Gesetz für die freiere Stellung der Römisch-Katholischen Unterthanen Seiner Majestät
(An Act for the Relief of His Majesty's Roman Catholic Subjects)

Durch das Gesetz über Kurztitel (Short Titels Act) von 1896 (c. 14) erhielt das Gesetz folgenden Kurztitel:

"Das Römisch-Katholische Emanzipationsgesetz
(Catholic Emancipation Act)"

vom 13. April 1829
(10 Geo. IV c. 7)

geändert durch
Gesetz über die Kirche von Irland von 1869 (Irish Church Act 1869 c. 42)
Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48)
Statute Law Revision Act von 1873 (c. 91)
Supreme Court of Judicature (Ireland) Act von 1877 (c. 57)
Statute Law Revision Act von 1890 (c. 33)
Statute Law (Repeals) Act von 1891 (c. 67)
Irish Free State (Consequential Provisions) Act von 1922 (c. 2,
faktisch)
Supreme Court of Judicature (Consolidation) Act von 1925 (c. 49)
Roman Catholic Relief Act von 1926 (c. 55)
Statute Law Revision Act von 1950 (c. 6)
Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5)
Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1976 (c. 12)
Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45)
Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1980 (c. 59)
Gesetz über Menschenrechte (Human Rights Act) vom 9. November 1998 (C. 42,
faktisch)
House of Commons (Removal of Clergy Disqualifiaction) Act von 2001 (c. 13)

in Irland aufgehoben durch das Gesetz Nr. 11/1983

 

(1. ) Acts relationg to Declarations against Transsubstantiation Repealed. WHEREAS by various acts of parliament certain restraints and disabilities are imposed on the Roman Catholic subjects of His Majesty, to which other subjects of His Majesty are not liable:


and whereas it is expedient that such restraints and disabilities shall be from henceforth discontinued:

and whereas by various acts certain oaths and certain declarations, commonly called the declaration against transubstantiation, and the declaration against transubstantiation and the invocation of saints and the sacrifice of the mass, as practised in the Church of Rome, are or may be required to be taken, made, and subscribed by the subjects of His Majesty, as qualifications for sitting and voting in parliament, and for the enjoyment of certain offices, franchises, and civil rights:


be it enacted by the king’s most excellent Majesty, by and with the advice and consent of the lords spiritual and temporal, and commons, in this present parliament assembled, and by the authority of the same, that from and after the commencement of this act all such parts of the said acts as require the said declarations, or either of them, to be made or subscribed by any of His Majesty’s subjects, as a qualification for sitting and voting in parliament, or for the exercise or enjoyment of any office, franchise, or civil right, be and the same are (save as hereinafter provided and excepted) hereby repealed.

(1. ) Die Acte in Betreff der Erklärung gegen die Transsubstantiation aufgehoben. In Anbetracht dessen, daß auf Grund verschiedener Parlamentsgesetze die römisch-katholischen Untertanen Seiner Majestät gewissen Beschränkungen und Unfähigkeiten unterworfen sind, denen andere Untertanen seiner Majestät nicht unterliegen,

und es ratsam ist, daß solche Beschränkungen und Unfähigkeiten von nun an aufgehoben werden;

und da auf Grund verschiedener Gesetze als Eignungsbedingungen für Sitz und Stimmrecht im Parlament sowie zum Genuß bestimmter Ämter, Gerechtsamen und Bürgerrechte von den Untertanen Seiner Majestät verlangt wird oder verlangt werden kann, gewisse Eide oder Erklärungen, gemeinhin "Die Erklärung gegen die Transsubstantiation" oder "Die Erklärung gegen die Transsubstantiation, die Anrufung von Heiligen und das Meßopfer" (wie es in der Kirche von Rom gefeiert wird) genannt, zu leisten, abzugeben oder zu unterzeichnen,

wird durch seine Majestät, bei und mit Zustimmung und Bestätigung der geistlichen und weltlichen Herren und der Gemeinen, die im gegenwärtigen Parlament versammelt sind, und mit der Autorität desselben verfügt, daß vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes an alle Teile der besagten Gesetze, die die besagten Erklärungen, oder einige von diesen, Seiner Majestät Untertanen zu leisten oder zu unterzeichnen verpflichten, als Eignungsbedingung für Sitz und Stimmrecht oder für die Ausübung oder den Genuß irgendwelcher Ämter, Gerechtsame oder Bürgerrechte verlangen, aufgehoben werden, und dieselben sind hiermit (vorbehaltlich der nachstehenden Vorschriften und Ausnahmebestimmungen) aufgehoben.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 1 aufgehoben.
 

2. Roman Catholics may sit and vote in Parliament, upon taking Oath. And be it enacted, that from and after the commencement of this act it shall be lawful for any person professing the Roman Catholic religion, being a peer, or who shall after the commencement of this act be returned as a member of the house of commons, to sit and vote in either house of parliament respectively, being in all other respects duly qualified to sit and vote therein, upon taking and subscribing the following oath, instead of the oaths of allegiance, supremacy, and abjuration;
 

‘I, A. B., do sincerely promise and swear, that I will be faithful and bear true allegiance to His Majesty King George the Fourth, and will defend him to the utmost of my power against all conspiracies and attempts whatever, which shall be made against his person, crown, or dignity; and I will do my utmost endeavour to disclose and make known to His Majesty, his heirs and successors, all treasons and traitorous conspiracies which may be formed against him or them: and I do faithfully promise to maintain, support, and defend, to the utmost of my power, the succession of the crown, which succession, by an act, entitled, An Act for the further Limitation of the Crown, and better securing the Rights and Liberties of the Subject, is and stands limited to the princess Sophia, electress of Hanover, and the heirs of her body, being Protestants; hereby utterly renouncing and abjuring any obedience or allegiance unto any other person claiming or pretending a right to the crown of this realm: and I do further declare, that it is not an article of my faith, and that I do renounce, reject, and abjure the opinion, that princes excommunicated or deprived by the pope, or any other authority of the see of Rome, may be deposed or murdered by their subjects, or by any person whatsoever; and I do declare, that I do not believe that the pope of Rome, or any other foreign prince, prelate, person, state, or potentate, hath or ought to have any temporal or civil jurisdiction, power, superiority, or preeminence, directly or indirectly, within this realm. I do swear, that I will defend to the utmost of my power the settlement of property within this realm, as established by the laws: and I do hereby disclaim, disavow, and solemnly abjure any intention to subvert the present church establishment, as settled by law within this realm; and I do solemnly swear, that I will never exercise any privilege to which I am or may become entitled, to disturb or weaken the Protestant religion or Protestant government in the united kingdom; and I do solemnly, in the presence of God, profess, testify, and declare, that I do make this declaration, and every part thereof, in the plain and ordinary sense of the words of this oath, without any evasion, equivocation, or mental reservation whatsoever.
     So help me God."

 

2. Römische Katholiken können im Parlament sitzen und mitstimmen nach Ableistung des Eides. Und es wird verfügt, daß vom Zeitpunkt des Inkrafttretens dieses Gesetzes an ein jeder sich zur Römisch-katholischen Kirche bekennender Pair sowie ein Jeder, der nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes in das Unterhaus gewählt wird, das Recht hat, in dem entsprechenden Haus des Parlaments einen Sitz einzunehmen und seine Stimme abzugeben, sofern er nach allen anderen Gesichtspunkten die gebührende Eignung für Sitz und Stimmrecht besitzt, und nachdem er anstelle des Treue-, Supremats- und Abschwörungseides den folgenden Eid geleistet und unterzeichnet hat:

