mindestens 40 vom Hundert der Stimmen aller Wahlberechtigten, erhalten und muss vom Prńsidenten der Republik bestńtigt werden. Das Gesetz Řber die Verfassungsbestimmung muss auf diese ▄bergangsbestimmung hinweisen.
Die nńheren Bestimmungen Řber das Referendum werden durch Gesetz erlassen."

Am 16. Februar 2016 wurden von der Verfassungskommission des Alting 3 GesetzentwŘrfe ver÷ffentlicht, die Bezug auf die vorstehende ▄bergangsbestimmung nehmen. Bis jetzt ist noch kein Gesetz nach der ▄bergangsbestimmung erlassen worden und damit auch noch kein Referendum terminierbar.
Die ▄bergangsbestimmung wird infolge Zeitablaufs am 30. April 2017 ihre GŘltigkeit verlieren.
 

Durch Gesetz vom 15. Juni 1995 wurden zum Gesetz folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"2. gr. L÷g ■essi ÷­last ■egar gildi. Umbo­ ■ingkj÷rinna yfirsko­unarmanna rÝkisreiknings fellur ˙r gildi er ■eir hafa loki­ sko­un sinni ß rÝkisreikningi fyrir ßri­ 1994."

 

Durch Gesetz vom 15. Juni 1995 wurden zum Gesetz folgende ▄bergangsbestimmung erlassen:
"Art. 2. Das Gesetz tritt sofort in Kraft. Die gegenwńrtigen RechnungsprŘfer sind nur noch bis zum endgŘltigen Rechnungsabschlu▀ fŘr das Jahr 1994 im Amt."

 

  interessantes zur ▄bersetzung:
- die vorstehend mit "Kabinett" und "Minister" Řbersetzten islńndischen Worte k÷nnten auch mit "Regierung" oder "Staatsrat" und "Ratsherren" Řbersetzt werden.
- das in islńndischer Schrift geschriebene "Al■ingi" wird wie "Althingi" ausgesprochen und deshalb oft in deutsch auch in "Althing"  transkribiert, obwohl es das (alt)deutsche Wort "Ting" gibt, das eben eine "Versammlung" oder "Volksversammlung" meint; deshalb wird hier fŘr das islńndische Parlament der Name "Alting" verwendet.

 

 


Quelle: Cornelius Mayer-Tasch, Die Verfassungen Europas (Stand 1966)
neuere ─nderungen als eigene ▄bersetzung
Alting  der Republik Island
Verfassung (islńndisch)
© 25. Juni 2000 - 27. Februar 2016


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