"Ich, A. A., verspreche und schwöre aufrichtig, daß ich Seiner Majestät König Georg IV. ergeben sein werde und die Treue halten werden und daß ich ihn nach besten Kräften gegen jegliche gegen seine Person, seine Krone oder seine Würde gerichtete Verschwörung oder jeglichen Anschlag verteidigen werden; und ich werde mein Möglichstes tun, Seiner Majestät, seinen Erben und Nachfolgern jeden Verrat und jegliche verräterische Verschwörung, sie sich gegen ihn oder sie bilden mag, aufzudecken und ihm oder ihnen davon Kenntnis zu geben; ich verspreche weiterhin aufrichtig, die Nachfolge der Krone, die durch ein Gesetz mit dem Titel "Ein Gesetz zur weiteren Beschränkung der Krone und zur besseren Sicherung der Rechte und Freiheiten der Untertanen" auf Prinzessin Sophia, Kurfürstin von Hannover, und ihre leiblichen protestantischen Erben begrenzt ist und bleibt zu erhalten und zu unterstützen und zu verteidigen, und entsage ...  hiermit vollständig jeglichen Gehorsam oder jeglicher Untertanentreue irgendeiner anderen Person gegenüber, die ein Recht auf die Krone dieses Rechtes geltend macht oder beansprucht; ich erkläre ferner, daß ich die Ansicht, vom Papste oder von irgendeiner anderen Autorität des Römischen Stuhles exkommunizierte oder abgesetzte Fürsten können von ihren Untertanen abgesetzt oder getötet werden, nicht als einen Glaubensartikel erachte und daß ich sie verwerfe, zurückweise und ihr entsage; weiterhin erkläre ich, daß ich nicht glaube, der Papst oder irgendein ausländischer Fürst oder Prälat oder irgendeine Person oder ein Staat oder Machthaber habe oder sollte direkt oder indirekt irgendwelche weltliche oder staatliche Gerichtsbarkeit, Gewalt, Oberherrschaft oder Vorrangstellung mittelbar oder unmittelbar in diesem Königreich haben dürfe. Ich schwöre, dass ich mit der Aufbietung aller meiner Kräfte die vorhandene Feststellung des Eigenthums in diesem Königreiche vertheidigen will, wie sie durch die Gesetze eingerichtet ist. Und ich entsage hiedurch, wiederrufe und schwöre, dass ich nicht riegnd ein Privilegium ausüben will, zu welchem ich bezeichnet bin oder werden könnte, um zu zerstören oder zu schwächen die Protestantische Religion oder die Protestantische Regierung in dem vereinigten Königreiche.  Und ich bekenne, bezeuge und erkläre feierlich in Gegenwart Gottes, daß ich diese Erklärung und jeden Teil davon in dem einfachen und gewöhnlichen Wortsinne dieses Eides und ohne jegliche wie auch immer geartete Ausflucht, Doppeldeutigkeit oder inneren Vorbehalt abgebe.
So wahr mir Gott helfe."

Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Artikel 2 aufgehoben.
 

3. Souvereign for time being. And be it further enacted, that wherever, in the oath here appointed and set forth, the name of His present Majesty is expressed or referred to, the name of the sovereign of this kingdom for the time being, by virtue of the act for the further limitation of the crown and better securing the right and liberties of the subject, shall be substituted from time to time, with proper words of reference thereto.
 
3. Einschaltung des jedesmaligen Souverains. Es ist ferner festgesetzt, dass überall wo in dem genannten Eide der Name Seiner Majestät angezogen ist, dies sich auf den Namen des jedesmaligen Souverains zu dieser Zeit bezieht, in Folge der "Acte für die fernere Bestimmung der Kronfolge-Ordnung und für die bessere Sicherstellung der Rechte und Freiheiten der Unterthanen", und dass dieser Namen mit den eigenthümlichen Worten der Beziehung eingeschaltet werden soll.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 3 aufgehoben.
 

4. Not to be capable of sitting or voting until Oath taken. Provided always, and be it further enacted, that no peer professing the Roman Catholic religion, and no person professing the Roman Catholic religion, who shall be returned a member of the house of commons after the commencement of this act, shall be capable of sitting or voting in either house of parliament respectively, unless he shall first take and subscribe the oath hereinbefore appointed and set forth, before the same persons, at the same times and places, and in the same manner as the oaths and the declaration now required by law are respectively directed to be taken, made, and subscribed; and that any such person professing the Roman Catholic religion, who shall sit or vote in either house of parliament, without having first taken and subscribed, in the manner aforesaid, the oath in this act appointed and set forth, shall be subject to the same penalties, forfeitures, and disabilities, and the offence of so sitting or voting shall be followed and attended by and with the same consequences, as are by law enacted and provided in the case of persons sitting or voting in either house of parliament respectively, without the taking, making, and subscribing the oaths and the declaration now required by law.
 
4. Unfähigkeit im Parlament zu sitzen und zu stimmen vor der Ablegung des Eides. Es ist beschlossen und wird ferner festgesetzt, daß kein Peer, der die Römisch-Katholische Religion bekennt, und kein anderer Bekenner der Römisch-Katholischen Religion, welcher als Mitglied des Hauses der Gemeinen ernannt ist nach der Einführung dieser Acte, befähigt sein soll, seinen Sitz einzunehmen oder mitzustimmen in einem der beiden Häuser des Parlaments nach seinem Stande, wenn er nicht zuvor den hierin vorher bestimmten Eid geleistet und unterschrieben hat, und zwar vor denselben Personen, zu derselben Zeit und an demselben Orte und in derselbe Weise, als die Eide und die Erklärung jetzt gesetzlich gefordert und in betreffender Weise geleistet und unterschrieben werden müssen. Und solche Personen, die die Römisch-Katholische Religion bekennen, welche in einem der beiden Häuser ihren Sitz einnehmen oder mitstimmen werden, ohne zuvor in der vorgenannten Weise den in dieser Acte bestimmten Eid geleistet und unterschrieben zu haben, sollen denselben Strafbestimmungen, Nachtheilen und Nichtbefähigungen unterworfen bleiben, und die Straffälligkeit, auf diese Weise den Sitz einzunehmen oder mitzustimmen, soll von und mit denselben Folgen begleitet und bestraft werden, wie sie durch das Gesetz bestimmt und festgestellt sind, für den Fall, daß Personen Sitz und Stimme in einem der beiden Häuser des Parlaments nach dem Stande in Anspruch nehmen, ohne die Eide und die Erklärung, welche jetzt durch die Gesetze erfordert werden, abgegeben, geleistet und unterschrieben zu haben.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 4 aufgehoben.
 

5. Roman Catholics may vote at Elections and be elected, upon taking the Oath. And be it further enacted, that it shall be lawful for persons professing the Roman Catholic religion to vote at elections of members to serve in parliament for England and for Ireland, and also to vote at the elections of representative peers of Scotland and of Ireland, and to be elected such representative peers, being in all other respects duly qualified, upon taking and subscribing the oath hereinbefore appointed and set forth, instead of the oaths of allegiance, supremacy, and abjuration, and instead of the declaration now by law required, and instead also of such other oath or oaths as are now by law required to be taken by any of His Majesty’s subjects professing the Roman Catholic religion, and upon taking also such other oath or oaths as may now be lawfully tendered to any persons offering to vote at such elections.
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5. Römische Katholiken können bei den Wahlen mitstimmen und gewählt werden, nach der Ablegung des Eides.  Es ist  ferner festgesetzt, daß es zum Gesetz erhoben werde, daß Bekenner der Römisch-Katholischen Religion bei den WAhlen von Mitgliedern zum Parlamente mitstimmen, und in gleicher Weise bei den Wahlen zu den Vertretern der Peers von Schottland und Irland mitstimmen und auch zu solchen vertretenden Peers gewählt werden können, wenn sie in allen anderen Beziehungen gehörig qualificirt sind, nachdem sie den in dieser Acte vorher bezeichneten Eid geleistet und bekannt haben, in Stelle der früheren Eide der Unterthanentreue, des Supremats und der Abschwörung, und eben so statt solches anderen Eides oder mehrerer Eide, wie sie nun gesetzlich erfordert sind, um von den Unterthanen Seiner Majestät, die Bekenner der Römisch-Katholischen Religion sind, geleistet zu werden: und daß sie also nach der Ablegung solcher Eide, wie sie jetzt gesetzlich geworden sind und in derselben Weise, wie das Certificat jetzt erfordert wird.

Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Artikel 5 aufgehoben.
 

6. Mode of administering Oaths at Elections. An be it furher Enacted, that the Oath hereinbefore appointed and set fort shall be administred to His Majesty's subjects professing the Roman Catholic religion, fpr the purpose of enabling them the vote in any of the cases aforesaid, in the same manner, at the same time and by the same officers or oher persons, as the oaths for which it is hereby substituted are or may be now by law administered; and that in all cases, in which a certificate of the taking making or subscribing of the Oath hereby appointed and set forth, shall be given by the same officer or other persons, and in the same manner as the certificate now required by law is directed to be give, and shall be of the like force and effect.
 
6. Modus bei der Abnahme des Eides. Und es wird ferner festgesetzt, daß der vorher angegebene Eid von dem Unterthanen Seiner Majestät, welche die Römisch-Katholische Religion bekennen, um sie fähig zu machen, in den vorher genannten Fällen mitzustimmen, in derselben Weise, zu derselben Zeit und von denselben Beamten abgenommen werden soll, wie die Eide abgenommen worden sind, für welche dieser hiedurch in die Stelle geschoben ist: und daß in allen Fällen, in welchen ein Certificat für die Abnahme, Leistung oder Unterschreibung eines Eides oder der jetzt erforderten Erklärung gegeben werden sollte, ein gleiches Certificat für den durch dieses Acte bestimmten Eid von demselben Beamten oder einer anderen Person gegeben werden soll und in derselben Weise, wie das Certificat jetzt erfordert wird.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 6 aufgehoben.
 

7. Administering Oaths at Elections. And be ist further Enacted, that in all cases where the persons now authorized by law to administer the Oaths of Allegiance, Supremacy and Abjuration to persons voting at elections, are themselves required to take an Oath previous to their administering such Oaths; they shall in addition to the Oath now by them taken, take and oath for the duly administering the Oath hereby apponted and seth forth, and for the duly granting certificates of the same.
 
7. Eid der Personen, welche den Eid abzunehmen haben. Und es wird ferner festgesetzt, daß in allen Fällen, in denen jetzt Personen authorisirt waren, die Eide der Unterthanentree, des Supremats und der Abschwörung von denjenigen Personen abzunehmen, die bei den Wahlen ihre Stimme abgaben, dieselben Personen auch gegenwärtig vorläufig aufgefordert sind, den Eid abzunehmen: sie werden selbst bei einem Zusatze zu dem Eide, der von ihnen geleistet wird, einen Eid schwören für die ordnungsmäßige Abnahme des in dieser Acte festgestellten Eides und für die ordnungsmäßige Ausstellung der Certificate über diese Handlung.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 7 aufgehoben.
 

8. Skotch Formula repealed. And whereas by a certain Act of the Parliament of Scotland made in the eighth and ninth Session of the first Parliament of King William the Third, intituled, "An Act for the preventing the growth of Popery", a certain Declaration or Formula is therein contained, which it is expedient should no longer be required to be taken and subscribed: Such parts of any Acts as authorise the said declaration or formula to be tendered, or require the same to be taken, sworn, and subscribed, shall be and the same are hereby repealed, except as to such offices, places, and rights as are herein-after excepted; and that it shall be lawful for persons professing the Roman Catholic religion to elect and be elected members to serve in Parliament for Scotland, and to be enrolled as freeholders in any shire or stewartry of Scotland, and to be chosen commissioners or delegates for choosing burgesses to serve in Parliament for any districts of burghs in Scotland, being in all other respects duly qualified, upon taking and subscribing the Oath hereinbefore appointed and set forth, instead of the Oaths of Allegiance and Abjuration as now required by law.
 
8. Die Schottische Erklärung oder Formel wird aufgehoben. Und da in einer Acte des Parlaments von Schottland, die in der achten und neunten Versammlung (1696/97) des ersten Parlaments von König Wilhelm (III., nach engl., II. nach schottischer Zählung, 1689-1702) gemacht ist, betitelt "Acte um dem Wachsthum des Papismus zuvorzukommen", eine gewisse Erklärung oder Formel enthalten ist, welche gegenwärtig nicht länger für nothwendig erachtet wird: so wird hiedurch festgesetzt, daß solche Theile von einigen Parlamentsacten, welche die genannte Erklärung oder Formel verlangen, aufgehoben werden, mit Ausschluß der Beziehung auf die Ämter, Stellen und Rechte, die später in dieser Acte ausgenommen werden. Und daß Personen, welche die Römisch-Katholische Religion bekennen, wählen und gewählt werden können zu Mitgliedern im Parlamente für SChottland, und daß sie in den Wahlrollen als Freeholders in einer Grafschaft oder einem Verwaltungsbezirke von Schottland aufgenommen und zu Commissarien oder Abgeordneten gewählt werden können um die Abgeordneten zum Hause der Gemeinen für einige Districte oder Flecken in Schottland zu ernennen, wenn sie in den übrigen Beziehungen gehörig quaifizirt sind; solche Personen haben aber den vorher bezeichneten Eid zu leisten, in Stelle der früher verlangten Eide der Unterthanentreue und Abschwörung, und zwar zu solcher Zeit, wie die zuletzt erwähnten Eide, oder einer derselben, gegenwärtig abgeleistet werden sollen.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 8 geändert.
 

9. No Roman Catholic Priest to sit in the House of Commons. And be it further enacted, that no person in holy orders in the Church of Rome shall be capable of being elected to serve in parliament as a member of the house of commons; and if any such person shall be elected to serve in parliament as aforesaid, such election shall be void; and if any person, being elected to serve in parliament as a member of the house of commons, shall, after his election, take or receive holy orders in the Church of Rome, the seat of such person shall immediately become void; and if any such person shall, in any of the cases aforesaid, presume to sit or vote as a member of the house of commons, he shall be subject to the same penalties, forfeitures, and disabilities as are enacted by an act passed in the forty-first year of the reign of King George the Third, entitled An Act to remove Doubts respecting the Eligibility of Persons in Holy Orders to sit in the House of Commons; and proof of the celebration of any religious service by such person, according to the rites of the Church of Rome, shall be deemed and taken to be primâ facie evidence of the fact of such person being in holy orders, within the intent and meaning of this act.
 
9. Keine Katholischen Priester im Haus der Gemeinen. Es ist ferner festgesetzt, daß keine Person, welche die heilige Weihe der Römischen Kirche empfangen hat, fähig sein soll gewählt zu werden zu einem Hause der Mitglieder der Gemeinen: und wenn er doch gewählt werden sollte, so soll eine solche Wahl nichtig sein. Und wenn irgend eine Person, welche als Mitglied des Hauses der Gemeinen gewählt ist, nach ihrer Wahl die heiligen Weihen der Römischen Kirche empfangen sollte, so soll ihr Sitz dadurch erledigt werden. Und wenn dieselbe in irgend einem der genannten Fälle  einen Sitz einnehmen oder mitstimmen sollte, so wird sie denselben Strafbestimmungen, Nachtheilen und Nichtbefähigungen verfallen sein, welche durch eine Parlamentsacte bestimmt sind, die in dem 41. Regierungsjahre des Königs Georg III. durchgegangen ist, betitelt "Acte zur Entfernung der Zweifel, welche sich auf der Wahlfähigkeit der Personen, die die heilige Weihe empfangen, für das Haus der Gemeinen beziehen" (vom 23. Juni 1801, aufgehoben durch Gesetz vom 11. Mai 2001, c. 13): und der Beweis einer religiösen Handlung bei einer solchen Person, in Übereinstimmung mit den Gebräuchen der Römischen Kirche, soll prima fcie als der Beweis seiner heiligen Weihen genommen werden, mit den weitern Bestimmungen dieser Acte.

Durch das House of Commons (Removal of Clergy Disqualifiaction) Act von 2001 (c. 13) wurde der Artikel 9 aufgehoben.
 

10. Roman Catholics may hold Civil and Military Officees, unter His Majesty, with vertain Exceptions. And be it enacted, that it shall be lawful for any of His Majesty’s subjects professing the Roman Catholic religion to hold, exercise, and enjoy all civil and military offices and places of trust or profit under His Majesty, his heirs or successors, and to exercise any other franchise or civil right, except as hereinafter excepted, upon taking and subscribing, at the times and in the manner hereinafter mentioned, the oath hereinbefore appointed and set forth, instead of the oaths of allegiance, supremacy, and abjuration, and instead of such oath or oaths as are or may be now by law required to be taken for the purpose aforesaid by any of His Majesty’s subjects professing the Roman Catholic religion.
 
19. Römische Katholiken können Civil- und Wahl-Ämter erhalten unter Seiner Majestät Verwaltung mit gewissen Ausnahmen. Und es wird ferner festgesetzt, daß diejenigen unter den Unterthanen Seiner Majestät, welche die Römisch-Katholische Religion bekennen, alle militärischen und Civil-Ämter und öffentliche Stellen des Vertrauens erhalten, oder sonst einen Vortheil aus der Verwaltung Seiner Majestät beziehen, und jede Freiheit oder jedes bürgerliche Recht ausüben können, mit Ausschluß des später ausgenommenen, nachdem sie zu der oben erwähnten Zeit den vorher bezeichneten Eid geleistet, in Stelle der früheren Eide der Unterthanentreue, des Supremats und der Abschwörung, und in Stelle solcher anderen Eide und deren Ableistung für den vorhergehenden Zweck von Seiner Majestät Unterthanen, die die Römische Religion bekennen, gegenwärtig erfordert wird.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 10 geändert.
 

11. Not to exempt Roman Catholics on admission into office from taking any other Oaths than those mentioned in the Act.  Provided always, and be it enacted, that nothing herein contained shall be construed to exempt any person professing the Roman Catholic religion from the necessity of taking any oath or oaths, or making any declaration, not hereinbefore mentioned, which are or may be by law required to be taken or subscribed by any person on his admission into any such office or place of trust or profit as aforesaid.
 
11. Keine Ausnahme vom Eide bei der Zulassung eines Katholiken oder Ablegung eines anderen Eides, als der in dieser Acte erwähnten. Es ist ferner festgesetzt, daß von keiner Bestimmung, die hier in dieser Acte enthalten ist, ein Bekenner der Römischen Religion ausgenommen sein soll, mithin nicht von der Nothwendigkeit der Ableistung der Eide, oder von den Abgaben, oder indem er macht eine hierin nicht vorher erwähnte Erklärung, welche durch das Gesetz von einer Person bei ihrer Zulassung zu einem solchen Amte oder Vertrauens-Stellung, wie vorher gesagt ist, erfordert werden könnte.

Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Artikel 11 aufgehoben.
 

12. Offices excepted. Provided also, and be it further enacted, that nothing herein contained shall extend or be construed to extend to enable any person or persons professing the Roman Catholic religion to hold or exercise the office of guardians and justices of the united kingdom, or of regent of the united kingdom, under whatever name, style, or title such office may be constituted; nor to enable any person, otherwise than as he is now by law enabled, to hold or enjoy the office of lord high chancellor, lord keeper or lord commissioner of the great seal of Great Britain or Ireland; or the office of lord lieutenant, or lord deputy, or other chief governor or governors of Ireland; or His Majesty’s high commissioner to the General Assembly of the Church of Scotland.
 
12. Die ausgenommenen Ämter. Eben so ist beschlossen und wird festgesetzt, daß keine in dieser Acte enthaltenen Bestimmungen sich ausdehnen oder so gedeutet werden soll, als ob sie sich darauf ausdehnen könne, die Bekenner der Römisch-Katholischen Religion fähig zu machen, die Ämter des obersten Bewahrers und Richter des vereinigten Königs, oder des eines Regenten des vereinigten Königreichs zu erlangen und zu verwalten, unter welchem Namen, Form oder Titel auch ein solches Amt eingerichtet werden mag; und eben so wenig irgend eine Person auf andere Weise fähig zu machen, als wie sie jetzt gesetzlich fähig gemacht ist, zu erlangen oder zu verwalten das Amt des Lord-Kanzlers, des Lord-Siegelbewahrers, oder des Lord Commissarius, von dem großen Siegel von Großbritannien oder Irland, oder das Amt des Lord-Statthalters, oder des Lord-Stellvertreters, oder eines anderen Chef-Gouverneurs oder Gouvernerus von Irland, oder des Ober-Commissarius Seiner Majestät bei der General-Synode der Kirche von Schottland.

Durch das Statute Law Revision Act von 1950 (c. 6) und das Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1976 (c. 12) wurde der Artikel 12 geändert.
 

  13. Die Acte 7 Geo. IV. c. 72 nicht aufheben. Eben so ist beschlossen und wird festgesetzt, daß keine der in dieser Acte enthaltenen Bestimmung gedeutet werden soll, als ob sie entgegen trete oder verändere irgend eine der Festsetzungen aus der Parlamentsacte aus dem 7. Regierungsjahre Sr. Majestät des gegenwärtigen regierenden Königs, betitelt "Acte zur Befestigung und Verbesserung der Gesetze, welche die Erhebung und Verwendung der festen Beiträge zur Erhaltung der Kirchen und der Kirchspiel-Abgaben, die Wahl der Kirchenvorsteher und den Unterhalt der Kirchendiener in Irland regeln" (von 1826).

Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1891 (c. 67) wurde der Artikel 13 aufgehoben.
 

14. Roman Catholics may be members of lay corporations. It shall be lawful for any of his Majesty’s subjects professing the Roman Catholic religion to be a member of any lay body corporate, and to hold any civil office or place of trust or profit therein, and to do any corporate act, or vote in any corporate election or other proceeding, upon taking and subscribing the Oath hereby appointed and set forth, instead of the Oaths of Allegiannce, Abjuration and Supremacy, and instead of the Declaration against Transsubstantiation; and  upon taking also such oath or oaths as may now by law be required to be taken by any persons becoming members of such lay body corporate, or being admitted to hold any office or place of trust or profit within the same.
 
14. Römische Katholiken können Mitglieder von Bürgerlichen Corporationen werden. Und es wird festgesetzt, daß es für einen jeden Unterthan Seiner Majestät, der die Römisch-Katholische Religion bekennt, gesetzlich erlaubt ist, ein Mitglied einer jeden bürgerlichen Corporation zu werden, und ein jedes bürgerliches Amt oder Pflegerschaft oder Nutzungsrecht in derselben zu erlangen und eine jede Acte der Corporation mit zu vollziehen, oder bei einer Corporations-Wahl oder jeden anderen Verhandlung mit zu stimmen, nachdem er den in dieser Acte bezeichneten und bekannt gemachten Eid geleistet und unterschrieben hat, in Stelle der Eide der Unterthanentreue, der Abschwörung und des Supremats und in Stelle der Erklärung gegen die Transsubstantiation; und nachdem er in gleicher Weise solchen anderen Eid oder Eide geleistet, wie sie eben durch das Gesetz erfordert werden, um von jeder Person abgenommen zu werden, die als ein Mitglied in eine solche bürgerliche Corporation eintreten, oder zu einem Amte, einer Pflegschaft oder einem Nutzungsrechte in derselben zugelassen werden wünscht.

Durch das Statute Law Revision Act von 1873 (c. 91) wurde der Artikel 14 geändert.
 

15. Such members of corporations not to vote in ecclesiastical appointments. Provided nevertheless, and be it further Enactet, that nothing herein contained shall extend to authorise or empower any of his Majesty’s subjects professing the Roman Catholic religion, and being a member of any lay body corporate, to give any vote at or in any manner to join in the election, presentation, or appointment of any person to any ecclesiastical benefice whatsoever, or any office or place belonging to or connected with the United Church of England and Ireland, or the Church of Scotland, being in the gift, patronage, or disposal of such lay corporate body.
 
15. Solche Mitglieder der Corporationen dürfen aber nicht mitstimmen bei kirchlichen Angelegenheiten. Nichstdesto weniger ist beschlossen und weiter festgesetzt, daß keine in dieser Acte enthaltenen Bestimmungen sich darauf ausdehnen soll, einen Unterthan Seiner Majestät von Römisch-Katholischem Glaubensbekenntnisse, wenn er ein Mitglied einer bürgerlichen Corporation ist, zu authorisieren oder zu ermächtigen, eine Stimme abzugeben, oder in irgend einer Weise bei einer Wahl mitzuwirken, oder bei der Präsentation oder Bezeichnung einer Person zu irgend einem kirchlichen Amte, oder zu einem Dienst oder einer Stelle, welche der vereinigten Kirche von England und Irland, oder der Kirche von Schottland gehört oder mit derselben verknüpft ist, mag die Stelle zur Verleihung, Patronat oder Verfügung solcher bürgerlichen Corporation stehen.

Durch das Gesetz über die Kirche von Irland von 1869 (Irish Church Act 1869 c. 42) wurden die Worte "vereinigten Kirche von England und Irland" ersetzt durch: "Kirche von England".

Durch das Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1980 (c. 59) wurde der Artikel 15 aufgehoben (galt bis 1986 jedoch in der Kirche von England als Gesetz fort).
 

16. Not to extend to offices, &c. in the established church, or ecclesiastical courts, universities, colleges, or schools; nor to presentations to benefices. Provided also, that nothing in this Act contained shall be construed to enable any persons, otherwise than as they are now by law enabled, to hold, enjoy, or exercise any office, place, or dignity, of, in, or belonging to the United Church of England and Ireland, or the Church of Scotland, or any place or office whatever of, in, or belonging to any of the ecclesiastical courts of judicature of England and Ireland respectively, or any court of appeal from or review of the sentences of such courts, or of, in, or belonging to the commissary court of Edinburgh, or of, in, or belonging to any cathedral or collegiate or ecclesiastical establishment or foundation: or any office or place whatever of in or belonging to any of the Universities of this real, ; or any pffoce or place whatever, and by whatever name the same may be called, of in or belonging to any of the Colleges of Eton, Westminister or Wincheste, or any college or school of ecclesiastical foundation within this realm; or to repeal, abrogate, or in manner to interfere with any local statute, ordinance, or rule, which is or shall be established by competent authority within any university, college, hall, or school, by which Roman Catholics shall be prevented from being admitted thereto, or from residing or taking degrees therein: Provided also, that nothing herein contained shall extend or be construed to extend to enable any person, otherwise than as he is now by law enabled, to exercise any right of presentation to any ecclesiastical benefice whatsoever; or to repeal, vary, or alter in any manner the laws now in force in respect to the right of presentation to any ecclesiastical benefice.
 
16. Nicht auszudehnen auf die Ämter etc. in der Staatskirche, bei den Kirchen-Gerichten, Universitäten, Collegien, Schulen, noch auf die Präsentation zu Beneficien. Es ist in gleicher Weise beschlossen und wird festgesetzt, daß eine der in dieser Acte enthaltenen Bestimmungen so gedeutet werden soll, irgend welche auf andere Weise befähigt zu machen, als sie jetzt nach dem Gesetze befähigt sind, zu erlangen oder zu verwalten ein Amt, eine Stelle oder eine Würde, die der vereinigten Kirche von England und Irland, oder der Kirche von Schottland angehört, oder irgend ein Amt oder dienstliche Stellung, welche den kirchlichen Gerichtshöfen von England und Irland angehört, oder einem Appellationsgerichtshofe für die Revision der Urtheile solcher Gerichtshöfe, oder dem Gerichtshofe des Ober-Commissarius von Edinburgh, oder irgend einer Kathedral-, Collegiat- oder kirchlichen Stiftung angehört; oder irgend ein Amt oder eine Stellung bei einer der Universitäten dieses Königreichs; oder irgend ein Amt oder eine Stellung, mit welchem Namen  auch dieselbe benannt werden mag bei einem der Colleges oder Halls der genannten Universitäten, oder bei den Colleges von Eton, Westminster oder Winchester, oder bei einem College oder einer Schule von kirchlicher Stiftung in diesem Königreich; oder einer Anordnung oder Vorschrift ufzuheben, abzuschaffen, oder auf irgend eine Weise sich entgegenzusetzen einem Local-Statute, , welche eingeführt ist, oder werden sollte durch eine competente Behörde bei einer solchen Universität, College, Hall oder Schule, bei welchen Römische Katholiken verhindert werden sollen daselbst zugelassen zu werden, oder ihren Sitz aufzuschlagen oder Grade bei denselben anzunehmen. Eben so ist beschlossen, daß keine der in dieser Acte enthaltenen Bestimmungen soll ausgedehnt oder so gedeutet werden als ob sie sich darauf ausdehne, eine Person auf andere Weise befähigt zu machen, als sie jetzt durch das Gesetz befähigt wird, ein Recht zur Präsentation zu irgend einem kirchlichen Beneficium auszuüben oder aufzuheben, abzuändern oder umzugestalten in irgend einer Weise die Gesetze, welche jetzt in Bezeug auf das Präsentationsrecht zu einem kirchlichen Beneficium in Kraft stehen.

Durch das Gesetz über die Kirche von Irland von 1869 (Irish Church Act 1869 c. 42) wurden die Worte "vereinigten Kirche von England und Irland" ersetzt durch: "Kirche von England".

Durch das Statut Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Teil des Artikels 16 aufgehoben, der mit den Worten "oder irgend ein Amt oder eine Stellung bei einer der Universitäten" beginnt und mit den Worten "oder bei einem College oder einer Schule von kirchlicher Stiftung in diesem Königreich" endet.

Durch das Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1980 (c. 59)
- wurde der Teil des Artikels 16, der mit den Worten irgend welche auf anderer Weise befähigt zu machen, als" beginnt und mit den Worten "oder irgend einer Kathedral-, Collegiat- oder kirchlichen Stiftung angehört; oder" endet, aufgehoben.
- wurde der Artikel 16 letzter Teil (beginnend mit den Worten "Eben so ist beschlossen, daß keine der in dieser Akte ...") aufgehoben.
 

17. Proviso for presentations to benefices connected with offices. Provided always, that where any right of presentation to any ecclesiastical benefice shall belong to any office in the gift or appointment of his Majesty, and such office shall be held by a person professing the Roman Catholic religion, the right of presentation shall devolve upon and be exercised by the archbishop of Canterbury for the time being.
 
17. Bestimmung für das Präsentationsrecht zu Beneficien, das mit Staatsämtern verbunden ist. Für alle Zeiten ist es beschlossen und wird festgesetzt, daß wo ein Präsentationsrecht zu einem kirchlichen Beneficium zu einem Amte gehören wird, welche von der Verleihung oder Bestimmung Seiner Majestät, deren Erben oder Nachfolgern, abhängt, und solches von einer Person erlangt werden sollte, welche die Römisch-Katholische Religion bekennt, das Repräsentationsrecht übergehen und von dem Erzbischofe von Canterbury für die Zeit dieser Amtsverwaltung ausgeübt werden soll.

Durch das Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1980 (c. 59) wurde der Artikel 17 aufgehoben.
 

18. No Roman Catholic to advise the Crown in the appointment to offices in the established church It shall not be lawful for any person professing the Roman Catholic religion directly or indirectly to advise his Majesty, or any person or persons holding or exercising the office of guardians of the United Kingdom, or of regent of the United Kingdom, under whatever name, style, or title such office may be constituted, or the lord lieutenant or Lord Deputy, or ohter Chief Governor or Governors of Ireland, touching or concerning the appointment to or disposal of any office or preferment in the United Church of England and Ireland, or in the Church of Scotland; and if any such person shall offend in the premises he shall, being thereof convicted by due course of law, be deemed guilty of a high misdemeanor, and disabled for ever from holding any office, civil or military, under the Crown.
 
18. Kein Römischer Katholik darf der Krone einen Vorschlag machen zur Besetzung der Ämter in der Landeskirche. Ebenso ist beschlossen und wird festgesetzt, daß es für einen Bekenner der Römisch-Katholischen Religion gesetzlich nicht erlaubt sein soll, mittelbar oder unmittelbar einen Vorschlag Seiner Majestät, Deren Erben oder Nachfolgern, oder dem Lord-Statthalter oder dem Lord-Stellvertreter, oder einem anderen Chef-Gouverneur oder den Gouverneurs von Irland zu machen, in Betreff der Bestimmung oder der Verfügung für irgend ein Amt oder eine Beförderung in der vereinigten Kirche von England und Irland oder in der Kirche von Schottland; und wenn eine solche Person sich in den vorangeschickten Fällen vergehen sollt, so soll er, wenn er darüber in dem gesetzlichen Rechtslauf überführt wird, für schuldig eines großen Vergehens gelten, und unfähig für immer sein, ein Civil- oder Militäramt von der Krone zu erlangen.

Durch das Gesetz über die Kirche von Irland von 1869 (Irish Church Act 1869 c. 42) wurden die Worte "vereinigten Kirche von England und Irland" ersetzt durch: "Kirche von England".

Durch das Irish Free State (Consequential Provisions) Act von 1922 (c. 2) wurden die Aufgaben des "Lord-Statthalter ... von Irland" dem "Secretrary of State" übertragen.

Durch das Statute Law Revision (Northern Ireland) Act von 1980 (c. 59) wurden die Worte "oder dem Lord-Statthalter oder dem Lord-Stellvertreter, oder einem anderen Chef-Gouverneur oder den Gouverneurs von Irland" gestrichen.
 

  19. Zeit und Modus für die Abnahme der Eide für Gemeinde-Ämter. Und es wird festgesetzt, daß jeder Bekenner der Römisch-Katholischen Religion, welcher nach der Einführung dieser Acte angestellt oder gewählt wird in oder zu dem Amte eines Mayer, Provost, Alderman, Recorder, Bailiff, Stadtschreiber, Magistrats, Rathsherrn oder gemeinen Rathsmannes, oder zu irgend einem anderen Amte der Magistratur, oder einer Pflegerschaft oder sonstigen Anstellung, die sich auf die obere Leitung einer Stadt, Corporation, Burg eines Fleckens, oder eines Districtes in dem vereinigten Königreiche von Großbritannien und Irland bezieht, der soll innerhalb eines Calendermonats unmittelbar vor seiner Zulassung, und in einer jeden derselben nach seinem Verhältnisse, den in dieser Acte vorher bezeichneten Eid leisten und unterschreiben, und in der Gegenwart von solchen Personen, nach dem betreffenden Verhältnisse bekannt machen, wie nach den Freiheitsbriefen oder Herkommen der genannten Städte, Corporationen, Burg-Flecken oder Districte Eide abgelegt werden müssen für die gehörige Verwaltung der genannten Ämter oder Pflegerschaften nach ihren Verhältnissen; und in Ermangelung solcher Personen in Gegenwart von zwei Friedensrichtern, Rathsherren oder Magistratspersonen der genannten Städte, Corporationen, Flecken oder Districte, wenn solche daselbst vorhanden sind, oder andernfalls in der Gegenwart von zwei Friedensrichtern der betreffenden Grafschaften, Bezirke, Sprengel oder Freibezirke, wo in den genannten Städten, Corporationen, Flecken oder Districten dieselben vorhanden sind. Dieser besagte Eid soll in ein Buch, oder in eine Rolle oder in eine andere Registratur eingetragen werden, um für diesen Zweck aufbewahrt zu werden, oder er soll in die Archive der Stadt, Corporationen, Burgen, Flecken oder Districte niedergelegt werden.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 19 aufgehoben.
 

  20. Zeit und Modus der Eidesabnahme für andere Ämter. Und es wird festgesetzt, daß jeder Bekenner der Römischen Religion, welcher nach der Einführung dieser Acte zu einem Amte, einer Pflegerschaft oder Nutzungsrechte unter der Verwaltung Seiner Majestät, deren Erben oder Nachfolgern bestimmt wird, innerhalb drei Calendermonaten unmittelbar vor solcher Bestimmung, oder mindestens bevor er es sich herausnimmt, die Verwaltung auszuüben, oder ihre Rechte zu genießen, oder auf irgend eine Weise in einem solchen Amte oder solcher Stellung zu handeln, der in dieser Acte vorher angegebenen Eid leisten und unterschreiben soll, entweder bei Seiner Majestät hohem Kanzleigerichtshof, oder bei einem der oberen Gerichtshöfe Seiner Majestät von der Kings Bench, des gemeinen Rechts oder der Schatzkammer zu Westminister oder Dublin, oder vor einem Richter der Assisen, oder bei einem Gericht der allgemeinen oder vierteljährigen Sitzungen der Friedensrichter in Großbritannien oder Irland für die Grafschaft oder den Ort, wo dieselbe Person, die den Eid ablegt und unterschriebt, ihren Sitz nehmen soll; oder bei irgend einem der Gerichte seiner Majestät, Schatzkammer oder Jury-Gerichtshof, oder bei einem Sheriff- oder Stewart- oder Burg-Gericht, oder vor den Magistraten und Rathsherren in einem königlichen Flecken in Schottland, zwischen 9 Uhr morgens und 4 Uhr nachmittags; und daß der eigenthümliche Beamte derjenigen Behörde, bei welcher ein solcher Eid abgelegt, abgenommen und unterschrieben wird, veranlassen soll, daß derselbe in dem Archive der genannten Behörde aufbewahrt wird. Und ein solcher Beamte soll ein Certificat ausstellen, unterzeichnen und ausliefern, daß ein solcher Eid ordnungsmäßig abgenommen und unterschrieben worden, und dies so oft, als ein solches Certificat von ihm erfordert werden wird, gegen die Bezahlung von 2 Shllg. 6 Pence für dasselbe, und ein solches Certificat soll als ausreichender Beweis für die darin genannte Person dienen, daß sie ordnungsgemäß einen solchen Eid, wie vorbenannt ist, abgeleistet und unterschieben hat.

 Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 20 aufgehoben.
 

  21. Strafbestimmung für Amtshandlungen ohne Ableistung des Eides. Und es wird festgesetzt, daß wenn ein Bekenner der Römischen-Katholischen Religion in die Ausübung und den Genuß irgend eines Amtes oder einer Gerechtsame, oder einer Pflegerschaft, oder eines Nutzungsrechtes unter der Verwaltung Seiner Majestät eintreten sollte, nachdem er noch nicht in der vorbesagten Weise und Zeit den vorher bezeichneten Eid abgelegt und unterschrieben hätte, dann eine solche Person in jedem einzelnen Falle gegen Seine Majestät in eine Strafe von 200 Pfd. St. verfallen sein soll; und die Bestimmung einer solchen Person zu dem von ihm erhaltenen Amte, der Gerechtsame oder Pflegerschaft soll deshalb vollständig nichtig werden, und das Amt, die Gerechtsame oder Pflegerschaft soll für alle Bestimmungen und Zwecke als erledigt angesehen und angenommen werden.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 21 aufgehoben.
 

  22. Eide bei Militär- und Marine-Ämtern. Es ist für alle Zeiten beschlossen, daß ohne Verhinderung durch irgend eine Bestimmung in dieser Acte, der vorher bezeichnete Eid von allen Angestellten in Seiner Majestät Land- und See-.Dienst, welche die Römische Religion bekennen, zu derselben Zeit und auf dieselbe Weise geleistet werden soll, wie die jetzt durch das Gesetz erforderten Eide und Erklärungen bestimmt sind abgelegt zu werden, und nicht auf andere Weise.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 22 aufgehoben.
 

  23. Keine andere Eide sind nöthig von den Römischen Katholiken abgenommen zu werden. Und es wird ferner festgesetzt, daß von und nach der Annahme dieser Parlamentsacte kein anderer Eid oder keine anderen Eide erfordert oder abgenommen werden sollen von den Unterhtanen Seiner Majestät, welche die Römisch-Katholische Religion bekennen, um sie befähigt zu machen, ein REal- oder Personal-Eigenthum zu erlangen und zu genießen, als solche Eide, welche auch von anderen Unterthanen Seiner Majestät erfordert und abgenommen werden. Und der in dieser Acte bezeichnete und bekannt gemachte Eid, wenn er bei einer der vorher erwähnten Gerichte, Behörde oder Magistratspersonen abgelegt und unterschrieben ist, soll dieselbe Kraft und Wirksamkeit haben, für alle Bestimmungen und Zwecke, und soll in der Stelle aller anderen Eide und Erklärungen stehen, welche durch ein jetzt noch gültiges Gesetz für den Glauben der Römisch-Katholischen Unterthanen Seiner Majestät wegen einiger Nichtbefähigungen, Nichtzulassungen und Straffälligkeiten erfordert oder vorgeschrieben sind. Und der eigenthümliche Beamte von einer der vorher genannten Behörden, bei welcher ein Bekenner der Römisch-Katholischen Religion verlangen wird, den in dieser Acte bezeichneten und bekannt gemachten Eid abzulegen und zu unterschrieben, ist hiedurch authorisirt und aufgefordert den genannten Eid solcher Personen abzunehmen, und derselbe Beamte soll ein Certificat ausstellen, untersiegeln und ausliefern, daß solcher Eid ordnungsmäßig abgeleistet und unterschrieben ist, und zwar so ot als dieses Certificat von ihm verlangt werden sollte, gegen die Bezahlung von 1 Shillg., und ein solches Certificat soll als ausreichender Beweis für die darin benannte Person dienen, daß sie ordnungsmäßig diesen Eid abgelegt und unterschrieben hat.

 Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Artikel 23 aufgehoben.
 

24. Titels to Sees, etc. not to be assumed by Roman Catholics. And whereas the Protestant Episcopal Church of England and Ireland, and the doctrine, discipline, and government thereof, and likewise the Protestant Presbyterian Church of Scotland, and the doctrine, discipline, and government thereof, are by the respective Acts of Union of England and Scotland, and of Great Britain and Ireland, established permanently and inviolably, and whereas the right and title of archbishops to their respective provinces, of bishops to their sees, and the deans to their deaneries, as well in England as in Ireland, have been settled and established by law, be it therefore enacted that if any person after the commencement of this Act, other than the person thereunto authorised by law, shall assume or use the name, style, or title of archbishop of any province, bishop of any bishopric, or dean of any deanery in England or Ireland, he shall for every such offence forfeit and pay the sum of £100. 24. Titel von Bisthümern u. s.. w. können nicht von Römischen Katholiken angenommen werden. Und da die Protestantische Episcopalkirche von England und Irland und die Lehre, Kirchenzucht und Kirchenregierung derselben, und auf gleiche Weise die Protestantische Presbyterialkirche von Schottland und die Lehre, Kirchenzucht und Kirchenregierung derselben, durch die betreffende Unionsacte zwischen England und Schottland und zwischen Großbritannien und Irland dauernd und unverletzlich festgestellt sind: und da das Recht und der Titel von Erzbischöfen für ihre betreffenden Provinzen, von Bischöfen für ihre Bisthümer und von Dechanten für ihre Dechanten-Sprengel sowohl in England wie in Irland gesetzlich wohl begründet und festgestellt sind: so wird deswegen festgesetzt, daß wenn Jemand nach Einführung dieser Acte, außer die hiezu durch das Gesetz authorisirten Personen, den Namen und den Titel des Erzbischofs einer Provinz, des Bischofs eines Bisthums, oder des Dechanten eines Dechanten-Sprengels, in England oder Irland, annehmen sollte, derselbe für ein jedes solches Vergehen in Strafe verfallen und die Summe von 100 Pfd. Sterling zahlen soll.

Durch das Statute Law (Repeals) Act von 1978 (c. 45) wurde der Artikel 24 aufgehoben.
 

25. Judicial or other officers, not to attend with insignia of office at any place of Worship, save of Established Church. And be it further enacted that if any person holding any judicial or civil office, or any mayor, provost, jurat, bailiff, or other corporate officer, shall after the commencement of this Act resort to or be present at any place or public meeting for religious worship in England or in Ireland, other than that of the United Church of England and Ireland, or in Scotland, other than that of the Church of Scotland, as by law established, in the robe, gown, or other peculiar habit of his office, or attend with the ensign or insignia, or any part thereof, of or belonging to such his office, such person shall, being thereof convicted by due course of law, forfeit such office and pay for every offence the sum of £100. 25. Gerichtliche oder andere Beamte sollen nicht mit den Amts-Insignien an einem Orte des Gottesdienstes erscheinen, außer in der Staatskirche. Und es wird weiter festgesetz, daß wenn eine Person, die ein richterliches oder ein Verwaltungsamt besitzt, oder ein Mayor, Provost, Geschworner, Bailliff oder ein anderer Corporations-Beamter, nach der Einführung dieser Acte zu einem Orte oder einer öffentlichen Versammlung für religiösen Cultus gehen oder bei demselben zugegen sein sollte, in England oder in Irland, es sei denn bei dem Gottesdienste der Unirten Kirche von England und Irland oder in Schottland, oder der Presbyterialkirche von Schottland, wie sie gesetzlich eingerichtet sind, und dabei in der Amtsrobe, Mantel oder einem anderen eigenthümlichen Kleidungsstück seines Amtes erscheinen sollte, oder bekleidet mit dem Ehrenzeichen oder den Insignien oder einem Theile derselben, die zu seinem Amte gehören: so soll dieselbe Person, wenn sie deshalb auf dem ordentlichen Rechtsgange überführt ist, solches Amt verlieren und die Summe von 100 Pfd. St. zahlen.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 25 aufgehoben.
 

26. Penalty on Roman Catholic Ecclasiastics officiating, except in usual Places or Worship. And be it further enacted, that if any Roman Catholic ecclesiastic, or any member of any of the orders, communities, or societies hereinafter mentioned, shall, after the commencement of this Act, exercise any of the rites or ceremonies of the Roman Catholic religion or wear the habits of his order, save within the usual places of worship of the Roman Catholic religion, or in private houses, such ecclesiastic or other person shall, being thereof convicted by due courses of law, forfeit for every such offence the sum of £50. 26. Straffälligkeit der Römisch-Katholischen Geistlichen, die außer den gewöhnlichen Orten geistliche Verrichtungen sich erlauben. Und es wird weiter festgesetzt, daß wenn ein Römisch-Katholischer Geistlicher, oder ein Mitglied von einem der geistlichen Orden, Verbindungen oder Genossenschaften, die hier später erwähnt werden, nach der Bekanntmachung dieser Acte einige der Gebräuche oder Ceremonien der Römisch-Katholischen Religion ausüben oder die Kleider seines Ordens tragen sollte, außer in den gewöhnlichen Orten des Gottesdienstes der Römisch-Katholischen Religion; so soll solcher Geistlicher oder jede andere Person, wenn sie deshalb auf dem ordentlichen Rechtsgange überführt ist, für ein jedes solches Vergehen die Summe von 50 Pfd. St. zahlen.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 26 aufgehoben.
 

  27. Nicht aufzuheben das Statut 5. Geo. IV c. 25. Es ist für immer beschlossen und wird festgesetzt, daß keine der in dieser Acte enthaltenen Bestimmungen auf irgend eine Weise aufheben, verändern oder beeinträchtigen soll irgend eine Bestimmung aus einer Parlamentsacte aus dem fünften Jahre der Regierung des jetzt regierenden Königs, betitelt "eine Acte um mehrere Bestimmungen aus einer Acte aus dem 9. Regierungsjahre des Königs Wilhelm III. aufzuheben, welche sich auf die Leichenbestattungen in den aufgehobenen Klöstern und Abteien in Irland beziehen, und um eine fernere Bestimmung in Bezug auf die Leichenbestattung der von der Staatskirche dissentirenden Personen in Irland zu treffen".

Durch das Statute Law Revision Act von 1890 (c. 33) wurde der Artikel 27 aufgehoben.
 

  28. Zur Unterdrückung der Jesuiten und anderer geistlicher Orden. Und da Jesuiten und Mitglieder anderer geistlicher Orden, Vereine oder Genossenschaften der Römischen Kirche, welche durch klösterliche oder religiöse Gelübde verpflichtet, sich in dem vereinigten Königreiche aufhalten, und da es förderlich erscheint eine Bestimmung für die allmähliche Aufhebung und endliche Verhinderung derselben in diesem Königreiche zu treffen: so wird deshalb festgesetzt, daß jeder Jesuit und jedes Mitglied eines anderen religiösen Ordens, Vereins oder Genossenschaft der Römischen Kirche, welcher verpflichtet ist durch klösterliche oder religiöse Gelübde, und zu der Zeit des Anfangs dieser Parlamentsacte sich in dem vereinigten Königreiche befinden wird, innerhalb sechs Calender-Monate nach dem Anfange dieser Acte dem Schreiber des Friedensrichters der Grafschaft oder der Ortschaft, wo solche Person sich aufhalten wird, eine Nachricht oder einen Bericht übergeben soll, in der Form und mit der Beantwortung der eigenthümlichen Rubriken, die in der dieser Acte beigefügten Schedula angegeben sind. Dieser Schreiber des Friedensrichters oder sein Stellvertreter ist hiedurch aufgefordert, diese Nachricht oder diesen Bericht aufzubewahren und u registriren unter die anderen bezüglichen Registraturen solcher Grafschaft oder Ortschaft, wofür keine Gebühr gezahlt werden soll. Und eine Abschrift von dieser besagten Nachricht oder diesem Berichte soll von diesem Schreiber des Friedensrichters oder seinem Stellvertreter sogleich an den Chef-Secretär des Lord-Statthalters oder eines anderen Chef-Gouverneurs oder Gouverneure von Irland übersandt werden, wenn solche Person ihren Aufenthalt in Irland haben sollte, oder wenn sie in Großbritannien sich aufhält, an einen der obersten Staatssecretäre Seiner Majestät. Und für den Fall daß eine Person gegen die vorhergenannten Bestimmungen sich vergehen wird, so soll er straffällig sein und Seiner Majestät für jeden Calender-Monat, während welches er in dem vereinigten Königreiche verbleiben wird, ohne eine solche hier vorher erforderte Notiz oder Berichterstattung übergeben zu haben, die Summe von 50 Pfd. St. zahlen.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 28 aufgehoben.
 

  29. Jesuiten oder Mitglieder andrer geistlicher Orden, die in Zukunft in das Reich kommen, werden aus demselben verbannt. Und es wird ferner festgesetzt, daß wenn ein Jesuit oder ein Mitglied eines solchen geistlichen Ordens, Vereins oder Genossenschaft, wie vorhergesagt ist, nach der Einführung dieser Acte erst in dieses Königreich kommen sollte, so soll solche Person für schuldig eines Vergehens erachtet werden, und wenn sie darüber in gesetzmäßiger Weise überführt wird, so soll sie verurtheilt und ihr befohlen werden, für die Zeit ihres ganzen Lebenslaufs aus dem vereinigten Königreiche verbannt zu sein.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 29 aufgehoben.
 

  30. Eingeborne Unterthanen können in das Königreich zurückkehren und einregistrirt werden. Es ist für immer beschlossen und wird weiter festgesetzt, daß Falls ein geborner Unterthan dieses Reichs, welcher zur Zeit des Anfangs dieser Acte ein Jesuit oder ein anderes Mitglied eines religiösen Ordens, Vereins, oder Genossenschaft war, wie vorhergesagt ist, und zu der Zeit des Anfangs dieser Acte außerhalb dieses Reichs sein sollte, so soll es für einen solchen gesetzlich erlaubt sein zurückzukehren und in dieses Königreich zu kommen: und bei seiner Rückkehr oder Ankunft in diesem Königreiche wird er hiedurch aufgefordert, innerhalb des Zeitraums von sechs Monaten nach seiner ersten Rückkehr oder Ankunft in dem vereinigten Königreiche, eine solche Notiz oder Benachrichtigung dem Schreiber des Friedensrichters der Grafschaft oder der Ortschaft, wo er seinen Wohnsitz nehmen wird, oder dessen Stellvertreter zu überliefern, zu dem Endzwecke, daß diese Benachrichtigung so einregistrirt und dann übersandt wird, wie in dieser Acte vorher bestimmt ist. Und in dem Falle, daß eine solche Person dies zu thun vernachlässigen oder verweigern würde, so soll sie für ein solches Vergehen straffällig werden und an Seine Majestät für einen jeden Calender-Monat, während welches sie in dem vereinigten Königreiche verbleiben wird, ohne eine solche Nachricht oder Berichterstattung übersandt zu haben, die Summe von 50 Pfd. St. zahlen.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 30 aufgehoben.
 

  31. Die Aufnahme eines Mitgliedes in einem geistlichen Orden gilt für ein Vergehen. Und es wird ferner festgesetzt, daß falls ein Jesuit oder ein Mitlgied eines solchen religiösen Ordens, Vereins oder Genossenschaft, wie vorher gesagt ist, nach dem Anfange dieser Acte in irgend einem Theile des vereinigten Königreichs eine Person bewegen sollte ein regulirter Geistlicher, oder ein Bruder oder ein Mitglied eines solchen geistlichen Ordens, Vereins oder Genossenschaft zu werden, oder ihm dazu zu verhelfen oder ihm darin beizustimmen, oder ihm dafür einen Eid abzunehmen, oder auch nur zu veranlassen, daß ihm ein solcher abgenommen werde, die Hülfe und Beistand zu leisten bei der Ableistung eines Eides, Gelübdes oder Verpflichtung, welcher den Zweck oder die Absicht hat, jene Person zu binden an die Regeln, Anordnungen oder Ceremonien eines solchen geistlichen Ordens, Vereins oder Genossenschaft, so soll jede solche Person, die in England oder Irland in den vorausgeschickten Fällen sich vergehen für schuldig eines Vergehens erachtet werden und in Schottland mit Geldbuße und Gefängnißhaft bestraft werden.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 31 aufgehoben.
 

  32. Eine Person, die als Mitglied in einen geistlichen Orden aufgenommen wird, soll verbannt werden. Und es wird ferner festgesetzt, daß falls eine Person, nach dem Anfange dieser Acte in einem Theile dieses vereinigten Königreiches, als Jesuit oder Bruder, oder Mitglied eines solchen geistlichen Ordens, Vereins oder Genossenschaft aufgenommen würde, so soll solche Person für schuldig eines Vergehens erachtet werden, und wenn er darüber in gesetzmäßiger Weise überführt ist, verurtheilt und ihm befolgen werden, für die Zeit seines ganzen Lebens aus dem vereinigten Königreiche verbannt zu sein.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 32 aufgehoben.
 

  33. Die straffällige Parthei kann durch den König verbannt werden. Und es wird ferner festgesetzt, daß falls eine zur Verbannung unter den Bestimmungen dieser Parlamentsacte verurtheilte Person nicht aus diesem vereinigten Königreiche innerhalb 30 Tage nach Ausspruch solches Urtheils und Befehls (wie vorher gesagt ist) abreisen sollte, so soll und mag es für Seine Majestät gesetzlich erlaubt sein, zu veranlassen, daß eine solche Person nach einem solchen Platze außerhalb des vereinigten Königreichs fortgeführt wird, wie es Seine Majestät nach und mit dem Gutachten Seines Geheimen Raths bestimmt wird.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 33 aufgehoben.
 

34. And if at large after three month, may be transportet for Life. And be it further enacted that in case any person shall after the commencement of this Act, within any part of this United Kingdom, be admitted or become a Jesuit, or brother, or member of any other such religious order, community, or society as aforesaid, such person shall be deemed and taken to be guilty of a misdemeanour, and being thereof lawfully convicted, shall be sentenced and ordered to be banished from the United Kingdom for the term of his natural life. 34. Und wenn solche Person sich längstens nach 3 Monaten noch im Reiche befindet, soll sie für Lebensdauer fortgeführt werden. Und es wird ferner festgesetzt, daß wenn ein eines solchen Vergehens Straffälliger von einem solchen Gerichtshofe in vorbesagter Weise verurtheilt und ihm befohlen wird, in vorbesagter Weise aus dem Königreiche verbannt zu sein, und er doch längstens nach dem Ablauf von drei Calender-Monaten nach der Verkündigung des Urtheils und des Befehls in einem Theile des vereinigten Königreichs, ohne irgend eine gesetzliche Veranlassung, sich noch befinden sollte; so wird ein solcher Straffälliger, wenn er darüber gesetzlich überführt ist, für seine Lebenszeit nach einem solchen Orte übergeführt, wie derselbe von Seiner Majestät bezeichnet werden sollte.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 34 aufgehoben.
 

  35. unbekannt.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 36 aufgehoben.
 

  36. unbekannt.

Durch das Roman Catholic Relief Act von 1926  (c. 55) und das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 36 aufgehoben.
 

37. Not to extend to Femalie Societies. Provided always, and be it enacted that nothing herein contained shall extend or be construed to extend in any manner to affect any religious order, community, or establishment consisting of females bound by religious or monastic vows. 37. Nicht auszudehnen auf weibliche religiöse Vereine. Es ist für alle Zeiten ausgeschlossen und wird ferner festgesetzt, daß keine der hierin enthaltenen Bestimmungen ausgedehnt oder so ausgelegt werden, als ob er sich auf irgend eine Weise erstrecke und sich beziehe auf einen religiösen Orden , Verein oder eine Stiftung, die für Frauen besteht, welche durch religiöse oder klösterliche Gelübde verpflichtet sind.

war ursprünglich Art. 35 ?.

Durch das Statute Law Revision Act von 1953 (c. 5) wurde der Artikel 37 aufgehoben.
 

38. Penalties how to be recovered. And be it further enacted, tat all penalties imposed by this Act shall and may be recovered as a debt due to his Majesty, by information to be filed in the name of his Majesty’s attorney general for England or for Ireland, as the case may be, in the Courts of Exchequer in England or Ireland respectively, or in the name of his Majesty’s advocate general in the Court of Exchequer in Scotland. 38. Wie man von den Strafbestimmungen befreit werden kann. Und es wird ferner festgesetzt, daß alle Strafbestimmungen, die durch diese Acte auferlegt sind, gelöst werden können als eine Seiner Majestät zukommende Schuld, auf eine in dem Namen Seiner Majestät von dem General-Fiscal für England oder Irland geführte Information, wie die Sache selbst bei den Gerichtshöfen der Schatzkammer in England oder Irland nach den Umständen, oder in dem Namen Seiner Majestät von dem General-Advocaten bei dem gerichtshofe der Schatzkammer in Schottland zu führen ist.

war ursprünglich Art. 36 ?.

Durch Rechtsverordnung von 1921 (Nr. 1802) wurde jeweils das Wort "Irland" ersetzt durch: "Nordirland".

Durch den Supreme Court of Judicature (Consolidation) Act von 1925 (c. 49) und das Supreme Court of Judicature (Ireland) Act von 1877 (c. 57) wurden die "Gerichtshöfe der Schatzkammer in England oder Nordirland" ersetzt durch den "Obersten Gerichtshof oder den Obersten Gerichtshof in Nordirland".
 

39. Power to repeal or alter Act during the Session. And be it further enacted, that this Act or any part thereof may be repealed, alteres or varied at any time within this present Session of parliament. 39. Die Acte kann während dieser Parlamentssession zurückgenommen oder verändert werden. Und es wird ferner festgesetzt, daß diese Acte oder ein Theil derselben zu jeder Zeit innerhalb dieser fortdauernden Parlaments-Session zurückgenommen, verändert oder umgestaltet werden kann.

war ursprünglich Art. 37 ?.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 39 aufgehoben.
 

40. Commencement of Act. And be it further enacted, that this Act shall Commence and take effect at the exxpiration of ten days from and after the passing thereof. 40. Anfang der Acte. Und es wird endlich festgesetzt, daß diese Acte ihren Anfang nehmen und in Kraft treten sol nach dem Verlaufe von zehn Tagen, nachdem sie durchgegangen ist.

war ursprünglich Art. 38 ?.

Durch das Promissory Oaths Act vom 13. Juli 1871 (c. 48) wurde der Artikel 40 aufgehoben.
 

 

 


Quellen:
Schubert, Die Verfassungsurkunden und Grundgesetze der Staaten Europa's, ..., Königsberg 1848, Samter Verlag
P.C. Mayer-Tasch, Die Verfassungen Europas, Verlag Kröner, 1966
http://home.freeuk.net/don-aitken/ast/g3.html#262

© 21. April 2001 - 7. Februar 2008


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